Und was ist wenn keiner an dieser lächerlichen Kindergartentherapie dran teilnehmen will? Ich meine, früher hatten wir auch keine gebraucht. Wenn ich mein Vater wäre, würde meine Tochter irgendwo im Nirvana sitzen, nachdem sie ein für alle mal raus geschmissen wurde und sich mehrere Ohrfeigen eingefangen hatte. Man terrorisiert doch nicht die eigene Familie. Unerhört wer das macht. Ich werde mich hüten und sie ihr durchgehen lassen.
Ich finde Deine Worte wirklich schrecklich. Es ist also in Deinen Augen lächerlich, sich damit zu beschäftigen, was die Tochter fühlt, und zu versuchen, sie zu verstehen? DU terrorisierst Deine Familie, indem DU diese Zwietracht überhaupt gesät hast! Deine Kinder haben doch überhaupt keine Chance, sich besser zu verstehen, weil sie gegeneinander ausgespielt werden. Du liebst das eine Kind abgöttisch und dem anderen zeigst Du, daß es wertlos und ungeliebt ist. Wenn Deine Tochter sich immer so gefühlt hat, dann ist es überhaupt kein Wunder, daß sie keine Arbeit findet. Ich kann mir vorstellen, daß man bei solch einer lieblosen Behandlung kein Selbstbewußtsein und keinen Glauben an sich selbst entwickeln kann. Und dann wird es schwer mit der Arbeitssuche... Kinder sollten Liebe nicht erst "verdienen" müssen und sich einen Wert "erarbeiten" müssen. Weder, wenn sie noch klein sind, noch als Erwachsene.
Deiner Tochter würde ich empfehlen, sich auf ihre eigenen Füße zu stellen und ihre Eltern in die Wüste zu schicken. Ich denke, sie wäre definitiv besser dran, wenn sie sich von so einem lieblosen Umfeld lösen könnte und an der Aufarbeitung dieser bescheidenen Kindheit arbeiten könnte. Aus ihr könnte dann vielleicht wirklich noch ein Mensch werden, der sein Leben im Griff hat.
Wenn Du die Frage im Eingangsposting ernst meinst: ja, da habt Ihr definitiv versagt. Die Vergangenheit ist nicht mehr zu ändern, aber für eine bessere Zukunft könntet Ihr vielleicht noch Euren Teil dazugeben. Das würde aber erstmal mit einer ernsthaften Auseinandersetzung mit Eurem EIGENEN Verhalten anfangen müssen. Ich finde sowas nicht "lächerlich" oder "Kindergarten", DAS wäre wahre Elternliebe. Es geht nicht darum, wer "Recht" hat, oder den längeren Atem, oder wer zuerst Fehler gemacht hat. DAS ist lächerlicher Kindergarten. Es geht darum, einfach mal zuzuhören, sich versuchen in einen anderen Menschen wertfrei einzufühlen, sich auch mal damit auseinanderzusetzen, daß man SELBST Fehler gemacht hat, und versuchen, das einfach mal unkommentiert anzunehmen, und es für die Zukunft zu bessern. Der Umgang mit Menschen sieht doch nicht so aus, daß man erstmal sein Revier markiert, und sich dann nie wieder mit dem anderen auseinandersetzen muß. Es ist nicht so, daß man ein Kind einmal 18 Jahre lang "erzieht", und dann ein fertiges Produkt in den Händen hält. Der erwachsene Mensch macht auch seine Lebenserfahrungen, die ihn formen und prägen. Und kein Elternteil ist fehlerlos. Kein MENSCH ist fehlerlos. Aber dafür muß man einen Menschen nicht so verteufeln, wie Du Deine Tochter. Warum hat sie eigentlich so einen schweren Stand bei Dir? Sie kam ja nicht garstig aus dem Mutterleib, Du hast ihr ja vieles selbst mit auf den Weg gegeben. Darüber solltest Du vielleicht mal ernsthaft reflektieren.