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ich werde immer "unsozialer"...

Dann suchst Du gezielter nach Menschen, die noch wissen wie man Freund ist und nicht nur wissen, wie man sich als solcher darstellt um zu ....das gilt dann auch für etwaiige Bezieghungspartner.

Ja, und?
Natürlich hätte ich gern „richtige“Freunde, nicht solche, die nur so tun als ob. Aber wie und wo sollte ich die denn „gezielt suchen“? An der einsamen Hütte (oder meiner Wohnungstür) werden sie wohl nicht anklopfen...
 
In den Beschreibungen erkenne ich mich auch ganz gut wieder. So ähnlich ist das bei mir auch häufig, sogar was teilweise meine Reisen und Kurzurlaube betrifft, die ich häufig allein unternehme. Obwohl ich immer wieder aus Erzählungen mitbekomme, dass andere Leute überall Urlaubsbekanntschaften machen, geht mir das persönlich überhaupt nicht so. Im Urlaub und auf Reisen lerne ich fast nie jemanden näher kennen, was über einen kurzen Smalltalk hinausgeht. Auch im Alltag pflege ich die meisten meiner Hobbys allein, und ich habe auch nicht den Eindruck, dass jemand Lust oder Interesse hätte, mich mal bei irgendeiner Unternehmung zu begleiten.

Auch bei mir hat sich dieses Einzelgängertum im Lauf der Jahre verstärkt. Zu Studienzeiten hatte ich vergleichsweise viele Freunde und Bekannte, doch im Lauf des Berufslebens ist die Anzahl der sozialen Kontakte immer weiter zurückgegangen, und inzwischen würde ich mich fast als Einzelgänger und Eigenbrötler bezeichnen.
 
Auch bei mir hat sich dieses Einzelgängertum im Lauf der Jahre verstärkt. Zu Studienzeiten hatte ich vergleichsweise viele Freunde und Bekannte, doch im Lauf des Berufslebens ist die Anzahl der sozialen Kontakte immer weiter zurückgegangen, und inzwischen würde ich mich fast als Einzelgänger und Eigenbrötler bezeichnen.

Und bist du damit „glücklich“? Also nicht nur „zufrieden“?
 
Und bist du damit „glücklich“? Also nicht nur „zufrieden“?


Den Satz fände ich wert, ihn genau anzugucken.

Was ist Glück?
Was ist Zufriedenheit?
"Nur"?

Dauerhaftes Glück gibt es nicht.
Unsere heutige Gesellschaft scheint dahingehend aber eine ausgeprägte Erwartungshaltung entwickelt zu haben.
Das erzeugt auch Druck. Du "musst" glücklich sein, sonst passt etwas in deinem Leben nicht.

Zufriedenheit dagegen sehe ich massiv unterbewertet, unterschätzt und nicht gewertschätzt.

Willst du durch andere glücklich werden?

Fiel mir nur spontan auf.

Dein Freizeitstress
Wenn du so viel investierst und nicht das gewünschte Ergebnis erzielst, fühlt sich das nicht richtig an für dich. Du empfindest es als Stress. Welchen Sinn sollte es machen, sich selbst unter Stress zu setzen? An positiver Ausstrahlung gewinnst du dadurch vermutlich eher nicht. Da würde ich 1, 2 Gänge zurückschalten.
Erzwingen lässt sich sowieso nichts.

Steht dir dein Anspruch vielleicht etwas im Weg? Deine Erwartung?

Wie ist es denn mit deinen Nachbarn? Kennst du sie? Gibt es da gelegentlich einen kleinen Plausch? Hast du schonmal jemanden auf eine Tasse Kaffee eingeladen, einfach nur so, ohne mehr dabei zu denken, haben zu wollen?

