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Überforderung als Schulbegleitung, Kind droht mir mit Falschbeschuldigung sexueller Belästigung

Nyu

Aktives Mitglied
Hallo liebes Forum,

ich habe letzten Freitag eine Stelle als Schulbegleitung angefangen. Und ja, ich fühle mich maßlos überfordert.

Ich war eigentlich total happy und habe mich sehr auf die Arbeit mit dem Kind gefreut. das Kennenlernen war super, wir haben uns auf Anhieb verstanden und es hat sich sehr auf mich gefreut. Aber es ist innerhalb 3 Tage soviel passiert, dass ich körperliche Symptome habe und mich dem nicht gewachsen fühle.

Es geht um ein Kind, dass in der Grundschule ist und ständig große Probleme hat. Und nicht nur ein bisschen. In den drei Tagen gab es so viele Vorfälle und ich bin einfach total überfordert. Prügelei, Beleidigungen Drohungen, Verweigerungen und das alles mehrmals am Tag... gefühlt jede Unterrichtseinheit und fast jede Pause.

Aber was das Fass zum überlaufen gebracht hat, war gestern. Es wurde dem Unterricht letztendlich verwiesen und eigentlich sollte es suspendiert werden, weil es so viel Streit und Prügelein angefangen hat. Ich habe es zwar auch teilweise beruhigen können. Aber da gerade Bundesjugendspiele sind und es in allem der/die beste sein muss, und nicht warten kann, gab es sehr lautstarke Diskussionen, es hat beleidigt, Prügelein mit anderen Kindern angefangen, sich geweigert und wurde von den Spielen ausgeschlossen und musste in einen Reizarmenraum. Das hat es gar nicht gepasst. Ich versuche ihm im allgemeinen mit sehr viel Verständnos entgegen zu treten, Freiraum zu lassen. etc. Versuche seine Gefühle zu verbalisieren und dem Kind klare Grenzen zu setzen, klappt mal mehr mal weniger gut. Nur gestern hat es mich sehr stark beleidigt und es gab halt einen Vorfall in den Umkleidekabinen mit anderen Kindern. Kinder kamen zu mir, um um Hilfe zu bitten. Die Tür der Umkleidekabine stand offen, ich habe reingeguckt, das Kind hat mich gesehen, mich angeschrien mir gedroht allen zusagen, ich würde es sexuell belästigen. da ist mir die Hutschnur geplatzt innerlich und ich habe mit etwas erhobener Stimme ganz klar meine Grenzen aufgezeigt und es von den Konsequenzen berichtet. Ich habe das der Schule gemeldet, ebenfalls der Mutter und mich heute entschieden, bevor ich das nicht mit meiner Vorgesetzten geklärt habe, nicht zur Schule komme .
Ich empfinde das als keine "witzige" Situation und als Lapalie , wie mir die Mutter erklären wollte. ich habe die Lehrer unterrichtet. Auch wenn das für die LehrerInnen nichts Neues ist, möchte ich hier auf der richtigen Seite sein und erst wieder hingehen, wenn das geklärt ist.

Habe ich richtig gehandelt?
 
Tja, schwer etwas zu raten .... meine Freundin ist Sonderpädagogin und aus deren Erzählungen, die auch dem entsprechen was Du schilderst, würde ich persönlich in Frage stellen ob Du Dir das antun möchtest.

Klar ist aller Anfang schwer, aber die Grundpersönlichkeit des Kindes wird so bleiben, selbst wenn sich im besten Fall die "schwierigen Eigenschaften" etwas reduzieren. Ich würde mir das nicht antun. Ich habe in Zeiten der Wirtschaftskrise als Kaufmann Tätigkeiten im Pflegebereich und in der Behindertenpflege/Assistenz übernommen.

Es waren Zumutungen. Ich habe meine befristeten Jobs durchgezogen - immer nach neuem gesucht und nach rund zwei Jahren bin ich wieder in meinen kfm. Bereich rein.

Was ich in den Werkstätten/Wohnheim für Behinderte erlebte war ebenso toll wie das Personal im Pflegeheim (die selber neidisch und missgünstig waren und ganz übel mit den Bewohnern umgingen) in der persönlichen Assistenz bei einem Querschnittsgelähmten kamen sexuelle Sprechweisen (logisch, der Kopf hat ja funktioniert wie auch zuweilen seine Männlichkeit, konnte er aber nicht ausleben da er den Körper nicht mehr bewegen konnte).

