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Kinder in Deutschland müssen Hunger leiden????

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Eine ganz andere Geschichte sind selbstverständlich die zunehmend miesen Niedriglöhne! Es dürfte einfach nicht sein, dass arbeitende Menschen so wenig Geld haben, dass sie kaum sich selbst, geschweige denn ihre Kinder ernähren können. Das ist schlicht ganz großes Unrecht. Und ein Rückschritt in längst vergangene, viel schlechtere Zeiten.
Niedriglöhne sind Hartz IV-Niveau - von daher widerspricht sich dein Beitrag.

Ja was denn nu? - Kann man sich und seine Kinder jetzt damit vernünftig ernähren, wenn man will, oder nicht?
 
Also dass Kinder hungern müssen ist natürlich untragbar.
Aber ob das immer daran liegt, dass die Eltern lieber "Luxus Gegenstände" oder Alk/zigaretten kaufen finde ich auch fraglich.
Natürlich sollte zuerst Geld für vernünftige Lebensmittel ausgegeben werden.
Aber hier immer auf frühere (nachkriegs) Generationen oder so zu verweisen ist auch realitaetsfremd.
Früher war das ganz normal, dass man nur das nötigste zum überleben hatte. Es ging allen so. Man war kein Aussenseiter, wenn man so lebte. Es gab ja auch nix.
Heute sieht (und sehen auch die Kinder) in jedem Supermarkt und in Zeitung/zeitschiftfen/fernsehen etc. Und natürlich auch bei anderen Kindern, in der Nachbarschaft, verwandtschaft und und und was es alles gibt und was man selber nicht hat.
Ich finde es schon unmöglich, dass z.b das Kindergeld mit H4 verrechnet wird. Eine sauerei ist das.
Natürlich auch die niedrigloehne, klar. Auch ne sauerei.
Und ganz schlimm ist es auch, wie hier auch vielfach nachzulesen, dass man H4 Eltern oder ueberhaupt Eltern mit wenig Geld fast generell und pauschal die Kompetenz absprechen möchte, ein Kind vernünftig grosszuziehen.
Das ist sowas von demotivierend und destruktiv.
Ich weiss nicht, was das immer soll. Anscheinend habens viele nötig, sich dadurch besser zu fühlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vor ein paar Wochen morgens an der Bushaltestelle habe ich Ähnliches beobachtet. Beide Eltern am Qualmen. Beide am Schimpfen über das Arbeitsamst, dass man so früh aufstehen muss (Termin muss wohl so gegen neun gewesen sein). Und dann der Satz....na irgendwo muss das Geld ja herkommen.

Realistische Beobachtungen, die sicher viele teilen.

Ich beobachte dass, mehr nicht, dass ich mich darüber erhebe ist eine willkürliche Interpretation Deinerseits.
🙄

Ich beobachte auch und bekomme Informationen zugespielt, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. 😛

Und dummerweise bin ich zwangsweise öfters in euren "besseren Kreisen" unterwegs.

Was ich dort höre, ist an Menschenverachtung nicht mehr zu überbieten und ärmer gehts nicht mehr...😉

Dass man das hier durch die Blume liest wg. den Forenregeln, ist genauso arm...

Also ich würde mal zum Thema zurückkommen, statt Propaganda.
 
Vielleicht bildet sich eine solche Meinung nunmal aufgrund dieser Erfahrungen wie von Tobias beschrieben? Magst du jetzt als nächstes die Frage nach Huhn und Ei stellen?
 
Niedriglöhne sind Hartz IV-Niveau - von daher widerspricht sich dein Beitrag.

Ja was denn nu? - Kann man sich und seine Kinder jetzt damit vernünftig ernähren, wenn man will, oder nicht?

Stimmt so nicht. Erwiesenermaßen (war auch bei einer Freundin von mir so) kann man als Niedriglohnempfänger locker weniger Geld haben als ein HartzIV'ler mit allen Zuschüssen und Befreiungen. Beispiel: Besagte Freundin von mir hatte als alleinerziehende Mutter eines Sohnes die Möglichkeit ihn unter Hartz IV-Bezug gratis in den Kindergarten zu schicken. Hätte sie in ihrem gelernten (Niedriglohn-) Job vollzeit gearbeitet wären für jenen Kindergarten hohe Kosten entstanden. Die Lohnuntergrenze ab der die Kindergartengebühr erlassen wird, ist nämlich sehr niedrig. Dann zieh noch Miete in einer Großstadt von den maximal 1000€ Nettoeinkommen ab und Du bist bereits bei Hartz IV oder drunter. Vergessen wird außerdem auch oft, dass Hartz IV-Empfänger legal 180€ ohne Abzüge hinzu verdienen dürfen. So einen kleinen Job findet jeder wenn er will. Meine besagte Freundin hatte auch einen, 1x wöchentlich 5 Std. Wo ist das zu viel verlangt? Es gibt außerdem noch eine Menge Menschen die zu stolz sind aufstockendes Hartz IV zu ihrem Niedriglohn zu beantragen. Auch weil man damit gezwungen wäre erstmal Altersrücklagen etc. zu vernichten. So einfach ist das also nicht! Und je mehr Kinder eine Familie hat, desto größer wird die Scheere zwischen Niedriglohn und Hartz IV. Es gibt genügend Infos und Rechner dafür im Netz... Schau mal was HartzIV-Empfänger mit drei oder vier Kindern INSGESAMT bekommen... Dagegen ist es in vielen Berufen praktisch unmöglich, dass ein Verdiener je auch nur annähernd auf diese Summe käme. Und gerade bei mehreren, kleinen Kindern muss ja ein Elternteil wenigstens einige Jahre zuhause bleiben.

