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Glaubt Ihr an die Wiedergeburt?

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In der Tat ist es völlig egal, ob Leute glauben oder nicht. Die Erde schert sich darum nicht. Solange Glauben nicht fanatisch wird. Aber wir erleben leider auch gerade was passiert wenn er fanatisch wird. Und da liegt auch der Unterschied zum Atheismus: Kein Atheist wird tausende von Leute abmurksen, weil sie nicht nichtglauben.
 
Und da liegt auch der Unterschied zum Atheismus: Kein Atheist wird tausende von Leute abmurksen, weil sie nicht nichtglauben.

Kleine Geschichtsstunde: In den letzten 100 Jahren
wurden sehr sehr viele Menschen verfolgt und ge-
tötet, weil sie "nicht-nicht-geglaubt-haben" - näm-
lich von Atheisten der Couleur Stalinist, Maoist,
Pol-Pot, etc. etc. ... wie hier schon geschrieben
wurde: Dummheit und Bosheit sind gleichmäßig
verteilt, das hat mit Glauben und Nichtglauben
nichts zu tun.
 
Glaube ich nicht und dürfte auch nciht so gewesen sein. Die erwähnten Leute mögen sehr böse gewesen sein, aber aus Glaubensgründen haben sie niemand umgebracht. Es gibt ja keine Nichtreligionskriege.
 
Sorry, mikenull - du bist doch so ein "Schlauer" 😉 - das
kannst du jetzt nicht ernst meinen. Warum sonst sollten
diese Diktatoren so viele religiösen Menschen getötet
haben - weil die deren Nicht-Glauben nicht teilen wollten
und sie sich von der als rückständig angesehenen Religion
bedroht fühlten. Nicht nur der Gott der 10 Gebote möchte
keine "anderen Götter neben sich haben".

Dieses Phänomen gibt es spätestens seit der Pharao Ech-
naton auf die fatale Idee kam, es könnte den "einzig
wahren Gott" geben und er wäre derjenige, der ihn er-
kannt hätte (im Sonnengott Aton). Mose hat diese Idee
übernommen und andere nach ihm. Die dogmatischen
Kommunisten übertrugen das Muster dann schlicht auf
den scheinbar nicht-religiösen Bereich und erklärten
die Lehre, die Partei oder deren Führer (also sich selbst)
quasi als unangreifbaren "Gott".

Zumindest die Idee wurde also "wiedergeboren" 🙂
 
Also Stalin hat sicher seine Landsleute massenhaft ums Ecke gebracht, aber doch nciht weil sie an irgendwas geglaubt haben. Ich habe noch nie gehört, daß ein "Ungläubiger" massenhaft Gläubige ausrottet, weil sie glauben. In der Regel - vielelicht gibt es ein paar kleine Ausnahmen - morden Gläubige Menschen eines anderen Glaubens, oder ungläubige Menschen. Hitler wird ja oft erwähnt, weil er Gläubige massenhaft umbringen ließ - aber da war der Glauben wohl nicht erste Motivation.
 
Ich sollte leider gleich aufbrechen, will aber gerne noch einen Satz von Dawkins dazu einstellen. Der sagt nämlich: Entscheidend ist nicht, ob Stalin oder Hitler ( .... ) Atheisten waren, sondern ob der Atheismus die Menschen systematisch dazu veranlasst, schlimmeDinge zu tun. Und weiter: Dafür gibt es nicht die geringsten Anhaltspunkte. Zitat Ende.
 
Die Frage wäre zu klären, ob es z.B. von der Religion angeregte Selbstmordattentate gäbe, wenn die Religion kein Leben danach versprechen würde. Nehmen wir mal an, die religion ( jetzt antürlich weniger die christlcihe ) würde dem angehenden Attentäter die Wahrheit sagen: Freund, spreng dich mal ruhig in die Luft, wir können Dir aber fürs danach keine Versprechungen machen. Deine reste werden verrotten und es gibt auch nix mit den Jungfrauen, kein Leben im Paradies. Da würde ich doch zum Ausbilder sagen: Na komm, dann spreng dich doch selbst in die Luft, du Depp. Klar, das ist eine Theorie - aber ich denke, man sollte mit Aufklärung beginnen.
 
Wie soll denn sachliche Kritik an der Evolutionstheorie aussehen?

Wie soll sachliche Kritik an der Kugelform der Erde ausfallen?

Hallo Jusehr,

sachliche Kritik – ganz einfach:

Kritik an Deiner Behauptung, die Erde sei eine Kugel, sieht so aus:
Die Erde sieht nur wie eine Kugel aus. Tatsächlich ist die Erde an den Polen geringfügig abgeplattet und gegen ihren Äquator zu einem Äquatorwulst verformt. Gegenüber einer volumengleichen Kugel ist der Erdradius am Äquator um 7 Kilometer größer und der Polradius 14 Kilometer kleiner. Der Durchmesser am Äquator ist etwa 43 km größer als der von Pol zu Pol. Was also die meisten Menschen für eine Kugel halten, ist genau genommen keine.

Evolutionstheorie
Ähnlich ist es mit der Evolutionstheorie. Was viele Menschen für bewiesen halten, ist garnicht bewiesen. Die Evolutionstheorie ist erstmal ein gummihafter Begriff, der von vielen Wissenschaftlern mit unterschiedlichem Inhalt gefüllt wird. Die sachlichen kritischen Anmerkungen schrieb ich bereits in meinem Beitrag 253 – und mache Dich wieder darauf aufmerksam.

Kritikpunkt 1:
Einer der Evolutionskritiker ist Austin L. Hughes, der die Evolution als Grundidee nicht ablehnt, dazu sein eigenes Erklärungsmodell entworfen hat – der jedoch die von den meisten favorisierte positive Selektion (Verwandtenselektion bis hin zur Gesamtfitness-Theorie) als unbewiesen und unbrauchbar bzw. „unwissenschaftlich“ verwirft.

Kritikpunkt 2:
Was das Modell der positiven Selektion unbrauchbar macht, ist die nach meinem Kenntnisstand u.a. die Tatsache, dass Variation von Arten mit Höherentwicklung, die völlig neue Organbildung voraussetzt, verwechselt wird.

Kritikpunkt 3:
Einer dieser kritischen Punkte räumt Darwin in seinem Brief vom 01.02.1871 an J. Hooker ein. Dort teilt er mit, „Aber wenn wir feststellen könnten…“ und konstruiert einen Fall von einem ersten entstehendem Leben, welcher nur gegeben sein kann, nachdem Leben bereits entstanden ist.
Nachzulesen in: Darwin F. (1887) Leben und Briefe von Charles Darwin. E. Schweizerbarth, Stuttgart Bd. III.

Kritikpunkt 4:
Das plötzliche fossile Erscheinen verschiedenster Tierstämme zu Beginn des Kambriums wird bis heute als „kambrische Explosion“ bezeichnet (Erwin & Valentine 2013). Für Charles Darwin war dieser Befund ein Problem, es wurde auch bekannt als „Darwins Dilemma“, denn ein abruptes Auftreten ganz verschiedener Baupläne passte nicht zu seinen Vorstellungen einer graduellen Evolution. Es gibt viele Versuche, dieses Problem zu lösen oder wenigstens zu entschärfen – ohne befriedigendes Ergebnis (Meyer 2013).

Literatur dazu:
Erwin DH & Valentine JW (2013) The Cambrian explosion. The construction of animal biodiversity. Greenwood Village, Colorado.
Meyer and the Paleontological Literature; New Yorker Recycles Misrepresentation.
Meyer SC (2013) Darwin’s Doubt. The explosive origin of animal life and the case for intelligent design. New York

Kritikpunkt 5:
Gemäß der Darwinschen Evolutionstheorie ist der durchschnittlich größere Fortpflanzungserfolg der Tauglichsten das zwangsläufige Ergebnis eines natürlichen Prozesses, der sich natürliche Selektion nennt. Für moderne menschliche Gesellschaften ergäbe sich dann jedoch das folgende offenkundige Dilemma: Menschen mit einem niedrigen sozialen Status (Einkommen, Beruf, Bildungsniveau) haben heute durchschnittlich die meisten Nachkommen (Central Theoretical Problem of Human Sociobiology, demografisch- ökonomisches Paradoxon ). Im Sinne Darwins wären sie folglich die "Tauglichsten". Darwin, Charles (1998): On the Origin of Species, Hertfordshire: Wordsworth Editions, S. 99


Von Austin L. Hughes wird gesagt: Er soll die Diskussion um Evolution auf Basis Selektion als "schwierig" empfunden haben, weil diese Theorie seit 4 Jahrzehnten einen Heiligenschein trägt, den sie nicht (mehr) verdient. Das kann ich nachempfinden und ich vermute, Du jetzt auch.


LG, Nordrheiner
 
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