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Ich bin hässlich.

Wenn du nicht besonders hübsch bist, bzw. zumindest die Umwelt mehrheitlich so auf dich reagiert hat, ist das so. Es ist nun mal auch der Fall, dass es schon eine gewisse kulturell und zeitgenössisch abhängige Übereinkunft darüber gibt, was als schön gilt, wenn auch die allermeisten unter uns dem nicht zu 100% entsprechen.

Deshalb kann es schon sein, dass du wirklich hässlich bist.
Echt jetzt? Wer definiert das? Die "gewisse kulturell und zeitgenössisch abhängige Übereinkunft"?
 
Ich bin mir unsicher, ob es im Sinne von @bubblegum.sparkle.crybaby ist, hier in eine solche gesellschaftliche Diskussion einzusteigen?

Ich hatte dazu schon geschrieben, dass Schönheit & das Gefühl zu Schönheit natürlich sehr viele individuelle und subjektive Komponenten hat. Und trotzdem gibt es Menschen, die gemeinhin, unterm Strich, als besonders schön & als weniger schön wahrgenommen werden, ich finde, das muss man nicht wegreden. Und auch wenn diese Wahrnehmung & Bewertung oft sehr subtil ist & nicht offen kommunizieren wird, hat sie Einfluss auf den persönlichen Lebensweg.
Manche Menschen, die als unattraktiv gelten, können sich davon gut abgrenzen, aber nicht alle können & wollen das.
 
Manche Menschen, die als unattraktiv gelten, können sich davon gut abgrenzen, aber nicht alle können & wollen das.
Ja, und mein Gedanke an dich, @bubblegum.sparkle.crybaby, war, ob du denn schön sein musst bzw. ob es nicht einen Weg gibt, diese gesellschaftliche und deine Erwartung zu reflektieren. Ich bin mir sicher, dass deine Wünsche sich auch unabhängig davon verwirklichen lassen, die du für dein Leben hast, und dass deine Attraktivität am Ende eben nicht das Wichtige ist.
 
Ja, und mein Gedanke an dich, @bubblegum.sparkle.crybaby, war, ob du denn schön sein musst bzw. ob es nicht einen Weg gibt, diese gesellschaftliche und deine Erwartung zu reflektieren. Ich bin mir sicher, dass deine Wünsche sich auch unabhängig davon verwirklichen lassen, die du für dein Leben hast, und dass deine Attraktivität am Ende eben nicht das Wichtige ist.

Ich finde dazu den Begriff "Body Neutrality" viel hilfreicher als "Body Positivity" (der auch seine Berechtigung hat). Im besten Fall, schafft man es den eigenen Körper nicht mehr anhand der gängigen Attraktivitätsnormen zu bewerten, sondern ihn einfach wahrzunehmen als Körper, der da ist, der meistens funktioniert, einen durchs Leben trägt.

Ich finde den Gedanken sehr heilsam und gleichzeitig trotzdem schwierig umsetzbar. Und natürlich gehts dabei erstmal nur um das eigene Selbstbild, die gesellschaftliche Komponente, gerade zB wenn man auf der Suche nach einem Partner ist, kann nicht ganz ausgeblendet werden, meiner Meinung nach.
 
Deine letzten Zeilen lassen darauf schliessen, dass du dich aufgrund deines Aussehens nicht als richtige Frau wahrnimmst. Welche Attribute fehlen dir?

Einerseits fehlen mir körperliche Attribute wie etwa allgemein feine und feminine Züge. An meinem Körper ist gefühlt alles doppelt so groß wie bei anderen Frauen; ich habe zu große Füße, einen zu breiten Kopf, bin allgemein zu groß gewachsen, um als feminin angesehen zu werden. Mein Kinn, meine Augen und meine Nase sind kantig, meine Lippen viel zu schmal. Ich habe unfassbar viel Körperbehaarung und muss mir regelmäßig meinen Oberlippenflaum stutzen, weil ich aussehe wie ein 14jähriger mit seinem ersten Bart und weil man ihn unrasiert wohl auch beim Küssen spürt.

