R
roseanne
Gast
Hallo!
Mich würde mal interessieren, wie ihr die Beziehung zu euren Eltern bzw. das Verhältnis innerhalb der Familie erlebt habt und inwiefern es euch geprägt hat.
Während einer Psychotherapie habe ich mir zum ersten Mal richtig Gedanken darüber gemacht, warum es mir schwer fällt, enge Bindungen einzugehn. Und ein Faktor ist sehr wahrscheinlich die emotionale Prägung durchs Elternhaus: In unserer Familie wird im Grunde nie über Gefühle gesprochen, geschweige denn, dass sie ausgelebt werden. Ich bin unheimlich behütet aufgewachsen, meine Wünsche wurden mir erfüllt und mir hat es in materieller Hinsicht an nichts gefehlt. Doch heute, so im Nachhinein, denke ich, dass es langfristig wertvoller für mich gewesen wäre, das ein oder andere Mal in den Arm genommen zu werden als wieder ein neues Spielzeug geschenkt zu bekommen!
Ich kann mich absolut nicht dran erinnern, dass mich meine Eltern mal in den Arm genommen hätten (vielleicht meine Mutter als Kleinkind mal). Dürfte zumindest die Ausnahme gewesen sein. Mein Vater und ich lagen uns erst nach 21 Jahren bewusst in den Armen - die Intitiative ging hier von mir aus. Und auch sonst war ich eher diejenige, die, als sie älter wurde, die Nähe suchte. Ähnlich sieht es im Übrigen zwischen meinen Geschwistern und mir bzw. ihnen und meinen Eltern aus, also innerhalb der ganzen Familie. Gefühle mussten schon immer hinter dem Materiellen, auch hinter der Bewertung von Leistung, ordentlich zurückstecken.
Ich mache meinen Eltern absolut keinen Vorwurf!! Sie haben es selbst sicher auch nicht anders erfahren. Ich nehme es als Tatsache hin.
Nur bin ich, wie gesagt, mittlerweile so weit, dass mir überhaupt auffällt, dass ich eine Fähigkeit daheim nicht so richtig vermittelt bekommen habe, nämlich emotional offen für andere Menschen zu sein. Aber ich bin dabei, es gerade ein wenig im Alltag "einzuüben".
Würde mich freuen, von euren Erfahrungen zu hören.
Lg
roseanne
Mich würde mal interessieren, wie ihr die Beziehung zu euren Eltern bzw. das Verhältnis innerhalb der Familie erlebt habt und inwiefern es euch geprägt hat.
Während einer Psychotherapie habe ich mir zum ersten Mal richtig Gedanken darüber gemacht, warum es mir schwer fällt, enge Bindungen einzugehn. Und ein Faktor ist sehr wahrscheinlich die emotionale Prägung durchs Elternhaus: In unserer Familie wird im Grunde nie über Gefühle gesprochen, geschweige denn, dass sie ausgelebt werden. Ich bin unheimlich behütet aufgewachsen, meine Wünsche wurden mir erfüllt und mir hat es in materieller Hinsicht an nichts gefehlt. Doch heute, so im Nachhinein, denke ich, dass es langfristig wertvoller für mich gewesen wäre, das ein oder andere Mal in den Arm genommen zu werden als wieder ein neues Spielzeug geschenkt zu bekommen!
Ich kann mich absolut nicht dran erinnern, dass mich meine Eltern mal in den Arm genommen hätten (vielleicht meine Mutter als Kleinkind mal). Dürfte zumindest die Ausnahme gewesen sein. Mein Vater und ich lagen uns erst nach 21 Jahren bewusst in den Armen - die Intitiative ging hier von mir aus. Und auch sonst war ich eher diejenige, die, als sie älter wurde, die Nähe suchte. Ähnlich sieht es im Übrigen zwischen meinen Geschwistern und mir bzw. ihnen und meinen Eltern aus, also innerhalb der ganzen Familie. Gefühle mussten schon immer hinter dem Materiellen, auch hinter der Bewertung von Leistung, ordentlich zurückstecken.
Ich mache meinen Eltern absolut keinen Vorwurf!! Sie haben es selbst sicher auch nicht anders erfahren. Ich nehme es als Tatsache hin.
Nur bin ich, wie gesagt, mittlerweile so weit, dass mir überhaupt auffällt, dass ich eine Fähigkeit daheim nicht so richtig vermittelt bekommen habe, nämlich emotional offen für andere Menschen zu sein. Aber ich bin dabei, es gerade ein wenig im Alltag "einzuüben".
Würde mich freuen, von euren Erfahrungen zu hören.
Lg
roseanne