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Demo der Landwirte

ich sage nur Hochwasser und Im Gegensatz Dürren, dieses Jahr bekommen wir ein Getreideproblem weil vieles weggespült wurde. Bis die Äcker wieder befahrbar sind ist der letzte mögliche Termin zur Neueinsaat längst überschritten zudem ist nach wie vor krieg in der Ukraine und weitere sind im Anmarsch.

Genau.
Und nicht nur in Deutschland, sondern Eu-weit.
 
"Rekordgewinne für Landwirte in extrem schwierigen Zeiten."
Also, das verwirrt mich jetzt doch.
Wurde uns nicht immer eingetrichtert, dass sich durch den Klimawandel und die Erderhitzung die Erträge zurück gehen und die Ernten in Gefahr sind?
Liegt vielleicht daran das dein Link aus 2017 ist, und meiner aktuell?


Falsch, wenn wir soviel verdienen würden hätten wir alle Butler und Herrnhäuser.
Die Unternehmensgewinne vor Steuer sinken seit vielen Jahren kontinuierlich.
Warum, weil der Landwirt den von dir angesprochenen Ackerschlepper nicht bar aus der Portokasse bezahlen kann?
Frage mich gerade wie unser 20 Mann Betrieb einen SCANIA für 700.000 leasen kann, obwohl wir alle keine Butler haben.
Du redest auch immer von "wir". Seit wie vielen Jahrzehnten bist du selbst kein Bauer mehr?
 
Genau.
Und nicht nur in Deutschland, sondern Eu-weit.

Richtig
Hinzu kommt noch die Tatsache das sich die Zeitfenster für Bestell und Erntearbeiten verschoben haben, sie wurden kürzer.
Das bedingt für uns Landwirte das wir unsere Flächen in kürzerer zeit optimal vorbereiten müssen um eine zeitnahe Auspflanzung/Einsaat zu gewährleisten.

Leider müssen dafür auch größere und teurere Maschinen und Geräte angeschafft werden und die sind nun einmal extrem teuer aber auch auf einem technisch sehr hohen Niveau.
Es sit ja nicht mit dem Mähen oder roden getan, sondern Getreide und auch Kartoffeln müssen längere zeit zwischengelagert werden und das ohne Qualitätsverlust.

Nur so können wir im europäischen und am Weltmarkt bestehen.
 
Liegt vielleicht daran das dein Link aus 2017 ist, und meiner aktuell?



Warum, weil der Landwirt den von dir angesprochenen Ackerschlepper nicht bar aus der Portokasse bezahlen kann?
Frage mich gerade wie unser 20 Mann Betrieb einen SCANIA für 700.000 leasen kann, obwohl wir alle keine Butler haben.
Du redest auch immer von "wir". Seit wie vielen Jahrzehnten bist du selbst kein Bauer mehr?


Man bleibt was man gelernt hat und ich bin immer noch Landwirt wenn auch nicht aktiv.
Und noch was im Gegensatz zu vielen anderen habe ich mich stets auf dem neuesten Stand gehalten politisch, technisch und vor allem Ackerbaulich. Ich kann also genau so bewerten wie ein aktiver Landwirt.

Schön für euch aber leider nicht zu vergleichen, warum da musst du selber drauf kommen, schlau wie du vorgibst zu sein.

Leasen ist nicht kaufen das solltest du eigentlich wissen da ist auch finanziell ein großer Unterschied.
Klar kann man auch einen Schlepper leasen das macht aber nur selten Sinn und bei Maschinen und Geräten, vergiss es einfach.
 
Man bleibt was man gelernt hat und ich bin immer noch Landwirt wenn auch nicht aktiv.
Und noch was im Gegensatz zu vielen anderen habe ich mich stets auf dem neuesten Stand gehalten politisch, technisch und vor allem Ackerbaulich. Ich kann also genau so bewerten wie ein aktiver Landwirt.

Das wollte ich damit nicht in Abrede stellen.
Auch wenn man natürlich allen nicht-Landwirten hier im Forum, viel erzählen kann.

Schön für euch aber leider nicht zu vergleichen, warum da musst du selber drauf kommen, schlau wie du vorgibst zu sein.

Das ist aber nicht sehr schlau.

Leasen ist nicht kaufen das solltest du eigentlich wissen da ist auch finanziell ein großer Unterschied.
Klar kann man auch einen Schlepper leasen das macht aber nur selten Sinn und bei Maschinen und Geräten, vergiss es einfach.

Ich weiß was kaufen und leasen bedeutet. Wir leasen nicht nur LKW sondern Holzschredder, Betonbrecher und Siebanlagen. Man kann alles problemlos leasen heutzutage.
Weshalb das jetzt ausgerechnet natürlich in der Landwirtschaft keinen Sinn macht, müsstest du halt mal erläutern.
 
Weshalb das jetzt ausgerechnet natürlich in der Landwirtschaft keinen Sinn macht, müsstest du halt mal erläutern.

Es macht sich am besten jeder selbst ein Bild was sinnvoll sein kann und was nicht. Immer abhängig vom individuellen Fall, würde ich sagen.




 
Das wollte ich damit nicht in Abrede stellen.
Auch wenn man natürlich allen nicht-Landwirten hier im Forum, viel erzählen kann.



Das ist aber nicht sehr schlau.



Ich weiß was kaufen und leasen bedeutet. Wir leasen nicht nur LKW sondern Holzschredder, Betonbrecher und Siebanlagen. Man kann alles problemlos leasen heutzutage.
Weshalb das jetzt ausgerechnet natürlich in der Landwirtschaft keinen Sinn macht, müsstest du halt mal erläutern.


Ich erzähle hier nicht irgendetwas sondern halte mich an Fakten und eigenen Erfahrungen die ich im Laufe von Jahren selber gesammelt habe.

In erster Linie war ich Lohnunternehmer mit Schwerpunkt Kartoffelanbau als Komplettlösung oder auch als Teilleistung.
Maschinen die im LU liefen werden immer nur zu Schrottpreis gehandelt, von daher war es für mich besser die Maschine zu kaufen.
 
Ich erzähle hier nicht irgendetwas sondern halte mich an Fakten und eigenen Erfahrungen die ich im Laufe von Jahren selber gesammelt habe.

Wie gesagt, kann hier kaum jemand tatsächlich nachvollziehen aber du wirst schon wissen was du schreibst. Eine Erklärungen glaube ich dir.

Scholz hat vor wenigen Minuten die Bauern zur Mäßigung für den kommenden Montag gebeten und das Gewalt keine Lösung sei. Des weiteren hält er an den Kürzungen von Subventionen fest.
(Kam eben in den 11 Uhr Nachrichten).
 
Es geht hier gerade um die hohen Gewinne verursacht durch politische Turbulenzen? Da werde ich mitreden können, meine Pflanzenproduktion gehört ja auch zur Landwirtschaft und Corona und Co. haben bei uns die selbe WIrkung gehabt.
Auf einem Verbandstreffen haben noch ein paar Schüler der Meisterschule einen Vortrag über Fachpersonal anwerben und halten vorgetragen. Dabei sagte auch einer, er hätte mitbekommen wie gut die letzten zwei Jahre liefen und er kann nicht verstehen warum die Arbeiter nicht mit Lohnerhöhungen daran beteiligt werden sollten.
Da wir auch mit der Baubranche zusammenhängen sind die Zukunfstaussichten für die nächsten zwei Jahre ziemlich düster. Sind wir uns dann einig, dass wir die Löhne direkt wieder senken können? Oder muss ich erst zwei Jahre für nichts arbeiten, bis die Statistiken fertig sind und ich zeigen kann dass es schlecht lief? Oder sollten die Gewinne verteilt werden, während ich das Risiko alleine trage?
Die Gewinne wird man nur im langjährigem Mittel betrachten können.

Ich finde es trotzdem schwer zu sagen wie viel jetzt genug ist oder nicht. Den besseren Indikator dafür halte ich die Nachfolgesituation der Betriebe. Wenn es gut verdiehntes Geld ist, müssten sich genug junge Leute finden, die einen Betrieb beerben wollen.
Und da kann ich sagen: Ich könnte euch da gerne vermitteln, es gibt genug die aus Altersgründen aufhören und keiner mehr weiter macht.
Die Statistik dazu sagt: zwischen 2012 bis 2021 sind 30% der Betriebe (Baumschulen) verschwunden, mit 20% weniger Anbaufläche. Aktuell ist es stellenweise problematisch überhaupt die Nachfrage zu bediehnen.
Der letzte Staudengärtner der Region (über den viele geschimpft haben weil er so teuer sei) hört auch bald auf. In dem Fall aus Gründen von Vorschriften, weil die Fläche jetzt Überschwemmungsgebiet wird und damit so hohe Auflagen einher gehen dass man an dem Standort nicht mehr halten kann. Die Gewinne sind offensichtlich nicht groß genug, dass der das anderswo neu aufziehen wird, ist eigentlich noch ein junger Kerl ohne Konkurenz.

Im großen und ganzen geht es ja gar nicht um die konkrete Situation, sondern um eine Steuererhöhung hier, eine Kürzung von Vergünstigungen da und obendrauf noch eine ganze Palette Gesetze und Dokumentationspflichten, die viel Aufwand für kaum Nutzen darstellen. Es wird immer uninteressanter in diesem Land noch etwas zu machen. Davor warnen meine Kreise schon seit Jahren aber jetzt sieht man immer mehr die Auswirkungen.
Gestern traf es die Speditionen, heute die Bauern, wer wird es morgen sein? Der Staat wird immer wieder einen Grund finden mehr Geld einzutreiben und mehr Regeln erlassen zu müssen. Die Menschen verlangen es ja auch so. Aber wenn man dieses Rad nicht mal zurück dreht, stehen uns düstere Zeiten bevor.
 

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