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Kindererziehung (2j) Buchempfehlung?

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Gelöscht 67501

Gast
Hallo zusammen,
ich (Mitte 30) habe jemanden kennengelernt, mit einem 2jährigen Sohn. Wir verstehen uns prima und auch ihr Sohn scheint mich seit dem ersten Treffen mit ihm zu mögen.

Der kleine hat viel Energie und für mich ist es durchaus anstrengend so von null auf 100.

Aus gesundheitlichen Gründen standen Kinder bei mir nie zur Debatte und ich habe Probleme Gefühle richtig wahrzunehmen bzw. zu deuten, vor allem kleine Nuancen sind sehr schwierig.

Kann mir jemand mal ein paar gute Bücher empfehlen um mich ein bisschen besser darauf einzustimmen? Auch hinsichtlich Verhalten, auf was soll man achten, was soll man fördern und was beschränken? Vor allem, wie soll man das machen? Man kann ja nicht den ganzen Tag sagen, fass nicht in die Steckdose das ist gefährlich, wenn der kleine gar nicht versteht was ich meine (mal von der Kindersicherung abgesehen).

Bitte einen kurzen Zweizeiler warum das Buch empfehlenswert ist.

Gruß
 
Die Bücher von Jesper Juul sollen ja gut sein. Ich hab vor kurzem eines gelesen, aber das kommt mir ziemlich esoterisch vor.
Eigentlich würde ich eher den Rat geben, sich aus der Erziehung fremder Kinder herauszuhalten. Aber wenn der Kleine erst zwei Jahre alt ist und du diesen Mann vielleicht mal heiratest und seine Mama wirst, mag das was anderes sein.
 
Eigentlich würde ich eher den Rat geben, sich aus der Erziehung fremder Kinder herauszuhalten. Aber wenn der Kleine erst zwei Jahre alt ist und du diesen Mann vielleicht mal heiratest und seine Mama wirst, mag das was anderes sein.
Ich bin der Mann, da es "ihr Sohn" ist. ;-) Sie ist selbst ist sichtbar überfordert und für Hilfe dankbar (Familie hat sie keine mehr). Außerdem sind die beiden an langen Wochenenden bei mir, so dass ich auch mal alleine mit ihm zum Spielplatz gehe während Mama mal etwas Ruhe gegönnt ist.
 
Kaufe ein paar tolle bücher fürs kind, zum vorlesen und gemeinsam schauen. Geh mit ihm zum spielplatz. Das ist mehr wert als alle erziehungsbücher...
 
Die Bücher "das gewünschte Wunschkind treibt mich in den Wahnsinn" etc. Hat mir geholfen mit den ganzen Wutanfällen umzugehen. Sei gechillt mit dem Kind und begegne ihm auf Augenhöhe. Mit 2 verstehen sie schon sehr gut.
 
Lieber @Geistform ,

ich finde es lieb und feinfühlig von dir, dass du dir Gedanken machst. Ich persönlich bin kein großer Fan von Erziehungsratgebern bzw. Büchern mit pädagogischen Empfehlungen, denn man muss sich dabei bewusst sein, dass es sich dabei meistens um die Ansichten und Meinungen von einer Einzelperson handelt, nicht mehr und nicht weniger. Nachdem es Bücher über Kindererziehung wie Sand am Meer gibt, ist auch nicht jeder Autor, der als Experte tituliert wird, auch tatsächlich einer und es fällt sehr schwer, herauszufiltern, welche Veröffentlichungen brauchbar sind und welche Schrott.

Vor allem: gerade bei Kindern (- nee, eigentlich bei allen Menschen) ist das Zwischenmenschliche total individuell und komplex. Wenn man bisher wenig mit so kleinen Personen zu tun hatte und noch kein instinktives Gefühl für sie entwickeln konnte, kann ein sehr eindimensionales geschriebenes Buch oft mehr Verwirrung stiften oder verunsichern, als helfen. Weil es eben nicht funktioniert, Kinder in Formen zu pressen oder ihnen Schablonen überzustülpen.

Mir fallen eigentlich nur zwei Bücher ein, die ich für empfehlenswert halte:

"Babyjahre" und "Kinderjahre" von Remo H. Largo. Largo war Kinderarzt und beschreibt in diesen Büchern die Bandbreite der individuellen Entwicklung von Babys und Kindern aus biologischer Sicht und das von Geburt an. Er nähert sich dabei verschiedenen Bereichen und Themen an, sei es Schlaf, Sprachentwicklung, Spielverhalten, Bindungsaufbau usw. usf.
Ich finde seine Bücher gut, weil sie die verschiedenen Entwicklungsphasen von Kindern gut erklären und man ihr Verhalten allein dadurch besser verstehen lernt. Es ist mehr eine Darstellung der kindlichen Entwicklung, als Ratgeber für Kindererziehung. Das fand ich ganz gut.

Ansonsten: besprich doch mit deiner Freundin, wie es dir mit der Situation geht. Dass du dich gern auf ihr Kind einlassen willst und bereit bist, dich zu kümmern, aber dir mangels Erfahrung oft noch die Routine fehlt.
Sie kann dir sicher auch helfen und Orientierung geben, zumal sie bestimmt glücklich darüber bist, dass du dir viele Gedanken um ihr Kind machst.
 
Also ehrlich braucht es heute schon Gebrauchsanleitungen zur Erziehung von Kindern? Armes Deutschland.
Manchmal denke ich das tatsächlich auch. Immer dann, wenn ich eine Mutter oder einen Vater sehe, an der einen Hand das Kind hinter sich her ziehend, mit der anderen das Handy vor die Nase haltend.
 
Je kleiner die Kinder, um so intuitiver die Erziehung. Wenn du dich vorbereiten willsr- kaufe ein Buch mit Kinderliedern drin. Mit großen Bildern. Wichtig: Die Bilder müssen wirklich den Text abbilden. Nicht nur eine Illustration, was ungefähr gemeint ist.

Ich habe viele Jahre meine Kindern aus so einen Buch vorgesungen und die Kinder sehen dazu die Bilder an. Oder singen mit
 
Also der beste Tipp ist: nicht dauerhaft vor der Glotze parken (und vor allem nichts über den FSK des Kindes) und nicht mit Spielzeug zumüllen. In dem Alter entdecken die Kinder gerade die Welt und da ist sogar der stinknormale Haushalt ein Erlebnis.

Ich hab früher im Waldorfkindergarten mit den Kindern gekocht. Jeden Tag und nur, wenn man wollte. Jeder Wochentag hatte immer ein festes Gericht. Es gab immer Kinder, die da gern dabei waren und Obst für den Obstsalat mit stumpfen Messer kleingeschnibbelt haben. Oder mal im Topf umrühren durften oder eine Zutat in den Topf reinwerfen. Heiss begehrt war immer die Nussmühle, wo Nüsse einfach nur per Hand gemahlen wurden und in den Obstsalat geschüttet wurden. Gerade kleinere Kinder zieht das an. Jedes Kind hat immer mitgegessen (es sei denn, die Kinder hatten eine Unverträglichkeit o.ä., die hatten immer ihr eigenes mit).

Danach war ich ein Jahr in einem städtischen KiGa, wo es das nicht gab. Nur einmal als Sonderprojekt, wenn die Kinder darauf Lust hatten - und eine Mutter kam später fast weinend zu mir und fragte, wie ich es geschafft hab, das ihre Tochter isst. Normalerweise hat die immer alles verweigert. Ich hab nur gesagt, das sie die ganze Zeit begeistert mitgekocht hat (waren nur selbstgemachte Kartoffelpuffer) und dann das auch essen wollte...das wars...

Nebenbei: ich hab mir nie Bücher über Erziehung durchgelesen, hab auch keine eigenen Kinder - irgendwie hab ich nur reagiert auf das, was Kinder in dem Alter gern tun und auch nicht überfordert. Wenn das Kind etwas älter ist, werden diese kleine Aufgaben nicht mehr reichen, sie wollen was anspruchvolleres. Manche haben dann auch gar kein Interesse mehr und spielen dann lieber allein oder mit anderen. Dennoch find ich kleine Aufgaben wichtig - z.B. den Tisch decken oder das Spielzeug wegräumen, wenn sie damit nicht mehr spielen. Denn dann sind sie soweit mehr Verantwortung zu übernehmen und sie lernen, das nicht immer jemand hinter ihnen aufräumt oder ihnen alles abnimmt.

Manchmal reichen klitzekleine Sachen aus. Und ich kenn nicht ein einziges Kind, das zu Weihnachten sich nicht aufs Plätzchenbacken freut!

Das war jetzt fast nur das Thema "Küche" - aber man kann auch Kinder mit anderem begeistern. Viele malen oder basteln sehr gern, da findet man im Internet auch immer tolle Sachen, die die kleinsten mitmachen können. Singen war auch immer sehr angesagt! Was das eigene Kind am liebsten macht ,wird man dabei schnell rausfinden. Hat ein Kind kein grosses Interesse daran oder hört schnell auf - ist es wohl nicht das richtige.
 

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