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Hochbegabtes Arbeiterkind will studieren - Kein Plan von nichts

C

Chaoskind

Gast
Ich hab so viele Fragen. Wie läuft das mit der Bewerbung? Das scheint ne Menge Papierkram zu sein. Wie finanziere ich das? Bafög ist nur noch mehr Papierkram und der Staat will eh alles zurück, darauf kann ich verzichten. Die treten einem eh nur in den A****. Mit wievielen Arbeitsstunden muss ich rechnen? Ist ein regulärer Nebenjob plus irregulärer "Nebenjob" möglich?
Was in aller Welt ist ein Stipendium? Ich hab gelesen die mögens gern politisch oder so also bin ich praktisch der Quotenaufsteiger von irgendeinem korrupten Futzi?

Ich weiß nicht mal, was ich studieren will...ob ich studieren will. Wo ich prinzipiell schon drauf Bock hätte, als Autodidakt kriegst ja nirgendwo nen Nachweis her und in diesen intellektuellen Bereich gehör ich einfach rein.

Wie krass sind die Unterschiede zu den anderen? An meinem Gymi wars schon schlimm, 50% arrogantes Cocktailschlürferpack. Oder kommt das aufs Studienfach an? Werde ich auffallen? Allein schon an meiner Sprache müsste das scheitern, ich habe ein sehr ausgeprägtes Vokabular von Schimpfwörtern und benutze die auch oft.

Ich hab keine Connections was die Bildungswelt angeht und auch keinen fucking Plan was die Leute hören wollen...

Ich hab nicht mal nen gescheiten Lebenslauf. Ich hab halt mein Abi mit nem 2,9er und schlag mich so durch. Hier mal ein Job, da mal ein Job und eben sonst Kohle auftreiben. Letzteres inoffiziell. Das will doch keiner sehen.

Ja das ist noch eine Frage, wer will mich überhaupt bzw will mich überhaupt einer, ich mein niemand hebt Dreck von der Straße auf weils glitzert und vermutet nen Diamant dahinter, wer Diamanten will geht doch zum Juwelier und sucht nicht nach so nem verkratzten Ding von unter der Brücke links.
 
Eieieiei 😀 Geht doch nichts über ein wohlgepflegtes Image.

Arbeiterkinder gibt es doch gar keine mehr. Und Cocktails schlürfen sie alle.

Deine Sachfragen lassen sich super googlen. Wie man sich bewirbt, findest Du auf den Homepages der Unis. Wie man Bafög beantragt, auf der Seite des Bafögamtes, was ein Stipendium ist, erklärt Dir Wikipedia.

Es kommt darauf an, wie viele Stunden die Nebenjobs beinhalten. 20 Stunden pro Woche brauchst Du für ein Vollzeitstudium an Präsenzzeit und dazu solltest Du natürlich noch vor- und nachbereiten und lernen.

Für die Studiengangswahl kannst Du es mal bei der Abiturientenberatung der Arbeitsagentur versuchen. Es gibt auch so Messen für Abiturienten, keine Ahnung, was die taugen. Aber sonst wirds halt schwer, wenn Du nicht mal weißt, was genau Du studieren willst. Was waren Deine Leistungskurse?

Und zu Deinem Gleichnis: da gibt es einen Denkfehler. Egal, ob Juwelier oder Straße: es kommt niemand aufheben, in dem Fall geht der Berg zum Propheten.

Ist Deine Hochbegabung diagnostiziert?
 
Das scheint ne Menge Papierkram zu sein. Wie finanziere ich das? Bafög ist nur noch mehr Papierkram und der Staat will eh alles zurück, darauf kann ich verzichten.
Wenn sich nichts geaendert hat, will er nur die Haelfte zurueck.

Ist ein regulärer Nebenjob plus irregulärer "Nebenjob" möglich?
Du musst mit 41,2535 Arbeitsstunden rechnen. 😉
Also mal ernsthaft, das haengt sowohl von dir als auch von der Fachrichtigung ab. Ein paar mehr Informationen dies bezueglich waeren hilfreich. Falls du dich fuer eine Naturwissenschaft entscheidest (das einzige wovon ich berichten kann) werden es so zwischen 35 - 45 Stunden pro Woche sein, je nach Talent und Interesse. Genauere Zahlen dazu findest du auch im Internet...

Ist ein regulärer Nebenjob plus irregulärer "Nebenjob" möglich?
In den meisten faellen ist es meiner Meinung nach moeglich. Was ist ein irregulärer "Nebenjob"?

Ich weiß nicht mal, was ich studieren will...ob ich studieren will.
Das sind schon mal gute Voraussetzungen. Was macht dir den Spass?

Wie krass sind die Unterschiede zu den anderen? An meinem Gymi wars schon schlimm, 50% arrogantes Cocktailschlürferpack. Oder kommt das aufs Studienfach an? Werde ich auffallen?
Nun in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengaengen ist mir jedenfalls noch kein "arrogantes Cocktailschlürferpack" begegnet.

Ich hab nicht mal nen gescheiten Lebenslauf. Ich hab halt mein Abi mit nem 2,9er und schlag mich so durch. Hier mal ein Job, da mal ein Job und eben sonst Kohle auftreiben. Letzteres inoffiziell. Das will doch keiner sehen.

Ja das ist noch eine Frage, wer will mich überhaupt bzw will mich überhaupt einer, ich mein niemand hebt Dreck von der Straße auf weils glitzert und vermutet nen Diamant dahinter, wer Diamanten will geht doch zum Juwelier und sucht nicht nach so nem verkratzten Ding von unter der Brücke links.
Das alles interessiert doch nach dem Studium keinen mehr oder hast du das jahrelang so betrieben?
 
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Werde ich auffallen? Allein schon an meiner Sprache müsste das scheitern, ich habe ein sehr ausgeprägtes Vokabular von Schimpfwörtern und benutze die auch oft.
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Ja das ist noch eine Frage, wer will mich überhaupt bzw will mich überhaupt einer, ich mein niemand hebt Dreck von der Straße auf weils glitzert und vermutet nen Diamant dahinter, wer Diamanten will geht doch zum Juwelier und sucht nicht nach so nem verkratzten Ding von unter der Brücke links.

Du könntest dich ja selbst etwas aufpolieren.
An deinem Jargon feilen.
Deine fucking Einstellung mal überdenken, ob du überhaupt in Akademikerkreise willst.
Dies zu deiner Lebenseinstellung passt.
Dich mal schlau machen, was du mit deinem Durchschnitt von 2,9 studieren kannst und sehen was dich davon interessiert.

Eine gute Ausbildung ist doch auch nichts Schlechtes.

Egal ob hochbegabt oder nicht, man muss schon selbst etwas tun.
Rumgemaule bringt dich sicher nicht weiter.

alles Gute
 
Ich würde als noch Jurastudentin sagen, es kommt auf das Studienfach an. Bei uns gibt's viele davon, also gut situierte und viel Arroganz. Ich komme übrigens auch aus einer Arbeiterfamilie. Aber natürlich gibt's auch viele nette Leute! Die musst du nur finden 🙂

Was das Finanzieren belangt. Das kommt auch auf dein Studienfach an. Wenn du sowas wie Jura studieren willst, vergiss das viele arbeiten nebenher. Ich habs gemacht und mach es immer noch, aber über ein Minijob hinaus wirds kritisch. Vor allem gegen Ende, also Examen, da ist sogar ein Minijob eine Herausforderung. Denk also vorausschauend, weil du wirst auch Abschlussprüfungen haben.

20 Stunden darfst du nebenher arbeiten aber das ist nicht wenig. Und eine Anstellung, egal wo, gibt dir nie Freiheiten, du wirst die Arbeit nicht deinem Vorlesungsplan anpassen dürfen, sondern deine Vorlesung deinem Arbeitsplan anpassen müssen.

Bedenke noch Prüfungen. Da bekommst nicht mal einfach so frei. Alles schon passiert bei mir. Das beste war, kurz vor ner Prüfung rufte bei mir mein Chef an, obwohl ich "frei" hatte und meinte, dass ich doch schnell einspringen soll. Ja, ganz klar..Gab me Diskussion im Nachhinein.

Nimm das Bafög, da du nur die Hälfte tilgen musst am Ende. Wenn du den Höchstsatz bekommst, ist ne Menge davon geschenkt und zinsfrei. Es lohnt sich! Außerdem hast du noch Kindergeld. Ein Minijob dazu muss voll ausreichen, wenn du genug Bafög bekommst. Dann kommst du mehr als gut über die Runden!

Ohne Bafög und nur arbeiten wirds schwer! Da bleibt ein Studienkredit übrig, aber das ist wirklich nur für den Notfall gedacht.

Ich muss meinem Vorredner zustimmen. Eine Ausbildung heißt nichts schlechtes.
Ich fand mein Studium als auch Arbeiterkind ohne finanzielle Unterstützung hart und würde es nicht noch einmal machen. Allenfalls ein anderes Fach. Und Uni Absolventen verdienen nicht unbedingt besser, verabschiede dich von den früheren Gegebenheiten, das war mal.

Ich kenn Anwälte, die als Einstiegslohn weniger verdienen als einer der eine Lehre gemacht hat bei der Bank z.B. Ist zwar alles sehr fachbezogen, was ich erzähle, aber das soll zeigen, dass du keine unrealistischen Erwartungen an dein Studium und danach Stellen sollst, sonst wirst du wie viele enttäuscht.

Grüße 🙂
 
Also bei einem Stipendium kriegt man Geld für...was eigentlich? Ohne Rückzahlung. Wo ist da der Haken?

Leistungskurse waren Latein und Geschichte.

Das ist ne gute Frage. Ich glaub schon, dass das Professionell war, die Dame hatte nen Doktortitel und das ganze ging ewig. Wir haben bestimmt noch irgendwo das Dokument rumfahren...Aber mit der Schule gab es Stress und Blabla das kann gar nicht sein blabla das ist doch ADHS, also wurde das zur offiziellen Diagnose und das andere fiel untern Tisch.

Nebenjobs die du wahrscheinlich nicht vom Staat angeboten kriegst. Karten spielen und gewinnen. Mikrojobs am Handy. Den Gymikids die Facharbeiten schreiben. Sprayen nach Auftrag (mit Sprühkreide bei trockenem Wetter, so bleibt es legal aber das gewünschte Ärgernis wurde verursacht). Sowas halt.

Hmm was mir Spaß macht... Rätsel lösen. Das fasst es ganz gut zusammen. Wer hat welche Leiche im Keller? Profit aus unmöglichen Dingen schlagen. Neues Zeug lernen, scheißegal was. Musik mach ich auch gern. Bin E-Gitarrist. Und eben meine irregulären Jobs sind recht abwechslungsreich. Besonders wenn ich Gesetzeslücken ausnutzen kann. Im Prinzip könnte ich da einfach bleiben und weiterhin Klamotten verkaufen, damit der Staat denkt ich tu was. Und irgendwann meine Kartenzählerei ins Casino bringen. Oder Aktien, da hab ich so nen Simulator und bin ganz gut, aber da nen Budget herkriegen ist richtig schwer.

Ich mach das jetzt schon seit mehr als nem Jahr so. Es funktioniert halt und es springt (besonders aktuell) mehr raus wie bei ner normalen Ausbildung.

Gibts ne Szene von Neu-Akademikern? Das scheinen ja korrekte Menschen zu sein, aber mit so Justus von Wagner Gestalten will ich nix zu tun haben.

Ich hab sogar schon vernünftig gelernt zu argumentieren und zu debattieren ^^ Auch wenn mir noch gelegentlich ein: "Das ist kein Argument, du Spast" rausrutscht.
 
Wenn du nicht weißt was du studieren willst dann lass es bitte. Man studiert nicht wegen dem studieren wegens.

Wer hat dir überhaupt die Laus ins Ohr gesetzt, dass du hochbegabt wärst?
 
Wenn du nicht weißt was du studieren willst dann lass es bitte. Man studiert nicht wegen dem studieren wegens.

Wer hat dir überhaupt die Laus ins Ohr gesetzt, dass du hochbegabt wärst?

Das hab ich auch nicht durchgeblickt und hab mich das schon gefragt..

Genau! Nicht studieren, nur weil du "Student" sein willst oder "Akademiker". Du musst das Fach mögen, dich dafür interessieren. Geschenkt wird einem nichts im Studium.

Du kannst dich doch an bestimmten Tagen an Unis beraten lassen und reinschnuppern, in dem du dich in Vorlesungen setzt. Ansonsten ist jedes Fach eine gewisse Überraschung, denn nichts ist wie im 1.Semester und so läuft das auch nicht ab..

Viel Glück.
 
Hochbegabt ist auch nur ein Stempel, einer der mir auch verpasst wurde. Aber was bringt dir das schon? Das reicht ganz bestimmt nicht, um einen Job zu finden oder erfolgreich zu studieren.

Bevor du dich aus Lust und Laune irgendwo einschreibst, solltest du dir genau überlegen, wo du im Leben gerne hinmöchtest und wie du da am besten hinkommen kannst. Brauchst du dafür überhaupt ein Studium? Und bist du dazu bereit noch 3 bis 5 Jahre die Schulbank zu drücken?
Für die Finanzierung finden sich Mittel und Wege. Da bietet die Hochschulen selbst auch Beratungsstellen an. Solltest du dich also für ein Studium entscheiden, hättest du dort eine Anlaufstelle, die dir bei Bedarf auch mit dem "Papierkram" helfen könnte.

Zu den "Justus-Wagner-Gestalten": Erfahrungen mit denen habe ich im Studium nie gemacht. In wirtschafts- und rechtsverwandten Studiengängen soll das teils anders aussehen, wobei das sicherlich auch von der Hochschule abhängig ist. Daran aber festzumachen, ob du studierst oder nicht, halte ich für Schwachsinn. Der Vorteil an der Uni ist doch: Du kannst den Kontakt zu deinen Kommilitonen auf ein bares Minimum verringern, falls du das möchtest.
 

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