Weil für mich das Thema abgehackt ist.
Ganz ehrlich und nimm es mir nicht übel: Du belügst dich doch selber. Für dich ist überhaupt nichts abgehakt und ich glaube, das ist hier mittlerweile wirklich für jeden offensichtlich. Du steigerst dich bei nahezu jedem Thread, in dem es um männliche Narzissten (oder das was man so einsortiert) geht, dermaßen in Rage, dass offensichtlich ist, wie sehr du immer noch am Thema klebst (und leidest) und dass du eben nicht davon loskommst. Der Thread hier ist ja beinahe ein Dialog. Die Beziehung mag schon länger zurückliegen, aber der Mann dominiert dein Leben - immer noch. Deine Tipps haben zumindest bei dir nicht so gut funktioniert.
Ich bin auch nicht sicher, ob du
@Midlife_Woman wirklich davon profitierst, indem du meinst, dich verstanden zu fühlen und ihr euch dann gegenseitig dermaßen pusht, dass einem als Mitleser beinahe schwindelig wird. So jedenfalls gewinnt man keinen Abstand von belastenden Situationen. Stattdessen kreist ihr mit eurer Aufmerksamkeit um eure männlichen Sonnen. Und dass du "nur noch gelegentlich in schwachen Momenten" an diesen Mann denkst, passt auch nicht wirklich zu den unzähligen Kleinigkeiten, die du über ihn und sein aktuelles Leben zu berichten weißt. Man könnte fast meinen, du hast eine Standleitung zur Ex. Ist ja auch alles okay, aber dann solltest du dir auch nichts vormachen und dir eingestehen, dass du bis jetzt keine gute Strategie gefunden hast, deinen Abstand zu ihm zu vergrößern. Und dass du eben hier nur Zuspruch suchst, aber eben keine Lösung deines Problems. Wie gesagt sagt hier niemand, dass es einfach ist, eine solche Beziehung hinter sich zu lassen. Aber dieses Hetzen, einander bestärken, sich echauffieren.. ist sicherlich nicht der geeigneteste Weg, wenn du tatsächlich ein neues Leben ohne diesen Mann im Kopf beginnen möchtest.
Und zu guter Letzt: Für mich ist der Mann, den du auf den Seiten deines Threads beschrieben hast, auch nicht das, was ich unter einen Narzissten fassen würde. Ein Egozentriker par excellence, ja, dem offenbar seine Bedürfnisse über alles gehen und der ganz viele Aspekte des Lebens inklusive des eigenen Kindes geringer priorisiert als sein urpersönliches Wohlbefinden. Aber vieles andere, was Narzissten charakterisiert, trifft doch auf ihn gar nicht zu - der folgende Beitrag bietet eine schöne Aufstellung (
https://narzissmus.info/narzissten-erkennen/). Wenn du dich damit aber natürlich besser fühlst, dem ganzen den "narzisstischen Anstrich" zu verpassen, dann ist auch das wohl so. Und dass dein Therapeut die Begrifflichkeit womöglich auch nutzt, dir nicht widerspricht, heißt gar nichts. Dem geht es nämlich auch nicht um den Mann, sondern darum, DICH zu stärken, damit du erkennst und deinen Weg von ihm weg schaffst.