Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Elternteil unterstützen/helfen

Hallo Miteinander,
Willkommen 🙂
ende Dezember ist mein Vater mit 63 verstorben.
Beileid
Bei ihr ist noch in Abklärung ob Sie eine beginnende Demenz hat.
Das ist wichtig.
Wer klärt das ab ?
Depressionen hat sie aber definitiv und nimmt auch etwas dafür
Ist sie Therapeutisch angebunden ?
Wer hat das diagnostiziert ?
Seit Ende Dezember waren wir bisher jedes Wochenende dort,
Das ist schön.
Natürlich pumpen wir auch Geld rein,
Ist Geld wirklich alles ?
Nächste Woche sind wir mal nicht dort weil wir im Kurzurlaub sind, selbst da habe ich jetzt schon ein schlechtes Gewissen
Es ist ja nur ein Kurzurlaub, allerdings...
Ihr solltet euch trauen, denn ihr habt ja auch euer Leben.
Sie alleine zu lassen nicht zu besuchen und ihr zu helfen
Es ist gut, daß ihr euch kümmert.
Schaut, daß ihr gesund bleibt, um weiterhin helfen zu können 🙂
Meine Frau kommt langsam oder ist schon an ihrem Limit und ich weiß ich verlange ihr viel ab, vielleicht zu viel.
Gut das du das erkannt hast.
Ich habe grundsätzlich die Gedanken das sich meine Mutter auf uns verlässt und natürlich auch mein Vater
In wie weit hat man hier im Vorfeld gesprochen.
Hier schimmern ja in diversen Gesprächen "Wünsche" durch
Wir haben schon öfters darüber gesprochen etwas kürzer zu treten aber ich befinde mich da in einer Zwickmühle.
Wie soll das aussehen ?
Habt ihr damit Erfahrungen?
Ja.
Im Gespräch bleiben.
Wie würdet ihr damit umgehen?
Mit der Mutter darüber sprechen, was ihre Wünsche sind, was ihr wollt, was möglich ist und in welchen Bereichen Sie Unterstützung braucht und auch möchte.
In 2 Wochen haben wir die finalen Ergebnisse.
Wie soll ich mir das Vorstellen ?
Nur bei großen Stresssituationen verzweifelt Sie sehr.
Das darf schon sein...
Sie hat frisch Ihren Mann verloren
(und du deinen Vater.)
Sie könnte theoretisch zu uns
Was würde das bedeuten ?
Die kann und möchte ich ihr nicht nehmen
Na ja...
das ist ja noch Zukunftsmusik.

Wie gesagt, setzt euch zusammen und sprecht über die Situation.
Und...
versucht eure Mutter zu verstehen.

Mein Vater hatte nach Mutters Tod die Angst, daß wir ihn abschieben, was wir in keinster Weise in Betracht zogen.
 
Dass man sich um den zurückgebliebenen Elternteil kümmert kann ich nachvollziehen. Wenn deine Mutter aber ähnlich alt ist wie dein verstorbener Vater halte ich es durchaus für möglich, dass ihr ihr mehr abnehmt als nötig und sinnvoll und sie vielleicht sogar in eine gewisse Unselbständigkeit drängt, die weder ihr noch euch als Paar gut tut.

Wäre es denn keine Option, dass - ein negativer Demenz-Diagnose-Bescheid angenommen - sie mit den beiden Hunden in eine eigene Wohnung in eure Nähe zieht?
Ich würde auf jeden Fall versuchen, eine andere Lösung zu finden als diese Beinahe-Selbst-Versklavung, die ihr schon jetzt betreibt; stattdessen der Mutter neue Perspektiven erschließen ud ihr beibringen, was sie (noch) nicht kann. Oft ist das ja nur so, weil der Vater bestimmte Dinge immer übernommen hat und sie sich damit nie befassen musste.

Im schlimmsten Fall geht eure eigene Beziehung kaputt, wenn ihr mit der engen Betreuung weitermacht - und damit wäre dann niemandem gedient. Tatsächlich glaube ich, dass ein kürzerer Weg schon sehr helfen würde; die Mutter in euren eigenen Haushalt aufzunehmen solltet ihr allerdings gut überlegen. Das ist ein Schritt in ein Beziehungskonstrukt, das man sich mit allen Konsequenzen vor Augen führen sollte und aus dem man dann so schnell nicht mehr rauskommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann mich da nur anschließen und denke, ihr macht viel zu viel. Ich denke, die Mutter ist um die 60 und in dem Alter kann man problemlos für sich selbst sorgen und muss nicht ständig die Kinder einspannen. Das große Haus könnte sie verkaufen und sich dafür eine Single Wohnung kaufen oder mieten.

Wie kommt man denn auf den Demenz Verdacht? Verzweiflung in stressigen Situationen kann auch der Depression geschuldet sein und Vergesslichkeit kann auch durch Stress und Überlastung kommen.
 