Ich will damit sagen dass es in meinem sinnvoll war diese Tätigkeiten zu beenden, da mich einiges richtig angewidert hat. Das muss ich mir nicht antun. Ich habe es probiert und für schlecht befunden.

Ich denke, das Recht hast Du auch. Zu sagen ich probe etwas und wenn es nicht funktionabel ist, dann lasse ich es. Hast Du einen gelernten Beruf bzw. welchen beruflichen Hintergrund hast Du?

Gruß von Grisu
 
Du hast es offen kommuniziert in die wichtigen Richtungen und so solltest Du es jedes Mal tun, wenn das Kind so etwas macht. In einem ruhigen Moment ihm auch erklären, dass diese Strategie nicht fuinktionieren wird.

Ich finde es nicht günstig, heute nicht zur Schule zu gehen.

Nun gibt es solche Kinder und solche. Du hast offenbar ein besonders herausforderndes Kind erwischt. War es in der Kennlernphase anders?

Ich würde sagen, durchhalten. Du machst das doch richtig, jetzt musst Du nur noch die Nerven behalten und durchhalten. Das Kind ist nervös wegen der neuen Situation und auch wegen diese Sportspiele, die es ihm schwer machen, seine Impulse zu kontrollieren. Und außerdem testet es Dich.

Wenn Du cool bleibst und durchhältst, wird es einfacher und ruhiger. Außerdem sind bald Ferien.

Hast Du fachliche Ansprechpersonen, mit denen Du die Situation besprechen kannst?
 
Ja.
Selbstschutz.
Fordere den AG auf, Dir mitzuteilen, wie er Dich schützen kann!
Ein Verfahren zu riskieren muss vermieden werden, Gerede hilft also nicht.
Die Konsequenz wird so aussehen müssen, dass man für derartige Leute gleich zwei Betreuer ab stellt, die gemeinsam handeln.
Habt ihr die nicht, so muss das Kind dahin, wo es sie gibt.
 
Puh.....

Ja, ich denke, du hast absolut richtig gehandelt.

Ich würde mich an deiner Stelle nach einem anderen Job umsehen.
Bin ich auch am überlegen, oder zu mindestens ein anderes Kind. Ich habe von dem Stress gestern körperliche Symptome, konnte schlecht schlafen und verfrüht meine Periode bekommen. Ich bin eigentlich Bibliothekarin, habe aber bereits mit Menschen mit Behinderungen ganz erfolgreich gearbeitet.
 
Tja, schwer etwas zu raten .... meine Freundin ist Sonderpädagogin und aus deren Erzählungen, die auch dem entsprechen was Du schilderst, würde ich persönlich in Frage stellen ob Du Dir das antun möchtest.

Klar ist aller Anfang schwer, aber die Grundpersönlichkeit des Kindes wird so bleiben, selbst wenn sich im besten Fall die "schwierigen Eigenschaften" etwas reduzieren. Ich würde mir das nicht antun. Ich habe in Zeiten der Wirtschaftskrise als Kaufmann Tätigkeiten im Pflegebereich und in der Behindertenpflege/Assistenz übernommen.

Es waren Zumutungen. Ich habe meine befristeten Jobs durchgezogen - immer nach neuem gesucht und nach rund zwei Jahren bin ich wieder in meinen kfm. Bereich rein.

Was ich in den Werkstätten/Wohnheim für Behinderte erlebte war ebenso toll wie das Personal im Pflegeheim (die selber neidisch und missgünstig waren und ganz übel mit den Bewohnern umgingen) in der persönlichen Assistenz bei einem Querschnittsgelähmten kamen sexuelle Sprechweisen (logisch, der Kopf hat ja funktioniert wie auch zuweilen seine Männlichkeit, konnte er aber nicht ausleben da er den Körper nicht mehr bewegen konnte).

Ich will damit sagen dass es in meinem sinnvoll war diese Tätigkeiten zu beenden, da mich einiges richtig angewidert hat. Das muss ich mir nicht antun. Ich habe es probiert und für schlecht befunden.

Ich denke, das Recht hast Du auch. Zu sagen ich probe etwas und wenn es nicht funktionabel ist, dann lasse ich es. Hast Du einen gelernten Beruf bzw. welchen beruflichen Hintergrund hast Du?

