Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Nervige Themen und Ratschläge der Eltern

Es kann auch gut sein, daß sich Deine Eltern selbst genug sind und gar nicht so erpicht auf einen derart engen Kontakt. Nach dem, was Du erzählt hast, könnte das eine Möglichkeit sein.
Während der Coronakrise gab es in BY über Ostern sehr strikte Ausgangsbeschränkungen. Ein Ehepaar meinte, das wären die entspannendsten und friedvollsten Ostern gewesen, die sie seit langem hatten. Keine Kinder samt Familie sind eingeflogen ins elterliche Nest. Sie konnten endlich einmal die Feiertage in Ruhe verbringen, wie sie es wollten.

Das glaube ich eher weniger, da ich nahezu täglich gefragt wurde, ob ich vorbei kommen würde zum Essen oder einfach nur so. Und nahezu täglich sage, dass ich maximal alle paar Wochen komme.
 
Nachtrag - man sagte mir mal, in irgend einer Psychologie-Schulung im Büro, dass man nur als Kind (das man ja lebenslang bleibt) die Wahl hat, Distanz zu schaffen, die Eltern schaffen das meistens nicht, sie bleiben immer stärker verbunden in ihrer Rolle, das "Lösen" ist Aufgabe des Kindes, nicht primär der Eltern, die es oft nicht schaffen. Kann man drüber nachdenken.
 
Wenn Dein Schwerpunkt darauf liegt, wie Du die Situation für Dich einfacher gestalten kannst, dann kannst Du die Kontakte ja nach Deinen Vorstellungen planen.
 
Nun dann ist die Antwort "Dem Chef würde ich die Meinung geigen". Ich habe meine Eltern noch nie erlebt, dass sie irgendwem die Meinung gegeigt haben, geschweige denn sich durchgesetzt haben, geschweige denn sich mal bei übelster Grippe krank gemeldet hätten.
Jaja, das kenne ich aus meinem Kreis auch. 🤣 Wenn du deinen Frieden haben willst, dann stimme mal zu, bedanke dich für die tollen Tipps und heuchle vor, dass sich alles geklärt hat. Bei uns hat sich jedenfalls alles schlagartig entspannt. Klar, ist zwar eine Lüge, aber dann muss man sich nicht um zwei Brandherde gleichzeitig kümmern.
 
Ich kenne das zu gut. Vater 80 ,Mutter 20 Jahre jünger. Wir 3 Kinder. 43,42 und 36.
Alle verkracht, Eltern wollen sich immer noch ÜBERALL einmischen, obwohl sie selbst alt und gebrechlich sind. Zudem spielt es für meine Eltern immer noch eine große Rolle, was die Vorfahren in dieser und jener Situation gesagt und getan hätten. Meine Eltern leben demnach das Leben ihrer eigenen Eltern bzw. Großeltern weiter. Von uns Kindern verlangen sie Gehorsam und Unterordnung. Ähnlich wie bei der Bundswehr. Nur das meine Eltern soviel Schindluder mit dem Familienerbe getrieben haben und es an uns Kinder immer wieder auslassen und wir dafür für schuldig gesprochen werden sollen. Das funktioniert so nicht, ganz klar. Jetzt ist Vater also gebrechlich aufgrund seines Alters und hat sein Leben lang schon mehrere Krankheiten. Ich als jüngste werde ausgenutzt, meine Geschwister werden auf mich gehetzt und umgekehrt. Sodas sie denken, ich würde alle gegeneinander ausspielen, was total bescheuert ist. Bin weg gezogen, lebe mein Leben ohne zu kuschen. Andere Verwandte wissen von all dem nur immer Bruchstückhaft und ich bin das auserkoren schwarze Schaf ,was sich dann plötzlich einmischt, wenn Vater aus dem Krankenhaus abgeholt werden muss und ich 60 km dort hin eiere. Am Ende des Tages mache sie mich so kirre ,das ich im letzten Jahr Nachts um 1 Uhr teilweise mit enormer Wut wieder von der Gästematratze aufgestanden und nach Hause gefahren bin.
 
Spielt doch etwas zusammen. Uno, Schach, Malefiz - irgendwas.
Spielen verbindet.
Ich finde es traurig, wie du über deine Eltern urteilst.
Sie finden es sicher auch nicht prickelnd, wie du lebst, wollen aber offenbar nicht an dir herumerziehen.
Lass sie doch auch sein, wie sie sind.

