Die ersetzen leider nicht Berührungen.
Mir kommt immer vor, wenn ich mich ankuscheln kann, wenn es zu innigem, ernsthaften Nahesein kommt, Umschlungen werden, Zuneigung zeigen auch körperlich, dann ist das, wie wenn ich Drogen zu mir nehme, das fühlt sich an, als ob etwas in mir nichts anderes bräuchte, DAS und alles ist gut...da lasse ich total los, es folgt eine Art Rausch- alles Glück der Erde ist so ein Moment für einen Teil von mir. Von diesem Bedürfnis habe ich nichts geahnt, das habe ich weggesteckt, als es dann nach Jahren so kam, da heulte ich wie ein Schloßhund, es brach ein Damm. So wichtig ist das? Offenbar- meine Freundin aus Wien wurde wieder rückfällig, als sie ihr Partner wegen Quereleien nicht mehr "an seine Brust nahm"- als Ersatz machte sie ein Bier auf.
Wie wenn eine tröstende Mama uns an sich nimmt, das meine ich, nicht bloß Sex, um das gehts nicht, sondern um dieses Feeling, alles ist gut, wir gehören zusammen, du und ich, ich liebe dich und halte dich in meinem Arm. Das habe ich eher nebensächlich gesehen, das konnte ich nicht geben und auch nicht nehmen- weil es blockiert war. Irgendwann muss diese Blockade entstanden sein- jedenfalls, als es dann so weit kam, da brach das los und ich frag mich seither, habe ich wegen dem so oft Unruhe gespürt, weil das nicht da war?