Sadie02
Aktives Mitglied
Hi krios!
Dann hast du noch ungefähr 13 Monate vor dir, bis du 18 bist. Und selbst entscheiden kannst. So wie es klingt, ist es für dich undenkbar, weiter dort zu wohnen und zu leben, wo du es derzeit machst. Du wirkst sehr entschlossen, also wird das dort entsprechend schlimm sein.
Aber schau mal die Tipps, die geschrieben wurden. Was wäre denn tatsächlich mit betreutem Einzel-Wohnen? Dann wären zumindest keine stressigen Mitbewohner da. "Nur" noch Betreuer, und auch die nicht ständig? Wer ist denn eigentlich das größte Problem? Die Leute, die mit dir wohnen, oder Sozialpädagogen und Betreuer? Wer ist für dich persönlich am schlimmsten?
Es ist extrem cool von dir wie du denkst und dass du es nicht verdient hättest, zu betteln, wenn es anderen noch schlechter geht. Aber glaub mir, dieses Denken, was man "eigentlich" machen will und was "eigentlich" nicht, das hört schnell auf, wenn man gar keine andere Wahl hat.
Natürlich kannst du Geld sparen und noch weniger ausgeben. Aber auch da gibt es Grenzen. Wenn du noch weniger für Essen ausgibst, wirst du körperlich schwächer. Die Gefahr, krank zu werden, steigt. Wenn du nicht gefunden werden willst bis zum 18. hast du nicht leicht Zugriff auf medizinische Hilfe, keine Rezepte für die Apotheke und rei verkäufliche Medis kosten auch wieder Geld. Und Geld könnte geklaut werden wie eben - du sagst es ja - auch das Rad.
Natürlich bist du drinnen sicherer als draußen. Aber die werden dich nicht ewig beim McD sitzen lassen, wenn du dort nichts konsumierst. Es gibt, vorausgesetzt, die Corona-Maßnahmen enden bald, schon Möglichkeiten, den Tag halbwegs geschützt zu verbringen. Dann aber musst du von A nach B, nämlich von dort zu den Verstecken. Das Probkem ist auch - selbst wenn das mit dem Duschen klappen solltest, wirst du auffallen. Du wirst ziemlich gehetzt sein, dich umschauen, unsicher wirken. Immer auf dem Sprung eben, weil ja immer was passieren könnte. Und leider gibt es Leute, die genau das bemerken werden. Viele gehen dann weiter. Es gibt aber auch Leute, die das riechen und erkennen. Die hast du dann am Hals. Für die bist du, so schlimm es sich anhört, "Beute".
Und ja, im Sommer gibt es weit mehr mögliche Verstecke, aber noch mehr Gefahren. Und du unterschätzt eines: Die unerträgliche Einsamkeit auf der Straße.
Denk nochmal in Ruhe nach. Mach nichts übereiltes. Niemand zwingt dich, heute zu entscheiden. Auch nicht morgen oder übermorgen.
Dann hast du noch ungefähr 13 Monate vor dir, bis du 18 bist. Und selbst entscheiden kannst. So wie es klingt, ist es für dich undenkbar, weiter dort zu wohnen und zu leben, wo du es derzeit machst. Du wirkst sehr entschlossen, also wird das dort entsprechend schlimm sein.
Aber schau mal die Tipps, die geschrieben wurden. Was wäre denn tatsächlich mit betreutem Einzel-Wohnen? Dann wären zumindest keine stressigen Mitbewohner da. "Nur" noch Betreuer, und auch die nicht ständig? Wer ist denn eigentlich das größte Problem? Die Leute, die mit dir wohnen, oder Sozialpädagogen und Betreuer? Wer ist für dich persönlich am schlimmsten?
Es ist extrem cool von dir wie du denkst und dass du es nicht verdient hättest, zu betteln, wenn es anderen noch schlechter geht. Aber glaub mir, dieses Denken, was man "eigentlich" machen will und was "eigentlich" nicht, das hört schnell auf, wenn man gar keine andere Wahl hat.
Natürlich kannst du Geld sparen und noch weniger ausgeben. Aber auch da gibt es Grenzen. Wenn du noch weniger für Essen ausgibst, wirst du körperlich schwächer. Die Gefahr, krank zu werden, steigt. Wenn du nicht gefunden werden willst bis zum 18. hast du nicht leicht Zugriff auf medizinische Hilfe, keine Rezepte für die Apotheke und rei verkäufliche Medis kosten auch wieder Geld. Und Geld könnte geklaut werden wie eben - du sagst es ja - auch das Rad.
Natürlich bist du drinnen sicherer als draußen. Aber die werden dich nicht ewig beim McD sitzen lassen, wenn du dort nichts konsumierst. Es gibt, vorausgesetzt, die Corona-Maßnahmen enden bald, schon Möglichkeiten, den Tag halbwegs geschützt zu verbringen. Dann aber musst du von A nach B, nämlich von dort zu den Verstecken. Das Probkem ist auch - selbst wenn das mit dem Duschen klappen solltest, wirst du auffallen. Du wirst ziemlich gehetzt sein, dich umschauen, unsicher wirken. Immer auf dem Sprung eben, weil ja immer was passieren könnte. Und leider gibt es Leute, die genau das bemerken werden. Viele gehen dann weiter. Es gibt aber auch Leute, die das riechen und erkennen. Die hast du dann am Hals. Für die bist du, so schlimm es sich anhört, "Beute".
Und ja, im Sommer gibt es weit mehr mögliche Verstecke, aber noch mehr Gefahren. Und du unterschätzt eines: Die unerträgliche Einsamkeit auf der Straße.
Denk nochmal in Ruhe nach. Mach nichts übereiltes. Niemand zwingt dich, heute zu entscheiden. Auch nicht morgen oder übermorgen.