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Lohnt sich Photovoltaik? Eure Erfahrungen & Tipps

Ich habe kein Interesse daran.
Anfang 50, und ich habe keine Lust mehr andauernd in irgendwelche neuen Projekte zu investieren, die sich dann angeblich in 2 Jahrzehnten rentieren. Das ist wieder so was, da haben nur die Erben was von.
 
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Ich habe mich gestern abend nochmal mit meinem Vater drüber unterhalten, weil es mich jetzt doch interessiert hat. Kann deshalb jetzt mit ein paar Zahlen dienen. Wir verbrauchen an Haushaltsstrom, WP und E-Auto ca. 12000 kWh pro Jahr. Die Anlage liefert etwa dieselbe Menge an Strom. Wenn wir davon die Hälfte für den Eigenverbrauch nutzen würden, was lt. meinem Vater realistisch ist, würden wir 6000 kWh davon selbst verbrauchen können, was bei einem Strompreis von ca. 30 Cent/kWh eine Ersparnis von ca. 1800 € pro Jahr bedeuten würde. Die Anlage hat ca. 20000 € gekostet, hätte sich danach nach ca. 11 Jahren amortisiert. Da ist allerdings noch nicht berücksichtigt, dass wir von den verbleibenden 6000 kWh zumindest einen Teil verkaufen können. Die Vergütung liegt bei ca. 8 Cent pro kWh. Wenn wir 4000 kWh verkaufen können, wären das zusätzlich 320 € pro Jahr, bzw. eine Einsparung von ca. insgesamt ca. 2100. € pro Jahr, wodurch sich die Anlage nach ca. 9 Jahren amortisieren würde.
Dabei wird davon ausgegangen, dass sich der Strompreis in diesen 9 oder 11 Jahren nicht erhöht.
Zufrieden ?
 
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Ach ja. Und die alte Anlage hat damals ca. 30000 € gekostet und wir hatten etwa 45 Cent/kWh Förderung. wir haben damit ca. 110.000 kWh Strom erzeugt in den 20 Jahren und etwa 50000 € erstattet bekommen. Hat sich also wie gesagt auch gelohnt. Sie wurde übrigens einmal gereinigt, was ca.300 € gekostet hat, also vernachlässigbar war.
 
Ich habe mich gestern abend nochmal mit meinem Vater drüber unterhalten, weil es mich jetzt doch interessiert hat. Kann deshalb jetzt mit ein paar Zahlen dienen. Wir verbrauchen an Haushaltsstrom, WP und E-Auto ca. 12000 kWh pro Jahr. Die Anlage liefert etwa dieselbe Menge an Strom. Wenn wir davon die Hälfte für den Eigenverbrauch nutzen würden, was lt. meinem Vater realistisch ist, würden wir 6000 kWh davon selbst verbrauchen können, was bei einem Strompreis von ca. 30 Cent/kWh eine Ersparnis von ca. 1800 € pro Jahr bedeuten würde. Die Anlage hat ca. 20000 € gekostet, hätte sich danach nach ca. 11 Jahren amortisiert. Da ist allerdings noch nicht berücksichtigt, dass wir von den verbleibenden 6000 kWh zumindest einen Teil verkaufen können. Die Vergütung liegt bei ca. 8 Cent pro kWh. Wenn wir 4000 kWh verkaufen können, wären das zusätzlich 320 € pro Jahr, bzw. eine Einsparung von ca. insgesamt ca. 2100. € pro Jahr, wodurch sich die Anlage nach ca. 9 Jahren amortisieren würde.
Dabei wird davon ausgegangen, dass sich der Strompreis in diesen 9 oder 11 Jahren nicht erhöht.
Zufrieden ?
Absolut! Danke für die Zahlen.

Zeigt aber genau das was ich und 57-55 gesagt haben, dass es sich wenn überhaupt nur für "Starknutzer" bzw. Neubauten etc. lohnen kann, nicht für den Durchschnitt.

Der durchschnittliche Stromverbrauch eines 2 Personenhaushaltes liegt bei rund 2.000 bis 3.000 kWh, meiner übrigens nochmal darunter, also weit entfernt vom Einsparpotenzial was dein Vater hat. In Deutschland haben gerade mal 2,8% der Haushalte eine Wärmepumpe.

Dein Vater ist also nicht jemand, wie die TE, wie ich oder wie irgendein Durchschnitt. Die Situation deines Vaters ist eine, die auf vielleicht gerade mal 1-2% der Menschen zutrifft. Dein Vater hat das gesamte Luxusprogramm, von Wärmepumpe, gut gedämmten Haus, vielleicht sogar Neubau, E-Auto bis PV Anlage.

