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Ich bin Messie

Was du auch brauchst, ist jemand, der dich unterstützt und zusammen mit dir das angeht. Und das muss jemand Professionelles sein, denn alle anderen wären überfordert.
 

Hallo Gelöscht 130419,

schau mal hier: Ich bin Messie. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Bei emotional geladenen Gegenständen, wie z.B. ein getrockneter Rosenstrauß, den ich mal als frischen Strauß von einem lieben Menschen bekommen habe, welcher mittlerweile verstorben ist und den ich nicht loslassen mochte, habe ich dann ein Foto gemacht, welches mich an die Rosen erinnern kann, wenn ich das will. So konnte ich dann die alten Rosen entsorgen. Das mache ich mittlerweile auch mit geerbten sentimentalen Dingen, die nicht wirklich in mein Leben passen. Dann nehmen sie nur noch ein wenig Speicherplatz auf dem Handy weg, aber nicht mehr meine Energie und meinen Lebensraum.
 
Ich schmeiße ungern Sachen weg, die noch gut sind und einen Wert haben,
Das ist ja das Problem, man kanns nicht in den Müll werfen, weil man dem Gegenstand einen Wert gibt.

Ich zb habe etwas in der Hand, blitzschnell laufen innere Filme ab...das wird für dies und jenes gebraucht, also behalte ich es. Dies und jenes findet aber nicht mehr statt...oder doch..??
Ich habe im Keller ein ganzes Gasthaus lagernd an Geschirr, an Gläsern, an Zubehör für die "Geschichte" wo ich Gastgeber bin. Das war mal eine Paraderolle und ist es immer wieder.

Man könnte sich ja befragen, wieso man das sammelt. Da stecken Wünsche dahinter, Geschichten, Sehnsüchte, ganz bestimmt auch eine Vorstellung von einer konkreten Situation. Zb ...ich will nie wieder kein Shampoo haben, lieber habe ich zehn, als eins brauchen und es ist keins da.
 
Mit wem ich auch rede, egal wer das ist, das ist ein Thema, das viele beschäftigt- wohin mit dem Zeugs?

Um Ruhe zu haben und halbwegs sorgenfrei zu sein, verlagere ich diese Frage auf später, bis dahin wird zwischengelagert, sortiert, archiviert, beschriftet, aus meinem Sichtfeld verbannt. Schlimm ist der dran, wo das nicht geht. Um das geht es ja hier, man hat eklatanten Platzmangel und keine freie Stelle mehr.

Ist halt so, ein Momentzustand...langsam und sachte, in kleinsten Schritten wirds angepackt und schon mal vorsortiert, eine halbe Stunde am Tag...
 
Das ist ein guter Rat. Wir machen das auch so bei einem Familienmitglied, das sich schwer von Dingen trennen kann. Die Sachen werden abfotografiert. Ein Ordner auf der Festplatte oder ein Stick vermüllen die Wohnung nicht und man kann sich dennoch immer wieder die Gegenstände ansehen und weiß, dass sie nicht ganz weg sind.
Das würde bei meinem "Inneren Kind" nur noch mehr Tränen auslösen, es wird dann ständig erinnert, dass es weg ist. Meine Tochter kam mal auf die Idee, in meinem Schrank "auszumisten"- ich schuckte, ich war schockiert, aber ließ es zu. Vier große schwarze Müllsäcke schleppte sie an mir vorbei... nachher guckte ich nach, was mir fehlt, ich kann bis heute nicht sagen, was sie da mitgenommen hat, es geht mir nichts ab. ...hätte sie Fotos gemacht, dann würde ich heulen, weil es weg ist...
 
Das ist ja das Problem, man kanns nicht in den Müll werfen, weil man dem Gegenstand einen Wert gibt.

Der Gegenstand hat einen Wert. Ein Shampoo z.B. ca. 2 Euro, den Wert gebe ich ja nicht, er ist festgelegt im Handel. Ich rede nicht von Dingen, die emotionalen Wert haben. Und ich finde Horten auch nicht gut, da spreche ich mich auch nicht frei. Daher: nichts Neues mehr kaufen, sondern das, was man hat und was haltbar ist - und verstaubar - aufbrauchen.

Oder eben spenden, wenn karitative Organisationen diese Dinge nehmen.

Warum man hortet ist sicherlich interessant rauszufinden. Ich habe auch zuviel Geschirr, aber ordentlich verstaut. Aber zuviel. Warum man das schwer entsorgt - oder spendet - keine Ahnung. Ich habe mit Müh und Not mal ein paar Töpfe entsorgt, das ging ganz gut. Gut ist, wenn man lernt, weniger zu horten. Wenn Geschirr emotionale Bedeutung hat, kann man vielleicht Teile aufheben, den Rest entsorgen.

Manchmal ist es auch die Angst - bzw. die Erfahrung - dass die Sache irgendwann nicht mehr da ist. Ist mir schon mit Parfums oder Kosmetik so gegangen und nicht immer ist etwas genauso wieder auffindbar wie das alte Teil war.
 
