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Was ist los?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 134979
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Gelöscht 134979

Gast
Vielleicht brauche ich gar keine Hilfe, sondern muss es einfach mal aufschreiben. Schon lange habe ich so eine Unzufriedenheit oder Traurigkeit in mir und ich wusste nicht, wo sie her kam. Als ich neulich im Auto gesessen bin, lief dieses Lied aus meiner Jugend im Radio und da fiel mir auf, wie sehr ich diese Zeit vermisse. Freunde, Abenteuer, das Gefühl, dass einem die Welt offen steht.
Nun geht es mir nicht schlecht. Ich habe einen guten Job, habe Frau, Kinder und lebe den mittelständischen Traum. Ich weiß, dass es vielen Menschen viel schlechter geht als mir. Trotzdem frisst mich dieses tägliche Einerlei auf. Früher habe ich am Freitag nachmittag die Freunde angerufen, wir haben etwas unternommen. Wir sind durch die Altstadt gezogen, haben Karaoke gesungen, getrunken, über Gott und die Welt philosophiert. Manchmal bin ich mit einem schlimmen Kater aufgewacht, manchmal bei einem Mädchen im Bett. Alles war möglich.
Und jetzt? Buchen wir das Essen mit den Freunden 6 Wochen im Voraus. Am Freitag um 19 Uhr, damit es nicht zu spät wird. Geredet wird über die Arbeit. Kollegen, Chefs, das Übliche halt. Um 22 Uhr sind wir dann zu Hause. Das war das Highlight der Woche.
Ich möchte auch niemandem die Schuld dafür geben, ich frage mich nur, wie das weiter geht. Noch 20 Jahre in dem Trott, bis endlich die Rente erreicht ist?
 

Hallo Gelöscht 134979,

schau mal hier: Was ist los?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Da müsstest du überlegen, wie dein Leben aussehen soll. So wie du es früher gemacht hast? Die Zeiten sind vorbei. Wenn du so was jedes Wochenende gemacht hast, wird es auch mit der Zeit langweilig. Jedes Wochenende besoffen ist auch nicht der Burner. Es ist dein Blick auf dein Leben. Mache dir dein Leben mit deiner Frau und deinen Kindern keinen Spaß, dann ändere was. Die Freunde von früher, haben heute wahrscheinlich auch Familie. Es ist dein Blick auf deine Familie, setz dir eine andere Brille auf, dann siehst du besser. Vielleicht eine Sonnenbrille, dein Glück mit deiner Familie blendet so. Du kannst ja deinem früheren Leben hinterherweinen. Ist okay wenn du das machst. Die Trauer um dein früheres Leben, nimm Abschied. Aber im Ernst, willst du das heute noch haben? Freu dich, dass du das alles erlebt hast, heute ist dein Leben anders und das ist gut so. Um nichts inder Welt würde ich mein heutiges Leben gegen das frühere Disco-Leben eintauschen wollen. Es war gut so wie es war und jetzt ist ein anderes Leben dran.

Am Wochenende über die Arbeit reden ist grottenlangweiig. Du hast doch bestimmt noch andere Interessen, die du auch mit deinen Kindern machen kannst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Trotzdem frisst mich dieses tägliche Einerlei auf.

Meine erste Reaktion war ein lachendes: "Ach du Sch***e!".

Mir wären da auch die Füße eingeschlafen, zwischendurch mit dem Bedürfnis zu schreien.

ich frage mich nur, wie das weiter geht. Noch 20 Jahre in dem Trott, bis endlich die Rente erreicht ist?

Erstens:
Wieso bringst du nicht Bewegung in dein Leben, probierst was Neues aus, lernst neue Leute kennen?

Zweitens:
Andropause/Midlife Krise/männl. Wechseljahre?
Google mal.
 
