G
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Gast
Vielleicht brauche ich gar keine Hilfe, sondern muss es einfach mal aufschreiben. Schon lange habe ich so eine Unzufriedenheit oder Traurigkeit in mir und ich wusste nicht, wo sie her kam. Als ich neulich im Auto gesessen bin, lief dieses Lied aus meiner Jugend im Radio und da fiel mir auf, wie sehr ich diese Zeit vermisse. Freunde, Abenteuer, das Gefühl, dass einem die Welt offen steht.
Nun geht es mir nicht schlecht. Ich habe einen guten Job, habe Frau, Kinder und lebe den mittelständischen Traum. Ich weiß, dass es vielen Menschen viel schlechter geht als mir. Trotzdem frisst mich dieses tägliche Einerlei auf. Früher habe ich am Freitag nachmittag die Freunde angerufen, wir haben etwas unternommen. Wir sind durch die Altstadt gezogen, haben Karaoke gesungen, getrunken, über Gott und die Welt philosophiert. Manchmal bin ich mit einem schlimmen Kater aufgewacht, manchmal bei einem Mädchen im Bett. Alles war möglich.
Und jetzt? Buchen wir das Essen mit den Freunden 6 Wochen im Voraus. Am Freitag um 19 Uhr, damit es nicht zu spät wird. Geredet wird über die Arbeit. Kollegen, Chefs, das Übliche halt. Um 22 Uhr sind wir dann zu Hause. Das war das Highlight der Woche.
Ich möchte auch niemandem die Schuld dafür geben, ich frage mich nur, wie das weiter geht. Noch 20 Jahre in dem Trott, bis endlich die Rente erreicht ist?
Nun geht es mir nicht schlecht. Ich habe einen guten Job, habe Frau, Kinder und lebe den mittelständischen Traum. Ich weiß, dass es vielen Menschen viel schlechter geht als mir. Trotzdem frisst mich dieses tägliche Einerlei auf. Früher habe ich am Freitag nachmittag die Freunde angerufen, wir haben etwas unternommen. Wir sind durch die Altstadt gezogen, haben Karaoke gesungen, getrunken, über Gott und die Welt philosophiert. Manchmal bin ich mit einem schlimmen Kater aufgewacht, manchmal bei einem Mädchen im Bett. Alles war möglich.
Und jetzt? Buchen wir das Essen mit den Freunden 6 Wochen im Voraus. Am Freitag um 19 Uhr, damit es nicht zu spät wird. Geredet wird über die Arbeit. Kollegen, Chefs, das Übliche halt. Um 22 Uhr sind wir dann zu Hause. Das war das Highlight der Woche.
Ich möchte auch niemandem die Schuld dafür geben, ich frage mich nur, wie das weiter geht. Noch 20 Jahre in dem Trott, bis endlich die Rente erreicht ist?