Für mich ist das ein Teil von uns, der so ist, einer, den man manchmal zu sehr berücksichtigt, statt über diesen hinwegzugehen. Kindliches Festhalten.
Bei meinen Kindern habe ich auch hinter ihren Rücken sortiert und ausgelichtet, sie merkten auch nie, was fehlt.
Liebe TE, liebe "ich will es schaffen"- wie geht es dir heute so? Hat sich etwas bewegt?
 
Der Gegenstand hat einen Wert. Ein Shampoo z.B. ca. 2 Euro,
Deshalb sehe ich nicht ein, es in den Müll zu werfen. Das ist für mich, wie wenn ich Bargeld wegwerfe.

Es ist aberwitzig- würde mir jemand Geld bieten gegen meinen Bestand, ich würde mich trennen können. Hier hast du zehntausend Euro, ich mach dein Haus leer. Behalten würde ich die alte Nähmaschine, meine Malzutaten, meine Leinwände, meinen Laptop... nichts wäre mehr da. Ach, das wäre eigentlich traumhaft, wie Neubeginn..
 
Für mich ist das ein Teil von uns, der so ist, einer, den man manchmal zu sehr berücksichtigt, statt über diesen hinwegzugehen. Kindliches Festhalten.
Bei meinen Kindern habe ich auch hinter ihren Rücken sortiert und ausgelichtet, sie merkten auch nie, was fehlt.
Liebe TE, liebe "ich will es schaffen"- wie geht es dir heute so? Hat sich etwas bewegt?
Das ist ein Grund, warum mir wegschmeißen so schwer fällt. Meine Mutter hat bei mir auch "aufgeräumt" und für mich unersetzbare Dinge, z.B. Briefe und kleine Freundschaftsgeschenke, aber auch Klamotten, weggeschmissen.
Und als ich dann als Erwachsene halt wieder mal von 0 anfangen musste habe ich mir geschworen, dass niemand darüber bestimmen wird, was mir wichtig ist und was nicht.
 
Deshalb sehe ich nicht ein, es in den Müll zu werfen. Das ist für mich, wie wenn ich Bargeld wegwerfe.

Es ist aberwitzig- würde mir jemand Geld bieten gegen meinen Bestand, ich würde mich trennen können. Hier hast du zehntausend Euro, ich mach dein Haus leer. Behalten würde ich die alte Nähmaschine, meine Malzutaten, meine Leinwände, meinen Laptop... nichts wäre mehr da. Ach, das wäre eigentlich traumhaft, wie Neubeginn..
Im Moment ist es bei mir gerade umgekehrt.
Ich würde gerne Geld dafür bezahlen, wenn meine Bude auf Vordermann gebracht werden würde.
Das Problem ist nur, dass andere Leute nicht wissen können was ich behalten mag und was nicht .
Bei mir hat sich in den letzten Tagen ein Schalter umgelegt.
Der Kühlschrank war der Anfang.
Das fiel mir recht leicht.
Inhalt vom Gefrierschrank würde ich mich genauso leicht trennen, wenn ich wüsste wohin damit.
Ausserhalb des Gefrierschrankes lagern ist bei diesen Temperaturen keine Option.
Heute Nacht konnte ich nicht schlafen und hab im Bad angefangen.
Fast alles in große Mülltüten gepackt .
Die Restmülltonne ist nämlich schon voll.
Heute oder morgen werde ich im Bad anfangen zu putzen.
Wegwerfen fällt mir im Moment leicht.
Nur das Zeug ordnungsgemäß aus dem Haus zu bekommen ist das Problem.

Ich weis nicht ob es hier war oder ob ich es woanders gelesen habe.
Die 20:20 Regel bei Zweifel.
Alles was ich für unter 20 Euro in 20 min wieder beschaffen kann wird weggeworfen.
Das hilft mir unheimlich.
Daran denke ich die ganze Zeit.
Wirklich teure Sachen habe ich nicht.

Ich träume davon endlich mal wieder Besuch empfangen zu können.
Ein normales Leben führen können.

Ich habe auch in dem Thread von berliner34 oder wie er heißt viel gelesen.
Obwohl das ein ganz anders Thema ist habe ich mich darin viel erkannt.
Eben, dass man sich meist selbst im Weg steht.
Bei Berliner habe ich das sofort erkannt und denke mir, wie kann man nur so sein und nicht den A.. hochkriegen.
Und dabei ist mir aufgefallen, dass ich mir mit meiner vermüllten Bude genauso im Weg stehe.
Ein normales Leben ist nur wieder möglich wenn Ich die Bude leerräume.
Geiz , bei dem könnte ich bei Berliner die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, hindert beim wegwerfen.
Bei anderen sehe ich da völlig klar, doch bei mir sah ich das ewig nicht .
Ich fühle mich als wäre ich aufgewacht.
Das einzige Problem ist wohin mit dem ganzen Zeug.
 

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