Eigentlich bin ich nicht der Typ für Endlosdiskussionen, aber werde dir jetzt dennoch antworten, da ich mit einigen Punkten nicht einverstanden bin.
Ja, es gibt Frauen, die finde ich fürchterlich, ebenso Männer, denen ich ins Gesicht kotzen möchte. Das geht uns allen doch so. Ich bin tolerant, aber wenn meine Geschlechtsgenossen mich zum Gruppenzwang überreden wollen und vorgefertigte Stereotypen predigen, anstatt sich auf die Suche nach sich selbst und selbstbestimmten, nicht gesellschaftlich vorgefertigten Werten, zu machen, nervt mich das. Das muss man verstehen. Jedem das seine, und mir auch das meine. Nach einer langen Phase der Toleranz anderen Leuten gegenüber, während ich Kritik erntete und von außen nur nach meinem Geschlecht, nicht als Person bewertet werde, habe ich die Nase voll von der stereotypen freundlichen Hausmutter, die dafür da ist, Kinder zu wickeln und mich dazu überreden will, es ebenso zu tun, weil das eben alle so machen (Sinn?). Es gibt anderes im Leben.
Das hört sich für mich an wie "bla, bla, bla". Die böse Gesellschaft. Du solltest Lyrikerin werden.
Ich denke, wir leben heute im 21. Jahrhundert. Keiner (besonders Frauen) muss heute noch irgendwelchen gesellschaftlichen Konventionen unterliegen. Keiner muss heute mehr irgendwas.
Zieh doch einfach dein Ding durch und hör nicht auf das, was andere sagen! Es ist doch dein Leben.
Die Meinung der anderen IST mir egal, ich denke unabhängig von anderen. Mein mangelndes Selbstvertrauen resultiert nicht aus der Meinung/Kritik anderer, sondern daraus, dass ich mich im globalen Kontext der Menschheit sehe und weiß, dass der menschliche Intellekt begrenzt ist.
...na, wo ist dann das Problem?
An der Tatsache, dass "der menschliche Intellekt begrenzt" ist, kannst du doch sowieso nichts ändern.
Und abhängig von anderen bist du ja scheinbar auch nicht, na, dann wäre doch alles geklärt.
Allez allez!
Ich gehe in die Bibliothek, um einen Kurs vorzubereiten. Eine Kommilitonin (und Mutter eines Kindes, die Ihre ganze Kraft darein investiert, Anerkennung anderer Männer zu erhalten), setzt sich wie eine dämliche Zicke und wie bei Germany's Next Top Model gestylt absichtlich in die Reihe vor mich und beginnt mit einem Kommilitonen lautstark über mich herzuziehen (Anmerkung: Ich kenne sie nicht!). So dass ich 8 Mal den Platz wechseln musste im letzten Jahr und mir nun eine neue Bibliothek suchen musste. Das ist typischer Zickenkrieg, in den ich, ohne dass ich die frustrierte Frau kenne, ungefragt involviert werde: Sagst du den Hausmüttern, du hast keine Zeit, weil du Karriere machen willst, werden sie wütend, weil sie nicht die Zeit haben, um Karriere zu machen und ihr Leben lang damit beschäftigt sind, Männern zu gefallen, ich soll das auch so machen und auch Kinder kriegen. Meine Erfahrung ! Sei mal eine halbwegs erfolgreiche Frau in einem Studium mit 90 % Frauen-Anteil, dann weißt du, dass Frauen nicht weniger aggressiv als Männer. Man muss verstehen, dass ich die mich belästigenden Frauen dann anlüge, damit sie mich nicht wieder anpöbeln, damit ich endlich Kinder kriegen soll.
Du schreibst so geschwollen, dass ich aufpassen muss, dich nicht zu siezen.
Ja, ich studiere selbst und weiß, dass es teilweise asoziale Kommilitonen gibt. Überall gibt's Menschen, die ein bisschen zu früh abgebogen sind, klar.
Nichtsdestotrotz merkt man, dass du eine waschechte Karrierefrau bist; vom Thema Kinder hälst du nichts.
Warum zieht eine Kommilitonin, die du nicht kennst, über dich her? Gibts es dafür vielleicht eine Vorgeschichte, die du uns hier evtl. verschweigst?
