Hallo zusammen,
ich (55) habe zur Zeit ein ganz großes Problem. Es wäre toll, hierzu sachliche und seriöse Antworten von Euch bekommen zu können.
Wie schon oben in der Überschrift erwähnt, geht es um eine Urnenbeistzung am kommenden Donnerstag. Mein Vater ist am 12. April 2023 verstorben, worüber ich sehr traurig bin.
Nun zum Thema:
Mein Bruder ( wird im Mai 50 Jahre alt) lebt seit 15 Jahren in einer On-Off-Beziehung.
Die Partnerin (wird im November 52) und auch er sind sehr bzw. extrem dominant.
Sie ist Deutsch-Portugiesin, katholisch. Beide kennen sich bereits seit der Grundschule.
Meinem Bruder hat sie in den letzten Jahren schon sehr oft wehgetan (er wollte damals zu ihr ziehen und die letzten Klamotten zu ihr bringen, da macht sie plötzlich Schluss mit ihm).
Er hatte praktisch nur noch sein eigenes Bett und hat 2008 dann 3 Monate wieder zu Hause im Elternhaus gewohnt.
Hatte er eine andere Freundin, zerkratzte sie ihm den Lack an seinem Auto.
Daraufhin brachte mein Bruder eine Videokamera an seiner neuen Wohnung an.
Es ging hin und her. Mal waren sie zusammen und dann wieder auseinander.
Wir - meine Mutter und ich haben haben mit ihm geredet und gesagt, er solle sich gut überlegen, erneut mit ihr zusammenziehen zu wollen.
Nun wohnt er seit Juni letzten Jahres bei ihr. Er hat seine Reihenhaushälfte für sie aufgegeben, hat ihrem leiblichen Sohn (21, stammt aus ihrer ersten Ehe, seine Waschmaschine und Essbesteck geschenkt.
Aus einer weiteren "Beziehung" oder besser Affäre ist noch ein uneheliches Kind ( wird im Juni 11 Jahre) hervorgegangen.
Meinen bzw. unseren Vater hat die Partnerin meines Bruders Weihnachten 2007 und Anfang Januar 2008 - also ganze zweimal gesehen !!!
Unser Vater lebte aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung seit Dezember 2017 in einem Pflegeheim, wo er bis zum frühen Morgen des 11. April 2023 weilte.
Aufgrund einer rapiden Verschlechterung seines Gesundheitszustandes musste er noch in ein Krankenhaus verlegt werden, wo er tags darauf am 12. April dann leider verstorben ist.
Meine Mutter und ich haben haben ihn am Dienstagnachmittag besucht.
Mein Bruder dann abends noch.
Wie wir (meine Mutter und ich) dann erfahren haben, war seine Partnerin mit ihm ins Krankenhaus gefahren. Soweit so gut, doch sie war auch mit ihm in dem Zimmer drin. Da lag unser Vater mit Sauerstoff-Maske - wahrscheinlich auch da schon im Sterbeprozess).
Das ist uns schon ziemlich sauer aufgestoßen.
Nun haben wir meinem Bruder zuliebe den Namen von ihr mit auf die Todesanzeige und auch Urnenschleife genommen.
Am Donnerstag steht nun die Beisetzung an.
Und es herrscht miese Stimmung bei allen - vor allem auch meinem Bruder und ihr.
Denn sie will mit meinem Bruder reingehen, statt hinter uns.
Denn normalerweise, so ist es ja üblich, dass Geschwister mit dem Elternteil in der Mitte geht.
Mein Bruder und auch meine Mutter wollen es allen Recht machen und sitzen zwischen den Stühlen.
Vor allem, weil die Partnerin es nicht einsehen will.
Man hat natürlich auch Angst und Bedenken, dass die Beziehung der beiden eventuell zu Ende ist und sie ihn rausschmeißt.
Das Schlimme ist ja auch obendrein, mein Bruder stünde ohne alles sozusagen wieder da.
Meine Mutter wollte morgen einmal mit ihr telefonieren und es ihr nochmals erklären. Denn wir möchten gerne in erster Linie einen würdevollen Abschied für meinen Vater.
Wie würdet Ihr reagieren und was sind Eure Tipps?
Liebe Grüße und danke für's Zuhören
Anja
ich (55) habe zur Zeit ein ganz großes Problem. Es wäre toll, hierzu sachliche und seriöse Antworten von Euch bekommen zu können.
Wie schon oben in der Überschrift erwähnt, geht es um eine Urnenbeistzung am kommenden Donnerstag. Mein Vater ist am 12. April 2023 verstorben, worüber ich sehr traurig bin.
Nun zum Thema:
Mein Bruder ( wird im Mai 50 Jahre alt) lebt seit 15 Jahren in einer On-Off-Beziehung.
Die Partnerin (wird im November 52) und auch er sind sehr bzw. extrem dominant.
Sie ist Deutsch-Portugiesin, katholisch. Beide kennen sich bereits seit der Grundschule.
Meinem Bruder hat sie in den letzten Jahren schon sehr oft wehgetan (er wollte damals zu ihr ziehen und die letzten Klamotten zu ihr bringen, da macht sie plötzlich Schluss mit ihm).
Er hatte praktisch nur noch sein eigenes Bett und hat 2008 dann 3 Monate wieder zu Hause im Elternhaus gewohnt.
Hatte er eine andere Freundin, zerkratzte sie ihm den Lack an seinem Auto.
Daraufhin brachte mein Bruder eine Videokamera an seiner neuen Wohnung an.
Es ging hin und her. Mal waren sie zusammen und dann wieder auseinander.
Wir - meine Mutter und ich haben haben mit ihm geredet und gesagt, er solle sich gut überlegen, erneut mit ihr zusammenziehen zu wollen.
Nun wohnt er seit Juni letzten Jahres bei ihr. Er hat seine Reihenhaushälfte für sie aufgegeben, hat ihrem leiblichen Sohn (21, stammt aus ihrer ersten Ehe, seine Waschmaschine und Essbesteck geschenkt.
Aus einer weiteren "Beziehung" oder besser Affäre ist noch ein uneheliches Kind ( wird im Juni 11 Jahre) hervorgegangen.
Meinen bzw. unseren Vater hat die Partnerin meines Bruders Weihnachten 2007 und Anfang Januar 2008 - also ganze zweimal gesehen !!!
Unser Vater lebte aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung seit Dezember 2017 in einem Pflegeheim, wo er bis zum frühen Morgen des 11. April 2023 weilte.
Aufgrund einer rapiden Verschlechterung seines Gesundheitszustandes musste er noch in ein Krankenhaus verlegt werden, wo er tags darauf am 12. April dann leider verstorben ist.
Meine Mutter und ich haben haben ihn am Dienstagnachmittag besucht.
Mein Bruder dann abends noch.
Wie wir (meine Mutter und ich) dann erfahren haben, war seine Partnerin mit ihm ins Krankenhaus gefahren. Soweit so gut, doch sie war auch mit ihm in dem Zimmer drin. Da lag unser Vater mit Sauerstoff-Maske - wahrscheinlich auch da schon im Sterbeprozess).
Das ist uns schon ziemlich sauer aufgestoßen.
Nun haben wir meinem Bruder zuliebe den Namen von ihr mit auf die Todesanzeige und auch Urnenschleife genommen.
Am Donnerstag steht nun die Beisetzung an.
Und es herrscht miese Stimmung bei allen - vor allem auch meinem Bruder und ihr.
Denn sie will mit meinem Bruder reingehen, statt hinter uns.
Denn normalerweise, so ist es ja üblich, dass Geschwister mit dem Elternteil in der Mitte geht.
Mein Bruder und auch meine Mutter wollen es allen Recht machen und sitzen zwischen den Stühlen.
Vor allem, weil die Partnerin es nicht einsehen will.
Man hat natürlich auch Angst und Bedenken, dass die Beziehung der beiden eventuell zu Ende ist und sie ihn rausschmeißt.
Das Schlimme ist ja auch obendrein, mein Bruder stünde ohne alles sozusagen wieder da.
Meine Mutter wollte morgen einmal mit ihr telefonieren und es ihr nochmals erklären. Denn wir möchten gerne in erster Linie einen würdevollen Abschied für meinen Vater.
Wie würdet Ihr reagieren und was sind Eure Tipps?
Liebe Grüße und danke für's Zuhören
Anja
Zuletzt bearbeitet: