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Frauenmangel in Deutschland - Ein Tabuthema!

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Ich habe jetzt keine Statistik zur Hand, aber ich vermute dass es auch mehr Singles gibt.

Früher war der gesellschaftliche und finanzielle Druck größer zu heiraten.

Heute ist dem nicht mehr so. Ich habe einige Freunde die lieber Single bleiben, bevor Sie einen Kompromiss eingehen weil die Frau einfach nicht passt. Hier sind ja auch viele Frauen, die durch schlechte Erfahrungen, zu hohen Ansprüchen oder was auch immer lieber Single bleiben.

So kommt auch ein Frauenmangel zustande, weil viele Frauen allein bleiben. Was Andererseits aber auch ein Männermangel ist, weil Männer lieber Single bleiben wollen. So herrscht auf beiden Seiten Mangel.
 
Klar kann das so sein, das stellt niemand in Abrede (auslegen lässt sich das natürlich so).
Nur, Du sagst es selbst, Klagen darüber hört man mehr von Männern.
Und das macht weder interessant noch sexy.

Ist das dein Beitrag?
Dass Mann nicht klagen soll, weil das nicht sexy ist?
Dass dir das "Gejammer, Gemecker" von anderen Männern auf die Nerven geht?

Du schreibst vollkommen am Thema vorbei. Es geht nicht um die "negative Einstellung gegenüber Frauen". Es geht um die gesellschaftliche Wahrnehmung der Rolle als Mann und den von beiden Geschlechtern falschen, teilweise immer noch sexistischen und rollenkonservativen Erwartungen.

Und nein, auch wenn du es immer wieder wiederholst: Kein Mann kann als einzelner das für sich ändern. Gesellschaftliche Erwartungen, Systeme und Erziehungssysteme sind vorhanden und ein Mann durchläuft sie in seinem Leben unweigerlich.

Deine gesamte Argumentation "der einzelne Mann ist immer selber Schuld" ist doch bereits dadurch hinfällig, dass jeder Mensch kulturell geprägt wird und natürlich auf Basis von Erziehung und Erfahrung handelt.

Ja, dann denken wir das aber bitte zu Ende:
Deutlich mehr Frauen kümmern sich um ihre Gesundheit, nutzen die Möglichkeit, Hausärzte, Psychiater und Therapeuten zu konsultieren, in psychosomatische Kliniken zu gehen.
Was eindeutig Selbsttötungen verhindert.

Super, jetzt ist der Mann also auch Schuld wenn er sich das Leben nimmt?

Verstehst du eigentlich worum es hier geht? Um Menschenleben! Hinterfrag doch lieber mal, warum Männer weniger oft "Psychiater und Therapeuten zu konsultieren". DAS wäre doch dann die logische Folgefrage!

Und nein, er sucht die Verantwortung nicht "im außen" wie du schreibst. Der Mann sagt eben nicht, die Anderen sind Schuld. Genau umgekehrt: Erfolglose Männer glauben oft im Inneren gerade dass sie selber Schuld sind. Dass sie versagt haben. Dass sie keine Familie ernähren können. Dass sie kein Mann sind.
Es geht um "Außenorientierung und Verunsicherung ", sprich der erlernten und gesellschaftlich gelehrten Konditionierung, dass ein Mann bestimmte Rollenerwartungen zu erfüllen hat.
Männer, die an den gesellschaftlich antrainierten und selbst auferlegten Erwartung zerbrechen bis hin zum Suizid.

Was tstsächlich ihre freie Entscheidung ist.
Ein Freund von mir arbeitet Teilzeit, weil er das so möchte.
Ein Bekannter von mir übernimmt die Kindererziehung, Elternzeit, arbeitet seit der Schulzeit wieder Teilzeit, während seine Frau im Job aufgeht.

Ja und ich kenne beruflich extrem erfolgreiche Frauen. Kann ich jetzt daraus schließen, dass alle Frauen generell beruflich extrem erfolgreich sein können wenn sie nur wollen? Dass es nirgendwo Benachteiligungen für sie gibt?