Zudem wollte ich aber natürlich damit AUCH sagen, dass es nicht sein kann, dass es ARBEITENDEN Menschen nicht besser geht als solchen die sich in der sozialen Hängematte ausruhen. Und auch, dass es durch die Niedriglöhne eben SO VIELEN Menschen finanziell so schlecht geht... es sind ja nicht NUR die ALG2-Empfänger betroffen. Die Armut breitet sich also viel weiter aus. Auch in Bereiche in denen sie eigentlich vermeidbar sein müsste... Ich hatte auch nur ein sehr niedriges Einkommen trotz harter Arbeit... - Jahrelang habe ich also fleißig in alle Sozialkassen eingezahlt - doch als ich jetzt krank wurde und ins Krankengeld fiel, hatte ich sofort (nach nur sechs Wochen!) nur noch Geld auf HartzIV-Niveau. Daraus leite ich auch ab, dass durch die Niedriglöhne schlicht und einfach vielen Menschen zunehmend die Motivation fehlt sich überhaupt aus HartzIV befreien zu wollen... durchaus verständlich.
 
Vielleicht ist das aber auch eine Frage des Blickwinkels und des eigenen Charakters.
Vom hohen Ross herunter lässt sich leicht auf das fussvolk runterschauen...wenn nicht sogar spucken.
Und...man sieht halt das, was man sehen möchte.


Vielleicht bildet sich eine solche Meinung nunmal aufgrund dieser Erfahrungen wie von Tobias beschrieben? Magst du jetzt als nächstes die Frage nach Huhn und Ei stellen?
 
Zudem wollte ich aber natürlich damit AUCH sagen, dass es nicht sein kann, dass es ARBEITENDEN Menschen nicht besser geht als solchen die sich in der sozialen Hängematte ausruhen.
Ja gut, man soll nicht alles auf die Goldwaage legen. 😉

Aber einerseits hast du schon erzählt, Hartz IV-Eltern würden ihre Kinder vorsätzlich nicht vernünftig ernähren, da sie die Kohle für Anderweitigeres lieber ausgeben, während Niedriglöhner, die ja schließlich arbeiten, das kaum könnten. 🙄

Übrigens: "Soziale Hängematte" gibt es nicht, vielleicht mal in Zeiten von Sozialhilfe - eher blindwütige Schikaniererei und Sanktionen, auch wegen Volkes Meinung - vor allem auf Kosten der Kinder.
 
Ich finde es schade, das schon wieder hier dieser Thread mit falschen Hintergrundgedanken interpretiert wird.

Denn es geht nicht um die h4 empfänger.
Es heißt nicht das alle H4 ihre Kinder verwahrlosen lassen und lieber rauchen.

Aber diese Eltern, um die es hier geht, empfangen ja auch Harz4. Sie sind unfähig. Denn sonst würden sie ihre Kinder nicht Hungern lassen.
Ich hoffe man versteht den Unterschied.

Wer von euch kennt den wirklich Kinder aus diesem Milieu oder war mal selber davon betroffen?

Ich kenne auch Kindern von Sozialschwachen Familien, den es gut geht. Da trinken vielleicht die Eltern auch. Sie wohnen in diesen Häusern, in denen niemand rein darf.... aber den Kindern geht es gut.

Da ist der Unterschied. Auch diese Eltern gehen nicht Arbeiten, warum auch immer. Aber sie kümmern sich um ihre Kinder.
Eine Familie hier in unserem Umkreis, naha leider trinken die Kinder viel Limo und essen auch nur so Fastfood und Zeug. Aber ihnen geht es gut. Es sind Mängel da. Aber dennoch haben die Kinder zu essen und einen guten Charakter. Vielleicht sogar noch besser als die Kids, die alles haben.

Darum sollte man da schon einen deutlichen Unterschied sehen.
 
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