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Telefonische Krankschreibung und Blaumachen? Eure Meinung!

@natasternchen
In dem kleinen Betrieb war der Krankenstand in der Verwaltung immer relativ hoch. Manche konnten es einfach an einigen Tagen nicht ertragen dort aufzutauchen. Und haben sich stattdessen krank gemeldet.

(...)
 
Zuletzt bearbeitet:
Was für eine als Frage getarnte Argumentation soll das sein?

Ich finde es eine spannende Frage, weshalb wir in Deutschland die Umsetzung der Scharia in manchen Ländern als (unmenschlich, frauenfeindlich, man suche sich etwas aus) wahrnehmen, während diese Gesetze für die Bewohner der jeweligen Länder völlig normal sind.




Ich denke es ist klar, was ich mit diesem krassen Beispiel zum Ausdruck bringen möchte.

Und ja, Deutschlands Wirtschaft sehe ich schon lange am absteigenden Ast; eine für meine Begriffe logische Entwicklung.
Der logische Schluss daraus ist für mich aber nicht, dass schlechtere Bedingungen für Arbeitskräfte Teil der vermeintlichen Lösung sind.
Französisches Arbeitsrecht mit der Scharia vergleichen...... Ich finde das ist eine Emotionalisierung durch einen Extremvergleich, was niemanden hier weiter bringt und auch der Sache nicht angemessen ist.

Frankreich hat ein ausgeprägtes Sozialsystem und gilt aus arbeitnehmerfreundlich. Beispielsweise gilt in Frankreich die 35 Stunden Woche. Insofern ist die Frage von @natasternchen absolut berechtigt warum etwas in Frankreich geht und akzeptiert wird aber hier in Deutschland eine "unsoziale Katastrophe" sein soll.

Natasternchen hat sich bereits im Eröffnungsbeitrag Mühe gemacht Länder zu vergleichen und der Hinweis, dass Deutschland derzeit ein Problem mit rasant steigenden Krankenzahlen hat - mehr als andere Länder - ist absolut berechtigt.

Statt jeden Vorschlag mit Extremvergleichen ad absurdum zu führen, wände ich eine offene Diskussion hier zielführender.
 
Viel sind eben nicht krank.
Es wird immer so empört getan, als wäre jeder krank, der eine AU hat.
Und wie viele sind "Viele"? Und wer sind die vielen?
Also am besten ALLE bestrafen, dann erwischt man die "Vielen" auch? Auch wenn es für "viele andere" dann eine Quelle für dauerhafte belastung wäre, die keinem gut tut?

Wäre es nicht besser, sich diese "Vielen" von denen Du sprichst, gezielt vorzuknüpfen? Ist ja nicht so, dass man das nicht könnte: Jemand der regelmäßig blaumacht, fällt ja auch auf.
Und da ist ein Arbeitgeber (die übrigens oft selbst mal blau machen) nicht machtlos.
 
Die spannende Frage ist ja, woran Du Dich orientierst.
Du solltest Dich an der Lebensrealität der Betriebe orientieren.
Denk das ganze mal durch:
Möchtest Du zB von einer verschnupften Bäckereiverkäuferin bedient werden?
ich nicht!
Möchtest Du, dass die Lehrerin deiner Kinder sich mit Migräne in den Unterricht schleppt und die Kinder nur einen Film anschauen, weil die Lehrerin keine Kraft hat für ordentlichen Unterricht?
Ich nicht!
Möchtest Du, dass dein Zahnarzt zwischen den behandlungen mal eben auf Klo springt und sich übergibt, weil der Norovirus nicht ausgeheilt ist?
ich nicht!
Usw usf.
Wie oben schon jemand geschrieben hat: Es gibt doch X untersuchungen, die zeigen, dass der Druck, nicht krank sein zu DÜRFEN, genau das Gegenteil bewirkt: Nämlich schlechtere Arbeit, langsamere Genesung und mehr ausfälle, weil halt andere angesteckt werden.

Schau Dir doch einfach mal alle branchen so an: Man denkt bei den meisten Jobs an Bürotätigkeiten, aber mal ehrlich: ich möchte keinen Dachdecker krank aufs Dach jagen, niemanden zwingen, Maschinen oder ähnliches zu bedienen, Kinder oder kranke zu pflegen, mit Lebensmitteln oder sonstigen Verkaufsgütern zu hantieren, wenn er oder sie nicht gesund ist.

