Oh Mann, dieser Thread könnte auch heißen, sammelt mal alle Vorurteile, die ihr so kennt.
🙄
Grundsätzlich denke ich, müsste kein Kind in Deutschland hungern, müsste ...
In dem Artikel:
500.000 Kinder in Deutschland müssen Hunger leiden | WAZ.de
wird doch ganz gut beschrieben, woran es zum Teil liegt. Es wird das Falsche gekauft und manchmal auch das Geld falsch eingeteilt. Das passiert sicher nicht nur in Familien, die von Hartz IV leben. Fast Food ist ja soooo praktisch und Frühstück, wer braucht das schon?
Es gibt leider viele Familien, da gehen die Kinder ohne Frühstück aus dem Haus. Und es gibt auch viele Familien, die drücken ihrem Kind lieber morgens einen oder zwei Euro in die Hand, statt ihm ein gesundes Pausenbrot mit zu geben, was zudem viel weniger kosten würde. Merkwürdigerweise sind das häufig genau die Familien, bei denen das Geld nicht im Überfluss vorhanden ist, so jedenfalls meine Erfahrung. Wenn dann am Ende des Monats kein Geld mehr für Essen da ist, tja, dann ist das leider blöd.
Und es stimmt leider nicht, dass keine Eltern ihr Kind hungern lassen würden. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass Entsetzen durch das ganze Land ging damals, als das hier bekannt wurde:
Hamburg: Siebenjährige qualvoll verhungert - SPIEGEL ONLINE
Was die Verdienstmöglichkeiten von Pflegeeltern anlangt, das ist wirklich lachhaft. Mir ist vor Jahren mal eine Anfrage des örtlichen JA ins Haus geflattert, ob ich nicht Lust hätte, Kinder in Kurzzeitpflege aufzunehmen. Gezahlt würde nach heutiger Währung etwa 500,00 €. Damit war natürlich das Kind auch zu verköstigen. Anteilige Sozialversicherung? Weit gefehlt, aber ein eigenes Zimmer für das Kind sollte schon vorhanden sein, anteilige Kosten dafür waren in dem Pauschalbetrag natürlich mit abgegolten. Dafür hätte ich einen 24/7 Job gehabt.
🙄 Natürlich auch mit der Verpflichtung, mit den Eltern des Kindes und dem JA Termine wahrzunehmen. Ich habe dankend abgelehnt. Mit jedem Teilzeitjob wäre ich besser bedient gewesen.