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Ich willl doch nur geliebt werden

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Das ist wirklich toll gesagt, Keks, aber ich glaube, das Gefühl, dass wir Menschen unter einander keine Nähe empfinden, ist keine neues Phänomen. Ich bezweifle sogar, dass es das, was wir uns vorstellen nie gegeben hat, seit wir uns Menschen nennen. Es wird behauptet, wir wären eine einzigartige Spezies, aber ich finde, das muss nicht unbedingt positiv sein. Wir sind einzigartig in dem Sinn, dass wir uns gegen alles wehren, was wir gemeinsam haben, unter einander und mit der Natur. Das haben wir so lange gemacht, dass wir nicht mehr zurück können. Wir wollen immer weiter, aber wenn wir da sind fühlen wir uns immer noch nicht besser. Überhaupt scheint unser ganzes Streben doch darauf abzuzielen uns anders zu fühlen als in einem gegebenen Moment, weil es um die Ecke vielleicht besser ist; aber das ist es nicht.

Man sagt, man müsste sich selbst lieben, um geliebt werden zu können. Und, dass man dann frei würde sein, wenn man nicht von der Liebe eines anderen Menschen abhängig wäre. Aber braucht man dann überhaupt noch jemanden, so als emotional autotrophes Wesen? Ich bin der Ansicht, Menschen können nicht frei sein. Wofür gibt es Bücher, Filme, Gemälde, die Kunst, Partys, Alkohol, Drogen – wofür haben wir eine Kultur? Frei wären wir vielleicht, wenn wir allein in den Wäldern nach unseren Instinkten leben, die Evolution um ein paar Jahrtausende zurückdrehen könnten. Kultur ist Realitätsflucht. All das haben wir geschaffen, nur um etwas weniger hier sein zu müssen, um etwas weniger wir selbst sein zu müssen, in dieser Welt. Es ist zu spät, wir sind für immer raus aus der Natur. Jetzt haben wir diesen ruhelosen Geist, der niemals zufrieden ist. Möglicherweise gibt es kurze Momente, in denen wir wirklich frei sind, in denen all die Gefühle, Angst, Wut, Begierde, Mitleid, Freude, die uns kontrollieren, sich gegenseitig aufheben, Momente, in denen sogar unsere Gedanken zu schweigen scheinen – nur, dass wir uns in eben diesen Momenten am meisten der Wiedersinnigkeit unseres Daseins bewusst werden, weil wir genau wissen, dass dieser Zustand in einer Dauerhaften Form unerreichbar ist. Schon der nächste Hauch der Welt zerstört dieses Gleichgewicht und veranlasst unser Bewusstsein sich selbst in die Fluten der Ungewissheiten zu stürzen und uns von einer Woge in die nächste zu werfen. Wir können nicht ruhen, das ist unsere Natur. Wir haben die Ideen vor Augen, aber Liebe, Glück, Freiheit, Perfektion – das ist unerreichbar, nichts ist hundertprozentig. Wahrscheinlich sollen wir uns das nur nie eingestehen, wir sollen uns einen Glauben erhalten, der reizt und wirkt, auf das wir uns nie beruhigt auf das Faulbett unserer zerrinnenden Existenz legen. Wie schützt man sich also vor einer? Indem man sie verschweigt, indem man sich selbst täuscht.
Und ebendies ist unser Leben. Uns bleibt nur, eine Abhängigkeit durch die nächste zu ersetzten, ein Verlangen durch ein anderes, eine Lebensnotwendigkeit durch eine neue.
Manchmal streben wir dennoch unerreichbares an, allerdings sind wir meistens so umsichtig ein solches Vorhaben aufzugeben – vielleicht sogar ab und zu im richtigen Moment, nämlich gerade dann, wenn es am schönsten ist, bevor es uns emotional zu sehr schädigt, denn früher oder später geht alles den Bach herunter. Je früher man das einsieht, desto mehr Momente im Leben kann man genießen, obwohl sie unvollkommen sind. Je früher man dies einsieht, desto früher kann man aufhören sich unrealistische Ziele zu setzten, wie zum Beispiel, allein Glücklich zu sein, oder Freiheit von unseren Zwängen, endlose Liebe, unbegrenzte Selbstakzeptanz oder Unabhängigkeit – desto früher kann man anfangen die Wellen zu reiten, solange sie gut sind und sie zu verlassen, bevor sie brechen. Wenn das Leben kurz ist, hat man keine Zeit für Moralvorstellungen, die eigentlich nicht die eigenen sind.
Man sagt, man könnte nur geliebt werden, wenn man sich selbst liebt. Ich würde sagen, ich liebe mich nicht, aber ich habe die Momente genossen, in denen es jemand an meiner Stelle getan hat.

Das Leben ist ein auf und ab, egal was man tut. Man kann nur hoffen, dass es nie soweit abwärts geht, dass man nicht mehr hoch kommt.
 
