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Alles steuert auf Trennung zu. Zwischen Hoffnung und Trauer.

Manchmal können auch getrennte Wohnungen ein Weg zu einer besseren Beziehung führen. Insbesondere wenn man nicht mehr so wirklich alltagskompatibel ist, was oft mit veränderten Bedingungen z.B. im Job zusammenhängt. Seh ich z.B. bei meiner Schwester und ihrem Mann. Da funktionierte das Zusammenleben irgendwann überhaupt nicht mehr. Es gab ständig Zank und Streit. Seitdem sie ausgezogen ist, haben sich die Streitereien in Luft aufgelöst und sie verstehen sich wieder blendend.
 
Hast du dich vielleicht ein bisschen im Ton vergriffen? Deine Kommentare wirken ziemlich abwertend –
Du fasst meine Kommentare abwertend auf, du siehst sie als im Ton vergriffen, was ich natürlich nicht beabsichtigt habe.
Liebe macht nie Schluss, Liebe ist nie endend, Liebe ist gütig und niemals macht Lieben Kummer.

Jetzt klingt gerade eine andere Tonart, Liebe jedenfalls nicht.
 
Manchmal können auch getrennte Wohnungen ein Weg zu einer besseren Beziehung führen. Insbesondere wenn man nicht mehr so wirklich alltagskompatibel ist, was oft mit veränderten Bedingungen z.B. im Job zusammenhängt. Seh ich z.B. bei meiner Schwester und ihrem Mann. Da funktionierte das Zusammenleben irgendwann überhaupt nicht mehr. Es gab ständig Zank und Streit. Seitdem sie ausgezogen ist, haben sich die Streitereien in Luft aufgelöst und sie verstehen sich wieder blendend.
Das stimmt...
Es ist wichtig sich gegenseitige Freiheiten zu lassen ..
 
Magst Du vielleicht von euren immer wiederkehrenden Problemen und Konflikten erzählen?
Ich versuche es!
Wir sind ein (weibliches) Paar und seit Herbst 2019 zusammen. Meine Freundin ist 40, ich bin 31 Jahre alt.
Für mich ist es die erste langjährige Beziehung, davor hatte ich nur kürzere Beziehungen, maximal ein Jahr. Für sie ist es die erste mit einer Frau. Schon bald fühlte es sich für uns beide wie ein „Ankommen“ an. Endlich etwas, das sich richtig anfühlt. Vertraut, sicher, frei, weil wir ganz wir selbst sein können, uns in unserem Leben verwirklichen und doch auch viel miteinander teilen. Wir durften viele schöne Momente zusammen erleben, haben auch schon sehr schwierige Zeiten gemeistert und mit der Zeit angefangen, gemeinsam zu träumen und Zukunftspläne zu schmieden.

Und genau da wird es jetzt schwer. Denn diese Träume beginnen sich aufzulösen.

Vor etwa einem Jahr sind wir zusammengezogen. Ein Schritt, der für mich mit viel verbunden war. Ich hatte mir das schon länger gewünscht, sie war eher zögerlich und unsicher und wollte es erst nicht. Als wir uns dann dafür entschieden haben denn Schritt zu machen, waren wir beide sehr glücklich und haben es als Start in unsere gemeinsame Zukunft gesehen, der nach und nach damit verbunden ist unsere gemeinsamen Träume zu realisieren. Kinderwunsch, Familie, ein Zuhause aufbauen.

Aber für meine Freundin war das Zusammenziehen rückblickend schon ein riesiger Schritt. Einer, der sie an ihre Grenze gebracht hat. Alles Weitere, Kinder, langfristige Planung, ist ihr zu viel. Sie möchte zurück zu mehr Leichtigkeit, weniger Verbindlichkeit. Am liebsten wieder getrennte Wohnungen, keine konkreten Pläne. Einfach ein schönes Leben führen, reisen, genießen. Und irgendwann – vielleicht – weitersehen.
Was sie stört oder ihr zu viel ist, kann sie nicht genau sagen. Wir haben schon vor dem Zusammenziehen 5-6 Tage jede Woche beieinander verbracht, was gut funktioniert hat und harmonisch war.

Für mich ist das schwer zu begreifen, vor allem weil das lange unsere gemeinsamen Pläne waren und wir immer gesagt haben: „Wenn wir zusammen wohnen, dann…“ Für mich ist das nach wie vor so und es ist schwer zu verstehen, was sich für sie verändert hat, dass es für sie jetzt anders ist.
Bei der Wohnungssuche habe ich viele eigenen Wünsche hintenangestellt, damit es für sie passt, Hauptsache, wir schaffen das zusammen. Und jetzt zu hören, dass selbst das gemeinsame Wohnen zu viel ist und eigentlich nicht das, was meine Freundin will… das trifft mich. Ich frage mich: Wenn es jetzt nicht klappt, wann dann? Und wie dann?

So stehen wir also da und wollen in komplett gegensätzliche Richtungen und während wir versuchen, das zu verstehen und das irgendwie zu lösen, wird die Stimmung zwischen uns schlechter und schlechter.
Seit Monaten entfernen wir uns merklich voneinander. Es ist nicht laut, aber spürbar. Weniger Nähe, viel mehr Streit. Oft um Kleinigkeiten. Und dieser wachsende Abstand tut weh. Wir schlafen kaum noch miteinander, unsere Gespräche enden öfter in Missverständnissen als in Verbindung. Die Art wie wir streiten hat ein Niveau erreicht, dass es in jahrelanger Beziehung nie gab. Sehr verletzend und hässlich. Und doch gibt es zwischendurch diese Momente voller Vertrautheit und Liebe, dass ich denke: Es muss doch einen Weg geben. Das, was wir haben, ist so gut. Das wirft man nicht einfach weg.

Zum ersten Mal von Trennung gesprochen haben wir in der Zeit um Weihnachten/Silvester. Wir sind beide unglücklich, wie es jetzt ist und für uns beide müsste es in andere Richtungen gehen, damit das wieder wird.
Die Vorstellung einer Trennung ist aber so hart, dass ich mir das gar nicht näher vorstellen kann und will.
 
Ich kenne deine Situation sehr gut. Ich habe mich von meinem Mann getrennt. Ja, irgendwie ist da noch etwas? Ich habe lange gehofft, dass sich die Situation ändert, wir miteinander reden können. Nur Liebe (?) reicht nicht mehr. Leider hoffe ich immer noch, warte auf ein Funke, dass es doch nochmal klappt.

Aber, die Realität sagt, die Trennung war richtig.
Was war bei euch schlussendlich ausschlaggebend für die Trennung, wenn ich fragen darf? Das heißt, du hoffst, dass es noch einen Anlauf für euch gibt? Seid ihr weiterhin in Kontakt?
 
Du brauchst mehr Unabhängigkeit.

Dieses ewige aneinander-klammern bringt doch nichts.
Spannend, was hier so interpretiert oder soll ich lieber sagen projiziert wird.

Glaub es oder nicht, aber fehlende Unabhängigkeit ist nicht das Problem, eher ist es so, dass wir wenn ich im Umfeld vergleiche, relativ viel Freiräume und Freiheiten haben und das ist auch gut so. Während der 5,5 jährigen Beziehung haben wir beide zeitweise im Ausland gelebt, ich einmal für zehn und einmal für drei Monate und sie für sechs. Wir haben beide unser eigenes, selbstbestimmtes Leben, gehen beruflich unserer Wege, haben neben einem gemeinsamen, verblendeten Freundeskreis auch jeder unseren eigenen genauso wie eigene Aktivitäten, denen wir nachgehen.
 
Ich kenne das Problem auch. Habe es sogar derzeit.

Ich liebe einen Menschen, einfach die Art, den Charakter, die Nähe.
Unser Problem: Unsere Alltagsvorstellungen, auch unsere Vorstellungen von Nähe und Freiraum, Freizeitgestaltung sind enorm unterschiedlich.

Und wir arbeiten an einem Kompromiss, aber das ist sehr schwierig im Alltag.
Das tut mir leid zu hören.
Bei uns ist es ja ähnlich, menschlich stimmt alles und passt perfekt zusammen, hier eigentlich auch der gemeinsame Alltag, aber die Zukunftsgestaltung ist der Knackpunkt.

Hast du Lust mehr zu erzählen, wo eure Vorstellungen auseinander gehen?
 
Habt Ihr mal an eine Paartherapie gedacht? Oft dreht man sich mit seinen Themen im Kreis und findet keinen Ansatz bzw. manchmal kann ein anderer Blickwinkel von einem Fachmann/Fachfrau einem helfen, Dinge zu verstehen oder zu ändern.
Wir haben schon daran gedacht und darüber geredet, aber haben jetzt noch nicht aktiv dafür entschieden.
Im Kreis drehen trifft es gut.
 
Hat Paartherapie eig schon mal irgendwem überhaupt geholfen?
Hat sie Männern geholfen?

Ernst gemeinte Frage jetzt.
Wir sind zum Glück zwei Frauen, deswegen ist für uns irrelevant ob sie Männern hilft. 😉
Du kommst mir irgendwie etwas frustriert vor, zumindest verstehe ich deine bissigen Kommentare nicht.
Hast du eigene Beziehungsprobleme, die du hier abarbeitest?
Ernst gemeinte Frage jetzt.
 

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