Rede nicht über Einzelbeispiele, sondern suche Zahlen und Fakten raus. Viele Männer würden gerne Teilzeit arbeiten oder Zeit mit der Familie verbringen. Aber im Gegensatz zu Frauen tun sie es fast nie.

Siehst du hier wirklich kein Muster? Ist jeder Mann immer selber Schuld? Liegt es nie an der gesellschaftlichen Erwartung?

Ebenso ist es umgekehrt doch bei Mädchen. Die unterschiedliche Sozialisatiin ist noch immer ein ganz großes Thema.
Doch der Mensch wird irgendwann erwachsen.
Und sollte Eigenverantwortung übernehmen.
Die Augen aufmachen, sich informieren, bilden, an sich arbeiten. Herausfinden, wer er ist, sein will, und sich positionieren.

Ja natürlich wird jeder irgendwann erwachsen aber sei doch nicht so naiv zu glauben, dass die erlebte Erziehung keinen Einfluss auf den Menschen hat.

Es gibt reichlich Studien die beweisen, dass die Orientierung an Werten und die Bildung des Charakters bereits im Kindesalter erfolgt und oft bis 18 Jahren weitestgehend abgeschlossen ist. Wenn Eltern und Lehrer Jungen eintrichtern "sei stark", verinnerlicht sich dieser Wert. Und es ist unfair wenn du dem Heranwachsendem dann sagst "Du bist jetzt erwachsen und an allem selber Schuld"

Und auch wenn du es immer wieder wiederholst: Es geht hier nicht um Frauen gegen Männer. Dass Mädchen teilweise auch immer noch mit stereotypen erzogen werden, macht es nicht besser.

Ich versteh dich nicht. Anstatt hier einmal zu sagen "Ja das ist sche*ße für Jungs oder Männer" bist du immer wieder am relativieren.

Ich kann deine Sichtweise, dass jeder selbst Verantwortung trägt verstehen und ich argumentiere selbst oft so. Aber du kannst das nicht im luftleeren Raum betrachten oder zu sehen, dass es Einflüsse von Außen gibt, die auf die Geschlechter wirken.
 
Ich werfe mal ein anderes Problem in den Raum. Ich bin kurz nach 2000 auf den Arbeitsmarkt gedrängt. Der sah aber bei uns grad mau aus. Junge Frauen stellte keiner gern ein. Man konnte sich das ja aussuchen. Gern wurde damit begründet, dass man doch lieber einen Mann oder eine ältere Frau einstellt. Da hätte man nicht das Risiko, dass der/die neue Mitarbeiter(in) nach ein paar Jahren oder früher wegen Schwangerschaft ausfällt. Wenn, dann gab es Zeitarbeit, was für die weitere Lebensplanung auf Dauer ne halbe Katastrophe ist. Einige haben sich das ne Weile angesehen, um dann die befürchteten Kinder zu bekommen. Nach vielen Argumenten hier haben die ja dann die Männer nur ausgenommen. Wäre allen mehr damit gedient, sie hätten es nicht getan? Die hätten ja alle Arbeitslosengeld usw. beziehen müssen, die Kinder gäbe es heute auch nicht. Ich sehe es nicht als schlecht, dass die da sind? Meines Wissens sind auch nicht alle dieser Ehen geschieden, allerdings lebe ich jetzt auch woanders.


Bevor es jemand vermutet: ich bin nicht neidisch, bin ich es auch nicht gewesen. Auf mich wirkte das eher einschüchternd, vor allem aber beängstigend. Bei so einem Vorschlag wäre ich verdammt schnell gelaufen. Da wären jegliche Wünsche wie andere Ausbildungswege oder doch Studieren usw. dahin gewesen, hätte ich mir nie vorstellen können. Klar, ein, zwei Generation davor war es normal oder wenigstens normaler, mit Anfang/Mitte 20 Kinder zu bekommen. Ich gehörte dieser aber nicht mehr an.
 
