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Narzisstischer Partner - was nun?

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur mitteilen, das wird definitiv nicht besser.

Angesichts Deiner Aufzählung im ersten Post solltest Du die Fragestellung überdenken.
Diese sollte sein: Wie erarbeite ich mir genügend Selbstliebe, so dass ich mir mehr wert bin, als in einer derartigen Partnerschaft zu verharren. Ich kann Dir aber nur raten, die Situation bereits vor Klärung dieser Fragestellung zu verlassen - Dein Selbstwertgefühl, welches im weiteren Verlauf einer solchen Beziehung irgendwann ausgelöscht sein wird, wird´s Dir danken.

Darüber hinaus kann man sich die Frage stellen - v.a. sofern dies kein singuläres Ereignis ist, sondern Du stets an den gleichen Schlag Typen gerätst, was Dich dahingehend geprägt hat dass Du davon angezogen wirst (und es akzeptierst so behandelt zu werden), und wie Du das am besten bearbeitest.
 
Ich war in meinem ersten Leben mal in ähnlicher Situation und kann dir nur wenig Mut machen. Die Arxxxlochphasen stiegen mit zeitlichem Fortschritt stärker zu Ungunsten der schönen Zeiten an. Mein Fazit war dann, dass ich viel zu lange ausgehalten und wertvolle Lebenszeit verplempert habe. Solche Menschen sind Egozentriker und werden sich nicht ändern. Sie sind sich selbst am nächsten. Droht man sie zu verlassen ziehen sie diverse Register, um nicht zu verlieren und plötzlich allein da zu stehen. Entscheidungshilfe und letztlich Impuls, um die Trennung zu schaffen war bei mir, dass ich aufgehört habe, die Antwort auf die Frage zu suchen, warum er das bloß tut und so ist wie er ist. Stattdessen habe ich die Frage in den Fokus gerückt, ob mir das Wechselbad der Gefühle gut tut. Tat es nicht. Es war zwar nie langweilig, aber eben auch keine Perspektive für eine verlässliche Beziehung. So etwas muss man sich nicht antun. Die Trennung habe ich nie bereut. Hab danach meinen 6er im Lotto getroffen, mit dem ich mittlerweile viele Jahre schon zusammen und verheiratet bin, eine erwachsene Tochter und mein Glück gefunden habe.

Diesem Ex bin ich Jahre später nochmal begegnet. Immer noch der unstete selbstgefällige Geist, derzwischenzeitig x andere Partnerinnen verschlissen hatte.
 
er entschuldigt sich niemals bei mir
- er versteht keinerlei meiner Gefühlsregungen und geht niemals darauf ein
- ich fühle mich ständig übersehen
Und da fragst du dich, was du tun sollst?

Kein Kontakt zu den Kindern, Suizidversuch, offenbar Fremdgehen- das ist auch alles schrecklich. Aber: die fehlende Aufmerksamkeit und das Desinteresse an dir kann man nicht auf die Umstände schieben. Das macht er im vollen Bewusstsein das es dir schadet. Die Chance das es besser wird ist null.

Such dir ein Forum wo es direkt um sowas geht. Eines heisst z.B. UmgangmitNarzisten.de Da kannst du dich austauschen und dich auf unterhaltsame Art informieren.
 
Hallo,
eine Austauschmöglichkeit/Austauschmöglichkeiten mit Gleichgesinnten
macht meiner Ansicht nach wenig Sinn.

Es macht Sinn, sich nach einer Unterstützung für Dich umzuschauen, die
Dir zur Seite steht. Ich meine: eine professionelle, z.B. Therapie.
In der es um Dich geht! Wie es Dir in einzelnen Situationen zwischen ihm
und Dir geht.
In der es nicht zu sehr darum geht, wie er sich Dir gegenüber verhält.
Dass Du in Deinem Leben für Dich die Hauptperson wirst.

alles Liebe
flower55
 
Hey @Bine312
wir hatten doch hier einige Stränge in die Richtung. Lies dich mal durch.

Man kann nur immer wieder denselben Rat geben. Du musst abwägen. Was wiegt mehr, was ist dir wichtiger, der Spaß, die gute Zeit, die du mit ihm hast oder leidest du so sehr unter allem anderen, dass du das nicht mehr aushältst?

Mein Partner ist tatsächlich ähnlich, große Höhen, aber auch große Tiefen, ein wenig emotionale Blindheit, Impulsivität... Was soll ich sagen, ich liebe ihn trotzdem. Es hat sich nicht viel verändert über die Jahre, aber wir haben in der Zwischenzeit an ein paar Dingen gearbeitet und am Ende habe ich ihn dazu bekommen, empathischer zu werden. Es ist ein Kampf manchmal.