Warum denkst du, in einer Selbsthilfegruppe ginge es allen anderen schlechter als dir?
Du warst nicht bei einer Gruppe, wie also könntest du es beurteilen?
Bewerten sie die Situation nur vielleicht anders als du und sind gar nicht so anders? Haben weniger Angst vor diesem Versuch?
Und gehen einfach mal hin und gucken? Der eine war überrascht, fand's gut und blieb, für einen anderen passte es doch nicht und er ging nicht mehr hin.
Beide haben sie gewonnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und bist du damit „glücklich“? Also nicht nur „zufrieden“?
Ich bin ehrlich gesagt damit nicht unzufrieden. Das klingt nicht berauschend und es löst natürlich auch keine extatischen Glücksgefühle aus, aber andererseits leide ich auch nicht unter dem gegenwärtigen Status. Ich komme derzeit ganz gut damit klar und schaffe es, mir im Alleinsein Glücksmomente und Gefühle innerer Ruhe und der Zufriedenheit zu erzeugen.
 
Zitat TE
Aber wie und wo sollte ich die denn „gezielt suchen“?
Zitat Ende

Na, indem Du sie suchst ….

Beispiel anderes Suchraster aber vielleicht leuchtet Dir ein, worauf ich hinaus will.

Da ist eine Gruppe Volleyballspielerinnen, eine Gruppe Tänzerinnen, eine Gruppe XYZ , Du suchst aber nur Brillenträgerinnen.

Also gehst Du zu den Gruppe hin und fragst , Brillenträgerinnen hier ?

Na und Du bekommst Auskunft , warum auch nicht.

Schon mal durch ne Brille geschaut bzw. versucht, weil sehen tust Du dann nicht wirklich was, mit gesunden Augen,
aber die Tussi , die nur so tut , als ob die eine Brille als Sehhilfe benötigt und Fensterglas hat , die filterst Du raus.


Was liegt also näher ,als sich ne Gruppe von Menschen zusammenzusuchen, die auch mit Dir eine Freundschaft pflegen wollen, die über die Bekanntheitsnummer hinausgeht und wo man irgendwann mit Freundesfamilien am Tisch sitzt, weil man sich nicht aus den Augen verlieren möchte ?

Geht am besten mit kommunizieren ,denke ich, hat sich glaube ich seit dem der Mensch sprechen kann sozusagen etabliert....😉[SUB][SUP]
[/SUP][/SUB]
 
Habe mal zentrale Sätze Deines Eingangspost isoliert angeschaut. In Sachen "Freunde" fällt mir auf "nicht sympathisch" "viel Energie aufwenden" "Frustration" "muß aber sein, was passiert sonst mit mir?".

In einem anderen Thread schreibst Du "Sorry, OT, aber mich würde interessieren, wie es geht, dass man „überall mit jemandem ins Gespräch” kommt. Wie einigen Vorschreibern hier passiert mir das nämlich nie."

Das ist seltsam. Ich bin ein ziemlich introvertierter Mensch, aber allein gestern beim einkaufen kam ich ins Gespräch mit einer Frau. Wir schlängelten uns an einer 2. Kasse an, die aber noch nicht geöffnet war. Sie im lustigen Tonfall: "Sicher das die Kasse überhaupt geöffnet wird"? Ich: "Schulterzucken, grinsen, keine Ahnung, ich habe mich einfach wie ein guter Lemming hintenan gestellt". Das Gespräch war eröffnet.

Es gibt Menschen wie mich, die eher introvertiert sind und wenig reden. Eine Ex-Freundin von mir konnte innerhalb kürzester Zeit Kontakt mit jedem knüpfen, sie verfiel sogar in den jeweiligen Dialekt desjenigen, um ein "ich gehör dazu" zu erzeugen. Sie war halt ziemlich extrovertiert und wusste wie man Menschen nimmt.

Bei Dir klingt alles mit Kontakt so ein bisschen nach Arbeit, Frustration, passiert nie, uninteressant, unsympathisch, kostet Energie... Also alles in allem eine nervige, unangenehme, aber notwendige Sache. Wie siehst Du das?
 
