F
Flo71
Gast
Hi!
So langsam raubt es mir den Verstand und ich hoffe hier jemanden zu finden, der mir zumindest Wege zeigen kann.
Seit mehr als vier Jahren bin ich mit meiner Lebensgefährtin zusammen und betrachte auch heute unsere Partnerschaft als eine Art Schicksalsschlag auch wenn ich selbst nicht an Schicksal oder Vorbestimmung glaube.
Als wir damals unsere Beziehung angefangen haben war ich in einer Führungsposition mit einem bereits sehr stark angesägten Stuhl beschäftigt. Etwa ein Jahr später habe ich dort aufgrund eines schweren Nervenzusammenbruchs die Segel gestrichen und mir einen anderen Job gesucht. In diesem Job hatte ich von Anfang an nur Streß und Ärger. Bis zur Beendigung hatte ich knapp 15.000 Euro verloren und den Rest meiner schon ruinierten Nerven. Es folgten fast drei Monate Arbeitslosigkeit, die ich durch den Weg in die Vollzeit-Selbständigkeit (bin seit 10 Jahren gewerblich tätig) beendet habe. Das Geschäft begann gut und ich hatte auch recht gute Karten (Miete und Telefon wurden durch einen Freund bezahlt, in meiner Heimatstadt genieße ich einen sehr guten Ruf usw.). Aufgrund der schlechten zahlungsmoral meines vorletzten Arbeitgebers (Verlust ca. 5000 Euro) und den Verlust im letzten Beschäftigungsverhältnis war das ganze jedoch sehr wackelig. Zwei Großaufträge ohne Zahlung, ein Brand im Büro und Zwangsmaßnahmen von staatlicher Seite zwangen mich dann dazu, im März d. J. trotz eigentlich positiver Geschäftsaussichten die Insolvenz zu beantragen und das Gewerbe aufzugeben. Ab Mai d. J. arbeite ich wieder in einer Führungsposition und sehe die Sache insgesamt sehr positiv.
Meine Lebensgefährtin hat zwei Kinder (damals 13 (w) und 15 (m)) in die Beziehung mit eingebracht, die mich sofort akzeptiert haben und mir das Gefühl gegeben haben, als Ansprechpartner die Vaterrolle auszufüllen. Mir liegen beide heute sehr am Herzen und sie sind für mich wie meine Kinder. Leider fehlt mir die Zeit, um ihnen das zu geben, was ich ihnen gerne geben möchte. In der Anfangszeit unserer Beziehung war es interessant, die Probleme sicherer Kinder zu beobachten. Es gab einen ständigen Wechsel. Zuerst machte der Sohn das Leben meiner Frau zur Hölle, dann die Tochter. Aufgrund des höheren Alters und der Tatsache, dass Jungs generell die Pubertät einfacher überstehen als Töchter, blieb ihre Tochter am Ende nur noch stressig. Alle Bemühungen meinerseits halfen nichts. Die sache ging extrem weit und endete zuerst in mehreren externen Unterbringungen der Tochter und zuletzt - nach einem absolut mißglückten Zusammenführungsversuch seitens des Jugendamtes - in der Unterbringung einer betreuten Jugenheimanstalt. Die Gründe für die unglaubliche Abneigung der Tochter auf die Mutter und umgekehrt sind bekannt. Meine Partnerin kommt aus der Türkei. Sie wurde mehr oder weniger zwangsverheiratet und wollte mit diesem Mann (angeblich) keine Kinder. Es kam wohl öfter zu Vergewaltigungen und Gewalttaten. Den Sohn hat sie akzeptiert, die Tochter während der Schwangerschaft schon versucht zu töten. Hierzu muss man sagen, dass sie ihren ersten Sohn schon mit 15 1/2 Jahren bekommen hat und die Tochter mit nicht ganz 18 Jahren innerhalb einer sehr schmerzhaften Trennungszeit. Aufgrund dessen, dass sie einen deutschen Mann in der Türkei kennen und lieben gelernt hat, hat sie diesen geheiratet. In der Türkei selbst bekommt der Mann meistens vor Gericht recht (auch wenn er trinkt, kifft usw.). Dies war bei ihr auch der Fall. Seit ihrer Ankunft in Deutschland hat es vier Jahre gedauert, bis sie die Kinder nachholen konnte. Der Junge war bei seiner Oma (man kann sich vorstellen, dass er ein sehr gutes Leben geführt hat) und ihre Tochter war bei ihrem Onkel, der schon fünf eigene Kinder hatte und zudem seinem Bruder in Sachen Gewalt nichts vorgemacht hat. Sie wurde regelmäßig ohne Grund verprügelt. Als meine Frau ihre Tochter abholen wollte kam es zum ersten emotionalen Ausbruch der Tochter. Durch die Auswanderung und die andere Kultur sowie durch ihr junges Alter bekam sie hier in Deutschland einen absoluten Kulturschock, der in der Pubertät für die Probleme gesorgt hat, die wir hatten. Hinzu kommt, dass der "liebevolle" deutsche Mann nur Lügen aufgetischt hat und ihr mehrfach Geld entwendet hat. Dies führte nach sieben Jahren Ehe dann zur Scheidung.
Meine Frau wurde sporadisch immer wiedermal im bezug auf Depressionen behandelt.
Soviel zur Vorgeschichte in Kürze. Da ist noch wesentlich mehr vorgefallen - auch im Detail. Die Frau, die ich kennen- und liebengelernt habe, ist irgendwie nicht mehr da. Das einzige was noch da ist, ist eine leblose und agressiv depressive Person die ihr optisch ähnlich ist. Sie rastet von Zeit zu Zeit aus und alles Reden von mir nützt nichts.
Ich gebe in unserer Beziehung seit Beginn an alles und habe mich in dieser Beziehung selbst aufgegeben. Bedingt durch ihre Herkunft und unsere mehr als nur angeschlagenen finanziellen Möglichkeiten kommt es immer wieder zu unnötigen Streitereien, die von ihr ausgehen. Sie möchte in den Urlaub, möchte Schmuck, ein eigenes Haus, Sicherheit damit wir ein gemeinsamens Kind zeugen können und und und. Nur das geht derzeit nicht. Es sind auch meine Wünsche, aber daran denkt sie nicht. In meiner neuen Tätigkeit ist viel Aufbauarbeit zu leisten und ich komme an manchen Tagen sehr spät nach Hause. Dies stört sie und sie meckert rum. Wie ich mich in dieser gesamtne Situation fühle, interessiert sie augenscheinlich nicht sehr. Es ist serh schmerzhaft, wenn man nicht einmal das Geld für ein paar Blumen ausgeben kann, weil es dann an anderer - wesentlich wichtigeren - Stelle fehlt. Heute habe ich sie gefragt, ob ein Freund von mir, der in die Türkei fliegt, etwas aus ihrer Heimat mitbringen soll. Sie meinte, ich solle ihm 150 Euro für ein Armband geben. Ich antwortete ihr, dass sie genau weiß, dass ich das nicht kann. Daraufhin meinte sie, dass ich kein Mann sei und dass wenn man sowas machen will, immer ein Weg da ist. Ich muss noch dazu sagen, dass ich vor ihr keine Geheimnisse habe und sie alles - leider gerade wegen ihrer schweren Zeit - live mitbekommen hat. Sie war es, die mich nachts beruhigt hat, als ich schwitzend um am ganzen Körper zitternd im Bett gelegen habe. Auch den Insolvenzantrag habe ich mit ihr abgesprochen und sie fand, dass dies eine sehr gute Entscheidung war um wieder in eine klares und strukturiertes Leben zu kommen. Sie kennt meine ganzen Umstände und sie weiss auch seit Anbeginn unserer Partnerschaft, dass ich ein Workaholic bin.
