Geißblatt67
Sehr aktives Mitglied
Früher habe ich auch gerne auf andere Frauen runter geschaut, die schnell weinen. Inzwischen erwische ich mich auch noch ab und zu dabei, aber sehe das eher als eine schlechte Eigenschaft von mir an und als Symptom dafür, dass ich in manchen Phasen wenig Zugang zu meinen Emotionen habe und es dann bei anderen auch schwer aushalte.
Denn, warum sollte man die Gefühle der anderen, bzw das Zeigen verachten? Das sind halt einfach Gefühle, die da sein dürfen und erstmal niemandem etwas tun, solange kein Vorwurf daraus gestrickt wird (ich glaube, oft fühlen sich Gefühle anderer vorwurfsvoll an, aber das ist dann oft die eigene Deutung, auch nochmal in Bezug auf das Stichwort "manipulativ" bezogen).
Speziell im beruflichen Kontext fand ich Weinen immer sehr unangebracht. Ich dachte, dass da nichts ist oder passieren kann, was einen derart aus der Fassung bringt, dass man vor Kolleg:innen oder Chef:innen weint.
Ich konnte vom Verstand her schon akzeptieren, dass es Menschen gibt, die ihren Emotionen auch in diesem Umfeld leichter freien Lauf lassen können, aber vom Gefühl her war mir das immer unangenehm.