Hallo Bastian,

ich glaube kaum, dass ich einen Mann abschrecke, nur weil ich mich liebesbedürftig zeige. Und ich klammere auch nicht, denn bislang haben mir Männer immer gesagt, dass ich eine der wenigen Frauen bin, die NICHT klammern. Ich weiß, dass man ein gewisses Maß an Freiraum braucht - JEDER, also auch ich - und ich gewähre diesen und beanspruche ihn auch für mich, denn eines ist glaube ich klar: große Nähe braucht auch eine gewisse Distanz, um als Nähe empfunden und genossen werden zu können.

ich verstehe.

ich hatte bei dir nur das gefühl, dass du dich so sehr sehnst nach einem mann, dass es mehr oder weniger fast egal ist, wer er ist (jetzt mal überspitzt). quasi austauschbar.

ich kann dass jetzt schlecht erklären was ich meine, vielleicht verstehst du mich ja trotzdem🙂

im übrigen gibt es genügend männer, denen es nicht wichtig ist, ob die partnerin ein kind hat oder nicht. geht mir zumindest so, und ich kenne auch genügend andere männer, die das genauso sehen.
 
auch ich..........

frühlingstraum.....DU hast mir gerade viel zum nachdenken gegeben.
ich bin gerade in der eigentlich schönen für mich absulut seltenen situation vielleicht jemanden kennen zu lernen. wir haben anfangs gemailt und telefonieren inzwischen miteinander. (nun ja wie das so üblich ist wohl *gg) wir haben beide den wunsch uns auch real kennen zu lernen und da schon theoretische planspiele gemacht weils leider nicht um die ecke ist. jeder von uns hat für sich weitergesponnen wie es sein könnte. ich habe gerade beim lesen deiner zeilen in mir entdeckt, trotz dem ich schon eine große sehnsucht nach zweisamkeit habe; ich richtig angst habe. genau wegen dem was du da beschreibst. sie erwartet das wenn es "schnackelt" ich zu ihr ziehe in das was ihr gehört. dies ist eben nicht gleich um die ecke. sie bezeichnet sich als begründung als ortsgebunden, mit den selben gründen die ich eigentlich auch für mich anführen könne. ich habe solche angst selbst wenn wir uns mögen und mehr, mich da immer als gast zu fühlen, irgendwo ängstlich das ich wieder gehen müsse. ich lebe hier in einer einigermaßen geruhlichen und zur zeit abgesicherten bahn. auch wenn ich viel alleine bin, so muß ich mir im moment keine gedanken machen wo ich schlafe usw. ich habe solche angst von jemandem abhängig zu sein, von dem was dann sein wird wenn man nach einem halben jahr feststellt das es das dann doch nicht war. drum prüfe wer sich ewig bindet. ich habe angst vor einem realen kennen lernen ! ich hab angst davor das sich diese person für mich interessiert. ich habe angst mich zu verlieben, auch weil ich bisher nur erlebt habe in meinem leben das liebe weh tut. ich hät nie gedacht das ich dies mal sagen würde. ich habe angst austauschbar zu sein und irgendwann unter einer brücke zu enden. ich bin um einiges schon benutzt und ausgenutzt worden. ich habe aus gesundheitlichen und finanziellen gründen keine möglichkeit eines neuanfangs mehr, könnte die gegebenheiten dann auch hier nicht aufrechterhalten wenn ich zu ihr ziehen würde und möchte das bischen unabhängigkeit das ich habe darum nicht aufgeben. ich kann es mir ebenfals nicht leisten jemanden über eine entfernung über längere zeit so kennen zu lernen das ich mir da wenigstens etwas sicher sein könnte. und doch sehe ich diese begegnug als einzigartige chance für mein weiteres leben um doch nicht alleine zu bleiben. ich weis mir wirklich keinen rat, obwohl ich diesen immer wieder für andere habe. ich weis doch recht gut das es für menschen keine garantiescheine gibt und nur der versuch klug macht. ich weis nicht ob ich mal wieder wirklich vertrauen kann in eine zukunft, wenn ich sehe das türen dann hinter mir zugehen und ich nicht zurück kann. ich komm so im allgemeinen recht gut klar mit mir und wie ich mir mein bischen leben eingerichtet hab und kann so auch leben. wenn nicht diese viele einsamkeit wär und der wunsch auch geben zu wollen.
ja ich möchte auch nur liebgehabt werden und jemanden lieb haben........................................
 
Zuletzt bearbeitet:
ich danke dir ganz lieb das du dir zeit genommen hast meinen beitrag zu bedenken (ich hätte eigentlich nen eigenen aufmachen müssen und nicht in deinen reinschreiben)
es ist noch einiges weiter zu bedenken.
diese frau sitzt teilweise im rollstuhl, hat ms. ich weis das diese behinderung nicht besser wird und die meisten nach jahren ehlendig im rolli enden. ich habe schon menschen verlohren die in meinem herzen sind. ich selbst bin auch etwas behindert und kann einige sachen nur mit großer anstrengung und hinterher tagelangen schmerzen machen. diese frau hat ein haus (ich hatte auch mal eines) und erwartet mit sicherheit, obwohl sie es nicht zugeben würde, das ich gewissen pflichten übernehme, die mir einfach zu viel sind. ich möchte nicht wieder als faul gelten, weil ich einiges eben nicht mache, oder ebend nur mit großer willenskraft erledige in der gewissheit das ich hinterher wieder bunte smartis nehmen muss um wenigstens trotz schmerzen einzuschlafen. ich habe da mit jemand anderem (15 jahre ehe) schlechte vorerfahrungen in unverständniss des anderen. ich komm so wie es jetzt ist gut klar (kleine wohnung usw.) anderenteils würde ich mich auch genötigt eben das was ich kann dort zu arbeiten (auch wenns eben schmerzen bereitet) einesteils weil es kein anderer macht dann (sie sucht sicher nicht nur ein lieben zum schmusen) und anderenteils weil ich auch immer geben möchte und dem anderen was wert sein möchte. es gitb in meinem bauchgefühl zu viele "nein", und darum weerde ich diesen kontakt wohl auch beenden.
 

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