Bei der ganzen Diskussion wird nicht beachtet, dass es auch eine große Anzahl von Männern in Deutschland gibt, die das Lächeln eines Mannes mehr entzückt, wie das Lächeln einer Frau. Ob man da immer noch von einem Frauenmangel sprechen kann, das wage ich zu bezweifeln.
 
Hat WozuderAufwand das denn so plakativ behauptet?

Er hat auf seine persönlich negativen Erfahrungen berichtet und dass es auf Partnerplattformen für Männer schwer ist. Er hat Wikipedia verlinkt mit Hinweisen wie "Dadurch weisen viele ostdeutsche Landkreise einen signifikanten Frauenmangel auf".

ja, das haben glaube ich auch alle hier verstanden: Die Frage ist nur: Was macht man daraus?
wir wissen nocht nicht mal, ob er überhaupt in Ostdeutschland lebt und wenn ja, dann kann man doch nur folgendes sagen: Frauen, die beruflich höher Qualifiziert sind, gehen eher aus dem Osten weg- klar, denn vernünfitge Menschen (Männer wie Frauen) gehen fort, wenn sie keine Perspektive vor Ort haben: Dann suchen sie Auswege und manchmal bedeutet dieser Ausweg eben den Ortswechsel.
Kann und sollte man das den Frauen vorwerfen? Die können ja schlecht aus Mitleid da bleiben.
Schlauer wäre es doch, es diesen Frauen nachzumachen und seinen Radius zu erweitern.
Heutzutage ist es doch nun wirklich kein Problem mehr, sich eine Frau weiter weg zu suchen. Muss noch nicht mal übers Internet sein: Mit dem Zug kann man schnell in der nächsten Großstadt sein und schon ist die Lage ne andere.
man muss halt mal ne kritische Analyse seiner Lage machen: Warum bin ich Single? Liegt es vielleicht daran, dass ich wenig rausgehe? Dass ich nur im Netz suche? dass ich zu schüchtern bin? Dass ich verbittert bin? Oder liegt es tatsächlich daran, dass ich im Örtlichen Schützenverein eben keine finde: Wenn letztes der Fall ist, dann wäre es schlauer, sich in den Zug zu hocken und in einem Unichor in der nächsten Großstadt anzumelden, anstatt vorwurfsvoll auf die Frauen zu blicken, die eben nicht vor der Haustür vorbeilaufen.
Findest Du nicht auch?
 
Es gibt viele alleinstehende Frauen, die aber unrealistischen Ansprüchen nicht standhalten.
Wer natürlich nur einen Instragamstar als Mindestmaß betrachtet, da wird die Auswahl natürlich sehr eng. Wünsche an eine Partnerin sollten mit der Realität vereinbar sein, sonst wird das nichts.
 
ja, das haben glaube ich auch alle hier verstanden: Die Frage ist nur: Was macht man daraus?
wir wissen nocht nicht mal, ob er überhaupt in Ostdeutschland lebt und wenn ja, dann kann man doch nur folgendes sagen: Frauen, die beruflich höher Qualifiziert sind, gehen eher aus dem Osten weg- klar, denn vernünfitge Menschen (Männer wie Frauen) gehen fort, wenn sie keine Perspektive vor Ort haben: Dann suchen sie Auswege und manchmal bedeutet dieser Ausweg eben den Ortswechsel.
Kann und sollte man das den Frauen vorwerfen? Die können ja schlecht aus Mitleid da bleiben.
Schlauer wäre es doch, es diesen Frauen nachzumachen und seinen Radius zu erweitern.
Heutzutage ist es doch nun wirklich kein Problem mehr, sich eine Frau weiter weg zu suchen. Muss noch nicht mal übers Internet sein: Mit dem Zug kann man schnell in der nächsten Großstadt sein und schon ist die Lage ne andere.
man muss halt mal ne kritische Analyse seiner Lage machen: Warum bin ich Single? Liegt es vielleicht daran, dass ich wenig rausgehe? Dass ich nur im Netz suche? dass ich zu schüchtern bin? Dass ich verbittert bin? Oder liegt es tatsächlich daran, dass ich im Örtlichen Schützenverein eben keine finde: Wenn letztes der Fall ist, dann wäre es schlauer, sich in den Zug zu hocken und in einem Unichor in der nächsten Großstadt anzumelden, anstatt vorwurfsvoll auf die Frauen zu blicken, die eben nicht vor der Haustür vorbeilaufen.
Findest Du nicht auch?

Also erstmal befürworte ich jeden Ansatz, der lösungsorientiert ist.
Ob es ein gesellschaftliches Problem gib hin oder her, es ist immer besser zu schauen, was man selber machen kann.
Insofern ja: Man kann als Mann aus Gegenden mit Männerüberschuss wegziehen, mehr soziale Kontakte suchen und auch an sich selber arbeiten.

Ich glaube aber dass du den Punkt missverstehst, dass Single Männer oft "vorwurfsvoll auf die Frauen blicken". Sicher gibt es solche Männer, aber das größere Problem haben gerade die Männer, die sich selber die Schuld geben und deswegen vielleicht auch verzweifeln.

Ich bin z.B. fest davon überzeugt, dass ein "Softie" Mann einfach per se es schwer hat bei der Partnersuche. Genauso ein besonders kleiner Mann oder eine besonders große Frau. Weil wir in gesellschaftlichen Konventionen leben, in denen vielfach beide Geschlechter immer noch häufig bestimmte Rollenbilder erfüllen müssen.

Und bei allen gut gemeinten (und richtigen Ratschlägen) wie man seine Situation aus eigener Kraft verbessern kann, finde ich, dass man auch manchmal einfach nur zugeben kann "Ja, es ist für dich oder generell für einige Frauen und Männer schwer"
 
Manche haben zu pflegende Angehörige im Osten, kann man sich kaum vorstellen ist aber so.

Ein weiterer Punkt ist für mich, wenn eine Frau Aufgrund der wirtschaftlichen Perspektive den Osten verlässt, ist ja okay, aber diese wird dann umso mehr auf meinen Status wert legen.

Der nächste Punkt ist, fährst du mit dem Zug zum Date, fliegst du bei einer großen Zahl der Frauen raus, dass geht mit Anfang 20 villeicht, aber früher oder später ist ein Auto Standardvorraussetzung.

Ich habe das damals gemacht von Halle nach Gera werden so je nach Zug 3 Stunden gewesen sein die ich Freitag zum Feierabend gefahren bin um meine Freundin zu sehen.
Das Ende vom Lied war das sich herrausstelte das sie eine 2 stellige Anzahl Männer in einem halben Jahr hatte.
Vermutlich bin ich da auch wieder selbst Schuld, weil zu viel investiert.
Ihr werdet einen Grund finden.

Wahlweise ist es mein Misstrauen oder die Naivität, wie es eben passt, Hauptsache weiter auf die Mütze.

Solche Dynamiken siehst du nicht immer zu Beginn, du gehst davon aus das andere nicht lügen und täuschen um mit dir als Mann in die Kiste zu gehen.

Soviel zu dem auch hier gefallenem Wer **** will muss freundlich sein.
Das ist aber nicjt worum es mir ging, ich habe sogar einige "Angebote" abgelehnt.

Eine war meine beste Freundin über 4!!!! Jahre.
Sie hat mir immer wieder Avancen gemacht und sich sicher 5 oder 6 Körbe eingehandelt.
Dann hatte sie mich wie gesagt als Affäre, fuhr immer zu mir, was mir natürlich gefiel.

Irgendwann hatte sie ihre Chance nach Jahren.

Resultat, auch sie schaffte es lange ihre Hauptbeziehung geheim zu halten.

