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Interkulturelle Beziehung - Mutter meines Freundes will mich nicht

  • Starter*in Starter*in Kayleen
  • Datum Start Datum Start
Die zentrale Frage ist doch: Hält er zu Dir?
Würde er zu Dir halten, würde ich schreiben, dass es völlig egal ist, was seine Mutter tut und sagt. Dann könntet ihr euch ein Leben zusammen aufbauen, egal ob die Mutter stänkert.
Aber er hält nicht zu Dir. Auf dieser Basis ist keine Beziehung möglich, egal was die Mutter tut. Er überlegt offen, eine andere Frau zu "nehmen"...das spricht er offenbar sogar vor DIR aus??? Das ist dermaßen respektlos Dir gegenüber. Dieser Mann hat keine Ahnung, was eine echte Partnerschaft ist.
Lass die Finger von ihm! Du brauchst einen Mann auf Augenhöhe und den wirst Du sicher finden: Du wirkst hier sehr nett und bist bestimmt klug und auch hübsch: Wirf Dich nicht weg, an einen Kerl, der Dich nicht respektiert!
 
Kayleen, dieser User Nordrheiner hat keine Ahnung, aber gerade den Koran verspeist. Und findet kein gutes Haar am Islam. Also wundere dich bitte nicht über seine Antworten.
Cloudy, ich kennen Nordrheiner nicht, aber das, was er schreibt, ist richtig und noch sehr sehr harmlos ausgedrückt. Es hat auch nicht direkt etwas mit dem Koran zu tun (aber auch), sondern mit der Sozialisation.

Familie und der Familienwille geht über alles. Auch wenn man es nicht gern hört: es werden mit Europäerinnen Erfahrungen gesammelt. Das lässt die Familie gerade noch so gelten, aber geheiratet wird die Jungfrau aus dem eigenen Land. Er scheint jetzt das richtige Alter dafür erreicht zu haben. Macht er das nicht - was sehr selten passiert - bricht die Familie mit ihm. Das ist so ziemlich das schlimmste, was man sich in seiner Kultur vorstellen kann, dass die Familie wegbricht.

Was mich an der TE wundert, ist, dass sie sich sich offensichtlich in den ganzen Jahren nie mit der Mentalität, Denk- und Verhaltensweise der Menschen des Landes ihres Freundes auseinandergesetzt hat. Du gehst von europäischen Verhaltensnormen aus. Das was du beschreibst, geht weit über das hinaus, was ein schlechtes Verhältnis zur Schwiegertochter ausmacht.
 
Cloudy, ich kennen Nordrheiner nicht, aber das, was er schreibt, ist richtig und noch sehr sehr harmlos ausgedrückt. Es hat auch nicht direkt etwas mit dem Koran zu tun (aber auch), sondern mit der Sozialisation.

Familie und der Familienwille geht über alles. Auch wenn man es nicht gern hört: es werden mit Europäerinnen Erfahrungen gesammelt. Das lässt die Familie gerade noch so gelten, aber geheiratet wird die Jungfrau aus dem eigenen Land. Er scheint jetzt das richtige Alter dafür erreicht zu haben. Macht er das nicht - was sehr selten passiert - bricht die Familie mit ihm. Das ist so ziemlich das schlimmste, was man sich in seiner Kultur vorstellen kann, dass die Familie wegbricht.

Was mich an der TE wundert, ist, dass sie sich sich offensichtlich in den ganzen Jahren nie mit der Mentalität, Denk- und Verhaltensweise der Menschen des Landes ihres Freundes auseinandergesetzt hat. Du gehst von europäischen Verhaltensnormen aus. Das was du beschreibst, geht weit über das hinaus, was ein schlechtes Verhältnis zur Schwiegertochter ausmacht.

Hallo Mayuka.


Es gibt auch im islamischen Kulturkreis schlicht Menschen mit schlechtem Benehmen/Charakter.

Das hat dann aber nichts mit der Kultur zu tun.

Diese Mutter würde eine Muslima wohl auch so behandeln.
 
Hallo Mayuka.


Es gibt auch im islamischen Kulturkreis schlicht Menschen mit schlechtem Benehmen/Charakter. Das hat dann aber nichts mit der Kultur zu tun.

Diese Mutter würde eine Muslima wohl auch so behandeln.

