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Frauen allein in der Natur

Es ist doch vor allem ein Kopfproblem, oder? Wenn ich jedes Mal, wenn ich mich aufs Fahrrad setze, daran denke, dass mich bei der nächsten Gelegenheit ein Volltrottel/in über den Haufen fährt, steigt die Wahrscheinlichkeit signifikant, dass es tatsächlich passiert. Da diese Angst, die du da mit dir herumschleppst vermutlich schon in deiner Kindheit initiiert wurde, und sich durch den täglichen Konsum aktueller Medienhypes permanent manifestiert, wenn nicht sogar verstärkt, kommst du ohne eine aktive Bearbeitung dieser Angstvorstellung nicht davon weg.

Wie schon gesagt, der eine Weg ist die Quasi-Desensibilisierung durch das Erlernen von Verteidigungstechniken, welche auch die Hemmung von Gewaltanwendung deinerseits herabmindert, der andere die Vermeidung, wobei ich die Idee mit dem "Keuschheitsgürtel" gar nicht für so dumm halte.

Ein pschotherapeutischer Ansatz wäre sicherlich auch denkbar, aber vermutlich ziemlich aufwendig und evtl. auch nicht angemessen.

Die Einfachste wäre sicherlich, nicht mehr allein, sondern in einer Gruppe loszuziehen.
Warum machst du es nicht so?
 
Ist es für dich wichtig welches Geschlecht mehr gefährdet ist? Benötigst du hierzu unbedingt einen Vergleich?

Natürlich ist es wichtig, wenn du der gefährdeteren Gruppe angehörst. Ich hab noch nie gehört, dass ein Mann oder Junge draußen auf dem Feld sexuell attackiert worden ist ... allerdings ... ich könnte mir vorstellen, dass das schon mal Jungen oder eher schmächtigen Männern passiert ist, die dann aber nicht darüber reden wollen.

Ich hab mir auch überlegt, vielleicht eine Umfrage zu diesem Thema zu starten, aber das geht ja wohl nur mit Angemeldeten, und auch da denke ich, es ist fraglich, ob Männer, die sich draußen unsicher fühlen, das hier ins Forum schreiben würden. Oder sogar, wenn ihnen tatsächlich was passiert ist.
Ein Mann hat ja in diesen Thread geschrieben, dass auch er sich manchmal draußen nicht wohl fühlt. Das fand ich gut.

Jetzt mal ernsthaft: dieser Thread (eingangspost) ist einfach nur amüsant,

Hallo Verdandi,
Themba hat schon fast alles gesagt, was ich dir antworten wollte. Hinzuzufügen wäre noch: Du attackierst mich, weil ich ängstlich bin. Aber deine eigene Stimmung war heute den ganzen Vormittag über auf "ÄNGSTLICH" gestellt. Das entbehrt nicht einer gewissen Komik 😛 ... Okay, es kann sein, dass du vor etwas Angst hast, das sehr viel wahrscheinlicher ist als meine Ängste. Natürlich ist es sehr viel schlimmer, wenn jemand eine lebensbedrohende Krankheit hat oder einen prügelnden Macho zu Hause. Keine Frage. Hier im Forum ist aber Gott sei Dank für alle kleinen oder größeren Probleme Platz. Wenn du mit diesem Thread nichts anfangen kannst, dann erstelle doch deinen eigenen Thread u. such dir Leute, mit denen du über deine Ängste kommunizieren kannst. Sollte hier ja kein Problem sein.


Oh Ja! 🙂 Es gibt sehr viele Ausweichtechniken!
Am besten, sagt man, eignet sich Allkampf.