Auch das schützt also nicht.



Wo wir beim Thema sind ich gehe viel raus sitze abends alleine in Bars und es ist egal wo du hier hingehst überall, ausser beim Yogakurs herrscht massives Überangebot an Männern.

Damit bin ich raus aus dem Forum.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich versuche es mal etwas analytischer anzugehen.

Wir kommen aus einer Zeit, in der Frauen sehr benachteiligt wurden. Schrecklichen Zeiten, in denen Frauen nicht mal ein demokratisches Wahlrecht hatten. Das hat unsere heutiges Bewusstsein geschärft und wir tun vieles um Rechte von Frauen zu stärken und dort entgegen zu wirken, wo sie teils immer noch benachteiligt werden.

Das weibliche Rollenbild ist heute modern. Die Frau, die in der Werbung alles schafft, Beruf und Familie unter einen Hut kriegt und nebenbei noch fantastisch aussieht.

Das Bild des Mannes hat sich in den letzten 100 Jahren wenig verändert. Der Mann, der arbeiten geht und Geld für seine Familie nach Hause bringt. Der Mann, der Beschützer, der Ernährer, der Starke. Das ist ein Männerbild, das es immer noch gibt.
43 Prozent der Befragten für den Gender Equality Report 2017 sehen das Geldverdienen als Männeraufgabe. Für zehn Prozent der Befragten ist es inakzeptabel, wenn Männer weinen.

Die Studie zeigt aber auch, dass die lange verinnerlichten Rollenbilder bei der jüngeren Generation aufgebrochen werden und sich verschieben. Damit einher geht die Frage: Was macht eigentlich einen modernen Mann aus?

Der Sexualtherapeut Wolfgang Kostenwein beschreibt: "Junge Männer sind in der Sexualität ganz stark mit der Frage beschäftigt, wie muss ich sein, um den Erwartungen der Gesellschaft und des Gegenübers zu entsprechen." Er erlebe in Therapien und Beratungen "eine ganz starke Außenorientierung und Verunsicherung, die jedenfalls nicht geeignet erscheint, die Beziehungsebene gut gestalten zu können".

Ich habe die Erfahrung bereits im Kindesalter persönlich gemacht als ich mal in meiner Klasse geweint habe. Haben Mädchen geweint wurden sie in den Arm genommen. Bei mir als Junge herrschte Schweigen bis mich der Lehrer beiseite nahm und mir wenig einfühlsam sagte, ich solle aufhören zu weinen oder sonst mal (alleine) nach draußen gehen um mich zu beruhigen.

Dazu passend kommen Studien auch zu dem Ergebnis:
"dass in vielen zentralen Bereichen (z.B. in der Schule) überkommene traditionelle Geschlechterstereotype dominieren und zu einer ungleichen, stereotypen und damit ungerechten Behandlung von Jungen und Mädchen, Frauen und Männern führen"

Weiter führt die Studie auf:
Ein erheblicher Teil der Männer will heute deutlich mehr zeitliche Präsenz und praktische Partizipation innerhalb ihrer Familie. Aber aufgrund bestehender Konditionen am Arbeitsplatz, sozial- und steuerrechtlicher Rahmenbedingungen sowie kultureller Geschlechterrollenbilder zeigen sie Verhaltensmuster, die nicht ihren eigenen Bedürfnissen und langfristigen Interessen entsprechen.

Auch dies entspricht meiner persönlichen Erfahrungen. Es gibt kaum Männer, die aufgrund von Familie, Teilzeit arbeiten. Klar, kann hier auch wieder einfach sagen "die Männer sind Schuld", aber stimmt das wenn Männer auch noch heute in der Schule mit stereoptypen Männerbildern bombadiert werden?
Ausdrücklich: Ich spreche hier nicht von einer Benachteiligung der Männer, sondern von gesellschaftlichen Konventionen.

Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer ist neben der Gleichstellungspolitik für Mädchen und Frauen die in gleichem Maße notwendige und tragende Säule für Geschlechtergerechtigkeit. Sie wird aber nicht gelebt, weil davon ausgegangen wird, dass es keine Benachteiligungen für den Mann gibt.

Letztlich wird er ja zu nichts gezwungen. Natürlich kann er, wenn er will, Teilzeit arbeiten und sich um seine Familie kümmern! Er hat nur eben Pech wenn seine Partnerin ein traditionelles Rollenbild vom Mann als Ernährer hat oder sein Vorgesetzter zwar kein Problem mit 5 Frauen in Teilzeit wohl aber mit dem Mann in Teilzeit hat.

Männer wird immer noch mehrheitlich anerzogen, dass sie Leistungen bringen und die Erwartungen anderer (auch Frauen) erfüllen sollen. Dieser Druck führt zu vermehrten Selbsttötungen. Generell kann man ableiten: Je traditioneller das Männerbild, desto häufiger begehen die Männer Suizid. In Russland sind es es auf 100.000 Einwohner 48,3 Männer! (nur 7,5 Frauen).

Dieser Thread hier macht mir dabei einmal mehr deutlich: Von vielen wird ein "weinender Mann" nicht ernst genommen. Ich als Mann habe auch mein Leben lang gelernt, lieber keine Gefühle zuzugeben oder gar zu weinen. So haben sie es eben gelernt.

Was für viele Männer auch bei der Partnersuche ein Problem ist. Ja, es liegt auch an ihnen selber. Sie bauen einen großen Selbstdruck auf, versuchen die Erwartungen der potenziellen Partnerin zu erfüllen. Viele Männer zerbrechen an diesem Selbstdruck bis hin zum Suizid.

Ich glaube nicht, dass es per se überall einen Frauenmangel gibt. Ich glaube es gibt ein Problem mit dem gesellschaftlichen Bild und der Erwartungshaltung an Männer und der Erwartung von Männer an sich selber.
Danke für den Beitrag.
Ich denke, dass es auch eine Aufgabe der Männer sein wird, sich für das neue Bild des mannes einzusetzen und es sich -ebenso wie Frauen es getan haben- zu "erkämpfen".
Ich glaube, da sind Männer zu wenig aktiv und unterstützen sich zu wenig. Also dann man eben zB einen Mann, der in Teilzeit geht feiert (bzw eben unterstützt und bestärkt) und nicht als Pantoffelheld bezeichnet.
Da ist die männliche Solidarität gefragt, aber eben nicht in dem Sinn, wie es zB hier im Thread manchmal anklingt (wir armen Männer gegen die bösen Frauen) sondern im Sinne eine sich gegenseitig unterstützen und bestärken, seinen Weg zu finden.
dabei kann der moderne Mann ja auch auf die moderne Frau zählen.
Klar, es gibt sowohl altmodisch denkende Männer wie Frauen: Die sind da dann eher raus.
Aber der Großteil der Frauenwelt hat sich gewandelt und unterstützt doch auch den wandel der Männer hin zu einer neuen Vielfältigkeit.
DAs sollte das Ziel von euch Männern ein: Also euch gegenseitig zu helfen, neue Männerrollenbilder zu etablieren.
Und das passiert ja schon in weiten Kreisen.
Also ich erlebe ehrlich gesagt NIE etwas von dem, was hier berichtet wird: Also diese alternativlose Mann als Versorger und Frau als Heimchen: Das erlebe ich wirklich NIE.
Dort wo ich mich bewege ist das offenbar bereits mehr im Gang als anderswo. Vielleicht weil ich sehr viele internationale Freunde und Kollegen habe und man zB in Frankreich und Skandnavien schon ein wenig weiter ist.
Also letztlich gehen die Männer halt jetzt einen ähnlichen Weg, wie ihn auch die Frauen gegangen sind: Weg von traditionellen Rollenbildern. Und da ist in der Tat bei Männern noch mehr zu tun.
Ich meine: Wenn ich jetzt heute einer Tochter ein Spidermankostüm anziehe, wird das vollkommen akzeptiert. Ziehe ich allerdings einem Sohn ein Prinzessinnenkostüm an, wird das komisch angeschaut.
Also ich würde euch Männern da Mut machen euch eben diese Unabhängigkeit von gängigen Rollen zu erobern. Von modernen Frauen könnt ihr dabei definitiv Unterstützung erwarten!
Aber ihr müsst es auch untereinander tun!
 
