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Habt ihr Angst vor dem Tod? Sind wir alle nur Bewusstsein, oder sind wir nichts? Was denkt Ihr?

Hab ich mir überlegt, aber nein, das ist es nicht. Ich will die Welt nicht retten, sie hat gute und schlechte Seiten. Ich wünsche mir natürlich, dass wir endlich den Narzissmus überwinden könnten und so alle miteinander in Frieden kommen. Aber das kann ja wohl noch dauern, guckt man sich das ganze auf dem Planeten an.
Ich würde wohl gern beseelt durchs Leben gehen, und mich irgendwie auf das nächste "Leben" freuen.
Vielleich ist es wirklich mein Mangel an Glaube.
Ich würde gern eine sozusagen Gläubige sein.
Bin aber wohl auch Pragmatiker.
Da kommt nix mehr.
Folge der Schulmedizin, alles sind nur elektrische Impulse.
Wir sind einfach nur Aquariumfische?
Mehr nicht! ???

Ratio weiß das.
Aber unter der Ratio...

Ich glaube darüber fühle ich sehr viel Traurigkeit.
Das kenne ich so gar nicht von mir.
Aquarienfische sind wir sicherlich nicht, das behauptet auch niemand.

Aber wenn du "beseelt" durch die Welt gehen möchtest, dann hindert dich doch niemand daran.
Und am "beseelt sein" ändert sich doch nichts, wenn du auch mal an irgendwas zweifelst, oder dich auch mal schlecht fühlst?
Nach meiner Ansicht haben alle Lebewesen so etwas wie eine Seele...

Und glaube mir, niemand, auch nicht der aller-erleuchtetste Guru fühlt sich rund um die Uhr nur gut, beseelt oder "Eins mit dem Kosmos"!
Bei vielen Heilsversprechern sind das auch eh nur Buzzwords, um neue und vor allem finanzkräftige Kunden/Anhänger zu gewinnen.
Also, glaube nicht jeden Mist, nur weil er sich im ersten Moment so schön anhört...
 
Tja, zu mir hat mal jemand gesagt (von dem ich nichts halte) "der Sinn des Lebens ist das Leben". Ich denke mal, dass ist die einzige Wahrheit, die diesen Menschen begleitet.
Am Ende kommt man wohl immer darauf zurück.
Ich liebe dieses Youtube-Video von Sandhguru.
Ich hatte es vor verlinkt.

Er sagt: Wenn alle Fäden festgemacht sind, wie kannst du verknotet sein?
Du hast einen Faden des Lebens. Er ist an Geburt und Tod festgemacht.
Egal was du tust, er ist festgemacht.
Warum also bis du verknotet?
Verknoten geht gar nicht, weil beide Enden des Fadens festgemacht sind.

Es ist eine Art Fatalismus.
Er hat irgendwie recht.
Fühle ich aber blöderweise nicht.
Vielleicht muss ich dafür erst 85 werden.
 
Du weißt (noch) nicht, wohin der Weg Deiner Gedanken Dich jetzt in diesem Thema (vielleicht auch in anderen) irgendwann mal hinführt.

Wünschen würde ich mir auch die eine oder andere Einstellung, diese fühle ich aber nicht weil ich nicht die entsprechenden Voraussetzungen habe (mein Glaube ist nicht ausreichend oder so gestrickt dass er mit dem Tod kompatibel vereinbar wäre).

Ich glaube aber, dass wenn es dem Ende zu geht es der Mensch spürt und es quasi als Erleichterung empfinden wird wenn der Mensch gehen darf. Zumindest dann, wenn er im Frieden ist mit sich und dem gelebten - vergangenen - Leben.

Bin ich das? Wohl nicht in allen Punkten, ist aber mein Problem, der zu verbinden ist mit Minifehlern die ich mal als Kind gemacht habe und die ich mir bspw. nicht verzeihe, Bagatellen, die aber in Scham und Erinnerung festgebrannt sind. Ist halt so....

Gruß von Grisu
 
ist aber mein Problem, der zu verbinden ist mit Minifehlern die ich mal als Kind gemacht habe und die ich mir bspw. nicht verzeihe, Bagatellen, die aber in Scham und Erinnerung festgebrannt sind. Ist halt so....
Och bei Minifehler und Bagatellen, wie du sagst, kann ich dir helfen.
Frag mich.
Ich bin darin wirklich gut, finde ich.
Ich biete dir von Herzen meine Hilfe oder Gedanken an, falls du darüber reden möchtest.
Huch, das kam jetzt sehr spontan, aber vielleicht hast du Lust dazu.

Wir sind ja alle halt nur Menschen.
Scham aus der Kindheit darf man sowas von los lassen.
Wirklich.
 
Wünschen würde ich mir auch die eine oder andere Einstellung, diese fühle ich aber nicht weil ich nicht die entsprechenden Voraussetzungen habe (mein Glaube ist nicht ausreichend oder so gestrickt dass er mit dem Tod kompatibel vereinbar wäre).
Ja, das geht mir wohl auch so. Der Glaube fehlt wohl.
Das es genau so sein muss. Wir mit allem verbunden sind.
Und grübeln vielleicht sowieso keinen Sinn macht.
Weil - wie gesagt - Kleben bleibt hier keiner. 🙂
 
Was nach dem Tod kommt , kein Ahnung, aber glauben tu ich an das, was für mich nahe liegt.
Ob ich eine Seele hab oder eine brauch ? Denke eher nicht , weil ich dachte immer, ich wäre eine.

Vielleicht ist ja diese Unwissenheit für Menschen schwierig, die gerne wissende wären ....ich denke ja , die haben mehr Angst vor der Unwissenheit , als Respekt vor dem Wissen, trotzdem hat doch jeder Mensch so etwas wie eine persönliche innere Moral oder sowas , etwas woran er sich hält oder nicht ?

Na und wenn dann sowas wie "Schicksal" oder "Bestimmung" dazukommt, bin ich immer skeptisch , wenn die Lottozahlen doch nicht stimmen.

Vielleicht liegt es ja gar nicht an dem religiösen Glauben, sondern an der Gewissheit, die in Bereichen fehlt ....wenn man die aber bekommt, kann man sich ja aneignen, wenn man sich reflektiert und dementsprechend bildet, dann wird die ganze Sache , dieses "Alles" schon recht rund und beruhigend oder nicht ?

Seinen Glauben sollte man finden, da sollte man auch vielleicht mal von ner ganz anderen Seite rangehen, was glaubt man denn so ?

Also ich glaube haute regnet es hier noch nicht .

Liege ich richtig oder falsch und was macht das mit mir , wenn ich feststelle richtig geglaubt oder wenn ich feststelle falsch geglaubt .......da ändert sich doch meine Einstellung zum Glauben oder nicht ?

Wenn ich also als Mensch dazu ausgelegt bin recht viel glauben zu können, wieso streiten sich dann alle darüber ?

Na weil die alle dasselbe Problem haben , die sind alle einsam und alleine , suchen eigentlich das Gefühl der Gemeinschaft Ihresgleichen ....anstatt mit sich selbst ins Reine zu kommen .....

das baut übrigens ne Menge Angst ab ....
 
Die Tatsache, dass wir alle sterben müssen, ist für die meisten Menschen schwer vorstellbar.

Und ja, die Frage, was passiert nach dem Tod, kann uns leider niemand beantworten

Da gibt es die verschiedensten Religionen, die verschiedensten Philosophien.

Das tröstet manche, das beruhigt manche, dss vermittelt vielen eine Vorstellung davon, was passieren könnte. Wissen tut es halt niemand.

Ich hab bei mir gemerkt, dass ich manchmal irgendwelche "Zeichen" des Verstorbenen " "erlebt" hatte.

Da zerspringt plötzlich ein dickes Kristallglas in der Vitrine, kurz nachdem eine Person gestorben ist. Da fällt ein Bild von der Wand oder sonstwas.

Für mich habe ich mir dann immer erklärt, da macht die Seele des Verstorbenen etwas, um sich zu melden.

Kann vielleicht auch ganz anders erklärt werden.. Inzwischen mache ich mir einen "Spaß " draus. So von wegen, mein Fernseher geht plötzlich von alleine an oder aus. Dann sage ich, dass war X, also einer der vielen Verstorbenen aus meinem Leben.

Ausserdem geht es mir so, dass ich in Teilen wirklich froh bin, dass ich nicht mehr allzulange leben muss.

Möchte nicht die Klimaerwärmung in allen Auswirkungen in ein paar Jahrzehnten erleben..Es reicht ja heute schon.

Wenn ich nochmal wiedergeboren werden sollte, weiß ich nicht, ob ich das auf unseren Planeten, der Erde will.