Das ist seltsam. Ich bin ein ziemlich introvertierter Mensch, aber allein gestern beim einkaufen kam ich ins Gespräch mit einer Frau. Wir schlängelten uns an einer 2. Kasse an, die aber noch nicht geöffnet war. Sie im lustigen Tonfall: "Sicher das die Kasse überhaupt geöffnet wird"? Ich: "Schulterzucken, grinsen, keine Ahnung, ich habe mich einfach wie ein guter Lemming hintenan gestellt". Das Gespräch war eröffnet.
Mir wiederum passieren solche zufälligen Gespräche relativ selten, obwohl ich eigentlich meistens versuche, aufgeschlossen zu wirken und freundlich zu reagieren. Vielleicht hängt es auch von der jeweiligen Stadt ab? Ich erlebe da durchaus Unterschiede (beispielsweise erscheinen mir die Leute in Ostdeutschland tendenziell gesprächsbereiter als in Westdeutschland - speziell in München kommen mir viele Menschen eher muffelig-reserviert vor).
 
Denke auch, daß es im realen Leben heute immer schwieriger wird dauerhafte, reale Freundschaften anzuknüpfen und aufrecht zu erhalten. Das Leben der jüngeren Menschen ist bestimmt von ständiger kommunikativer Verfügbarkeit und nahezu unerschöpflichen Möglichkeiten, neue Menschen so kennenzulernen. Kontakte, Freundschaften, Beziehungen sind zum leicht (durch Neues) austauschbaren und kurzlebigen Objekt, des sozialen Prestiges verkümmert.

Der Reiz des Neuen wurde ja schon von Hermann Hesse als "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" beschrieben. Sobald es unbequem und nicht passend wird, kommt instant halt was Neues her und sobald das wieder langweilig und Gewohnheit geworden ist, kann man ganz schnell wieder gegen Neues eintauschen. Eine Instant-Wegwerfgesellschaft auch was zwischenmenschliche Beziehungen angeht. An der Einsamkeit von Menschen, die da mehr suchen und sich nach Beständigem sehnen ist abzulesen, wie weit diese Vereinzelung schon stattgefunden hat.

Ich glaube nicht daß Deine Einsamkeit nur an Dir liegt, sondern auch an der gesellschaftlichen Enwicklung immer mehr zum real vereinsamten, ständig immer neu sozial involvierten und verfügbaren Kommunikationsmedienkonsumenten. Ich glaube es ist sehr wichtig den sozialmedialen Raum, nicht mit der Realität zu verwechseln. Was heutzutage ja sehr schwer ist, da es das reale Leben ja inzwischen bei sehr vielen vom aufstehen, bis zum schlafen gehen, ständig begleitet. Wahrscheinlich hilft da nur sich selbst einschränken und Abstinenz, bis man das eigene gesunde Maß gefunden hat.

Die realen, sozialen Fähigkeiten verkümmern bei vielen jungen Menschen durch die sozialen Medien. Wir älteren kennen es ja noch wie es ist ohne.
 
Mir wiederum passieren solche zufälligen Gespräche relativ selten, obwohl ich eigentlich meistens versuche, aufgeschlossen zu wirken und freundlich zu reagieren. Vielleicht hängt es auch von der jeweiligen Stadt ab? Ich erlebe da durchaus Unterschiede (beispielsweise erscheinen mir die Leute in Ostdeutschland tendenziell gesprächsbereiter als in Westdeutschland - speziell in München kommen mir viele Menschen eher muffelig-reserviert vor).

Das ist alles schon richtig. Früher waren die Leute redseliger, es gibt regionale Unterschiede, und selbst wo ich wohne kommt es auf die "Ecken" an. In mancher Ecke sind die Leute doof. Die Frage ist halt inwieweit Verallgemeinerungen (die erst mal soziale Last von einem nehmen --> schau, es liegt nicht an mir, es ist allgemein.....) einen weiterbringen.
Ansonsten stimmt es. Gerade mit jüngeren Menschen verkneife ich mir heutzutage oft die "Plauderei" die "damals" üblich war, da ich häufig Ungeduld und Aggression damit herauf beschwöre. "Damals" (80er+) war wesentlich mehr Vereinsleben, es gab viel mehr kostenlose Events, die Menschen waren redseliger. Seit den 2000+ "cocoonen" sich die Menschen zunehmend. Aber diese Denkweise des Verallgemeinens führt ja letztlich nicht weiter.
 

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