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Kein Ausweg, keine Lösung. Jeder Tag eine Qual.

Hej,
ich schreibe hier, weil ich mich ganz verloren fühle und einsam. Es scheint, als spräche niemand meine Sprache, selbst mein Therapeut nicht mehr, der seit 8 Jahren stets mein einziger Anker war.
Stetig habe ich das Gefühl, alles wäre nur Jammern auf hohem Niveau und eine Übersteigerung meinerseits.

Wenn ich darauf eingehen dürfte, nur insofern, was aktuell am Schlimmsten ist, denn würde ich alleine die letzten 3 Jahre niederschreiben, sprengte es doch den Rahmen.

Unter anderem leide ich an PTBS, chronischer Depression, Fibromyalgie, Fatigue ..

Vor einem Jahr fand ich heraus, dass mein Freund mich betrogen hat, mehrmals. Ich blieb. Alleine wegen unseren zwei sehr kranken Katzen und weil mir schlicht die Kraft fehlt, wieder einmal neu anzufangen. Vor 3 Jahren starb plötzlich mein Vater (verdrängte Gefühle brachen über mich herein, ohne dass ich sie benennen könnte), meine einzige und beste Freundin, die ich je hatte, nahm sich das Leben.
Von Tag zu Tag quäle ich mich mehr. Meine Schmerzen sind teils unerträglich, meine Erschöpfung raubt mir die Luft zum Atmen, und das Trauma/die Traumata, welche ich bis heute nicht in der Lage bin, bewusst zu erinnern, brechen mehr und mehr körperlich durch.

Ich ekel mich so, vor mir selbst, meinem Freund, Menschen, Schmutz, Gerüchen, einfach allem. Ertrage keine Kleidung mehr auf der Haut, gleichzeitig will ich mich einhüllen, verhüllen, meine Haare habe ich ganz kurz geschnitten.
Jeder kleine Reiz ist zu viel. Meine Katzen sind ständig nur krank.
Am liebsten würde ich mir die Haut abschrubben, das Dunkel, das omnipräsent ist, all den Ekel hinunter spülen. Ich kann nachts nicht schlafen. Starke Bauch und Unterleibskrämpfe habe ich seit einem halben Jahr durchgehend.

Für einen Neuanfang und eine Traumatherapie fehlt mir absolut die Kraft. Ich sehne mich so nach meiner Freundin, einzig bei ihr durfte ich sein Atmen war genug.

So viel wie ich empfinde, was mir lastet, kann ich gar nicht in Worte fassen.
Wie gerne würde ich entfliehen.
Von Tag zu Tag fällt das Überleben schwerer und schwerer. Mit meinem Therapeuten möchte ich nicht sprechen, denn er gab mir bei unseren letzten Gesprächen eben jenes Gefühl, es wäre Jammern auf hohem Niveau und zwischen uns hat sich irgendwas geändert, etwas subtiles, nicht greifbares und doch wiegt es zu schwer. Auch hierfür fehlt mir die Kraft, dies offen mit ihm zu kommunizieren. Zumal es nicht das erste Mal ist, dass wir an diesem Punkt sind.

Ich fühle mich wie eine Versagerin, kann nicht arbeiten und wofür ich mich so gerne engagieren würde (Tierschutz) ist undenkbar.

DANKE, dass ich einfach schreiben durfte ♡
Bitte entschuldigt mein Gedankenwirrwar und das Jammern, weiß ich selbst, dass ich dennoch so viel reicher bin, als es so viele andere Lebewesen sind.
 
Liebe TE,
auch wenn es Kraft kostet, suche dir unbedingt einen guten Therapeuten, eine Therapeutin, dem oder du vertrauen kannst. Oder spreche offen mit deinem jetzigen Therapeuten darüber was dich irritiert hat. Und dann konzentriere dich auf kleine Aufgaben, nicht den ganzen großen Berg, nicht auf das ganz tiefe Dunkle. Je kleiner diese deine Schritte sind, umso unbemerkter und auch leichter fällt der gesamte Weg. Suche dir professionelle Unterstützung und dann beginne Schritt für Schritt.
 
Es hört sich sehr sehr schlimm an.

Bei diesen Erkrankungen kann ich dir eine stationäre Schmerztherapie sehr ans Herz legen.

Es ist eine Multimodale Schmerztherapie,du hast auch Psychotherapie.

Es hat mir damals sehr geholfen.
Es wird für dich ambulant sehr schwierig werden ,auch wegen Fatigue.

Ich hoffe du findest die richtige Lösung 🍀
 
Warum sind Deine Katzen ständig nur krank ?
Die wohnen doch auch da.
Aber die, auch wenn ich denen oft geistig mehr zutraue , als einigen Menschen, hatten ja nun die Bindungen (Vater/Freundin/Therapeut/ Vergangenheit /Traumata) nicht, auch haben sie nicht Deine Diagnosen.

Nicht das Euch irgendwas vergiftet, was halt irgendwo in der Wohnung steht und 24/7 irgendwas ausgast , wie Nervengifte oder ähnlich schädliches....ich würde mal mit nem Labor sprechen, was auf Gifte bzw. Umweltgiftstoffe spezialisiert ist und in der Lage ist, das im Blut nachzuweisen.

Sollten die sowohl was im Katzenblut finden, wie auch bei Dir, Dir geht es auch nicht gut , dann könnte das ja da mit reinspielen.