Ich möchte vor allen Dingen Frieden. Wenn es einen Ort geben sollte, an dem sich alle Toten treffen, dann hoffe ich, dass es dort friedlich ist.

Hab nämlich eigentlich nicht so sehr das Bedürfnis z. B. meine Mutter wieder zu treffen.

Und wenn dann eben gar nichts mehr kommt, gibt es ja auch eben keinerlei Bewusstsein mehr. Dann wird es so sein, wie es war, bevor man geboren wurde.

Da war man eben nicht da. Man hat nicht existiert, man hatte kein Bewusstsein, man konnte nichts fühlen, es gab einen einfach nicht.
 
Tja, der Sinn des eingeben Lebens. Wie oft hatte ich mir im Laufe meines Lebens diese Frage gestellt.

Hatte immer nicht so richtig eine Antwort darauf gefunden.

Wobei, ich hatte irgendwann gedacht, dass es wohl meine Aufgabe gewesen sein könnte, anderer Leute Kinder mit zu betreuen und zu begleiten.

Das hatte ich jedenfalls im Lauf meines Lebens viel gemacht.

Glücklich bin ich dadurch nicht geworden. Auch nicht zufrieden.

Den letztendlich fehlt mir bis heute Wesentliches für das Zufriedensein im eigenen Leben.

So ist das einfach. Im höheren Alter dann doch noch den Sinn des eigenen Lebens zu finden, ist verdammt schwierig.

Ich sag mal so. Es bleibt mir gar nichts anderes übrig, als mein Leben, wie es war und ist, zu akzeptieren. Ich kann versuchen, das Beste draus zu machen bis zu meinem Tod.

Aber dabei bin ich irgendwie immer noch nicht besonders talentiert und befähigt.

Es ist so, wie es ist.
 
Ich glaube darüber fühle ich sehr viel Traurigkeit.


Okay...versuche es- nimm einen Block und schreibe alles auf, was dir einfällt, egal, was das ist.
Erkenne, dass dir Worte wie von selbst "einfallen". Die schiebt dir deine "was auch immer" zu- man sagt Höheres Selbst, oder Spirit, oder Innere Stimme, meine Seele usw- ich habe das Gefühl, das ist ein Zusatzteil, der da ist, den wir aber übersehen, übergehen, nicht bemerken, uns dessen nicht bewusst sind. Dabei geht nichts, ohne diesen höheren Teil von uns.
Ich bin dem voll ergeben, es ist echt, wie es in den spiritituellen Schriften steht- "fürchte dich nicht, ich bin bei dir" zb- oder: ich bin deines Fußes Leuchte, ich bin dein Stab und dein Stecken, ich bin der Kopf und du meine Hand... das letzte habe ich selbst erfunden, aber probiers echt mal aus, dich darin zu üben, dich selbst zu beobachten. Wie geführt ist das.
Mir hilft mein Geist bei allem, egal, womit ich mich befasse, ich merke Unterstützung, Hilfestellung, Beratung, Zuwerfen von Ideen, richtig, richtig schön ist das, zu bemerken, dass man bei NICHTS alleine ist, also auch nicht, wenn man Hops geht.

Mir ist mal ein Unfall passiert, es hat mich auf der Autobahn abgetragen, wahrscheinlich wegen eines Sekundenschlafs, es überschlug mich mehrmals, ich brach mir dabei das Genick, also der zweite Halwirbel war durchtrennt, man sagte in der Ärzteschaft, das kann nicht sein, dass ich das überlebt habe, unter anderem gabs auch offene Trümmerbrüche, Korpusquetschung, - jedenfalls, wie ich bemerkte, dass ich abtriftetem vernahm ich laut und deutlich: bleib ruhig, alles wird gut.
Mein Auto landete im Graben, es war fast Mitternacht, es regnete, - jetzt musst du dir vorstellen, kurz vorher kaufte ich das Auto, einen kleinen Peaugeot, mit Schiebedach, ich wollte unbedingt nach oben hin offen haben, zugleich erstand ich bei dem Händler für die Ausstattung eine Taschenlampe, ich ließ mir sofort die Batterien einlegen, es war, wie wenn ich diese Lampe kaufen musste, sie war es, die mir mein Leben rettete- denn, ich leuchtete aus dem Dachfenster und ein LKW-Fahrer sah es.
Mir tat NICHTS weh, ich spürte absolut keinen Schmerz, suchte mit gebrochenem Hals meine Zigaretten, die fand ich unterm Sitz, das muss man sich mal vorstellen, ich drehte den Kopf, beugte den, mit gebrochenem Halswirbel, wie geht das? Kann keiner erklären, gute Stützmuskulatur sagte man- dann, Feuer fand ich keins, ich sah irgendwann Blaulicht, man kam auf mich zu, ich fragte, haben sie bitte Feuer und zeigte meine Zigarette...
Ich plauderte, ich gab die Telefonnummer meiner besten Freundin noch an, gab an, bitte nicht meine Kinder anrufen, sie machen sich sonst Sorgen... und dann sah ich mal nichts mehr, ich landete auf der Intensiv, von einem Hubschrauber eingeflogen und da lag ich, wurde wiederbelebt, denn mein Kreislauf versagte, davon kriegte ich nichts mit, fünf Wochen gabs dann künstliches Koma, dauernd sagte man meinen Kindern, dass zwei Prozent Chance da sind, weil der gebrochene Knochen am Halswirbel ja nicht bewegt werden darf, sonst schneidet er mir den Nerv durch. Es bildete sich bereits Kallus, obwohl beide Teile falsch verbunden waren, dh- mein Hals hängt an einem Eck, nicht gerade aufliegend. Es gab die Option, noch einmal zu brechen, aber das war zu riskant. Also ein Leben lang Stütze tragen....es gab auch einen Halofixatuer viele Monate, etliche Monate Rollstuhl, immer und stets hatte ich das Gefühl, es ist nicht schlimm, was haben die alle, mir gehts gut!

Vermutlich wurde der Rest ausgeblendet, zu mir drang er nicht vor. Zu jener Zeit war ich richtig schwer verliebt und vielleicht spielte das mit ein, ich hatte viele Botenstoffe im Blut, die mich berauschten, so etwa.
 
Fortsetzung Unfall und so- ich konnte nur mehr geradeaus sehen, den Kopf nicht mehr drehen. Das bleibt so, sagte man mir, ich stieg nachher mal ins Auto meines Ex, wollte auf die Bundesstraße fahren, aus Versehen vergaß ich, dass ich nur gerade aus sehen konnte und durfte, es machte Knacks, mein Hals war wieder beweglich in die eine Richtung, dann rammte mich fast jemand, es machte wieder Knacks, weil ich vor Schreck nach Rechts schaute- seither kann ich den Kopf normal drehen und die Krause, die ich lebenslang zur Stütze tragen sollte, die warf ich bei einer Raststätte in den Mülleimer, anschließend gabs Horror, denn ich hatte das Gefühl, meinen Kopf nicht eigenständig halten zu können, das verging auch, er hielt, das ist jetzt 23 Jahre her. 32 Narben plus zwei Löcher in der Stirn vom Halofixateur zieren mich, das ist aber echt wurst, das kommt mir auch so komisch vor, links und rechts von meiner Stirn tiefe Gruben, da wurde das Gestell eingeschraubt im Unfallkrankenhaus, NIEMAND spricht mich drauf an, falls ja, das waren mal Hörner, ggg...

Sagt nicht, dass der Spruch nicht gilt: wer eine Reise tut, der hat viel zu erzählen. Jedes Leben wird eine Reise sein, bei der man viel sieht, bemerkt, erfährt und Einsichten gewinnt dadurch. Dazu zählen sicherlich auch Einblicke in die ganz "schwarzen" Zustände.
Mir sind beide Sichtweisen vorgehalten worden- zb viel, das für Verurteilungswert gilt, das habe ich selbst angestellt, auch als "Opfer" erfahren. In diesem Leben gabs jedenfalls ganz viel, das ich mir nicht mehr übel nehme, anderen auch nicht, weil ich mitgekriegt habe, wie das so geht, dass man zb eine Axt nimmt vor Überwut und zuschlagen will, ich war mal so weit- es wurde aber eh nichts draus.
Man kann doch sagen, der Sinn des Lebens wird wohl sein, eins und eins zusammenzählen zu können. Wieso, warum, weshalb wir sind, wie wir sind, erkennen wir doch durch eigenes Erleben. Ich glaub, wir werden immer "braver"- aus eigenem Willen, wegen der Konsequenzen, die wir fürchten, wenn wir das nicht sind.
 

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