Ich war bei den ganzen vorherigen Untersuchungen und Arztbesuchen nicht dabei. Habe dann nur die Befunde gelesen. Sie hatte jetzt eine Nervenwasser Entnahme beim Neurologen und da warten wir jetzt auf die Ergebnisse und dann auch auf den weiteren ärztlichen Weg
 
Deine Mutter ist kein Pflegefall. Sie hat nach langen Jahren Ehe ihren Partner verloren und ist traurig.
Ihr macht schon sehr viel, eigentlich zu viel. Verlangt sie dieses Engagement?
Es ist normal, in der ersten Trauerzeit da zu sein. Aber dann wird sie sich alleine einpendeln müssen.
Sie hat vor Ort ja auch Nachbarn, vielleicht wäre eine Trauergruppe auch etwas für sie,
Aber es ist auch für deine Frau langfristig nicht aushaltbar, ständig zur Schwiegermutter zu fahren.
Du hast deinen Vater verloren, es ist nachvollziehbar, dass du die Nähe deiner Mutter suchst. Ich würde sie alleine besuchen ab und zu und die Intensität schleichend abbauen.
Habt ihr Kinder?
Ist es vorstellbar, irgendwann ins Haus der Mutter zu ziehen?
 
Sie hat 4-5 Nachbarn die wirklich sehr engagiert sind. Ich weiß das ich kürzer treten muss, sie findet auch das sie sehr bemuttert wird, das hat Sie mir gesagt. Viele Dinge muss ich aber übernehmen weil sie es schlicht nicht schafft.
Wir haben keine Kinder und es kommt für uns auch nicht in Frage umzuziehen das sind für uns 110km.
Mit dem Verlust komme ich zurecht, mir geht es wirklich meine Mutter. Es tut weh wenn man seine Mutter weinen sieht fast jedes Mal wenn wir gehen.
 
Wenn deine Mutter tatsächlich anfangende Demenz hat, dann braucht sie unbedingt Hilfe.( Und ja , das kann leider bei einigen schon in den 60 er Jahren sein)

Wenn nicht:
Hilf ihr , sich selbst zu helfen.
Hilf ihr das Leben neu zu " sortieren '.
Nach einer langen Ehe, haben sich meist die Partner die Aufgaben geteilt.
Das heißt, wenn der Partner wegfällt, gibt es Sachen, die man plötzlich selber regeln muss, von dem man oft keine Ahnung hat.
Dass du jetzt die Aufgaben deines verstorbenen Vaters übernimmst, ist nicht möglich aus der Entfernung und auch nicht richtig.
Wie du siehst, schlägt sich das, auf deine Beziehung nieder.
Ermutige deine Mutter soziale Kontakte zu pflegen, sich zu informieren über das, was sie nicht weiß.
Nimm dir die Zeit, ihr Sachen zu zeigen wie du sie erledigst, statt sie einfach zu erledigen.
Beim nächsten Mal kann sie es dann.
Vielleicht würde ihr das auch gut tun, sich mit anderen Trauernden auszutauschen.

Es war bestimmt wichtig, ihr in der ersten Zeit, sie so zu unterstützen .
Langsam, aber stetig , zieh dich ein bisschen zurück.
Wie gesagt, das sind meine Ratschläge, wenn deine Mutter gesund ist .
Wenn nicht, müsst ihr andere Lösungen finden.
 
Ein einfaches Beispiel ist wir haben ihr gezeigt wie man über WhatsApp ein Bild versendet. Für uns alle hier ein Klacks...
Damit wir auch Mal Post bearbeiten können wenn wir nicht da wären. Wir haben es ihr mehrmals gezeigt, eine Anleitung geschrieben. Manchmal klappt es, manchmal nicht und wenn es nicht klappt wird sie so nervös das nichts mehr geht. Sie kommt grundsätzlich zurecht aber es sind halt auch solche Kleinigkeiten. Überweisungen mache zb nur noch ich
 
Ich war bei den ganzen vorherigen Untersuchungen und Arztbesuchen nicht dabei.
Wieso denn nicht ?
Wir versuchten bei (größeren) Untersuchungen unterstützend dabei zu sein.

Wie kommt sie zu den Ärzten ?
Habe dann nur die Befunde gelesen.
Das haben wir auch gemacht, teilweise gar nicht verstanden oder wir haben uns gewundert, das der "alter Mist" immer wieder mit aufgeführt wurde 🫨
Sie hatte jetzt eine Nervenwasser Entnahme beim Neurologen und da warten wir jetzt auf die Ergebnisse und dann auch auf den weiteren ärztlichen Weg
Aufgrund welcher Anzeichen kam es dazu ?

Wie sprecht ihr in der Familie ?
Habt ihr den Mut Situationen anzusprechen oder wird um den heißen Brei herumgeredet.

Andererseits, ist deine Mutter "erst bei 60" und keine 80.
Wenn ich überlege, was mein Vater an Schlaganfällen hatte, 2016 einen schlimmen Herzinfarkt, meine Mutter nach Ihrer Knie-OP mit 73 schleichend abbaute,
hat deine Mutter ja noch viele schöne Jahre 🙂
(jeder Mensch ist anders)

Wenn nicht:
Hilf ihr , sich selbst zu helfen.
Hilf ihr das Leben neu zu " sortieren '.
Nach einer langen Ehe, haben sich meist die Partner die Aufgaben geteilt.
Wir haben den Vater auch geholfen mit dem Tod seiner Frau umzugehen.
 
Wir sind vorher nicht mit weil da mein Vater noch gelebt hat und dabei war. Danach waren wir bei jedem Termin am Start

Wir sprechen offen über Probleme aber ich probiere größere Dinge von ihr fern zu halten und sie zu schützen
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben