Hey,
Wenn man sich das Ganze so anschaut, wirkt es, als ob bei euch beiden ziemlich viel unter der Oberfläche los war, was in diesem Wasserrohrbruch-Streit einfach übergekocht ist. Jobverlust, Alltagsstress… das sind keine leichten Themen, aber natürlich entschuldigt das nicht, wie heftig er damals reagiert hat. Ich kenne das aber von mir selbst: wenn ich wegen irgendwas vorbelastet bin und mein Freund dann mit was negativem um die Ecke kommt, auch wenn es eine Kleinigkeit ist, gehe ich schonmal an die Decke. Andersrum genau so . Es ist nicht fair, aber es ist leider irgendwo menschlich.
Was seine Entschuldigung und den "zweiten Versuch" angeht: Es ist schwer zu sagen, was genau seine Intention war (wir können ja niemandem in den Kopf gucken), aber sein Verhalten lässt vermuten, dass er selbst vielleicht unsicher war, ob er die Beziehung wirklich nochmal aufleben lassen möchte. Für eine klare Aussprache scheint er ja zunächst offen gewesen zu sein, aber als du ehrlich von deinen Kontakten erzählt hast, hat ihn das vermutlich getroffen – auch wenn ihr offiziell nicht mehr zusammen wart.
Manchmal nutzen Menschen solche Situationen auch unbewusst als "Grund", um sich doch nicht auf einen zweiten Versuch einzulassen – sei es aus verletztem Ego oder weil die Zweifel ohnehin zu groß sind.
Wichtig ist letztlich, wie du mit der Situation umgehen möchtest. Du hast ehrlich kommuniziert, was in den Wochen nach der Trennung passiert ist, und das war dein gutes Recht. Wenn er damit nicht umgehen kann oder vielleicht ohnehin nicht vollständig reflektiert hat, was zwischen euch schiefgelaufen ist, dann ist es vielleicht besser, dass ihr nicht wieder dort anknüpft, wo es aufgehört hat.
Wie fühlst du dich jetzt mit etwas Abstand zu dem Ganzen?