Unsere Diskussionenen beginnen immer damit, dass ich etwas falsch mache oder gemacht habe. Meistens sind es Sachen, die sie selber mitbekommen hat und ich keine anderen Möglichkeiten mehr gesehen habe. Die meisten Sachen waren auch nicht wirklich falsch sondern eine einfache Reaktion auf eine bestehende Lebenssituation. Ihre Vorwürfe sind meistens sehr schmerzhaft und ich fühle mich von ihr nicht verstanden. Hierbei muss ich einwerfen, dass wir keinerlei Sprachbarrieren haben. Das was ich ihr gebe, ist m. E. alles, was ich geben kann. Sie erwartet mehr, weil ich ansonsten kein richtiger Mann sei. Sie möchte Liebesbeweise, obwohl ich immer bei ihr bin und zu ihr stehe. Meien Liebe zu ihr ist ehrlich und aufrichtig. Leider ist sie auch immer noch sehr stark.
Vor etwas mehr als einem Jahr wurde sie auf ihren persönlichen Wunsch schwanger. Den Moment werde ich nie vergessen. So glücklich war ich nie in meinem Leben. Sechs Tage später sagte sie mir während der Fahrt, dass sie einen Fehler begangen habe und der Meinung wäre, dass es besser sei, dass Kind abzutreiben. Das führte zuerst zu einem Streit, dann zu einem gemeinsamen Schweigen bis zum Abend. Mir war deswegen regelrecht übel. Ich konnte ihr weder in die Augen sehen oder sie berühren. Das Schweigen bleib fün Tage, dann habe ich sie zur Rede gestellt. Die ganzen Vorwürfe, die ich mittlerweile auswendig kenne und in jedem billigen Groschenroman zu finden sind, kamen mal wieder hoch. Ich habe meine Sachen gepackt und die Wohnung verlassen. Eine Woche lang, die sie genutzt hat, um mir zu zeigen, dass sie mich nicht braucht und diese später aufgrund mehrerer Fehlschläge bereut hat, hatten wir keinen Kontakt. Da sie jedoch mit einem Problem nicht klar kam, hat sie sich an mich gewendet und mich um Hilfe gebeten. Ich habe ihr natürlich geholfen. Bei einem späteren gemeinsamen Kaffee sind wir die Situation durchgegangen und ich habe (mal wieder) klein beigegeben. Die Vorwürfe höre ich heute auch noch, aber ich ignoriere sie mittlerweile, da ich sie eh nicht aus dem Weg schaffen kann. Meine finanziellen Möglichkeiten (kanpp 1000 Euro Freibetrag nach Insolvenztabelle) reichen hierfür nicht aus. Ihrer Meinung nach ist sie mir nichts wert und deswegen bekommt sie weder Blumen noch Schmuck oder sonstwas. Das ich mich aber - trotz tw. 14 Stundentag - um alles kümmere (ihr Sohn, alle Papiere, besorgen von Informationen, Einkauf usw.) und ihr alles an Restzeit. Aufmerksamkeit und Liebe gebe, was ich habe, ignoriert sie. Es geht ihr nur um das schei* Geld.
Früher war es nicht so und das obwohl die finanzielle Krise unsere Beziehung von Anfang an begleitet hat. Auch heute gibt es nich "klare" Momente und wir verleben teilweise - wenn auch immer seltener - schöne Momente. Bedingt durch meine kaputten Nerven und ihre Depressionen ist unsere Partnerschaft in sehr geringem Maße sexuell bestimmt, auch wenn wir uns hierbei regelrecht verzehren.
Sie leidet unter extremen Stimmungsschwankungen und nichts hilft. Meine Kräfte sind - da mich nicht nur mein persönliches, sondern gerade ihr Schicksal zusätzlich mitgenommen hat - aufs äußerste verbraucht und bewegen sich bereits im negativen Bereich. Die Kraft, sie aufzubauen oder gegen Ihre negative Kritik zur Weh zu setzen, habe ich derzeit einfach nicht. An einer Weiterführung der Partnerschaft bin ich persönlich immer noch sehr interessiert, mir fehlt nur langsam der eigentliche Grund hierfür. Vielleicht bin ich aber auch zu blind oder zu blöd hierfür.