Du wirst mit 80 sicher auch nicht dynamisch, flexibel und auf dem neuesten Stand der Dinge sein.
 
Wieso "traurig", weil ich es nervig finde, wenn mir ständig ungebeten Ratschläge gegeben werden? Ich finde, man darf seine Meinung haben, sie müssen (und tun es ja auch nicht) ja auch nicht so leben wie ich lebe, und meine Meinung müssen sie auch nicht teilen, aber ich im Gegenzug muss mir meiner Ansicht nach trotzdem nicht ständig Belehrunten antun, oder sehe ich das falsch?
 
Wieso "traurig", weil ich es nervig finde, wenn mir ständig ungebeten Ratschläge gegeben werden? Ich finde, man darf seine Meinung haben, sie müssen (und tun es ja auch nicht) ja auch nicht so leben wie ich lebe, und meine Meinung müssen sie auch nicht teilen, aber ich im Gegenzug muss mir meiner Ansicht nach trotzdem nicht ständig Belehrunten antun, oder sehe ich das falsch?
Nein du siehst es nicht falsch! Du hast vollkommen Recht. Aber manchmal kann man es niemals den Eltern Recht machen. Selbst wenn man bis zum Verwaltungsgericht beruflich geschafft hat und oder Papst höchstpersönlich wird. Und nicht nur Hiwi auf dem Schützenfest im Bierzeltausschank.
 
Manchmal wünschte ich, ich könnte einfach etwas erzählen, man lacht darüber oder man sagt einfach "Ah ok" also einfach garnichts. Das geht nicht bei meinen Eltern. Ich könnte meinen Eltern erzählen, ich habe heute morgen einen Karton in der Papiertonne draußen entsorgt. Meine Eltern würde mir daraufhin erzählen, wie ich den richtig zerkleinere. Würde ich meinen Eltern sagen, dass ich heute früh eine Maschine Wäsche gewaschen habe, würden sie mich darauf hinweisen, nciht so viel Waschmittel zu verwenden. Also eine Konversation ist einfach schwer, ohne ständige Belehrungen.

Sie sind halt durch und durch Eltern und sie mögen ihre Rolle, sie geben mir auch Rat, aber der ist einfach meist ..... diplomatisch ausgedrückt antiquiert und etwas lebensfern. Wenn würde ich diese Ratschläge "brauchen", wäre ich mit meinen fast 40 nicht lebensfähig. Ich brauch sie nicht, ich will sie nicht.

Ich möchte einfach mal was erzählen, auch wenn es belanglos ist. Erzähle ich, ich fahre mit dem Auto nach Hamburg, bekomme ich zu hören, fahr langsam pass auf und was weiß ich. Also es ist schwer.
 
Nein du siehst es nicht falsch! Du hast vollkommen Recht. Aber manchmal kann man es niemals den Eltern Recht machen....

Und genau deswegen ist es wichtig, in sich selbst einen kleinen Abstand zu den Themen zu schaffen, die einen triggern. Es ist nicht einfach, jemanden zu akzeptieren, wie sie oder er ist. Aber es gelingt, wenn man erkennt, dass ich und der andere nicht immer das gleiche, blöde Spiel spielen müssen. Wenn mein Gegenüber etwas sagt, das mir nicht passt oder mir die Anerkennung nicht gibt, die ich glaube verdient zu haben, was dann? Warum immer und immer wieder auf die Barrikaden und zum Streit aufrufen? Dann mache ich mich zum Sklaven meiner eigenen Unfähigkeit, die Dinge auseinander halten zu können und gelassen zu bleiben.

Am Anfang gelingt einem das manchmal nur für Sekunden. Vielleicht hilft es bis 10 zu zählen, bevor man antwortet. Mit der Zeit kann man erkennen, dass man durchaus mit Menschen klar kommen kann, die die eigenen Erwartungen nicht erfüllen, in dem man sich der EIGENEN Erwartungen bewusst wird.

Auf so vieles mit Wut zu reagieren, nimmt einem selbst die Freiheit, sich anders zu entscheiden und man ist gefangen in einem selbst gewählten Ringelreihen. Wut macht einen dumm und unflexibel. Wer zwingt mich den auf jeden Gaul, um gegen Windmühlen anzugehen? Der eigene Wunsch, endlich recht zu bekommen ist die eiserne Klammer, die mich in diesem Elend festhält.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
G Brauche Ratschläge Familie 32

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben