Hallo Bandit,
zu Deinen Fragen „in Grün“ in Beitrag 533 meine Antworten in Schwarz:
(Weil Du viel geschrieben und gefragt hast, teile ich meine Antworten in 2 Abschnitte auf.
Hier der Teil II.
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Da es genügend wissenschaftliche Beweise der Evolution, der Entstehung des Universum und des Stammbaums der Entwicklung des modernen Menschen gibt. Ist das was Du bestreiten willst kein Glaube mehr.
Wenn Du das so genau weisst, hast Du entweder die bisherigen Beiträge nicht verfolgt (z.B. meinen Beitrag Nr. 375, direkt an Dich gerichtet) oder Du hast eine genaue Kenntnis über Beweise der Richtigkeit der Evolutionstheorien. Die solltest Du hier uns nicht vorenthalten.
Du erinnerst mich an einen Ausspruch von Napoleon Bonaparte: „Die Menschen glauben alles, es darf nur nicht in der Bibel stehen.“
Wenn Du an die Bibel glaubst ist das wahrscheinlich schön für Dich und ich wünsche Dir auch alles Gute damit.
Nur solltest Du nicht deinen Glauben mit Wissenschaftlichen Beweisen vermischen. Ich gebe mir Mühe. Das ist mir doch bisher auch gelungen, oder?
Denn Du verleugnest Beweise und kannst sonst nur Zweifel anbringen. Spätestens jetzt aber bist Du beweispflichtig für Deine Behauptung. Welche Beweise bitteschön leugne ich???
Ein kleines Beispiel, viele christliche Menschen glaubten noch vor der ersten Weltumsegelung 1522 von Ferdinando Magellan, dass die Welt eine Scheibe wäre. Danach war dieser Glaube zerstört.
Ein interessantes Beispiel. Die Kirche des Mittelalters hatte das Weltbild der griechischen Philosophie sowie der ptolemäischen Astronomie übernommen. Dem zu Folge wurde die Erde im Mittelpunkt der Welt als feststehend angenommen. Nikolaus Kopernikus u. Galileo Galilei vertraten das heliozentrische System (Sonne in der Mitte). Übrigens, wusstest Du, dass beide an Gott glaubten und die Bibel als vertrauenswürdig ansahen? Das Weltbild der Bibel spricht nicht von einer Scheibe. In Hiob 26,7 wird eine Aussage gemacht, die um über 2.000 Jahre seiner Zeit voraus war. Und in Lukas 17, 34-36 finden wir einen Hinweis auf die Kugelgestalt der Erde.
So funktioniert Wissenschaft, man hat eine Idee, stellt eine Theorie auf, man entdeckt/erforscht und kann es irgend wann auch beweisen!
Du solltest nicht so wissenschaftsgläubig sein. Die Evolutionstheorien sind ebenfalls nicht bewiesen. Nur die Hoffnung, dass sich das mal ändert, lebt noch weiter.
Einerseits wissen wir Menschen heute viel mehr als die Menschen, die vor 100 Jahren und früher lebten – und doch wissen wir noch viel zu wenig. Nur zwei „kleine“ Beispiele: Die Physiker bemühen sich darum, die Struktur der Materie herauszufinden. Die Liste der Elementarteilchen wächst ständig, dennoch ist man über das Stadium von Modellvorstellungen nicht hinaus. Bei der Photosynthese wird Lichtenergie in energiereiche chemische Verbindungen umgewandelt. Trotz einiger bekannter Detailvorgänge ist der gesamte Prozess noch weitgehend unverstanden. Von einer verfahrenstechnischen Nachahmung ist man nach meiner Kenntnis noch meilenweit entfernt wie von der Kenntnis, wie die dazu erforderlichen Informationen in der lebenden Zelle niedergeschrieben ist. Das Formenwachstum in der Biologie ist ebenfalls eines der großen Rätsel. Wie geschieht die Kommunikation der Zellen untereinander?
Fazit: Wir bezeichnen Wissen jenen kleinen Teil der Unwissenheit, den wir geordnet und klassifiziert haben.
Na wenn dem so wäre und die Christen sich danach wirklich richten würden, jedenfalls nach dem NT, dann wäre die Welt wohl besser. Nur leider haben gerade Christen, trotz den guten Leitlinien die die Bibel vorgibt, hauptsächlich NT.
Nicht soviel gutes in die Welt gebracht, Religionskriege, Hexenprozesse und abstrafung von anders denkenden
Da gebe ich Dir Recht. Als Erklärung ist vielleicht hilfreich, dass viele, die sich Christen nannten (und nennen), das NT bzw. die Lehre durch Jesus Christus nicht vor Augen haben, keine Christen sind, nennen sich nur so, vielleicht weil sie Mitglied einer Kirche sind.
Im christlichen Glauben geht man davon aus, dass das Leben im „hier und jetzt“ Konsequenzen hat, die sich auch nach dem Tod auswirken.
Dazu hast Du geschrieben:
Genau das ist etwas, das mich persönlich am christlichen Glauben ab stößt!
Nicht weil ich sonst Konsequenzen fürchten würde (glaube ich nicht dran), sondern, dass Strafe immer mitschwingt.
Das widerspricht Jesus Lehre in großen Teilen. Liebe deinen nächsten wie Dich selbst.
Oder lieben sich Christen nicht und tun deshalb schlimme Dinge?
Du hast offensichtlich noch nicht einmal die Evangelien gelesen, sonst wüsstest Du, dass gerade Jesus sehr oft von Gericht und Strafe gesprochen hat. Und was Christen anbelangt, schrieb ich schon meine Antwort im vorausgehenden Absatz.
Wäre dein Wunsch, dass die Evolutionslehre aus den Schulbüchern verschwindet
und dafür nur die biblische Schöpfungsgeschichte gelehrt wird?
Die Evolutionstheorien sind weit verbreitet. Daher sollten sie auch Thema im Schulunterricht sein. Die meisten Menschen, die daran glauben, wissen nicht, dass diese Theorien unbewiesen sind. Daher sollte der Unterricht umfassend stattfinden und nicht in Form eines Evolutions-Religionsunterrichts.
Und ja, die biblische Schöpfungsgeschichte sollte gelehrt werden und nicht nur dieser biblische Abschnitt. Das Wissen sehr vieler Menschen zur Bibel ist oft genauso furchtbar mangelhaft wie das Wissen zu den Evolutionstheorien, wie deutlich an den Beiträgen hier im Forum zu ersehen ist.
LG; Nordrheiner