Es ist insgesamt eine Unmenge an Gefühlen und Verzweifelungen angestaut und ich habe kaum noch Lust, diese Beziehung weiterzuführen. Zum einen ist da aber immer noch die Liebe, die ich für diese Frau empfinde und zum anderen weiss ich, dass sie durch die Trennung noch weiter zerstört wird. Es besteht keine Suizidgefahr, da bin ich mir sicher, nur wird sie vermutlich ihren Depressionen erliegen und alles aufgeben oder sogar zerstören. Nur ich habe einfach nicht mehr die Kraft, ihre Vorwürfe und Degradierungen zu ertragen. Gespräche haben nichts gebracht... auf mein Argument, dass sie nicht mehr die Frau ist, die ich kennen- und lieben gelernt habe, hat sie gesagt, dass diese Frau, die ich meine, tot ist. Sie hat - auch dass hat sie mir gesagt - weder Lust noch Interesse, etwas an sich zu ändern. Das ich mein gesamtes Leben nach ihr umgekrempelt und nach ihren Vorstellungen eingerichtet habe, sieht sie nicht. Spaßeshalber habe ich ihr einmal gesagt, dass wenn ich ihr 10 Millionen Euro schenken würde, sie meckern würde, weil einer der Scheine verknickt ist. Leider ist das nciht nur im Spaß so. Sie ist mit nichts zufrieden zu stellen, sie kennt kein Lachen mehr, keinen Spaß. Durch die Vergangenheit ist sie mti 34 Jahren zu einer verbitterten Person geworden, die ich nicht mehr verstehe.
Soviel vorab... es ist auch mehr als genug, aber vermutlich insgesamt zu wenig um alles verstehen zu können. Ich weiß auf jeden Fall nicht mehr, was ich noch tun könnte. Die finanzielle Situation ermöglicht mir nur, dass ich zu meiner Mutter zurück gehe. Dies würde den Verlust meines Arbeitsplatzes bedeuten, da dieser in der Nähe meiner Partnerin ist und ein weiterer Abstieg in meinem Leben bedeuten.
Für jeden Ratschlag bin ich dankbar.
Ciao,
Flo.
So langsam raubt es mir den Verstand und ich hoffe hier jemanden zu finden, der mir zumindest Wege zeigen kann.
Seit mehr als vier Jahren bin ich mit meiner Lebensgefährtin zusammen und betrachte auch heute unsere Partnerschaft als eine Art Schicksalsschlag auch wenn ich selbst nicht an Schicksal oder Vorbestimmung glaube.
Als wir damals unsere Beziehung angefangen haben war ich in einer Führungsposition mit einem bereits sehr stark angesägten Stuhl beschäftigt. Etwa ein Jahr später habe ich dort aufgrund eines schweren Nervenzusammenbruchs die Segel gestrichen und mir einen anderen Job gesucht. In diesem Job hatte ich von Anfang an nur Streß und Ärger. Bis zur Beendigung hatte ich knapp 15.000 Euro verloren und den Rest meiner schon ruinierten Nerven. Es folgten fast drei Monate Arbeitslosigkeit, die ich durch den Weg in die Vollzeit-Selbständigkeit (bin seit 10 Jahren gewerblich tätig) beendet habe. Das Geschäft begann gut und ich hatte auch recht gute Karten (Miete und Telefon wurden durch einen Freund bezahlt, in meiner Heimatstadt genieße ich einen sehr guten Ruf usw.). Aufgrund der schlechten zahlungsmoral meines vorletzten Arbeitgebers (Verlust ca. 5000 Euro) und den Verlust im letzten Beschäftigungsverhältnis war das ganze jedoch sehr wackelig. Zwei Großaufträge ohne Zahlung, ein Brand im Büro und Zwangsmaßnahmen von staatlicher Seite zwangen mich dann dazu, im März d. J. trotz eigentlich positiver Geschäftsaussichten die Insolvenz zu beantragen und das Gewerbe aufzugeben. Ab Mai d. J. arbeite ich wieder in einer Führungsposition und sehe die Sache insgesamt sehr positiv.
Meine Lebensgefährtin hat zwei Kinder (damals 13 (w) und 15 (m)) in die Beziehung mit eingebracht, die mich sofort akzeptiert haben und mir das Gefühl gegeben haben, als Ansprechpartner die Vaterrolle auszufüllen. Mir liegen beide heute sehr am Herzen und sie sind für mich wie meine Kinder. Leider fehlt mir die Zeit, um ihnen das zu geben, was ich ihnen gerne geben möchte. In der Anfangszeit unserer Beziehung war es interessant, die Probleme sicherer Kinder zu beobachten. Es gab einen ständigen Wechsel. Zuerst machte der Sohn das Leben meiner Frau zur Hölle, dann die Tochter. Aufgrund des höheren Alters und der Tatsache, dass Jungs generell die Pubertät einfacher überstehen als Töchter, blieb ihre Tochter am Ende nur noch stressig. Alle Bemühungen meinerseits halfen nichts. Die sache ging extrem weit und endete zuerst in mehreren externen Unterbringungen der Tochter und zuletzt - nach einem absolut mißglückten Zusammenführungsversuch seitens des Jugendamtes - in der Unterbringung einer betreuten Jugenheimanstalt. Die Gründe für die unglaubliche Abneigung der Tochter auf die Mutter und umgekehrt sind bekannt. Meine Partnerin kommt aus der Türkei. Sie wurde mehr oder weniger zwangsverheiratet und wollte mit diesem Mann (angeblich) keine Kinder. Es kam wohl öfter zu Vergewaltigungen und Gewalttaten. Den Sohn hat sie akzeptiert, die Tochter während der Schwangerschaft schon versucht zu töten. Hierzu muss man sagen, dass sie ihren ersten Sohn schon mit 15 1/2 Jahren bekommen hat und die Tochter mit nicht ganz 18 Jahren innerhalb einer sehr schmerzhaften Trennungszeit. Aufgrund dessen, dass sie einen deutschen Mann in der Türkei kennen und lieben gelernt hat, hat sie diesen geheiratet. In der Türkei selbst bekommt der Mann meistens vor Gericht recht (auch wenn er trinkt, kifft usw.). Dies war bei ihr auch der Fall. Seit ihrer Ankunft in Deutschland hat es vier Jahre gedauert, bis sie die Kinder nachholen konnte. Der Junge war bei seiner Oma (man kann sich vorstellen, dass er ein sehr gutes Leben geführt hat) und ihre Tochter war bei ihrem Onkel, der schon fünf eigene Kinder hatte und zudem seinem Bruder in Sachen Gewalt nichts vorgemacht hat. Sie wurde regelmäßig ohne Grund verprügelt. Als meine Frau ihre Tochter abholen wollte kam es zum ersten emotionalen Ausbruch der Tochter. Durch die Auswanderung und die andere Kultur sowie durch ihr junges Alter bekam sie hier in Deutschland einen absoluten Kulturschock, der in der Pubertät für die Probleme gesorgt hat, die wir hatten. Hinzu kommt, dass der "liebevolle" deutsche Mann nur Lügen aufgetischt hat und ihr mehrfach Geld entwendet hat. Dies führte nach sieben Jahren Ehe dann zur Scheidung.
Meine Frau wurde sporadisch immer wiedermal im bezug auf Depressionen behandelt.
Soviel zur Vorgeschichte in Kürze. Da ist noch wesentlich mehr vorgefallen - auch im Detail. Die Frau, die ich kennen- und liebengelernt habe, ist irgendwie nicht mehr da. Das einzige was noch da ist, ist eine leblose und agressiv depressive Person die ihr optisch ähnlich ist. Sie rastet von Zeit zu Zeit aus und alles Reden von mir nützt nichts.
