Es ist so schwer! Irgendwie denke ich, ihr alle habt recht. Was würde es ändern? Dann kommt plötzlich die Panik, die sagt, du jetzt nur die Chance (also noch den heutigen Morgen über) die Entscheidung zu treffen oder du breust es für immer. Ich bin so überfordert.
Ganz, ganz selten gibt es Angehörige, denen eine Obduktion tatsächlich bei der Trauerbewältigung helfen kann. Das sind die, die die Wahrheit unbedingt wissen wollen. Ob du dazu gehörst, kannst nur du wissen.
An deiner Stelle würde ich mich bei Unsicherheit erkundigen, wie teuer eine Obduktion ungefähr ist und welche deiner Fragen sich so beantworten lassen.
Manchmal ist auch eine Teilobduktion möglich. Dabei werden nicht alle 3 Körperhöhlen eröffnet, sondern nur eine, z B. schaut sich der obduzierende Arzt nur die Organe in der Brusthöhle (Herz und Lunge) an.
Dass deine Mutter beim Sterben lange gelitten hat, ist aber in jedem Fall unwahrscheinlich:
Um zu leiden, muss das Gehirn bei Bewusstsein sein. Um bewusst zu arbeiten, braucht das Gehirn ausreichend Sauerstoff. Und wenn sie eine so schwere Lungenkrankheit hatte, dass sie so schon Sauerstoff gebraucht hat, dann reicht jede kleine Störung des Kreislaufs / der Sauerstoff-Versorgung aus, dass sie bewusstlos wurde.
Falls das zu kalt - rational klingt, möchte ich mich bei dir entschuldigen. Ich meine damit nur, dass du dir darüber aus meiner Sicht keine Gedanken zu machen braucht.
Sei gut zu dir! Deine Mutter hat dich geliebt und du bist der Teil von ihr, der weiter lebt. Du hättest sie nicht retten können. Du kannst nur ihre Liebe weiter geben.