Vielleicht brauche ich gar keine Hilfe, sondern muss es einfach mal aufschreiben. Schon lange habe ich so eine Unzufriedenheit oder Traurigkeit in mir und ich wusste nicht, wo sie her kam. Als ich neulich im Auto gesessen bin, lief dieses Lied aus meiner Jugend im Radio und da fiel mir auf, wie sehr ich diese Zeit vermisse. Freunde, Abenteuer, das Gefühl, dass einem die Welt offen steht.
Nun geht es mir nicht schlecht. Ich habe einen guten Job, habe Frau, Kinder und lebe den mittelständischen Traum. Ich weiß, dass es vielen Menschen viel schlechter geht als mir. Trotzdem frisst mich dieses tägliche Einerlei auf. Früher habe ich am Freitag nachmittag die Freunde angerufen, wir haben etwas unternommen. Wir sind durch die Altstadt gezogen, haben Karaoke gesungen, getrunken, über Gott und die Welt philosophiert. Manchmal bin ich mit einem schlimmen Kater aufgewacht, manchmal bei einem Mädchen im Bett. Alles war möglich.
Und jetzt? Buchen wir das Essen mit den Freunden 6 Wochen im Voraus. Am Freitag um 19 Uhr, damit es nicht zu spät wird. Geredet wird über die Arbeit. Kollegen, Chefs, das Übliche halt. Um 22 Uhr sind wir dann zu Hause. Das war das Highlight der Woche.
Ich möchte auch niemandem die Schuld dafür geben, ich frage mich nur, wie das weiter geht. Noch 20 Jahre in dem Trott, bis endlich die Rente erreicht ist?
Du hast dir dieses jetzige Leben mit Familie ausgesucht. Das heißt nicht, dass dein Leben im Trott verlaufen muss. Es liegt an dir, dem Leben neue und andere Impulse zu geben, mal mit Familie, aber auch mal für dich alleine.

Hilfreich ist, sich bewusst zu machen, für eine schöne Vergangenheit dankbar zu sein und sie als solche stehen zu lassen. Es würde heute ganz sicher nicht mehr so laufen, wie es einmal war.
 
Vielleicht ist das keine Midlife-Krise, sondern die Erkenntnis, dass man sein Leben erfolgreich verwaltet hat – und dabei vergessen hat, es zu leben.
Wir tun so, als hätte uns Zeit, Kinder oder Arbeit die Wildheit geraubt.
Bullshit.
Wir haben sie abgegeben. Stück für Stück. Für Applaus, Stabilität und das beruhigende Gefühl, "vernünftig" zu sein. Abenteuer wurden zu Erinnerungen, Sehnsucht zu Nostalgie und Mut zu einem Spotify-Song im Auto.
Der mittelständische Traum ist kein Traum, er ist ein Sedativ. Er macht nicht unglücklich, aber auch nicht wach.
Man funktioniert, optimiert, plant und nennt das dann Leben. Freitagabend um 22 Uhr im Bett fühlt sich nicht erwachsen an, sondern erledigt.
Und dieser Satz "anderen geht es schlechter" ist kein Zeichen von Reife, sondern ein Maulkorb für die eigene Unzufriedenheit. Als müsste man erst permission vom Weltelend bekommen, um sich selbst zu vermissen.
Die eigentliche Angst ist nicht die Rente in 20 Jahren.
Die Angst ist, dass man merkt: Man hätte jederzeit ausbrechen können, hat es aber nie getan.
Nicht weil es unmöglich war, sondern weil es unbequem gewesen wäre.
 
Du schreibst selber,dir ginge es gut,sei glücklich über deine kleine Familie.

Möchtest du einen von ihnen missen?Ich glaube nicht...

Bringe etwas Abwechslung in dein Leben,mache Sport und treffe dich mit den Freunden oder vielleicht auch mit Frauen wenn sie möchten.

Man kann sein Leben auch mit Familie schön gestalten.
 
Scheinbar gibt es dieses 'hängenbleiben' in der Jugendzeit in allen Generationen, denn meine Generation hängt auch gerne in den 80ern fest. Sowohl von der Musik als auch von der Mode.

Mich wundert es bei vielen nicht, vor allem bei denen nicht, die Partner, Haus, 2-3 Kinder anstreb(t)en. Ganz deutlich sichtbar ist es bei den vielen 'Alten', die jetzt teilweise alleine in riesigen Häusern wohnen und sich langweilen. Die Kraft lässt nicht mehr allzu viel zu und die Kinder sind längst aus dem Haus.
Geholfen wird ihnen nicht, denn die Kinder müssen selbst ihre großen Häuser unterhalten. Das ist eine Spirale.

Schade, wenn man sein Leben so fremdbestimmt leben muss. Gibt es aber leider sehr, sehr häufig.
 

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