Nein mein Grundsatz ist ein komplett Anderer.
Kann ich nicht so recht erkennen.
Diese beiden Aussagen finde ich z.B. wieder widersprüchlich:
Natürlich können auch Frauen längst nicht immer ihren Wunschpartner finden und auch Frauen haben es nicht leicht eine erfüllende und glücklich machende Beziehung zu finden.
da Frauen eben doch so viele bessere Optionen fast immer in der Hinterhand haben
Und genau da kommt auch immer diese Ungerechtigkeitskeule zum Vorschein über die ich ständig spreche... ich mit meinen Problemen bei Small Talk und Kontaktaufbau habe da die absolute Ars...karte gezogen weil ich genau diese Rolle nicht erfüllen kann... die Rolle des umwerbenden, souverän auftretenden Mannes der die Frau mit Empathie und einem charmant-interessantem Leben für sich begeistern muss.
Du fixierst dich so extrem auf dieses "in Kontakt kommen".
Gut, ich stimme dir schon zu, dass das Verhältnis nicht ganz ausgeglichen ist - Männer sind durchschnittlich sicherlich häufiger in der Rolle des aktiveren Parts und machen öfter den ersten Schritt zum Kennenlernen.
Aber.
Wenn ich mich nicht täusche, gab es hier doch schon Berichte von (etwa durchschnittlich und nicht wie Clooneys Doppelgänger aussehenden) Männern, die beim Online-Dating von Frauen angeschrieben wurden. Und es gab Berichte von Frauen, die beim Online-Dating Männer selbst angeschrieben (und auf Anfragen geantwortet) haben, wobei für sie eine sympathisch klingende Selbstbeschreibung wichtiger war als Aussehen oder Status. Oder?
Und was Alltagskontakte angeht... also ich als Frau spreche gar nicht so selten auch Männer an, solche Situationen gibt es doch ständig: Man rempelt jemanden an und entschuldigt sich, fragt nach der Uhrzeit, fragt nach dem Weg, wechselt beim Gassigehen ein paar Worte mit einem anderen Hundebesitzer, bietet jemandem mal einen Platz unter seinem Schirm an, wenn man vom Regen überrascht wurde, erkundigt sich, wo es dieses superlecker aussehende Eis zu kaufen gibt etc. pp.. Lauter Gelegenheiten, bei denen ganz locker einen erster Kontakt stattfindet und die man nutzen kann, um daraus etwas zu machen.
Also - mal vorausgesetzt, du gehst nicht davon aus, diese Berichte seien allesamt erstunken und erlogen -
kann doch mit deiner Theorie, dass du eh
überhaupt keine Chance hättest, in Kontakt mit Frauen zu kommen, nur weil du nicht zu den obersten 10 bis 20 Prozent gehörst, irgendetwas nicht stimmen. Sondern es ist mehr als wahrscheinlich, dass es noch irgendwelche Faktoren bei dir persönlich gibt, die dazu führen, dass gerade du solche Probleme hast.
Bei Alltagskontakten steht dir da sicherlich deine Unsicherheit beim Smalltalk im Wege. Das kann man aber trainieren. In sehr gravierenden Fällen auch mit professioneller Hilfe, also einem Coach o.Ä..
Beim Online-Dating könnte das Problem z.B. ein sehr unvorteilhaftes Foto sein, oder auch ein nicht ansprechender, nachlässig formulierter Text... bei beidem könnte man relativ leicht Abhilfe schaffen.
Oder es liegt eben an bestimmten Ansprüchen und Auswahlkriterien, nach denen du suchst und die du direkt oder indirekt kommunizierst.
ja ich kann mit Kindern nichts anfangen... und das ist mein gutes Recht absolut nichts mit Kindern zu tun haben zu wollen auf täglicher Basis.
Natürlich ist das dein gutes Recht, gar keine Frage. Aber es ist eben ein Kriterium, aufgrund dessen sehr viele Frauen für dich nicht in Frage kommen.
In der Altersgruppe, die dir vorschwebt, gibt es nun mal einen sehr großen Anteil an Frauen, die noch eine Familie gründen möchten oder die bereits Kinder haben, die aber noch nicht erwachsen sind. Diese Frauen suchen natürlich explizit nach Partnern, die Kinder mögen und ggf. sich noch eigenen Nachwuchs wünschen. Und selbst für Frauen mit erwachsenen Kindern ist es oft sehr wichtig, einen Partner mit Familiensinn zu finden... schließlich könnte es ja auch in nicht allzu ferner Zeit mal Enkel geben, mit denen sie ausgiebig Zeit verbringen möchten.
Für all diese Frauen bist du mit deiner "Ich kann mit Kindern nichts anfangen"-Einstellung natürlich eine wandelnde Red Flag... ^^