Liebe cloudy,

wir wissen nicht, ob die Mutter eine Muslima ebenso behandeln würde. Aber wenn wir uns mit dem Islam beschäftigen, dann wissen wir, dass die Religion, die seit Jahrhunderten eine Staatsreligion ist, entscheidenden Einfluss hat auf das soziale bzw. kulturelle Verhalten. Ist man Muslim, dann verhält man sich sozial i.d.R. so, wie es im Islam allgemein in dem jeweiligen Land üblich ist. Ob man darüberhinaus noch sehr religiös ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

Und ja, zu dem kulturellen Verhalten, zu dem religiösen Einfluss kommt auch noch schlechtes Benehmen. Aber was schlechtes Benehmen oder was ein schlechter Charakter ist, wird auch wieder im Islam nicht nach europäischen Maßstäben beurteilt, sondern nach islamischen in der jeweiligen landestypischen Prägung.

LG, Nordrheiner
 
Nordrheiner bitte, im Ernst, hör doch mal auf, so zu schreiebn, als wären alle Menschen im Islam gleich. Das ärgert mich langsam.

Und zwischen Türkei und arabischem Islam gibt es nochmal Unterschiede.

Für dich gibt es da keine Individuen mehr sondern nur DEN ISLAM.

So gehts doch nicht!
 
Es gibt auch im islamischen Kulturkreis schlicht Menschen mit schlechtem Benehmen/Charakter.

Das hat dann aber nichts mit der Kultur zu tun.

Diese Mutter würde eine Muslima wohl auch so behandeln.

Das Verhalten der Mutter zeigt eine eindeutige Abwehrhaltung der TE gegenüber. Sie will nichts mit ihr zu tun haben, zeigt es sehr deutlich, weil sie sie gar nicht als Schwiegertochter will. Warum sie dann also kennenlernen?

Ja, auf Grund der Hierarchie in einem arabischen Familienverbund kann es sein, dass sie eine muslimische Schwiegertochter von oben herab behandeln würde, aber da es Familientradition ist, dass die Familie die Schwiegertochter aussucht, wird sie sie zu ihrer eigenen Zufriedenheit mit aussuchen.

Aber natürlich wird auf religiöse Elemente zurück gegriffen, wenn's nützt etwas in ihrem Sinne zu rechtfertigen.
Ob Religion vordergründig eine oder keine Rolle spielt, ist völlig gleichgültig. Sie spielt jedenfalls eine grössere Rolle als die TE annimmt.
 
Nordrheiner bitte, im Ernst, hör doch mal auf, so zu schreiebn, als wären alle Menschen im Islam gleich. Das ärgert mich langsam.

Und zwischen Türkei und arabischem Islam gibt es nochmal Unterschiede.

Für dich gibt es da keine Individuen mehr sondern nur den Brei ISLAM.

So gehts doch nicht!

Cloudy, lies doch genau. Ich schreibe deutlich von "landestypischer Prägung".
Das sollte auch Dir sagen, dass eben der Islam je nach Land auch unterschiedlich verstanden und gelebt wird. Daraus darfst Du ableiten, dass auch mir bewusst ist: Muslim ist nicht gleich Muslim. Schon die Zugehörigkeit zu den Schiiten oder zu den Sunniten ergibt deutliche Unterschiede.

Aber egal ob wir jetzt von Sunniten oder Schiiten oder Untergruppen sprechen: Mir ist jetzt kein islamisch geprägtes Land (incl. Türkei) bekannt, in dem die muslimische Gesellschaft Mann und Frau als gleichwertig ansieht oder es zur Normalität gehört, dass ein Muslim eine nicht-gläubige Frau zuerst ins Bett holt und dann auch noch heiratet. Ein streng gläubiger Muslim würde dieses Verhalten als unzüchtig und koranwidrig bezeichnen. Einem gering gläubigen Muslim ist das egal. Aber geheiratet wird üblicherweise trotzdem eine keusche Frau aus dem Islam.

Und jetzt zeige mir das islamische Land, in dem darüber die islamische Gesellschaft anders denkt.
 