Mit dem Kampfsport ist das so wie mit dem Tanzen oder Schwimmen.🙂 Aus manchen wird eine Ginger Rogers oder Franziska van Almsick, andere werden mit der Zeit ganz passabel und andere wiederum dümpeln oder hinken auch nach Jahren ohne sichtbare Verbesserung durch die Gegend. Für mich waren die Kampfsport-Stunden eher eine Bürde als eine Freude. Es war einfach nicht meins.
Und wie gesagt, es war kein Selbstverteidigungslehrgang, sondern traditioneller Kampfsport. Und die ganze Sache hat einfach viel mit Selbstvertrauen zu tun. Damals, als Teenager, hatte ich davon nicht viel.

Danke für den Tipp mit dem Allkampf und den Ausweichtechniken!
Ich hatte nicht konzentriert genug gelesen - Kampfsport ist natürlich was anderes als ein Selbstverteidigungskurs. D. h. dann warst du vermutlich nicht besonders traurig, als du aufgehört hast.


Mir ist nochwas eingefallen ... ich war mal hier in Deutschland mit dem Fahrrad unterwegs, kam an einen schönen, kleinen See, setzte mich ans Ufer und freute mich über den Anblick. Aber nur kurz. Dann kam ein nackter Mann um die Ecke - deutlich größer und stärker als ich - , ging schnurstracks auf mich zu, platzierte sich in meiner Nähe und sagte den schönen Satz: "Bist du öfters hier?" 🙄
Da war kein anderer Mensch in der Nähe. Ich bin aufgestanden und gegangen. Natürlich kann es sein, dass der bloß quatschen wollte. Aber ich fand sein Verhalten einfach extrem aufdringlich! Er hat ja nicht mal geguckt, ob ich überhaupt reden wollte. Und das alles in textilfreiem Zustand ...
Er hätte sich ja auch in 10 m Entfernung hinsetzen können, mal in meine Richtung gucken, hallo sagen und winken können, und dann abwarten, ob ich überhaupt reden will.
 
Hallo kaela und andere!

Eigentlich wäre es doch sinnvoll, wenn man (sowohl weiblich als auch männlich) ein kleines Gerät mit sich führen könnte, dass im Bedarfsfall einen Alarm auslöst. Zum Handy greifen, Nummer wählen etc sind ja Vorgänge, für die man im Notfall häufig keine Zeit mehr hat.

Dieser Notruf könnte bei der Polizei oder eigens dafür gedachte andere Personen ankommen, wo schnell reagiert wird. Selbstverständlich sollte die Position des Hilferufenden automatisch ermittelt werden. So ein System würde auch extrem abschreckend wirken.

Ein Gegenargument wäre Mißbrauch dieser Funktion. Na, dann muss man eben 200 Euro Strafe zahlen, wenn man es mißbräuchlich verwendet. Das ist nur eine technische Frage.

Wenn man bedenkt, wie viele Frauen zB zu später Stunde ganz ätzende Bahntunnel etc. durchqueren müssen, dann müßte sich die Politik endlich mal was einfallen lassen. Wenn man vor über 40 Jahren zum Mond fliegen konnte, wird man doch eine hinreichend taugliche technische Lösung zum Schutz unserer Bürger finden können! Für Senioren sind solche PiepserLösungen aufgrund medizinischer Defizite doch schon lange im Einsatz.
 
Natürlich ist es wichtig, wenn du der gefährdeteren Gruppe angehörst.

Das ist deine subjektive Wahrnehmung weil du Angst hast und wahrscheinlich auf Grundlage der Tatsache, das Frauen körperlich schwächer sind. Dabei vergisst du anscheinend, dass jeder ( egal ob m oder w ) zur falschen Zeit am falschen Ort sein kann.

Ich hab noch nie gehört, dass ein Mann oder Junge draußen auf dem Feld sexuell attackiert worden ist

Stimmt. Die werden glücklicherweise bloß tot geprügelt! 🙄

... allerdings ... ich könnte mir vorstellen, dass das schon mal Jungen oder eher schmächtigen Männern passiert ist, die dann aber nicht darüber reden wollen.

Ja, was denn nun?

Ich hab mir auch überlegt, vielleicht eine Umfrage zu diesem Thema zu starten, aber das geht ja wohl nur mit Angemeldeten, und auch da denke ich, es ist fraglich, ob Männer, die sich draußen unsicher fühlen, das hier ins Forum schreiben würden. Oder sogar, wenn ihnen tatsächlich was passiert ist.

Was möchtest du denn mit diesen Informationen tun?!?
Nützt dir das auf irgendeine Weise in Bezug auf deine persönliche Unsicherheit?
 
Kampfsport ist natürlich was anderes als ein Selbstverteidigungskurs. D. h. dann warst du vermutlich nicht besonders traurig, als du aufgehört hast.
Es war als fiele mir ein Riesenstein von den Schultern als ich endlich den Mut fand, den Kampfsport an den Nagel zu hängen. 🙂
Mir ist nochwas eingefallen ... ich war mal hier in Deutschland mit dem Fahrrad unterwegs, kam an einen schönen, kleinen See, setzte mich ans Ufer und freute mich über den Anblick. Aber nur kurz. Dann kam ein nackter Mann um die Ecke - deutlich größer und stärker als ich - , ging schnurstracks auf mich zu, platzierte sich in meiner Nähe und sagte den schönen Satz: "Bist du öfters hier?" 🙄
Da war kein anderer Mensch in der Nähe. Ich bin aufgestanden und gegangen. Natürlich kann es sein, dass der bloß quatschen wollte.
Vermutlich. V*** versuchen meist unauffällig zu sein, was diesem Mann ja nun überhaupt nicht gelungen ist! Exhibitionisten sind meistens harmlos,- abgesehen davon, dass man vielleicht Augenkrebs bekommt...😱
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Eigentlich wäre es doch sinnvoll, wenn man (sowohl weiblich als auch männlich) ein kleines Gerät mit sich führen könnte, dass im Bedarfsfall einen Alarm auslöst. Zum Handy greifen, Nummer wählen etc sind ja Vorgänge, für die man im Notfall häufig keine Zeit mehr hat.
Wenn man bedenkt, wie viele Frauen zB zu später Stunde ganz ätzende Bahntunnel etc. durchqueren müssen, dann müßte sich die Politik endlich mal was einfallen lassen. Wenn man vor über 40 Jahren zum Mond fliegen konnte, wird man doch eine hinreichend taugliche technische Lösung zum Schutz unserer Bürger finden können! Für Senioren sind solche PiepserLösungen aufgrund medizinischer Defizite doch schon lange im Einsatz.


Diese Idee finde ich super!🙂 Es schränkt die Freiheit nicht ein, man bzw frau muss nichts dafür lernen, wozu er oder sie in vielen Fällen weder richtig Talent noch großen Spaß dran hat (zB Selbstverteidigungskurse), und es würde zusätzliche Sicherheit geben.
 
Ich würde dir auch zu Pfefferspray raten. Das gibt es in jedem Jagdshop! (Falls natürlich bei dir einer in der Ecke ist). Ich glaube, dass es einem zumindest ein wenig die Angst nimmt und man wieder beruhigter spazieren gehen kann.

Also ich habe nicht so das Problem alleine spazieren zu gehen, besonders nicht tagsüber. Ansonsten wähle doch Routen aus, wo viele Jogger, Spaziergänger unterwegs sind? Und halte einfach dein Handy griffbereit.
Manchmal tut es auch ganz gut, sich nicht dort rein zu steigern.

Die einzigen Situation wo ich tatsächlich Angst habe alleine irgendwo entlang zu laufen oder radeln ist, wenn ich von einer Party erst einmal gute 2 km zwischen Maisfeldern her muss. Gut, dass ich einen netten Freundeskreis habe und die einen immer bis zur Straße, wenn nicht sogar Haustüre bringen.🙂
 
Die Einfachste wäre sicherlich, nicht mehr allein, sondern in einer Gruppe loszuziehen.
Warum machst du es nicht so?

Danke für deine Zusammenfassung meiner Möglichkeiten.

