Wer sich scheiden lässt führt die gegenteiligen Gründe an, die zu der Hochzeit geführt haben. Dass es diese Gründe gibt schließt Neutralität aus.
So etwa könnte man das Verhältnis von Ex-Ehegatten betrachten.
Kinder sitzen dabei regelmäßig zwischen den Stühlen. Auch wenn man versucht sie heraus zu halten klappt dies nicht immer.
Deine Exfrau schafft es wohl heute immer noch nicht, eine neutrale Position ein zu nehmen, ansonsten hätte Deine Tochter bei ihr keinen Rückhalt gefunden und es gäbe keine Familienbefragung , bei der eine Liste Deiner Vergehen entstand.
Der Sohn steht ebenfalls nicht selbständig aussen vor, ist involviert und wird, obgleich unbeteiligt, manipuliert, um Partei zu ergreifen.
Dass Unterhalt gezahlt wurde als sie noch einkommenslose Studentin war änderte sich später dahin gehend, dass sie Studentin mit Einkommen war. Das Einkommen hätte sie offen legen müssen, zumal es um weit mehr als Deine Zahlungen, nämlich auch um die der Ex ging, mit der Du Dich verständigt hattest.
Offensichtlich habt Ihr -Deine Ex und Du – Euch aber nicht verständigt, wer welchen Anteil des gezahlten Geldes zurück verlangt.
Wenn Deine Ex einen nicht wirklich hohen Verlust hatte konnte sie bequem verzichten und bei Dir anprangern, dass Du nicht gleich ziehst.
Dies löst bei der Tochter einen Sturm der Entrüstung aus. Dazu kommen die ungeliebten Mahnungen, die von ihr mit substanzlosen Ausreden bedient werden mussten, zB Dauerauftrag vergessen.
All dies hat sich angestaut, wurde zunächst noch zurück gehalten, bis unbedachterweise das Fass überlief und sie Dich verletzend angemotzt hat.
Man empfiehlt Dir hier, der Tochter die Summe einfach nach zu lassen.
So soll der Kontakt zu ihr zurück erkauft werden und sie soll den Bruder um manipulieren, dass Papa doch lieb ist.
Allerdings funktioniert dies 100 pro niemals im Leben!
Wenn sie hat was sie haben will, waren ihre Ausreden damals richtig und ihr Verhalten ist in der Familie bestätigt. Du bist der Schuldige und dies zeigt sich daran, dass Du bereust -und zahlst.
Deine Gegenargumente sind irrelevant , den Beweis hast Du selber erbracht.
Weil Du damit überführt bist, ändert sich Deine Beziehung zu Deiner Tochter erst recht nicht da ja nun nachgewiesen ist, wie schlecht Du sie behandelt hast.
Es könnte später darauf hinaus laufen, dass Wiedergutmachung wie ein Täter-Opfer-Ausgleich geduldet wird, die sich aber an der Schwere Deiner Vergehen sowie an deren Dauer orientiert.
Dazu wird altbewährtes wiederholt nämlich die Vergangenheit bemüht, um eine all umfassende Aufarbeitung zu gewährleisten.
Ganz zum Schluss – im Altersheim teilt man Dir mit, dass das Verhältnis zu Dir fast wieder geheilt ist, und empfiehlt Dir, den Stau der Babyboomer in den Himmel zu umgehen, indem Du freiwillig die Ausweichroute durchs Fegefeuer einschlägst.
Dass es aktuell keinen guten Kontakt zwischen Dir und ihr gibt, damit kannst Du vermutlich besser klar kommen als sie, denn ihr Papa (als ehemalige Autorität) hat Grenzen gesetzt und ihren Stolz verletzt. Dies ist etwas anderes als eine bockige unreife Tochter zu haben.
Dein Sohn wird später mal ein Mann. Männer denken eher sachlich.
Wenn er derzeit noch emotional missbraucht wird um parteiisch gegen Dich mit zu ziehen, so spricht es für ihn, dass er sich Dir nicht ebenfalls in einem Telefonat wie die Tochter geäußert hat.
Ihm würde ich daher Zeit geben und später sehen, wie die Tochter darauf reagiert, wenn er sich nicht mehr an ihrer Ansicht orientiert.
Und nein, einknicken würde ich nicht.
Ich wäre aber bereit, an einem durch Fakten unterlegten sachlichen Gespräch teil zu nehmen, und je nach Reife der Tochter müsste ein Gesprächsvermittler dabei sein und eingreifen , den sie respektiert, damit das Gespräch zielführend abgeschlossen werden kann.