Ich habe allgemein nur wenige feminine Verhaltensweisen und habe unter Frauen ständig das Gefühl, dass sie etwas wissen und Regeln kennen, von denen ich nichts weiß. Ich kann mich nicht schminken, weil ich in dem Alter, in dem andere damit angefangen haben, keine wirklichen Freunde hatte und deshalb mit niemandem solche Sachen üben und ausprobieren konnte; aus ähnlichen Gründen habe ich auch keinen femininen Kleidungsstil, oder einen wirklichen Kleidungsstil allgemein. Ich würde gerne damit anfangen, aber ich habe einfach keine Übung mit sowas, und ich bin aus dem Alter, in dem man so etwas ausprobiert, schon lange raus. Wenn 12, 13 Jahre alte Mädels ungeübt geschminkt sind, ist das noch okay, aber in meinem Alter wirkt das seltsam und unreif. Ich habe den Absprung einfach verpasst. Ich traue mich auch nicht wirklich, Sachen wie Schminke oder feminine Kleidung zu kaufen, weil ich das Gefühl habe, dass mich Verkäuferinnen beobachten und sich über mich lustig machen, wie dumm ich bin, dass ich denke ich könnte so etwas tragen oder benutzen, als würde das noch etwas helfen, als würde ich nicht sehen, wie peinlich meine Versuche sind. Wenn ich Kleider trage, fühle ich mich, als würde ich mich verkleiden und nur so tun, als wäre ich eine Frau.

Außerdem habe ich, wie oben schon erwähnt, einfach das Gefühl, viele Ereignisse, die im Leben "aller" Frauen vorkommen, verpasst zu haben - wie eben ungewollte männliche Aufmerksamkeit, oder Komplimente von anderen, fremden Frauen auf dem Damenklo zu bekommen, oder einfach nur eine beste Freundin zu haben, mit der man über alles reden kann. Natürlich machen einen solche Erlebnisse nicht zur Frau, aber viele Frauen reden so selbstverständlich über diese Dinge, dass ich mir einfach außen vor vorkomme und das Gefühl habe, niemals eine "echte" Frau sein zu können.
 
Es gibt doch Kometikerinnen, Coaches und Schönheitsberater.
Lass dich doch mal von ihnen beraten .

Ich vermute du bist nicht hässlich.
Klug bist zu 100 Prozent.
Und du wirkst offen und sympathisch.

Es fehlen dir vermutlich ein paar konstruktive Tipps wie du dein Aussehen verbessern könntest.
 
In meiner Jugend war es in meinem Umfeld glücklicherweise noch so, dass man einen gewissen Respekt vor seinem Gegenüber hatte und nicht einfach seine niedersten Emotionen an anderen ausgelassen hat. War wohl Glück, dass ich auf dem Land aufgewachsen bin wo noch keine so extreme Fixierung auf Aussehen und Fashion war. Aber seitdem ist da viel ins Arge geraten. Überall wird einem in den letzten Jahren suggeriert, wie wichtig es ist, sich "auszudrücken". Aber keiner scheint mehr auf die Idee zu kommen, unter der Oberfläche etwas zu "sein", authentisch und nicht davon abhängig, ob man nun von anderen Menschen gesehen oder angenommen wird oder nicht. Das Ziel, etwas "auszudrücken", impliziert in der Regel auch dass man dafür von anderen wahrgenommen werden muss und der Ausdruck gewissermaßen gescheitert ist, wenn er dort nicht ankommt. Psychologisch gesehen beschreibt das ein emotionales Abhängigkeitsverhältnis. Aber klar, gibt genug Konzerne usw., die gerade an so emotional kaputten Menschen ein Interesse haben, da sie leichter manipulierbar sind und man ihnen leichter Dinge verkaufen kann, die sie sonst nicht brauchen würde. Aber ich schweife ab...

Jedenfalls geht das Bedürfnis, ein gewisses Bild (eine Maske) von sich zu vermitteln, mit der Tatsache Hand in Hand, dass man gleichzeitig blind für das wahre Wesen der anderen Meschen wird. Und sobald man sich auf dieses Spiel einlässt, dann hat man bereits verloren. Zumindest sich selbst.

Worauf ich auch noch hinweisen möchte: Es gibt auch heute noch Menschen, die so überhaupt nicht den gängigen Schönheitnormen entsprechen, die man aber super sympathisch finden kann und in deren Gesellschaft man sich unglaublich wohl fühlt. Vielleicht lohnt es sich, mal drüber nachzudenken, warum diese Menschen einen intakten Freundeskreis haben und nicht als der verzweifelte arme Schlucker geendet sind, als den man sich selbst gern wahrnimmt mit der Begründung, man würde nicht irgendwelchen Schönheitsnormen entsprechen.

Und was ebenfalls praktisch ständig ausgeblendet wird: Welche Art von Menschen zieht man überhaupt an, wenn man sich so verändert, dass man mehr diesen Schönheitsnormen entspricht und welche verliert man dadurch.

Was ich gerade noch in den Einblendungen zu "Lookism" gelesen habe, hat mich auch ziemlich abgeschreckt. Für mich hört sich das an, wie wenn hier nur wieder eine weitere Opferrolle aufgebaut wird in die man sich verkriechen und pauschal "die böse Welt da draußen" verurteilen kann, ohne konkret an den eigenen Problemen zu arbeiten. Sorry falls das jetzt bisschen überspitzt formuliert war. Aber ich finde diese ganzen Ideologien gehen an dem grundlegenden Problem, das unsere Gesellschaft entwickelt hat, vorbei: Dass es eine immer stärkere Tendenz gibt, Anstand und Respekt (dazu gehört übrigens auch Selbstrespekt/Selbstachtung) zu verlieren und stattdessen immer blinder und Ich-bezogener zu werden. Und gleichzeitig unglücklicher und leichter manipulierbar, egal in welche Richtung. Während man blind nach Sündenböcken sucht - egal ob den eigenen Körper oder den anderer - auf die man seinen ganzen aufgestauten Frust abladen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Einerseits fehlen mir körperliche Attribute wie etwa allgemein feine und feminine Züge. An meinem Körper ist gefühlt alles doppelt so groß wie bei anderen Frauen; ich habe zu große Füße, einen zu breiten Kopf, bin allgemein zu groß gewachsen, um als feminin angesehen zu werden. Mein Kinn, meine Augen und meine Nase sind kantig, meine Lippen viel zu schmal. Ich habe unfassbar viel Körperbehaarung und muss mir regelmäßig meinen Oberlippenflaum stutzen, weil ich aussehe wie ein 14jähriger mit seinem ersten Bart und weil man ihn unrasiert wohl auch beim Küssen spürt.
Kann es sein, dass Du zu viele männliche Hormone hast? Vielleicht wäre es hilfrreich, mal Deinen Hormonspiegel untersuchen und eventuell behandeln zu lassen. Möglicherweise würde sich dann das eine oder andere "Problem" (z.B. mit der Körperbehaarung) in Luft auflösen.
 
Kann es sein, dass Du zu viele männliche Hormone hast? Vielleicht wäre es hilfrreich, mal Deinen Hormonspiegel untersuchen und eventuell behandeln zu lassen. Möglicherweise würde sich dann das eine oder andere "Problem" (z.B. mit der Körperbehaarung) in Luft auflösen.
Ich glaube, das ist einfach Genetik. Meiner Mutter, ihren Schwestern und meiner Cousine mütterlicherseits geht es ähnlich, für sie ist es nur aus unterschiedlichen Gründen nicht so ein Problem wie für mich.
Eine Zeit lang habe ich auch die Pille als Verhütung genommen, die gibt dem Körper ja auch deutlich mehr weibliche Hormone. Damit ging es mir aber nicht unbedingt besser, ich hatte nicht weniger Haare, dafür hatte ich dann ständig Migräne, war gereizt und streitwütig und hatte häufig Heißhungerattacken und hab auch zugenommen. Ich befürchte fast, dass weibliche Hormone noch alles verschlimmern könnten. Bin aber natürlich keine Ärztin.
 
Einerseits fehlen mir körperliche Attribute wie etwa allgemein feine und feminine Züge. An meinem Körper ist gefühlt alles doppelt so groß wie bei anderen Frauen; ich habe zu große Füße, einen zu breiten Kopf, bin allgemein zu groß gewachsen, um als feminin angesehen zu werden. Mein Kinn, meine Augen und meine Nase sind kantig, meine Lippen viel zu schmal. Ich habe unfassbar viel Körperbehaarung und muss mir regelmäßig meinen Oberlippenflaum stutzen, weil ich aussehe wie ein 14jähriger mit seinem ersten Bart und weil man ihn unrasiert wohl auch beim Küssen spürt.

Ich habe allgemein nur wenige feminine Verhaltensweisen und habe unter Frauen ständig das Gefühl, dass sie etwas wissen und Regeln kennen, von denen ich nichts weiß. Ich kann mich nicht schminken, weil ich in dem Alter, in dem andere damit angefangen haben, keine wirklichen Freunde hatte und deshalb mit niemandem solche Sachen üben und ausprobieren konnte; aus ähnlichen Gründen habe ich auch keinen femininen Kleidungsstil, oder einen wirklichen Kleidungsstil allgemein. Ich würde gerne damit anfangen, aber ich habe einfach keine Übung mit sowas, und ich bin aus dem Alter, in dem man so etwas ausprobiert, schon lange raus. Wenn 12, 13 Jahre alte Mädels ungeübt geschminkt sind, ist das noch okay, aber in meinem Alter wirkt das seltsam und unreif. Ich habe den Absprung einfach verpasst. Ich traue mich auch nicht wirklich, Sachen wie Schminke oder feminine Kleidung zu kaufen, weil ich das Gefühl habe, dass mich Verkäuferinnen beobachten und sich über mich lustig machen, wie dumm ich bin, dass ich denke ich könnte so etwas tragen oder benutzen, als würde das noch etwas helfen, als würde ich nicht sehen, wie peinlich meine Versuche sind. Wenn ich Kleider trage, fühle ich mich, als würde ich mich verkleiden und nur so tun, als wäre ich eine Frau.

Außerdem habe ich, wie oben schon erwähnt, einfach das Gefühl, viele Ereignisse, die im Leben "aller" Frauen vorkommen, verpasst zu haben - wie eben ungewollte männliche Aufmerksamkeit, oder Komplimente von anderen, fremden Frauen auf dem Damenklo zu bekommen, oder einfach nur eine beste Freundin zu haben, mit der man über alles reden kann. Natürlich machen einen solche Erlebnisse nicht zur Frau, aber viele Frauen reden so selbstverständlich über diese Dinge, dass ich mir einfach außen vor vorkomme und das Gefühl habe, niemals eine "echte" Frau sein zu können.

Weißt du, du magst mir das vielleicht jetzt nicht glauben oder meine Meinung ist dir sowieso egal weil ich dich nicht in deinen Schlussfolgerungen bestätigen möchte... aber du hattest geschrieben, dass dir diese Dinge während deiner Schulzeit recht lange völlig egal waren. Und genau das hätte dich für mich sympathisch gemacht. Weil es einfach authentisch ist. Weil du nicht so sehr auf dein Aussehen fixiert warst und dadurch blind für alles andere geworden bist. Weil du dich nicht hinter einer Maske aus Makeup versteckst oder versuchst, dadurch deinen Wert als Frau zu steigern. Gerade in diesen Eigenschaften hätte ich echte Weiblichkeit gesehen, die ich bei den vielen künstlich wirkenden und aufs Aussehen (oder ihre Wirkung auf Männer) fixierten Frauen nicht mehr wahrnehmen kann. Ich denke du hattest einfach das Pech, von den falschen Menschen in deiner Kindheit und Jugend umgeben zu sein... vielleicht in einer ungünstigen Umgebung aufgewachsen zu sein, wo die Menschen besonders stark aufs Aussehen fixiert sind.

Wie gesagt, ich erwarte nicht, dass dir diese Aussage von mir noch etwas bedeutet, jetzt, wo du dich praktisch für den gegenteiligen Weg entschieden hast. Ich möchte damit nur zum Ausdruck bringen, dass es durchaus Menschen gibt, die in diesen Dingen, die du beschrieben hast, etwas Sympathisches und auch etwas Weibliches sehen können.
 

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