Ich gebe in unserer Beziehung seit Beginn an alles und habe mich in dieser Beziehung selbst aufgegeben. Bedingt durch ihre Herkunft und unsere mehr als nur angeschlagenen finanziellen Möglichkeiten kommt es immer wieder zu unnötigen Streitereien, die von ihr ausgehen. Sie möchte in den Urlaub, möchte Schmuck, ein eigenes Haus, Sicherheit damit wir ein gemeinsamens Kind zeugen können und und und. Nur das geht derzeit nicht. Es sind auch meine Wünsche, aber daran denkt sie nicht. In meiner neuen Tätigkeit ist viel Aufbauarbeit zu leisten und ich komme an manchen Tagen sehr spät nach Hause. Dies stört sie und sie meckert rum. Wie ich mich in dieser gesamtne Situation fühle, interessiert sie augenscheinlich nicht sehr. Es ist serh schmerzhaft, wenn man nicht einmal das Geld für ein paar Blumen ausgeben kann, weil es dann an anderer - wesentlich wichtigeren - Stelle fehlt. Heute habe ich sie gefragt, ob ein Freund von mir, der in die Türkei fliegt, etwas aus ihrer Heimat mitbringen soll. Sie meinte, ich solle ihm 150 Euro für ein Armband geben. Ich antwortete ihr, dass sie genau weiß, dass ich das nicht kann. Daraufhin meinte sie, dass ich kein Mann sei und dass wenn man sowas machen will, immer ein Weg da ist. Ich muss noch dazu sagen, dass ich vor ihr keine Geheimnisse habe und sie alles - leider gerade wegen ihrer schweren Zeit - live mitbekommen hat. Sie war es, die mich nachts beruhigt hat, als ich schwitzend um am ganzen Körper zitternd im Bett gelegen habe. Auch den Insolvenzantrag habe ich mit ihr abgesprochen und sie fand, dass dies eine sehr gute Entscheidung war um wieder in eine klares und strukturiertes Leben zu kommen. Sie kennt meine ganzen Umstände und sie weiss auch seit Anbeginn unserer Partnerschaft, dass ich ein Workaholic bin.
Unsere Diskussionenen beginnen immer damit, dass ich etwas falsch mache oder gemacht habe. Meistens sind es Sachen, die sie selber mitbekommen hat und ich keine anderen Möglichkeiten mehr gesehen habe. Die meisten Sachen waren auch nicht wirklich falsch sondern eine einfache Reaktion auf eine bestehende Lebenssituation. Ihre Vorwürfe sind meistens sehr schmerzhaft und ich fühle mich von ihr nicht verstanden. Hierbei muss ich einwerfen, dass wir keinerlei Sprachbarrieren haben. Das was ich ihr gebe, ist m. E. alles, was ich geben kann. Sie erwartet mehr, weil ich ansonsten kein richtiger Mann sei. Sie möchte Liebesbeweise, obwohl ich immer bei ihr bin und zu ihr stehe. Meien Liebe zu ihr ist ehrlich und aufrichtig. Leider ist sie auch immer noch sehr stark.
Vor etwas mehr als einem Jahr wurde sie auf ihren persönlichen Wunsch schwanger. Den Moment werde ich nie vergessen. So glücklich war ich nie in meinem Leben. Sechs Tage später sagte sie mir während der Fahrt, dass sie einen Fehler begangen habe und der Meinung wäre, dass es besser sei, dass Kind abzutreiben. Das führte zuerst zu einem Streit, dann zu einem gemeinsamen Schweigen bis zum Abend. Mir war deswegen regelrecht übel. Ich konnte ihr weder in die Augen sehen oder sie berühren. Das Schweigen bleib fün Tage, dann habe ich sie zur Rede gestellt. Die ganzen Vorwürfe, die ich mittlerweile auswendig kenne und in jedem billigen Groschenroman zu finden sind, kamen mal wieder hoch. Ich habe meine Sachen gepackt und die Wohnung verlassen. Eine Woche lang, die sie genutzt hat, um mir zu zeigen, dass sie mich nicht braucht und diese später aufgrund mehrerer Fehlschläge bereut hat, hatten wir keinen Kontakt. Da sie jedoch mit einem Problem nicht klar kam, hat sie sich an mich gewendet und mich um Hilfe gebeten. Ich habe ihr natürlich geholfen. Bei einem späteren gemeinsamen Kaffee sind wir die Situation durchgegangen und ich habe (mal wieder) klein beigegeben. Die Vorwürfe höre ich heute auch noch, aber ich ignoriere sie mittlerweile, da ich sie eh nicht aus dem Weg schaffen kann. Meine finanziellen Möglichkeiten (kanpp 1000 Euro Freibetrag nach Insolvenztabelle) reichen hierfür nicht aus. Ihrer Meinung nach ist sie mir nichts wert und deswegen bekommt sie weder Blumen noch Schmuck oder sonstwas. Das ich mich aber - trotz tw. 14 Stundentag - um alles kümmere (ihr Sohn, alle Papiere, besorgen von Informationen, Einkauf usw.) und ihr alles an Restzeit. Aufmerksamkeit und Liebe gebe, was ich habe, ignoriert sie. Es geht ihr nur um das schei* Geld.
Früher war es nicht so und das obwohl die finanzielle Krise unsere Beziehung von Anfang an begleitet hat. Auch heute gibt es nich "klare" Momente und wir verleben teilweise - wenn auch immer seltener - schöne Momente. Bedingt durch meine kaputten Nerven und ihre Depressionen ist unsere Partnerschaft in sehr geringem Maße sexuell bestimmt, auch wenn wir uns hierbei regelrecht verzehren.
Sie leidet unter extremen Stimmungsschwankungen und nichts hilft. Meine Kräfte sind - da mich nicht nur mein persönliches, sondern gerade ihr Schicksal zusätzlich mitgenommen hat - aufs äußerste verbraucht und bewegen sich bereits im negativen Bereich. Die Kraft, sie aufzubauen oder gegen Ihre negative Kritik zur Weh zu setzen, habe ich derzeit einfach nicht. An einer Weiterführung der Partnerschaft bin ich persönlich immer noch sehr interessiert, mir fehlt nur langsam der eigentliche Grund hierfür. Vielleicht bin ich aber auch zu blind oder zu blöd hierfür.
Es ist insgesamt eine Unmenge an Gefühlen und Verzweifelungen angestaut und ich habe kaum noch Lust, diese Beziehung weiterzuführen. Zum einen ist da aber immer noch die Liebe, die ich für diese Frau empfinde und zum anderen weiss ich, dass sie durch die Trennung noch weiter zerstört wird. Es besteht keine Suizidgefahr, da bin ich mir sicher, nur wird sie vermutlich ihren Depressionen erliegen und alles aufgeben oder sogar zerstören. Nur ich habe einfach nicht mehr die Kraft, ihre Vorwürfe und Degradierungen zu ertragen. Gespräche haben nichts gebracht... auf mein Argument, dass sie nicht mehr die Frau ist, die ich kennen- und lieben gelernt habe, hat sie gesagt, dass diese Frau, die ich meine, tot ist. Sie hat - auch dass hat sie mir gesagt - weder Lust noch Interesse, etwas an sich zu ändern. Das ich mein gesamtes Leben nach ihr umgekrempelt und nach ihren Vorstellungen eingerichtet habe, sieht sie nicht. Spaßeshalber habe ich ihr einmal gesagt, dass wenn ich ihr 10 Millionen Euro schenken würde, sie meckern würde, weil einer der Scheine verknickt ist. Leider ist das nciht nur im Spaß so. Sie ist mit nichts zufrieden zu stellen, sie kennt kein Lachen mehr, keinen Spaß. Durch die Vergangenheit ist sie mti 34 Jahren zu einer verbitterten Person geworden, die ich nicht mehr verstehe.
Soviel vorab... es ist auch mehr als genug, aber vermutlich insgesamt zu wenig um alles verstehen zu können. Ich weiß auf jeden Fall nicht mehr, was ich noch tun könnte. Die finanzielle Situation ermöglicht mir nur, dass ich zu meiner Mutter zurück gehe. Dies würde den Verlust meines Arbeitsplatzes bedeuten, da dieser in der Nähe meiner Partnerin ist und ein weiterer Abstieg in meinem Leben bedeuten.
Für jeden Ratschlag bin ich dankbar.
Ciao,
Flo.