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Lebensvorstellungen/Wünsche

Tja, ohne Geld bewegt sich nicht viel auf dieser Welt, wir spielen dieses Spiel mit, weil uns einerseits nicht viel Wahl bleibt und wir natürlich auch andererseits zu feige sind andere Wege zu gehen. Aber seien wir mal ehrlich, ohne Geld bewegt sich auf dieser Welt nicht viel, da kann man der größte Individualist sein und wird ohne finanzielle Reserven dennoch schnell auf den harten, kalten Boden der Realität zurück befördert.

Was ist ein Leben wert? In unseren Breitengraden ist es relativ kostbar, weiter in der Dritten Welt spricht man von 200-300 Euro, Versicherungen berechnen das mit Kalkül und ganz genau für die, die es interessiert vor allem aber natürlich für Schadensersatzforderungen.

So ein Europäer ist schon recht kostbar, eine gute Arbeitskraft, speziell der Deutsche, erzeugt Wohlstand wie eine Maschine, wird ausgebildet, bereits von klein Auf auf Erfolg gedrillt. Entweder spielt man das Spiel der Bildungsgesellschaft mit und verbringt 20 und mehr Jahre in Institutionen die einem die Hoffnung auf einen hochbezahlten Job geben oder man stürzt sich gleich in Jungen Jahren in die Arbeitswelt und dackelt die Hierarchie von unten nach oben ab um letztlich am Ziel anzukommen, mit 40 Jahren, mit 50 Jahren, dann hat mans endlich erreicht. Nun steht man da, ist der Chef von 10 Leuten, von 100 Leuten, von 1000 Leuten und man klopft sich stolz auf die Brust, haben sich am Ende, wie versprochen, all die Anstrengungen gelohnt. -Die Entbehrungen als Wertanlage erwiesen und das Leben als wunderbar erfolgreich dargestellt.

Doch dann schaut man in den Spiegel und bemerkt, dass all die Jahre seine Spuren hinterlassen haben, die Träume die man doch gerade noch, vor 10 Jahren, 20 Jahren, 30 Jahren hatte rücken in weite Ferne, der Körper gibt langsam dem Alter nach, die Schulter will auch nicht mehr wie damals und generell möchte man lieber seine Ruhe haben und traktiert zum Zeitvertreib die Untergebenen, damit diese es nicht zu leicht haben, denn leicht hatte man es ja selbst auch nicht.

Wenig später ist sie dann da, die wohlverdiente Rente, "nun kann ich endlich Leben!", brüllt man diesem runzeligen Gesicht im Spiegel entgegen, doch danach nur Stille, eine Träne kullert über die trockene, erschlaffte Wange und man realisiert, dass man sein ganzes Leben nur einem Traum hinterherjagte, doch das Problem: Es war nicht der eigene, sondern der einer durch und durch korrumpierten Gesellschaft, orientiert an Erfolg und an Zahlen, an Quota und an Fokuszielen, der Mensch als Zahl auf einem Diagramm, als Kostenstelle und Potential.

Naja, immerhin kann man sich jetzt den Mercedes kaufen, oder den teuren Sportwagen, je nachdem wie gut man in dem Spiel war und dann ein paar Runden drehen 🙂
 
Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass Eltern ihre Kinder sehr lieben. Wenn du dann kommst und sagst, also Kinder will ich "ganz bestimmt nicht", dann hört sich das für die vielleicht herzlos an. Als ob du Kinder (alle Kinder, und damit auch ihre Kinder) nicht mögen würdest. Und vielleicht unterstellt man dir auch Hedonismus und Oberflächlichkeit. Also als jemand, der nur den bequemen Weg und das oberflächliche Vergnügen sucht, aber für tiefe Bindungen und Verantwortung nichts übrig hat.
 
Also als jemand, der nur den bequemen Weg und das oberflächliche Vergnügen sucht, aber für tiefe Bindungen und Verantwortung nichts übrig hat.

Damit liegst du richtig. Ich will ein entspanntes spaßvolles leben. Und nicht von der einen großen Verantwortung (arbeit, Haushalt führen) zurück in die nächste wie z.b Kinder, eine Partnerschaft. Mit dieser Einstellung würde ich vielen gegen den Kopf stoßen. Gegen Kinder habe ich auch nichts direkt solange ich mich darum nicht kümmern muss. Das ist anstrengend und teuer...

Jeder für sich weiß ja was er zutun hat, was er leisten muss, was er will und wie kurz er treten muss.
 
Jeder hat so seine Vorstellungen und Wünsche wie das eigene Leben sein soll. Der eine will die Welt bereisen, für den anderen gibt´s nichts schöneres als zu Heiraten und Kinder zeugen, ein anderer will Action feiern etc. Warum wollen manche einem überhaupt indirekt "klar machen" das man falsch denkt? Bloß weil da ggf zwei welten (Vorstellungen) aufeinander treffen? Ich hatte mir wirklich ganz grob mit jemanden darüber Unterhalten wie man sich das leben so Vorstellt. Ganz typische fragen eben: Willst du mal heiraten? Hast du Kinder? (Falls nicht) Willst du mal welche? also nichts ausschweifendes. Wobei ich glaube das ich da eh auf widerstand stoßen würde. Anhand dessen wie man da Antortet wird man von manch einem schon merkwürdig angeguckt... Dabei ist es doch zu Schade zum warten. Einfach vor sich hingammeln und von Dingen träumen statt diese zu tun, oder es zumindest versuchen. Jeder ist doch individualistisch und kann sich so entfalten wie er es mag, oder nicht? Warum dann gleich immer den Zeigefinger heben und "schimpfen"? Wie seht ihr das?

Ich sehe das so dass Menschen sich doch oft miteinander vergleichen und bewerten, vielleicht letztendlich um herauszufinden wie man mit dem- / derjenigen Gegenüber umzugehen hat, wer mehr zu sagen hat, mehr Ehrgeiz an den Tag legt, wer bisher was erreicht hat, usw.

Will damit andeuten dass sich vielleicht aus solchen Fragereien eine gewisse Hierarchie ableiten lässt, aus der die Person dann Rückschlüsse zieht.

Ich sehe es aber ähnlich wie Du und kann mit solchen Fragen nix anfangen. Glücklicherweise bin ich abweisend genug, so dass mich inzwischen niemand mehr solche Fragen nervt.

Würden solche Leute mit ihren Gedanken und ihrer Lebensführung bei sich bleiben und ihre Art zu leben nicht als die einzig wahre empfinden, wären solche nervtötenden Fragereien nicht nötig. Und man selbst würde nicht in die blöde Situation kommen, sich für seinen Lebensweg erklären zu müssen.
 
Will damit andeuten dass sich vielleicht aus solchen Fragereien eine gewisse Hierarchie ableiten lässt, aus der die Person dann Rückschlüsse zieht.

Hierarchie? Welche Hierarchie? Ist jemand etwas besseres wenn er verheiratet ist und Kinder hat? Ist jemand besser wenn er größer und objektiv schöner ist? So etwas gibt's nur im Kopf.

Leute die sich profilieren müssen und etwas lauter sind vergessen das niemand unantastbar ist. Sowas gibt's in berufen oder sonst wo aber nicht in der Freizeit. Leben und leben lassen so einfach ist das. Leute mit kleinen Ego wollen ganz oben sein.
 
Hierarchie ist vielleicht das falsche Worte, aber ich denke, dass man vielleicht sagen kann, dass der Eine erfolgreicher im Leben ist als der Andere. Jemand, der einsam und ohne viele Bindungen lebt, sagt in einer Krise vielleicht: Ich hab ja nix und niemand. Wofür leb ich überhaupt? Wohingegen ein Familienvater sagen kann: Es gibt ein paar Menschen, die mich lieben und die immer zu mir halten werden und die mir wichtig sind und mir Halt geben. Und die sich um ihn kümmern werden, wenn er alt ist.

Man könnte auch sagen: Jemand, der eine Familie gegründet, ein Haus gebaut und einen Baum gepflanzt hat, der hat einfach mehr erreicht / geleistet / es zu mehr gebracht. Es sei denn, der "einsame" Lebensstil ist wirklich völlig frei gewählt, und man ist damit völlig zufrieden - und evtl. dafür auf anderen Feldern erfolgreich. Ein Beispiel dafür wäre Roger Willemsen.

Ist dein Weg wirklich völlig frei gewählt oder mehr den Umständen geschuldet? Wenn ich mich recht erinnere, hast du hier im Forum geschrieben, dass du dich schwer damit tust, eine Partnerin zu finden. Würde deine Lebensplanung genauso aussehen, wenn du eine feste Freundin hättest und das Geld, eine Familie zu ernähren?

Beziehung zu anstrengend, Kinder zu anstrengend - klar kann jeder seine Präferenzen haben, wie er will, aber mir kommt das trotzdem ein bisschen komisch und unglaubwürdig vor. Wenn eine super heisse Frau dir sagen würde, sie will mit dir zusammen sein, würdest du der sagen, nöö, is mir zu anstrengend? Wieviel von dem, was du hier schreibst, ist Trotz?
 
Ist dein Weg wirklich völlig frei gewählt oder mehr den Umständen geschuldet? Wenn ich mich recht erinnere, hast du hier im Forum geschrieben, dass du dich schwer damit tust, eine Partnerin zu finden. Würde deine Lebensplanung genauso aussehen, wenn du eine feste Freundin hättest und das Geld, eine Familie zu ernähren?

Mehr den umständen entsprechend. Ich will nur das beste aus meiner Situation machen mehr nicht. Schwer tun ist kein Ausdruck. Fast unmöglich trifft es eher (scheint mir zuminest so). Wie ich bereits geschrieben habe möchte ich auch keine Kinder. Und ob meine Vorstellung/Planung genau so aussieht wie beschrieben wenn ich eine Freundin hätte? Das weiß ich nicht weil ich mir darüber keine Gedanken mache. Wozu auch? Meine letzten zwei Beziehungen liegen 10 und 12 Jahre zurück und bestanden aus Kompromisse, genörgel und Betrug. Mit sowas setzte ich mich nicht mehr auseinander. Das einzig blöde: Ich habe trotzdem einen Sexualtrieb den ich befriedigen will.

Beziehung zu anstrengend, Kinder zu anstrengend - klar kann jeder seine Präferenzen haben, wie er will, aber mir kommt das trotzdem ein bisschen komisch und unglaubwürdig vor. Wenn eine super heisse Frau dir sagen würde, sie will mit dir zusammen sein, würdest du der sagen, nöö, is mir zu anstrengend? Wieviel von dem, was du hier schreibst, ist Trotz?

Dein Beispiel ist unrealistisch und das wird auch nicht passieren. Und was meinst du mit Trotz? Wem soll ich trotzen? Ich will nur das beste aus meinen Umständen machen.
 
Hierarchie? Welche Hierarchie? Ist jemand etwas besseres wenn er verheiratet ist und Kinder hat? Ist jemand besser wenn er größer und objektiv schöner ist? So etwas gibt's nur im Kopf.

So meinte ich das ja auch - in den Köpfen derjenigen die andere Menschen ausfragen um zu erfahren wo diese stehen, wie diese ihr Leben meistern, was sie bisher erreicht haben und noch anstreben, usw.

Ich wollte mit "Hierarchie" also nur sinngemäß ausdrücken dass diese Leute womöglich anderen Leuten Löcher in den Bauch fragen weil sie bewerten und aus den Antworten ableiten, ob man über oder unter dieser Person steht.

Der Grundtenor der Gesellschaft ist halt nunmal mehr oder weniger dass jemand der ein Häuschen gebaut und ´nen BMW vor der Tür stehen hat mehr erreicht hat als jemand der entspannt und ohne Leistungsdruck durchs Leben geht.
 
Mehr den umständen entsprechend. Ich will nur das beste aus meiner Situation machen mehr nicht.

ob meine Vorstellung/Planung genau so aussieht wie beschrieben wenn ich eine Freundin hätte? Das weiß ich nicht

Na, das ist doch alles vollkommen okay und nachvollziehbar. Wenn dich die schiefen Blicke der Leute bei dem Thema stören oder du dich verständlicher machen willst, könntest du das genauer erläutern: Ich will keine Kinder, WEIL ... oder Ich will in meiner Situation keine Kinder, oder: Ich kann's mir gar nicht vorstellen momentan.

Schwer tun ist kein Ausdruck. Fast unmöglich trifft es eher (scheint mir zuminest so).

Ich hab hier im Forum gelesen, dass du dich in einem anderen Bereich, nämlich dem beruflichen, verbessert hast. Dort hast du sogar so was wie "alles ist möglich" geschrieben. Warum nicht diese optimistische Haltung auch auf die privaten Bereiche übernehmen?


Dein Beispiel ist unrealistisch und das wird auch nicht passieren. Und was meinst du mit Trotz?

Das Beispiel war bewusst überspitzt gewählt, um meinen Gedanken auszudrücken. Der Gedanke war: Du sagst, Beziehung ist dir zu anstrengend. Gleichzeitig leidest du aber auch darunter, dass du keine Frau hast. Und da frage ich mich, ob die Aussage "Beziehung, nöö, ist mir zu anstrengend" realistisch ist, oder einer Art Trotz oder Beleidigtsein entspringt. So nach dem Motto: Wenn mich keine will, dann will ich eben auch keine. In Wirklichkeit würdest du doch wollen, wenn sich die Gelegenheit ergibt, oder? Zumal du heute älter und erfahrener bist und die Beziehungen nicht mehr so negativ verlaufen müssten wie damals als Teenager.
 

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