Ob sich diese Gesamtkombination für deinen Vater lohnt ist übrigens auch nochmal eine andere Frage. Ist ja schön wenn die PV Anlage sich amortisiert, aber bis und ob sich das Gesamtpaket (Sanierung, Wärmepumpe, E-Auto, PV Anlage etc.) amortisiert ist die für deinen Vater eigentlich wichtigere Frage.

Ich sehe mich im Gesamtfazit bestätigt, dass für vermutlich 90% der Inhaber von Bestandsimmobilie, die "nur" eine Solaranlage aufs Dach packen wollen (so verstehe ich auch die Anfrage der TE) diese nicht lohnt.

Lediglich in der Luxuskombination (und damit Kosten in Höhe von mitunter mehreren hundertausenden! EURO) kann man sich durchrechnen, ob es sich langfristig lohnt.
 
Die Situation deines Vaters ist eine, die auf vielleicht gerade mal 1-2% der Menschen zutrifft. Dein Vater hat das gesamte Luxusprogramm, von Wärmepumpe, gut gedämmten Haus, vielleicht sogar Neubau, E-Auto bis PV Anlage.
Du gehst einfach von völlig falschen Zahlen aus.
„In Deutschland gibt es rund 16,3 Millionen Einfamilienhäuser. Diese machen etwa 67% aller Wohngebäude aus.“
Quelle Google KI
Das sind nicht nur „1-2%“ aller Menschen. Und das Haus meiner Eltern ist auch nicht neu, sondern wie schon geschrieben ca. 25 Jahre alt, also eher durchschnittlich alt für ein EFH. Und ja. Viele Leute haben einen geringen Stromverbrauch, weil sie einen hohen Verbrauch an fossilen Energieträgern haben, weil sie eben keine WP und kein E-Auto haben, was viele sich aber zulegen könnten, wenn sie wollten. Und 25 Jahre alte Häuser sind auch nicht so schlecht gedämmt, dass man da keine WP einbaue n könnte, die rentabel ist. Ja. Mein Vater meint auch, die WP würde sich nicht so schnell amortisieren wie die PV-Anlage, was aber nicht heißt, dass sie sich gar nicht amortisieren wird, zumal die CO2-Bepreisung in den nächsten Jahren enorm nach oben gehen wird und damit auch die Preise für fossile Energieträger. Insgesamt haben meine Eltern ca. 100.000 € bezahlt incl. Förderung für PV- Anlage mit Speicher, Wallbox, 3 Jahre altes E-Auto, WP und energetische Sanierung des Hauses, sodass die WP rentabel zu betreiben ist, was wie gesagt die geringsten Kosten verursacht hat. Man glaubt gar nicht, woran man sparen kann beim Energieverbrauch, wenn man sich nur mal ein bischen damit beschäftigt.
 
Warum kann man nicht verstehen, dass der Nutzen nicht nur im monetären Gewinn liegen muss?
Es können noch lange nicht alle Besitzer von Einfamilienhäusern sich das „volle“ Programm leisten.
 
Du gehst einfach von völlig falschen Zahlen aus.
„In Deutschland gibt es rund 16,3 Millionen Einfamilienhäuser. Diese machen etwa 67% aller Wohngebäude aus.“
Quelle Google KI
Das sind nicht nur „1-2%“ aller Menschen. Und das Haus meiner Eltern ist auch nicht neu, sondern wie schon geschrieben ca. 25 Jahre alt, also eher durchschnittlich alt für ein EFH. Und ja. Viele Leute haben einen geringen Stromverbrauch, weil sie einen hohen Verbrauch an fossilen Energieträgern haben, weil sie eben keine WP und kein E-Auto haben, was viele sich aber zulegen könnten, wenn sie wollten. Und 25 Jahre alte Häuser sind auch nicht so schlecht gedämmt, dass man da keine WP einbaue n könnte, die rentabel ist. Ja. Mein Vater meint auch, die WP würde sich nicht so schnell amortisieren wie die PV-Anlage, was aber nicht heißt, dass sie sich gar nicht amortisieren wird, zumal die CO2-Bepreisung in den nächsten Jahren enorm nach oben gehen wird und damit auch die Preise für fossile Energieträger. Insgesamt haben meine Eltern ca. 100.000 € bezahlt incl. Förderung für PV- Anlage mit Speicher, Wallbox, 3 Jahre altes E-Auto, WP und energetische Sanierung des Hauses, sodass die WP rentabel zu betreiben ist, was wie gesagt die geringsten Kosten verursacht hat. Man glaubt gar nicht, woran man sparen kann beim Energieverbrauch, wenn man sich nur mal ein bischen damit beschäftigt.
5,3% der genutzten Heizsysteme in deutschen wohngebäuden sind mit Wärmepumpen betrieben
Der Gesamtbestand der in Deutschland zugelassenen E-Autos liegt bei 3,6 %
Nach verschiedenen Studien (z. B. von dena, BBSR) sind etwa 20–25 % der Wohngebäude sehr gut oder gut gedämmt