Ich war allerdings davor mit einem "normalen" Partner zusammen und das hat mir nicht gereicht. Ich sehne mich nach sehr viel Anregung, Aufregung, Lachen und Emotionalität. Das bieten ja Menschen, die höhere narzisstische Anteile haben. Sie sind meist charismatisch und ziehen einen in ihren Bann.

Schau also bei dir hin. Was ist dir wichtiger, deine Ruhe, dein Seelenfrieden, oder die Achterbahnfahrt. Beides zusammen wird man selten bekommen. Also guck dir das in Ruhe an und dann kannst du entscheiden: Love it, leave it or change it... 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo guten Morgen,
vielen Dank für Eure Anregungen. Das hilft auf jeden Fall beim Nachdenken.

@Soulsister
Ich war 25 Jahre mit einem sehr langweiligen aber mir Sicherheit gebenden Menschen zusammen. Ich bin keine Zweiflerin. Ich bin selbst sehr gefestigt und habe keine Tendenzen mich selbst aufzugeben. So wie Du schreibst ist es tatsächlich. Bei all den schwerwiegenden Sachen, mag ich die Aufregung, die solch ein Mensch mitbringt. In der Tat reden wir auch über die negativen Seiten. Ich werde nie abgewertet oder aggressiv behandelt. Er gibt sogar zu narzisstische Tendenzen zu haben und ist selbst reflektiert.

@Pfefferminzdrops
Vielen Dank für Deine Hinweise. Aktuell bin ich noch nicht bereit zu gehen. Aber ich bin mir sicher, dass ich das hin bekomme, wenn ich das will!

@toxica
Ich hatte noch nie einen solchen Mann und auch keinerlei Erfahrung damit. Ich bin da einfach hinein geraten. Für mich schlimm ist immer die Abwägung, ob man belogen wird oder nicht. Ich finde man kann auch nicht nach Kriterien vorgehen. Die Ausprägungen können total unterschiedlich sein. Oft macht mein Partner so ein verlorenen Eindruck und mein Helfersyndrom springt voll drauf an.

Die Ratschläge: "Warum tust Du Dir das an" sind leider zu oberflächlich betrachten und helfen mir gar nicht weiter.

An alle anderen hier - vielen Dank für's Zuhören und schreiben! ;-)
LG
 
Hallo Jhn,
bist Du männl. oder weiblich?

Nein Therapie lehnt er ab, weiß aber von seinen Schwierigkeiten und ist bestens informiert darüber.

Leider überwiegt gar nicht das Unglück in meiner Beziehung. Sonst wäre die Entscheidung ja leicht. Ich denke auch Menschen mit diesen Ausprägungen haben das Recht auf eine Bindung zu einem Partner.

Wie gehst Du mit dem Wissen um, dass Du diese Tendenzen hast und wie gehst Du in der Partnerschaft damit um. Wird dass offen angesprochen?
 
bist Du männl. oder weiblich?
Weiblich.

Wie gehst Du mit dem Wissen um, dass Du diese Tendenzen hast und wie gehst Du in der Partnerschaft damit um. Wird dass offen angesprochen?

Ich hatte in meiner letzten Beziehung offen mit dem Partner darüber geredet und ihn in die Therapie mit einbezogen. Bei der Narzisstischen PS ist das Problem, man muss gegen so viel falschwissen, Vorurteile und stigmata ankämpfen auch beim Partner. Daher habe ich ihn direkt von meinem Therapeuten den Kopf waschen lassen und mit den missinformationen aufgeräumt.

Offene Kommunikation ist wichtig in der Partnerschaft. Aber ich finde es wichtig das man als erkrankte Verantwortung übernimmt und sich dem endsprechend verhält. Sei es Therapie oder anders zb. Sich über die eigene Erkrankung informieren.

Die NPS ist unter anderen eine bindungsstörung und damit nehmen die Probleme Einfluss auf den Partner. Allerdings kann man die Probleme relativ gut in den Griff kriegen wenn man sich da nicht absolut verschließt.
 
Hallo Jhn,

das ist wovor ich mich auch scheue. Stigmatisierung und gleich die Ratschläge "Verlasse diese Person" es wird sowieso nicht klappen, warum tust Du Dir das an etc. - irgendwie finde ich so einfach ist das alles doch gar nicht.

Du bist damit ein gutes Beispiel, dass man sich die Mühe machen kann und evtl. eine Chance besteht. Ich schwanke immer hin und her zwischen resigniert sein und der Kenntnis, dass es sich bei NPS um eine Krankheit handelt. Und man damit versuchen müsste umzugehen.
Mir war Iwie jedoch nicht klar ob das einen Sinn ergibt oder nicht.

Wie bekommst Du die Probleme denn genau in den Griff? Hast Du Tipps und Ratschläge?
Ist das wirklich so, dass man "Bewundert werden will" ununterbrochen? Ich kann mir das gar nicht vorstellen.
 

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