Mir geht es hier im Thread um meinen Wunsch, mit ruhigerem Gemüt allein spazieren gehen zu können, damit ich mich mehr auf die Natur konzentrieren kann. Klar wäre ich in einer normalen Wandergruppe sicher. Aber dort wird gequasselt ohne Ende, man spricht über Alltagserlebnisse und -probleme, es geht um den Spaß in der Gruppe und um die Bewegung, und ab und zu sagt jemand: "Toll hier, oder?" - Das, was ich mir wünsche, ist innerlich mehr in der Natur anzukommen. Zu sehen, zu hören, still zu sein. Hab ich auch im Eingangsthread geschrieben. Ich bin durch einen Beitrag hier zu dem Schluss gekommen, dass ich diesen Wunsch vermutlich in einer im weitesten Sinn meditiativen Gruppe am ehesten verwirklichen könnte - die ich wohl nicht so schnell finden oder gründen kann. Es wäre nicht wirklich das, was ich möchte, nämlich allein sein, aber käme meinem Wunsch am nächsten.


Eigentlich wäre es doch sinnvoll, wenn man (sowohl weiblich als auch männlich) ein kleines Gerät mit sich führen könnte, dass im Bedarfsfall einen Alarm auslöst. Zum Handy greifen, Nummer wählen etc sind ja Vorgänge, für die man im Notfall häufig keine Zeit mehr hat.

Dieser Notruf könnte bei der Polizei oder eigens dafür gedachte andere Personen ankommen, wo schnell reagiert wird. .

Es wäre wirklich super, wenn wir mal sowas hätten! Die Idee ist an sich auf jeden Fall sehr schön.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin (derzeit kann ich nicht so wie ich will) sehr gerne mit Menschen zusammen,
aber eben auch gerne ´mal alleine (egal ob mit oder ohne Hund) in der Natur.
Angst oder Furcht habe ich dort keine.

Kleine Regeln habe ich mir aufgestellt und die sind mir Gewohnheit.

- Immer nur mit wachen Sinnen in die ehr einsame Botanik.
(Eben nicht nach einer Party oder alkoholisiert oder müde die Abkürzung durch den Wald.)

- Gehe ich eine längere Strecke oder einen schwierigen Weg, sage ich eh´einer Person meines (wirklichen!) Vertrauens, wo ich bin.

- Festes Schuhwerk, insges. eine passende Bekleidung. Ich will mich ja nicht selbst behindern und auch nicht hilflos machen oder wirken.

- Gehe nie immer zur gleichen Zeit. So kann sich niemand darauf einstellen.


Und es gibt so einiges auch aus dem Selbstbehauptungstraining.
Selbstbehauptung kommt vor der Selbstverteidigung bzw. macht diese oft erst garnicht nötig.


Und ich war in meinem nicht ganz kurzem Leben ehr da in Bedrängnis oder echter Not, wo es mir (zu mindestens vom Sehen her) bekannte Menschen gab, als allein in der Natur.


Noch zum Thema Hund: darauf sind manche eingestellt. Hund bekommt Wurst oder es kann damit gearbeitet werden, dass Frau/Mann den Hund retten möchte. - Keine gute Idee.
Auch kann Hundi keine Zeugenaussage machen.


LG
Landkaffee
 
Noch zum Thema Hund: darauf sind manche eingestellt. Hund bekommt Wurst oder es kann damit gearbeitet werden, dass Frau/Mann den Hund retten möchte. - Keine gute Idee.
Auch kann Hundi keine Zeugenaussage machen.

Das kommt halt auf den Hund an! Ein ordentlich trainierter Dobermann würde auf deine Wurst pfeiffen, wenn das Frauchen in Not wäre. Eine ängstliche Frau die mit dem Hund natürlich trotzdem regelmäßig raus muss, würde ich ohnehin dann keinen kleinen Grasdackel empfehlen. In dem Fall sollte man sich vielleicht eher einen Gebrauchshund zulegen.
 

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