Aber diese Überempfindliche Sensorik kann oft zwei Dinge spiegeln - einmal das Gefühl und damit den Gedanken, nach dem, was man sich wünscht und einmal die Realität , die man oft genug schmerzlich empfindet.

Die Intensität - das selbst Klamotten "zuviel "sind könnte sich auf das Sprichwörtliche "Das ertragbare Maß ist voll " beziehen , aber eben auf das körperliche und auch auf das geistige Befinden.

Ich denke auch nicht das es eine Frage der Kraft ist, sondern des Tuns, des reinen Handelns. Du braucht keine Kraft Du hast genug, das beweist Du ja dadurch was Du aushälst, sondern Du brauchst Entschlossenheit ....wenn Du im Dunkeln tappst....musst Du zur Lampe werden, um es genau auszuleuchten, denke ich.
 
Nicht das Euch irgendwas vergiftet, was halt irgendwo in der Wohnung steht und 24/7 irgendwas ausgast , wie Nervengifte oder ähnlich schädliches....ich würde mal mit nem Labor sprechen, was auf Gifte bzw. Umweltgiftstoffe spezialisiert ist und in der Lage ist, das im Blut nachzuweisen.
Na das wäre ja ein Ding, aber mich wundert auch, wenn du sagst, die katzen sind immer krank.
Was haben sie denn?
Deine Beschwerden, was du aufzählst, ist ja ein ganz schwerer Brocken ☹️
Das du da jammerst beim Therapeuten, ist echt kein wunder.
Aber ein Therapeut kann keine schmerzen wegzaubern, ich würde wahnsinnig, wenn ich dauernd solche schmerzen hätte. Allein davon bekommt man ja Depressionen und ist chronisch erschöpft.
Hast du keinen Schmerztherapeuten? Also Facharzt, mein ich.
 
Nichts von dem, was du beschreibst, klingt leicht oder übertrieben. Eigentlich klingt das ganz unerträglich. Kannst du dich eine Weile einweisen lassen?
 
Liebe TE,
auch wenn es Kraft kostet, suche dir unbedingt einen guten Therapeuten, eine Therapeutin, dem oder du vertrauen kannst. Oder spreche offen mit deinem jetzigen Therapeuten darüber was dich irritiert hat. Und dann konzentriere dich auf kleine Aufgaben, nicht den ganzen großen Berg, nicht auf das ganz tiefe Dunkle. Je kleiner diese deine Schritte sind, umso unbemerkter und auch leichter fällt der gesamte Weg. Suche dir professionelle Unterstützung und dann beginne Schritt für Schritt.
Liebe @Schutzhuette

hab ganz lieben Dank für deine Worte, deinen Zuspruch und deine Zeit.
Ich kann mich an keine Zeit meines Lebens bisher erinnern, in der es einfach mal ein wenig unbeschwert war. Und ich habe das Gefühl, egal ob ich Schritt für Schritt bisher gegangen bin oder einen Marathon lief, ich kann nur verlieren. Ich bin mittlerweile einfach auch zu müde, um positiv zu bleiben.
Jedenfalls schätze ich deine ehrlichen Worte sehr. Danke. 🌻
 
Hallo, ich fühle einiges nach.
Sag mal, bei Deiner Beschreibung fällt mir attock eine stationäre Therapie ein. Ich würde das als nächstes machen.
Liebe (r) @FLoki979,

Vielen Dank für deine Antwort und deine Zeit hierfür. Es tut mir leid zu hören, dass du einiges nachempfinden kannst.
Es mag sich wie eine Ausrede anhören, tatsächlich ist es aber so, dass eine stationäre Therapie zur Zeit nicht in Frage kommt, da meine Katzen sonst alleine wären. Weder habe ich Familie, noch Freunde o.ä., die sich in der Zeit kümmern könnten. Mein Freund ist nach einer schweren OP leider selbst an Fatigue erkrankt und keine wirkliche Hilfe. Die zwei brauchen mehrmals täglich Medikamente, hinzu kommt, dass Paulchen unsauber ist (Kot und Urin) und oft Tierarztbesuche anstehen.
Danke dennoch für diese Überlegung 🌻
 
Es hört sich sehr sehr schlimm an.

Bei diesen Erkrankungen kann ich dir eine stationäre Schmerztherapie sehr ans Herz legen.

Es ist eine Multimodale Schmerztherapie,du hast auch Psychotherapie.

Es hat mir damals sehr geholfen.
Es wird für dich ambulant sehr schwierig werden ,auch wegen Fatigue.

Ich hoffe du findest die richtige Lösung 🍀
Liebe @MoAnna,

Danke für deine Zeit und deine Gedanken, welche du dir für mich gemacht hast.
Ja, daran hatte ich auch schon gedacht..
Doch wie ich Floki schon schrieb, kommt etwas Stationäres aktuell leider nicht in Frage. Vom Kopf weiß ich, dass es mir besser gehen muss, um mich dauerhaft um meine kranken Katzen kümmern zu können, doch so ist es aktuell leider nicht möglich, weil ich für die Versorgung niemanden hätte. Jedenfalls behalte ich mir diesen Gedanken im Hinterkopf.
Es tut mir leid zu lesen, dass auch du weißt, wie es ist, mit Schmerzen zu leben, psychisch wie physisch.

Dir wünsche ich alles Gute und gute Besserung. Vielen Dank! 🍀🌼
 

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