Diese "Aussage" it die Grundlage, nach der die Agentur für Arbeit Leute vermittelt;
früher waren es 8, nun sind es 5 Jahre.
Nach 5 Jahren fachfremder Arbeit geht die Agentur davon aus, dass der Job sicih so weitet entwickelt hat, dass der Klient ihn nicht mehr ausführen kann.
Was dann passiert, hängt halt vom Job ab - ob man Wiedereingliederung, Umschulung oder ähnliches nahe gelegt bekommt....
Schon harter Tobak, irgendwie..
Nehmen wir mal an, eine junge Frau ist mit 20 ausgelernte Krankenpflegerin.
Arbeitet 10 Jahre in dem Job. Gründet dann eine Familie und konzentriert sich die nächsten 5 Jahre auf die Erziehung ihrer Kinder usw.
Dann hat sich der Job in diesen 5 Jahren so weiterentwickelt, dass sie ihn nicht mehr ausführen kann?
Wahnsinn.
Mir ist bewusst, dass du nur die Sicht der Agentur für Arbeit wiedergibst. Mir geht es nicht darum, dich persönlich für diese Aussage zu „kritisieren“.
das heißt ja nicht, dass man da nicht wieder reinkommt.....
naja ums reinkommen gehts ja auch nicht.
Wie wird man denn dann bezahlt, wenn so argumentiert wird, dass man ja zu lange nicht mehr im Job war?
Wieder dann auf "Helfer"-Niveau, oder?
Dies dürfte doch der wahre Grund für die ganze Nummer sein.
Mal ganz ehrlich.
Da wundert man sich ernsthaft noch, warum immer weniger Menschen den ganzen Zirkus mitmachen wollen?
Ich habe nicht geschrieben, dass alle Berufe komplexer geworden sind 😉 Ich denke hier eher z.B. an Kfz-Mechaniker und an die komplexer werdende Technik und Elektronik in einem Fahrzeug. Oder die Erzieherausbildung ist in den letzten Jahren auch immer komplexer geworden. Sagt sogar meine Mutter, die gelernte Erzieherin und jetzt in Rente ist. Oder anderes Beispiel: Hebamme/ Geburtshelfer. Seit 2020 muss dafür ein Studium absolviert werden. Oder Schornsteinfeger: Das ist mittlerweile nicht nur Esse putzen, wie vielleicht noch vor 50 Jahren. Hier braucht man heute gutes Wissen in Technik, Physik und Mathematik.
Und auch dein Beispiel des Dachdeckers: Hauch hier hält der Fortschritt Einzug. Glaubst du etwa, dass ein Dachdecker nur Ziegel, Reet oder Dachpappen verlegt? Die müssen sich auch mit Spezial-Dachfolien, Wärmedämmung und der Installation und Planung von Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen auskennen.
Ich verstehe schon, was du meinst, aber dennoch überzeugt mich die Argumentation nicht.
Nehme nur mal exemplarisch was raus.
Beispiel Kfz-Mechaniker.
Früher hat man tatsächlich noch Teile repariert.
Heute macht das fast kein Kfz-Mechaniker in Deutschland mehr. Die tauschen halt Teile aus (was ich nicht kleinreden möchte, ist durchaus auch schwierig und man braucht Fachwissen).
Sobald es wirklich darum geht ein Teil zu reparieren, weil der Tausch unverhältnismäßig teuer wird, dann wird das ohnehin oft an den Hersteller geschickt, der dann selbst Fachleute hat, die das reparieren.
Hab ich letztes Jahr selbst so bei meinem Auto erlebt.
Man könnte also durchaus argumentieren, dass dieser Bereich tatsächlich früher komplexer war.
Kann ich aber nicht final bewerten.
Beispiel Dachdecker.
Viele der von dir aufgezählten Tätigkeiten gabs auch schon vor 30 Jahren.
Für die Montage von Photovoltaik gibt es übrigens spezielle Fachbetriebe.
Zusätzlich dürfen die nur von Elektroinstallateuren angeschlossen werden.