Ich denke auch, dass das jetzt nicht nur im Islam vorkommt: Da merken wir es halt gerade besonders stark, aber bis vor wenigen Jahren war es doch hier genauso: Oder glaubt ihr, deutsche Eltern hätten 1970 gejubelt, wenn die Tochter einen Italiener "angeschleppt" hätte? Auch würden deutsche Eltern wohl auch nicht gerade in Freude ausbrechen, wenn ihr Kind einen türkischen Partner/in daherbrächte.
Ich denke, Eltern haben von je her Vorbehalte gegen die Partner ihrer Kinder, wenn die aus anderen Kulturen, Schichten, Religionen, oder nur aus dem Nachbardorf kommen. Dass Eltern da Vorbehalte haben, kann man ja sogar in gewisser Hinsicht verstehen (sie wissen es eben oft nicht besser)
Das ist natürlch nicht zeitgemäß und dagegen muss man sich strikt wehren, aber dennoch: Das ist weit verbreitet und eigentlich ein "alter Hut". Tausende Romane, Theaterstücke und Opern haben doch dieses Thema.
Aber ein ebenso alter Hut ist: Wenn ein Mann nicht zu seiner Partnerin trotz all dem stehen kann, ist er es nicht wert.
 
Und jetzt zeige mir das islamische Land, in dem darüber die islamische Gesellschaft anders denkt.
Nicht alle Menschen in einem Islamischen Land denken gleich! Und schon garnicht alle Moslems hier in Deutschland denken gleich. Hier geht es um die Partnerschaft mit einem konkreten Menschen: Der hat sich als nicht gerade Partnerschaftlich bewiesen: Also ist es völlig egal, welcher Religion er angehört.
 
Ich denke auch, dass das jetzt nicht nur im Islam vorkommt: Da merken wir es halt gerade besonders stark, aber bis vor wenigen Jahren war es doch hier genauso: Oder glaubt ihr, deutsche Eltern hätten 1970 gejubelt, wenn die Tochter einen Italiener "angeschleppt" hätte? Auch würden deutsche Eltern wohl auch nicht gerade in Freude ausbrechen, wenn ihr Kind einen türkischen Partner/in daherbrächte.
Ich denke, Eltern haben von je her Vorbehalte gegen die Partner ihrer Kinder, wenn die aus anderen Kulturen, Schichten, Religionen, oder nur aus dem Nachbardorf kommen. Dass Eltern da Vorbehalte haben, kann man ja sogar in gewisser Hinsicht verstehen (sie wissen es eben oft nicht besser)
Das ist natürlch nicht zeitgemäß und dagegen muss man sich strikt wehren, aber dennoch: Das ist weit verbreitet und eigentlich ein "alter Hut". Tausende Romane, Theaterstücke und Opern haben doch dieses Thema.
Aber ein ebenso alter Hut ist: Wenn ein Mann nicht zu seiner Partnerin trotz all dem stehen kann, ist er es nicht wert.

Oberflächlich betrachtet hast Du natürlich Recht, Violetta, dass überall Landesfremde eher abgelehnt als willkommen geheissen werden. Trotzdem ist der Unterschied der möglichen sozialen Konflikte ein anderer, ob wir über eine Frau aus Pakistan sprechen, die von einem Muslimen aus dem Iran geheiratet wird oder ob wir über Beziehungen zwischen Italienern und Deutschen vor z.B. 30-40 Jahre reden. Der Unterschied liegt darin, dass in einem Fall Eltern Vorbehalte gegen Fremde haben und im anderen Fall bestimmen sie "kraft kultureller Gepflogenheit" die Regeln.

Es ist auch unbestritten, dass ein Mann, dessen familiäre Wurzeln in einem islamischen Land liegen, eine ungläubige (deutsche) Frau heiratet und beide glücklich und friedlich zusammenleben können. Auch sowas gibt es. Aber das ist nicht die Regel.

Nur würde ich immer zu folgendem raten: Bist Du eine gem. Koran ungläubige Frau, dann beachte

a) niemals mit einem Muslim ins Bett gehen, vor der Heirat, egal ob er streng gläubig ist oder nicht
b) wollt ihr heiraten, dann prüfe vorab sehr genau seine familiäre Bindung und die kulturellen bzw. sozialen und religiösen Ansichten seiner Familie.

Bist Du in seiner Familie auch als Ungläubige willkommen und wirst gleichwertig respektiert, dann ist es aus meiner Sicht eher schön, wenn Dein zukünftiger Partner an seiner Familie hängt. Sieht seine Familie alles "etwas" anders, dann steht Dein zukünftiger Partner zwischen den Stühlen und Du benötigst eine klare Aussage, auf welchen Stuhl er sich setzen will.

LG, Nordrheiner
 

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