Wie soll sowas auf Dauer funktionieren? Wie willst Du verhindern, dass sich zukünftig Firmen in Ungarn, Portugal oder Irland ansiedeln, statt in Deutschland?
Unsere Arbeitswelt besteht nicht nur aus lauter Großkonzernen, die jederzeit abwandern könnten (und dies tun, aber nicht wegen der Krankheitstage, sondern weil es anderswo billigere und ausnützbarere Arbeitskräfte gibt)
Die meisten Arbeitsplätze hier im Land sind NICHT bei Großkonzernen, die jederzeit abwandern können: Handwerksbetriebe, Handel, der komplette Pflegesektor, die Bahn, die Post und die Kirche, der öffentliche Dienst, sämtliche Klein- und Mittelständischen Betriebe usw usf....all die sollen also mit "büßen", weil Großkonzerne abwandern könnten, weil dort evtl ein paar Mitarbeiter blau machen könnten?
Nicht wirklich oder?

Also orientiere dich mal an der Lebensrealität der Leute:
die meisten Menschen arbeiten entweder
1. in Branchen, in denen man nicht so einfach abwandern KANN (man also nicht davon profitieren würde, am Arbeitsrecht zu schrauben, nur damit die Firma BITTEEEE nicht abwandert)
2. in Branchen, in denen man echt keine kranken Mitarbeiter vor Ort sehen möchte
3. in Branchen, in denen man durchaus im Krankehitsfall mit Homeoffice einiges ausgleichen könnte.
und die Jobs, die in KEINE dieser drei Kategorien passen, können wohl bitte mit einem kleinen Restrisiko leben, dass man jemand blau macht.
 
Warum sind Menschen in Deutschland so häufig krank und warum der Anstieg in den letzten Jahren?
Alterspyramie (je älter, desto häufiger krank)?
gestiegene Anzahl psychisch erkrankter Menschen?
gestiegene Anzahl an Zivilisationskrankheiten (Herzkreislauf, diabetes, Fettleibigkeit uä)?
Schlechtere Betreuung in Kitas und überhaupt die Notwendigkeit, Kinder zu betreuen, die früher eben noch bei der Mutter zuhause geblieben sind (= Kinder werden immer häufiger krank und deswegen auch ihre Eltern)?

Wären jetzt so ein paar Punkte, die ich vermuten würde...
Dazu kommt vermutlich auch ein etwas "zynischer" fakt: Viele Menschen, die heute mit diversen Krankheiten leben und überleben, wären früher halt nicht auf dem Arbeitsmarkt erschienen, weil sie tot oder zu krank gewesen wären: Bessere Medizinische Versorgung bedeutet ja nicht, dass alle immer bumperl gsund sind, sondern eben auch, dass Menschen schwere Krankheiten überleben und danach (wenn auch nicht mehr zu 100% fit) weiter im Arbeitsleben stehen.
 
und genau so ist das entstanden, was heute Deutschland ausmacht: einen desolaten Jammerladen.

Geiz ist geil galt für alle - mehr bekommen und mehr erreichen als andere - einfach her mit dem Moos, aber für so wenig Leistung wie möglich.
Also wenn da sSO wäre, dürfte es in Deuschland keine:
- Selbständigen (die arbeiten selbst und ständig)
- Lehrer/Kindergärtner uä
- Pfleger, Hospizangestellte und Ärzte
- Ehrenamtler
- Künstler, Kreativberufe oder sonstige "Idealisten"
usw
usw geben, die eben deutlich mehr leisten und reinstecken, als sie dafür finanziell zurückbekommen.
Mag sein, das es Branchen gibt, in denen diese Haltung vorherrscht. Aber da würde ich mich dann ehrlich gesagt auch mal fragen, was ich als Chef oder eine Branche an sich falsch gemacht hat, dass die Mitarbeiter sich derart wenig mit ihrer Arbeit identifizieren, dass sie morgens mit so einer Haltung in den Job wanken.

Schau Dich doch mal hier um: ist hier irgendeiner, der diese Haltung hat? Man unterstellt das gern mal der anonymen Masse, aber ist das WIRKLCH die Realität der meisten Leute?
wenn ja, dann haben wir aber versagt, was Arbeitsbedingungen und Gehalt in manchen jobs angeht.
Klar: Wenn mein Job meine Leistung weder finanziell, noch menschlich IRGENDWIE anerkennt...ist dann der Mitarbeiter falsch, dass er nicht gerade vor Solidarität strotzt?

Wie gesagt: ich schätze mal, die meisten (wir können hier ja mal eine Umfrage machen) haben zumindest ein gewisses Verantwortungsgefühl für ihre Arbeit....
 

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