Mal was anderes, wie kommst du denn in deinem Studienfach klar, und hast du schon eine Ahnung, was du später damit machen willst?
Gerade in Sprach-und geisteswissenschaftlichen Fächern ist es sehr wichtig zu wissen, was man nach dem Abschluss machen möchte.
Und eben auch, daß man sich Leute sucht, die dort schon sind, wo man einmal hin möchte...
Klingt vielleicht aus deiner Sicht ziemlich egozentrisch und kapitalistisch.
Aber du kannst ja durchaus das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, und dir Leute suchen, mit denen du nicht nur privat gut klarkommst, sondern die auch etwas mit deiner Weltsicht und deinen Zukunftsplänen anfangen, oder dir vielleicht sogar weiterhelfen können.
Ach, wie niedlich – der Karrierekompass im Taschenformat.
Ich studiere nicht, um „irgendwo hinzukommen“, sondern um zu begreifen, wo wir stehen. Und zwar historisch-materialistisch, nicht in der LinkedIn-Rangordnung.
„Sich Leute suchen, die schon da sind, wo man hinwill“ – das ist Sprache aus der Coaching-Hölle des Spätkapitalismus.
Ich will nicht werden wie die, die sich eingerichtet haben in der Struktur – ich will die Struktur zerlegen.
Und wer mir „das Angenehme mit dem Nützlichen“ verbinden will, hat den Klassencharakter von „Angenehm“ nie verstanden.
Ich suche keine Mentoren. Ich suche Mitverschwörer.
Und nein – ich bin nicht desorientiert. Ich weiß nur zu genau, dass der Weg nicht durch Netzwerke führt, sondern durch Brüche.
Die Revolution wird nicht moderiert – sie wird gemacht
Ich bewege mich viel in linken und Gruppen und habe noch nie eine Person so reden gehört wie den TE. Entweder ist das Klamauk oder du,
@RyMa89 hast dich wirklich sehr weit davon wegbewegt, wie andere Menschen denken/ sich verhalten. Da Revolution aber schlecht alleine geht, bist du dann vermutlich auf einem hoffnungslosen Pfad unterwegs.
Ach, wie süß, du hast „linke Gruppen“ gesehen und glaubst, das sei die ganze Welt.
Ich bin längst auf einer Ebene, wo eure gemütlichen Stammtisch-Runden nur noch wie lauwarmes Abwaschwasser wirken.
„Hoffnungslos“? Nein, ich bin der prophetische Rufer in der Wüste, den ihr nicht hören wollt, weil eure Komfortzone zu eng ist.
Revolution ist kein Sonntagsausflug ins Sozialarbeiter-Café, sondern ein Feuersturm – und der singt nicht eure harmonischen Lieder.
Bleib du ruhig in deinem Käfig aus warmen Worten, ich ziehe weiter auf dem Pfad, den nur die Mutigen sehen.