Ich glaube aber dass du den Punkt missverstehst, dass Single Männer oft "vorwurfsvoll auf die Frauen blicken". Sicher gibt es solche Männer, aber das größere Problem haben gerade die Männer, die sich selber die Schuld geben und deswegen vielleicht auch verzweifeln.
Ne, das verstehe ich schon. Ich kenne sehr wohl Frauen wie Männer, die an der Partnersuche verzweifeln und dann natürlich irgendwann verbittern. (und ich hatte selbst auch schon solche Momente)
DAs höre ich so oft: Und ich kann es verstehen! Nur es hilft nichts.
Es ist OK, sich mal auszuko**** DAs ist wichtig und dient ja auch der Seelenhygiene. Klar treffe ich mich auch mal mit den Mädels auf einen Aperol und wir reden über die Dreckskerle, die doch alle gleich sind. Und natürlich treffen sich die Männer, die ich so kenne auch mit ihren Kumpels und schimpfen beim Bierchen über die saublöden Weiber.
DAs ist gut und wichtig und das gehört dazu!
ABER: Man muss beizeiten aus dem Schmollwinkel wieder raus. Dieses Denken darf nicht zur allgemeinen Lebenseinstellung werden und das wird es leider bei vielen. Da wird dann im Netz nach Gleichgesinnten gesucht und es werden obskure Schlüsse aus irgendwelchen Statistiken gezogen mit dem Ziel sich hinterher besser zu fühlen: Denn man kann ja nichts dafür, die Männer/die Frauen sind doch alle gleich und sind schuld.
Du kannst Dir garnicht vorstellen, wie oft ich schon von Frauen gehört habe: Männer sind nachweislich untreu, sie gehen ALLE fremd, also ist es doch ganz klar, warum mich mein Mann betrogen hat- das machen alle.
Und dann wird übersehen, dass die Ehe vielleicht schon vorher im Eimer war.
Lauter solche Dinge: Frauenüberschuß, Frauen sind zu wählerisch, Männer können nicht treu sein, Männer wollen nur das eine usw.....
DAs sind doch alles Schutzbehauptungen, mit denen wir letztlich -irgendwie verständlicherwiese- unsere Wunden lecken.
Zum Problem wird das ganze halt dann, wenn wir aus diesem Modus nicht mehr herauskommen und uns dann zusätzlich im Weg stehen.
Es gibt leider eine nicht geringe Zahl Singles (männliche und weibliche, hetero- und homosexuelle), die sich komplett einigeln und in dieser Haltung verkapseln und dann immer weiter abwärts in die Spirale geraten.
Männer fallen da mehr auf, weil bei ihnen diese Verbitterung eher in Agressivität mündet- sie tun das einfach lauter kund. Aber die gleiche Verbitterung gibt es bei Frauen auch: Das sind dann die, die zB Männer an der nase herumführen und sie zB nach einem Mal Sex wegwerfen. Auch das ist eine Folge häufiger Verbitterung und eine Form der "Rache" am anderen Geschlecht.
Letztlich schadet man damit hauptsächlich sich selbst.
Zielführend ist dasd nicht!
Der einzige Weg, um da rauszukommen ist eben der, unerbitterlich an der Tatsache festzuhalten, dass ALLE Menschen verschieden sind und dass man selber an sich arbeiten kann und muss, wenn man an irgendeinem Punkt auf eine Hürde stößt.
Anders geht es nicht!
 
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