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Partnerschaft Sex Proplehme Triggerwarnung

Laura37

Neues Mitglied
Hallo, ich weiß nicht, wie ich das einordnen soll.

Es zu benennen, fällt mir nicht leicht.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich nicht übertreibe, aber ich fühle mich zunehmend schlechter, liege manchmal nur im Bett, starre ins Leere, und ich habe so ein unwohles Gefühl im Bauch, als hätte ich was falsch gemacht und müsste mich erklären.

Bin traurig und leer, will mich auch mit keinem treffen, will einfach nur meine Ruhe, ich warte auf den Abend, sodass ich endlich schlafen kann. Vielleicht liegt es an meinem Kindheitstrauma und ich habe einfach nur eine falsche Einstellung zu sexuellem Verhalten. Ich meine, Sex in der Ehe ist etwas ganz Normales, das sage ich mir immer wieder, aber mein Gefühl sagt mir etwas anderes.

Was ist passiert? Ich und mein Mann sind seit 11 Jahren zusammen. Es gab viele solcher Situationen. Ich schildere jetzt mal 1 oder 2.

Mein Mann und ich lagen im Bett. Ich erzählte ihm, dass mein Vater sich sexuell an mir vergriffen hat. Zuvor redete ich mit keinem so offen darüber. Es war emotional. Die schlechten Gefühle von damals kamen wieder hoch.

Er hörte mir zu, nahm mich tröstend in den Arm und fing an, mich zu streicheln. Ich nahm seine Hand, nahm sie weg und versuchte, sie festzuhalten, sodass er diese Stellen nicht mehr berühren konnte. Ich sagte auch, dass er das lassen soll. Er nahm meine Hand und hielt sie fest. Er streichelte mich weiter. Er sagte: „Keine Angst, ich mach nichts Schlimmes.“ Mir war das in dem Moment zu viel, aber ich ließ ihn machen, bis ich körperliche Reaktionen zeigte. Er legte sich auf mich und rieb sich an mir. Ich nahm das Kissen und legte es mir auf den Kopf. Es war mir unangenehm, dass er mein Gesicht sehen konnte.

Irgendwann, nach einer langen Zeit, sagte er: „Scheiß drauf“, und er hatte Sex mit mir. Er machte so lange weiter, bis ich einen Orgasmus hatte. Danach ließ er mich im Bett liegen. Ich verbrachte eine sehr lange Zeit im Bett und bewegte mich nicht. Er tat so, als wäre nichts passiert, als wäre alles normal. Er sagt täglich, dass er mich liebt. Er überhäuft mich immer mit Komplimenten. Er ist ein lieber Mann, auch zärtlich, keine Gewalt, also er schlägt mich nicht. Nur sexuell stimmt etwas nicht, oder mit mir.

Ein anderes Mal waren mein Mann, ein Freund und ich im Schlafzimmer, denn da steht auch unser PC, auf dem wir immer Filme schauen. Der Freund saß auf dem PC-Stuhl, wir lagen im Bett. Mein Mann fing währenddessen, als wir den Film schauten, an, mich zu streicheln. Ich nahm seine Hand weg, aber er ließ es nicht zu und machte einfach weiter. Ich gab auch bald auf, zog mir die Decke über den Kopf und ließ es geschehen. Er steckte seinen Penis nicht in mich hinein, aber er fingerte mich so lange, bis ich zum Orgasmus kam. Ich konnte nichts sagen, sonst hätte der Freund von uns es mitbekommen.

Er benutzt jetzt schon jede Körperöffnung, auch 69. Er macht es einfach. Ich sagte: „Nein, jetzt nicht.“ Er leckte mich. Ich versuchte währenddessen, seinen Kopf wegzuschieben. Er ist zu stark, ich bekomme das nicht hin. Er hatte Sex mit meinem Mund usw. Ich ließ es zu. Ich verstehe nicht, warum ich nicht lauter bin und ihm klar meine Grenzen sage, aber nein, ich liege bewegungslos da und lasse es über mich ergehen. Wir haben täglich Sex, manchmal auch mehrmals. Wenn es nach mir ginge, wäre das nicht so.

Wenn es mir richtig schlecht geht, gehe ich zu ihm. Er nimmt mich in den Arm und ich lasse mich von ihm trösten. Ist ja auch nicht normal.

Was mir auch Sorgen macht: Wenn er damit fertig ist und ich darüber nachdenke, wünsche ich mir, dass ein Mann kommt, mir körperlich wehtut und sich nimmt, was er will, sodass ich einen Grund habe, traurig zu sein, oder dass ich mich spüren kann.
 