Gruß von Grisu
Ja und ich möchte mir das eigentlich nicht antun. Ich habe durch den Stress verführt meine Periode bekommen und hatte gestern keinen erholsamen Schlaf. Ich bin ursprünglich Bibliothekarin, habe Mobbingerfahrung gehabt, und dann bfd mit Menschen mit Behinderungen gemacht, das war sehr erfolgreich, habe auch nebenberuflich mit Menschen mit Behinderungen gearbeitet. Leider habe ich meine Ausbildung als Ergotherapeutin nicht bestanden (Umgang mit den Menschen lief eig meistens gut, nur immer wieder Mobbing von Kollegen und dann letztendlich nicht bestanden)
 
@Nyu
Körperlich behinderte lassen sich nicht mit geistig Behinderten vergleichen - bzw. der Umgang mit manchen kann ganz toll sein und mit anderen auch wieder nicht - wie es eben ist wenn es menschelt, mit denen einen klappt es, mit den anderen nicht.
Und diese Kinder, die eine Begleitung erhalten sind alles andere als ohne Probleme ...... Ich wüsste (von meiner Freundin) von keinem Kind, welches begleitet wurde, dass es im Umgang "einfach" war. Was sie mir schildert, als Lehrerin, von Ihren Schülern das ist nicht toll und hat sie auch verändert....

Wenn Dir Dein gelernter Job Spaß gemacht hat, dann würde ich mich weiter in seinem Umfeld bewerben auch in artverwandten Spalten.

Es hindert Dich auch niemand in anderen Jobs den Quereinstieg durchzuführen oder es jetzt noch weiter zu probieren. Ich persönlich habe nach meinen Erfahrungen (bereits nach wenigen Tagen bemerkt dass es nicht "meins" ist, durchgehalten, aber besser wurde es nicht, vielleicht weil ich mich innerlich selber verweigert habe, ich kann es nicht sagen).
 
Du hast es offen kommuniziert in die wichtigen Richtungen und so solltest Du es jedes Mal tun, wenn das Kind so etwas macht. In einem ruhigen Moment ihm auch erklären, dass diese Strategie nicht fuinktionieren wird.

Ich finde es nicht günstig, heute nicht zur Schule zu gehen.

Nun gibt es solche Kinder und solche. Du hast offenbar ein besonders herausforderndes Kind erwischt. War es in der Kennlernphase anders?

Ich würde sagen, durchhalten. Du machst das doch richtig, jetzt musst Du nur noch die Nerven behalten und durchhalten. Das Kind ist nervös wegen der neuen Situation und auch wegen diese Sportspiele, die es ihm schwer machen, seine Impulse zu kontrollieren. Und außerdem testet es Dich.

Wenn Du cool bleibst und durchhältst, wird es einfacher und ruhiger. Außerdem sind bald Ferien.

Hast Du fachliche Ansprechpersonen, mit denen Du die Situation besprechen kannst?
Ich habe es meinem Arbeitnehmer gemeldet, die melden sich heute nochmal bei mir. Sie sagen auch, dass es ungünstig ist, dass ich so früh schon mich Krankmelde , aber ich habe auch Verständnis bekommen.

Die Mutter ist leider gar nicht begeistert. Aber auch wenn das Kind solche Anschuldigungen macht, die Lehrer das auch kennen, sehe ich mich zum Selbstschutz verpflichtet erst wieder hinzugehen, wenn das offiziell geklärt ist.

Die Mutter hatte schon gemeint, dass sie es nicht gut findet, dass ich das als Strafe mache. Damit hat es aber nichts zu tun. Ich sehe mich verpflichtet sowas ernst zu nehmen, egal ob das nun wohl schon öfter in der Art vorgekommen ist, oder nicht.
 
ähhhh, lass Dich ja nicht "totlabern"

Du hast ein Recht auf DEINE Entscheidung und auf das Hören von Deinem Gefühl!!!!! Hier geht es nicht darum, dass Du eine Aufgabe nicht wahr nimmst sondern es geht darum, dass Dir eine Aufgabe aufs Auge gedrückt wird, die manch ein Sozpäd nicht bewältigen könnte!!!! Und die sind dafür ausgebildet. Laß Dir bloß nicht die Probleme von Eltern/Schule auf Deine Schultern drücken.

Die arbeiten mit ganz subtilen Mitteln Dir ein schlechtes Gewissen zu machen. Es ist ja nicht einfach "nur" so das das Kind sich unmöglich benimmt. Es droht Dir ja offen an Lügen über Dich zu verbreiten, damit müsstest Du auch erst mal klar kommen. Alle, die jetzt sagen, "das glaubt doch niemand" stehen die nachher hinter Dir??? Baden sie die Probleme aus????

Bleib bei Dir und entscheide nach DEINEM Gefühl!!!!!!

Gruß von Grisu
 

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