Lass uns das mal logisch schätzen wie viel Prozent der Deutschen in einem Gebäude leben und alle Bedingungen wie dein Vater erfüllen. Sagen wir von den 5,3% mit Wärmepumpe haben alle auch ein gut isoliertes Haus und die Hälfte fährt mit nem E-Auto, dann sind das 2,65%, sagen wir weil die Zahlen teilweise ein Jahr alt sind großzügig 3%.

Die Kombination deines Vaters ist eine der obersten 3%! Sie hat nichts mit der Lebenswirklichkeit der allermeisten Immobilienbesitzer, inklusive der TE und mir zu tun. Es geht auch völlig am Threadthema vorbei, weil die Frage nicht war ob sie eine "Luxuskombination" aus energetischer Sanierung+Wärmepumpe+EAuto+PVAnlage lohnt, sondern die Frage war lohnt sich "nur" eine PV Anlage.
 
Es geht auch völlig am Threadthema vorbei, weil die Frage nicht war ob sie eine "Luxuskombination" aus energetischer Sanierung+Wärmepumpe+EAuto+PVAnlage lohnt, sondern die Frage war lohnt sich "nur" eine PV Anlage.
Du sagst es und wie ich Dir mit konkreten Zahlen belegt habe, hat es sich vor 25 Jahren gelohnt und lohnt sich auch jetzt für Besitzer von EFH. Mein Vater hat sogar überlegt, ob sich sogar die Nordseite lohnen würde, war aber dann wohl eher grenzwertig und sie haben es deshalb gelassen. Vor 25 Jahren hat sich PV auch ohne WP und E-Auto gelohnt wegen der hohen Förderung, heute wohl eher weniger, wenn man keines davon hat. Dass im Moment noch relativ wenig Leute WP oder E-Auto haben, ist aber ja nun wahrlich kein Grund. Das kann man sich auch anschaffen, zumal zumindest die WP ziemlich stark gefördert wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber letztlich kann man solche Betrachtungen, ob sich PV lohnt oder nicht, nicht isoliert anstellen, sondern muss halt alles berücksichtigen, was man an Energie benötigt für Haus und Auto. Deshalb ist die Frage, ob sich PV lohnt oder nicht, überhaupt nicht mit Ja oder Nein zu beantworten, weil es auf die Umstände ankommt.
Und es ist halt auch ein gutes Gefühl, aktiv was zur Energiewende beigesteuert zu haben.
 
Vor 25 Jahren hat sich PV auch ohne WP und E-Auto gelohnt wegen der hohen Förderung, heute wohl eher weniger, wenn man keines davon hat.
Genau das sage ich ja die ganze Zeit. Und soweit ich das herauslese ist genau das die Situation der TE, meine und die von über 90% der Haushalte. Eine PV Anlage alleine lohnt nicht.

Das Gesamtpaket deines Vaters ist eine ganze andere Diskussion. Dann müsste die Frage lauten "Lohnt eine Komplettsanierung mit allem drum und dran?".

Und nein, das Gesamtpaket für jeden geht nicht.
1. Es kann sich nicht jeder leisten
2. Die Fördergelder dazu reichen nicht aus (dafür müsste der Staat nochmal zig Milliarden mehr Steuern einnehmen um das zu finanzieren)
3. Die Netzstrukturen reichen nicht. Bereits heute muss Deutschland massiv aus dem Ausland zukaufen wenn mal nicht die Sonne scheint

Und zu deiner Aussage "Und es ist halt auch ein gutes Gefühl, aktiv was zur Energiewende beigesteuert zu haben." möchte ich keine langen Ausführungen machen, weil ich nicht will dass dies eine Gesellschaftsdiskussion wird. Nur so viel: Ob geförderte fossile Energieträger für Deutschland verbrannt werden oder stattdessen anderswo auf der Welt, bringt klimatisch genau Null.
 

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