Es tut mir sehr leid, was dir passiert und passiert ist.
Was dein Mann macht klingt weder normal, noch ist es okay.
Es klingt nach sexuellem Missbrauch, auch wenn er dafür keine übermäßige körperliche Gewalt anwendet.
Bitte gebe dir nicht die Schuld dafür.
Es sollte reichen, dass du seine Hand oder seinen Kopf wegschiebst oder auch sagst ich will jetzt nicht.
Ich denke er weiß ganz genau was er da tut und wahrscheinlich tut er es auch genau deswegen.
Du übertreibst nicht und du hast auch nichts falsch gemacht.
Es hört sich überhaupt nicht gut an, was du schreibst. Du solltest nicht alleine damit bleiben und dir dringend Unterstützung suchen. Im Freundeskreis, bei einem Hilfsverein für Frauen, bei deinem Arzt/Therapeuten...
 
Du wirst von deinem Mann sexuell genauso missbraucht wie von deinem Vater.
Er bedient sich nach Lust und Laune an dir und nimmt keine Rücksicht auf dein Kindheitstrauma.
Trenn dich von ihm.
Bei ihm, wirst du immer wieder an dein Kindheitstrauma erinnert.
Du solltest dir therapeutische Hilfe suchen.
 
Dein Vater hat dich missbraucht.....aber der Sex in der Ehe ist normal.

Wenn du keine Lust auf Sex hast sollte dein Mann es respektieren.
Wenn du dich von ihm vergewaltigt fühlst würde ich mich trennen.

Wegen dem Kindheitstraumata würde ich Therapie machen.
 
Guten Morgen liebe @Laura37 ,

es ist ganz klar sexueller Mißbrauch, was dein Mann da an dir betreibt. Es ist nicht so, wie Cucaracha schrieb, dass Sex in dieser Form in der Ehe normal ist.
Dein Mann überschreitet deine Grenzen, er KANN dich gar nicht lieben, wenn ihm seine Bedürfnisbefriedigung wichtiger ist als dein Nein. Meiner Ansicht nach solltest Du sofort in einen geschützten Raum flüchten, allerdings ist das wohl sehr viel leichter gesagt als getan...

Kannst Du dir überhaupt vorstellen ohne ihn zu leben und liebst Du deinen Mann (noch)?

Es ist schrecklich und tut mir so so Leid, dass Du solch eine schlimme, verletzende Erfahrung als Kind machen musstest und es jetzt mit deinem Mann wieder erlebst. Leider/zum Glück bist Du damit keinesfalls alleine, oft setzt sich diese Mißbrausspirale bei mißbrauchten Kindern ins Erwachsenenleben fort...


Keine Person jemals sollte solche schrecklichen Erfahrungen machen müssen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich ist es ein Missbrauch was dieser Ehemann betreibt, deshalb benutzte ich das Wort Vergewaltigung.

Ich schrieb nicht, dass Sex in dieser Form normal ist.
Bei einer Vergewaltigung würde ich mich trennen .

Ein hilfloses Kind zu vergewaltigen ist für mich nochmal eine andere besonders traumatische Kategorie.
Deshalb schrieb ich ..dass Sex in einer Ehe etwas anderes ist.

Würde ein Mann gegen meinen Willen Sex mit mir haben wollen würde ich mich trennen.

Ein Kind kann nicht flüchten.

Es ist bei dir eine Wiederholung eines Kindheitstraumatas.

Du schreibst du wünschst dir, dass dir ein Mann weh tut.
Deshalb würde ich dir zu einer Therapie raten.

Wenn eine Frau.. Stopp ...
sagt oder ihn wegschiebt,
sollte ein Mann mit dem Sex aufhören.

Ich würde in einer Beratungsstelle für sexuellen Missbrauch anrufen..
 
Zuletzt bearbeitet:
Er liebt dich nicht.

Würde er dich lieben, würde er dich nicht sexuell missbrauchen. Angesichts seiner Reaktion würde es mich nicht mal wundern, wenn ihn deine Erzählung wie dein Vater dich als Kind missbraucht hat erregt hat. Normal ist sein Verhalten jedenfalls nicht.

Trenn dich von ihm. Er respektiert dich nicht, er liebt dich nicht und ich bezweifle das er aufhören wird.
 
Du schriebst:
Dein Vater hat dich missbraucht.....aber der Sex in der Ehe ist normal.
Du hast nicht geschrieben ,,in dieser Form", aber dass Sex in der Ehe normal ist.
Ist es für mich zumindest, absolut nicht, wenn eine der beteiligten Personen schlicht nicht will. Und so ist ja hier die Konstellation. Dein Beitrag las sich für mich sehr verharmlosend, deshalb wollte ich noch darauf eingehen. Ist nicht böse gemeint!

Deshalb schrieb ich ..dass Sex in einer Ehe etwas anderes ist.
Sex ist Sex, ob mit Ehe oder ohne. Vergewaltigung ist Vergewaltigung, ob mit Ehe oder ohne.
Natürlich ist es für ein Kind noch wesentlich traumatischer als für erwachsene Personen, aber das, was der Mann der TE da macht, ist nicht nur sexueller Mißbrauch, sondern, und das ist mindestens genauso schlimm, ganz übel tiefer, manipulativer, emotionaler Mißbrauch. Siehe z.B. die Textstelle im Eingangspost, in der sie beschreibt, dass sie nichts sagen konnte, weil der Freund dabei war...
 

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