Ach, du musstest dir einen neuen Platz suchen? Ganze 8 Mal? Hast du im Anschluss noch ein Entschuldigungs-Eis bekommen?
Nein, Spaß beiseite: anstatt jetzt sich darüber zu ärgern, dass die Kommilitonin (die Mutter ist etc, falls das irgendwie wichtig ist...) dich stört, bist du nicht in der Lage, mal auf den Tisch zu hauen und mal Tacheles zu reden. Stattdessen entfernst du dich.
Ich kann nur sagen: wenn man erfolgreich im Leben sein will, kann man das werden, egal ob Mann oder Frau.
Deine Interpretation bleibt ohne Textbezug ... Nein, ist nur nicht meine Welt. Jeder ist seines Glückes Schmied. Wenn sie ihr Glück darin finden, Kinder zu wickeln und in den Kindergarten zu bringen und ihnen die Spielsachen hinterherzuräumen und am Wochenende zu den Schwiegereltern zu fahren, um dort in gefakter Idylle Kuchen zu essen und sich ein paar geheuchelte Phrasen um die Ohren zu schlagen: Gerne. Nur: Man gestatte mir einen anderen Lebensentwurf.
Karrierefrau at its best.
Wer in der Universität Karriere machen will, muss entweder männlich und aufgeblasen oder weiblich und eine Oberzicke sein, die rigoros ihre Mitstreiter ausmerzt. Dahinter kommt dann noch das Fachliche, das aber nur dann zur Geltung kommt, wenn die Fassade zum Zuhören einlädt. Also ganz so einfach ist das nicht, wie du sagst. Ich öffnete den Chat ja eben, weil ich ausschließlich Gegenwind bekomme.
Ja, stimmt, wenn man an einer Uni Karriere machen will, sollte man nicht zimperlich sein.
An meiner HS arbeiten mehr Frauen als Männer und der "Headmaster" ist eine Frau.
Ich habe dort nicht das Gefühl, dass die sich "ausmerzen", sondern sich eher normal verhalten.
Aber liegt einfach daran, dass ich das mit meinen 25 Jahren noch nicht sooo einschätzen kann...
Menschen sind fehlerhaft, eine Frage der Perspektive, ob man dies als "dumm" bewertet. Wenn man "Dummheit" mit "Irrationalität" gleichsetzt, sind viele Menschen dumm, weil sie, anstatt strategisch vorzugehen, zu planen, zu überlegen, auch häufig Verhaltensweisen aufweisen, die Taten begünstigen, deren negative Auswirkungen im Vorfeld absehbar gewesen wären. Ebenso kann "Dummheit" heißen, dass Menschen ihr Wissen und Können grundsätzlich überschätzen (Hybris). Wieso sollte man wegen dieser sachlichen Aussagen eine Verwarnung ausschreiben ? Das heißt ja nicht, dass ich, man bedenke, die Aussagen treffen auch auf mich zu !, im Normalfall verständnisvoll damit umgehe. Eine Frage der Perspektive.
Wie kann man so viel sprechen aber nichts sagen?
Zu deinem Beitrag fällt mir auf, dass er einen unsachlichen Unterton hat, weil dich irgendetwas von dem, was ich geschrieben habe, persönlich angreift. Erinnert mich an die herumzickenden Frauen, die nicht artikulieren können, was sie stört. Meist sind dies jüngere Menschen, die nicht reflektiert genug sind, um ihre Emotionen zu ordnen und sie anderen sachlich vorzutragen. Das meine ich sachlich, sagt mir meine Lebenserfahrung. Ich schätze dich auf nicht älter als 26. Dennoch vielen Dank für deinen Beitrag, ich musste so einiges aber auch richtig stellen, was du interpretiert hast, ohne dass ich es geschrieben hätte.
Ich habe lediglich meine Version geschrieben. Ich will nicht sagen, dass alles was du sagst "falsch" ist, sondern, dass ich in einigen Punkten anders denke.
Bitte, denk nicht, nur weil jemand studiert, sei er irgendwie "intellektuell".
Auch, wenn manche Menschen versuchen, z. B. durch ihren Schreibstil so zu wirken, heißt das nicht, dass sie es in Wirklichkeit auch sind