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Meine Mitbewohnerin kennt keine Grenzen

  • Starter*in Starter*in Fuechsin
  • Datum Start Datum Start
Aber wo anders hat man dann halt andere Probleme. So ganz perfekt ist es doch nie. Und das muss es doch auch gar nicht sein....


Ich hab glaub generel ein Problem mit diesem "Geben und Nehmen"

Sorry, ich schieb hier mal kurz noch ne andere Story ein. Aber haengt vielleicht ja zusammen.🙂

Neulich bin ich zu einem guten Freund eine Stunde mit dem Zug gefahren um ihm beim Einkaufen zu helfen, weil er sich den Arm gebrochen hat. Ich hab das auch wirklich gerne gemacht!!
Wir sind danach zu ihm er hat was gekocht und wir haben zusammen eine Doku geschaut

Jedenfalls hab ich die Zeit vergessen und fuer den letzten Zug war es schon zu spaet. Er meinte er koennte mich ja in die Stadt fahren, dass ich von da einen Zug nehme. Das haette aber keinen Unterschied fuer mich gemacht. Also hab ich bei ihm uebernachtet. Am naechsten Morgen meinte er dann er koennte mich ja zum Bahnhof fahren ich sollte ihm dafuer halt nen Kaffee kaufen.
Da bin ich dann doch lieber mit dem Bus in die Stadt. Meine Reise dauerte so eine halbe Stunde laenger.
Haette er mich am Aebend heim gefahren waeren das fuer ihn ca. 20-25 minuten pro Weg gewesen.

Ich persoenlich wollte fuer das Einkaufen mit ihm keine Gegenleistung. Ich hab das gerne gemacht und danach vergessen. Aber dass er nen Kaffee will dass er mich zum Bahnhof faehrt find ich schon etwas daneben.

So um das mal zu veranschaulichen. Ich zahle pro Woche 60 Doller Miete (als Vergleichswert). Ein Kaffee kostet mich 5 Doller.
Das summt sich also schon echt gewaltig und ist fuer mich nicht mal so aus der Portokasse bezahlt.

Ich bin mir irgendwie unsicher, ob ich fairerweise etwas angesaeuert bin wegen der Sache. Oder ob sein Verhalten ok war.
 
Das sind alles supertolle Beschwichtigungen,
um Dir selber einzureden, daß es gar nicht so schlimm sei, damit Du nichts sagen mußt!
Das sehe ich auch so.

Vielleicht kommt noch hinzu, daß Angst vor Ablehnung hast:
Ich spreche meine Bedürfnisse an -> das wird den anderen stören/beeinträchtigen -> damit trete ich ihm auf die Füße -> Folgegedanken: Er lehnt mich ab/mag mich nicht mehr. !

Wenn ich etwas fuer andere tue, verlange ich keine Gegenleistung. Das einzige was ich will ist Respekt.
Das ist ein legitimer Gedanke. Respekt bekommst du erst, wenn du anfängst, dich selbst zu repektiern 😉 🙂

Vielleicht kannst Du Dir auf Dauer gesehen doch eine andere Bleibe suchen,
denn wer weiß, ob sich die Leute überhaupt ändern wollen.
Dies würde ich als letzte Möglichkeit sehen, sonst flüchtet sie vor ihren Problemen, die am nächsten Ort wieder autauchen werden.

🙂

Gruß Hajooo
 
Also ich wohne schon gerne mit anderen zusammen.

Naja, den Kaffee gibts an manchen Stellen auch fuer bissl weniger, aber teuer ist er auf jeden Fall.

Ich verstehe es halt ned. Weil alles was ich fuer einen Freund tue, mache ich eigentlich gerne. Und da finde ich es komisch wenn ein anderer Entschaedigungen verlangt.
Aendern will ich mich eigentlich ungern, denn fuer Freunde etwas zu tun ist doch ne schoene Sache.

Ich kann von ihm ja aber auch nicht verlangen, das genauso zu sehen wie ich. Vielleicht wurde er ja schon oefters ausgenutzt. Oder er hat Bedenken, weil ich schon sehr sparsam lebe.
 
Fuechsin,

dein Problem mit alle Anderen liegt einzig und allein bei dir.

Du hast Grenzen, leider magst du die nicht äußern, den Grund dafür weiß ich nicht.
Nur wenn du Grenzen setzt und die mit die Menschen mit wemn du umgehst artikulierst, erfährst du Respekt von diese Menschen. Das bedeutet nicht das diese dich dann auch mögen. Das kann sein muss aber nicht.
Wenn du willst das alle menschen dich mögen, wird es immer so weiter gehen., auch in deine Beziehungen.
Grenzen setzen und ab und an anecken ist nicht nur erlaubt sondern ausdrücklich erwünscht.

Viel Spaß da unten 😉
 
Es ist ja nicht so, dass ich mich nie traue was zu sagen. Naja jetzt anzukommen nach so ner langen Zeit ist schon bissl doof.🙄

Es hat auch nichts damit zu tun, dass ich unbedingt von jedem geliebt werden muss. Ich will aber jeden Menschen so akzeptieren wie er ist und nicht wegen jeder Kleinigkeit an die Decke gehen. Ich bin halt gerne ein verstaendnisvoller Mensch. 🙂

Soll ich in Zukunft immer sofort rumstaenkern, obwohl ich auch so mit einigen Dingen klar kaeme, nur um extreme Ausmasse vorzubeugen? Das wuerde dann ja auch Menschen treffen, die mir eben nicht gleich die ganze Hand abbeissen, wenn ich ihnen einen Finger hinstrecke.
Ich moechte sehr gerne ein Mensch sein, der gerne gibt und akzeptiert, aber wie soll ich das denn machen ohne dauernd so auf die Schnauze zu fliegen?
 
Fueschsin,

du wirst immerwieder eine Ausrede finden es nicht sagen zu können.
Wenn es dich stört dann sag es einfach.
Wenn die dann blöd kommen mt, ich mach das doch immer so, kannst du einfach sagen wie es ist.

Nochmal es liegt bei dir nicht bei die Anderen. Du bist Hauptverantwortlich wie Anderen mit dir umgehen. Du allein hast die Macht deine Grenzen zu setzen und kenntlöich zu machen.

Zu sagen die anderen sollten doch wissen das so etwas sich nicht gehört, ist gelinde gesagt blauäugig. Du hast doch oft genug erlebt das dies nicht so ist.

Wenn du aneckst und Profil zeigst, wirst du wahrgenommen und respektiert, wenn du dir alles gefallen lässt, wird mit dir gemacht was deren im Sinn kommt.
 
Mein Ex hat nun ueberall auf seine Sachen Zettel mit seinem Namen geklebt. Daraufhin hat sie widerum einen riessen Zettel ins Bad gehaengt, dass man dach bitte nach Benutzung der Dusche und der Kueche saubermachen soll. Ein kleinerer Zettel war dann noch in der Kueche mit dem gleichen Zeug.

Erst hab ich mich zimlich darueber aufgeregt. Aber im Prinzip hat dieses Theater, ja viel staerkere Konsequenten fuer sie als fuer mich. Sie ist schwanger, will oefters mal dass ich ihr was vom Supermarkt mitbringe oder ihr bei sonst irgendetwas helfe.
Ich werde unsere Kommunikation nun auf das Mindste hinunterfahren und wenn sie mich das naechste um einen Gefallen bittet, werde ich auf jeden Fall freundlich aber bestimmt ablehenen.
 
Oh nein!
Zettel gegen Zettel.
Nach meiner Erfahrung (Du lebst ja im Ausland) hier, wäre das in meinen Augen das Ende einer WG.
Jetzt fängt die Aufrechnerei nämlich erst an.
Schade!

Macht Ihr keine WG-Versammlung?
Als ich in einer WG lebte, da haben wir uns in fast regelmäßigen Abständen am Abend zusammengesetzt. Jeder brachte etwas zu Knabbern mit oder im Sommer wurde sogar gegrillt. Beim gemeinsammen Tun, liess es sich leichter reden.
Und Ihr seid doch wirklich nur eine kleine WG. Da ist es doch ehr möglich, alle an einen Tisch zu bekommen. Muss ja auch nicht gleich Abendfüllend sein. Für uns hatte das Treffen auch etwas mit Aufmerksamkeit und gegenseitiger Wertschätzung zu tun.

Vieles lässt sich auch so zwischendurch in der jeweiligen Situation freundlich sagen.
Hätte mir jemand meinen Kuchen oder den eines Freundes einfach so weggelöffelt, so gäbe es von mir sofort eine Reaktion wie:"Den Kuchen gibt es da und da zu kaufen." - Und dann gucken, ob der "Wink mit dem Zaunpfahl wirkt.
Wenn nicht, eine klare Ansage:"Ich möchte, dass Du mir bis Morgen neuen Kuchen holst und das nächste Mal fragst Du bitte, bevor Du an die Lebensmittel gehst." - "Ja?" - *freundlich lächel*
Erbrechen ins Waschbecken. Wieso nicht der Frau gleich einen Lappen in die Hand drücken? "Kann ich Dir helfen?" Und wenn´s besser geht, gleich danach:"Hier hast Du einen Lappen für´s Becken. Das wolltest Du sicher sauber machen."
Was ich meine, das ist, es gibt sicher Lösungen, bevor sich Fronten bilden oder zumindestens bevor sie sich verhärten.
Freundlich und klar.
Denn: die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.
Wenn ich merke, ich stelle mich konfrontativ hin oder werde schroff, dann weiss ich, ich habe meine Grenze bereits spät gezogen (merken, das nächste Mal anders). Ja, manche brauchen für sich starke Grenzen, um sie überhaupt erst einmal wahr zu nehmen. Andere wiederum sind da sensibel.
So ist das nun einmal.

Ein Lacher aus meiner früheren WG: eine Mitbewohnerin löffelte häufiger einfach so meine Eiscreme weg. Eines Tages erwischte ich sie dabei und lehnte mich lässig in den Türrahmen, sie beim Schlemmen beobachtend. Ich mit langgezogenen Worten und einem Grinsen:"Schmeeeeckt´s?"
Bei ihr reichte das schon. Wir haben dann zusammen lachen können UND ich bekam neue Eiscreme.


Ich finde, in WG´s kann man auch prima voneinander lernen... .


Alles Gute!
Landkaffee
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe schon in zig WGs gewohnt und meist gab es eine Person, mit der ich nicht klar kam. Mit allen anderen lief es super.
Irgendwie ist die schwangere Inderin schon manchmal wie von einem anderen Stern. Neulich fragte sie mich, ob sie mit ihrem Mann waehrend der Schwangerschaft Sex haben duerfte. Wohlgemerkt, geht sie alle zwei Wochen zur Vorsorge, hat einen Internetanschluss und ich war noch nie schwanger.
Ich sagte ihr, sie solle ihren Arzt fragen, worauf sie meinte der haette gesagt manchmal, aber nicht jeden Tag waere ok. Warum soll ich das denn besser wissen als ihr Arzt?😕

Das eine regelmaessige Sitzung hier moeglich ist glaube ich nicht. Die zweite Inderin, sagt meistens noch nichtmal "Guten Morgen", "Hi" oder sonst irgendwas. Ich hab ne Weile dann immer zuerst was gesagt, aber irgendwann dann auch aufgegeben.

Ich habe gerade mit einem Freund, der Psychologe ist telefoniert. Und er meinte es laege bestimmt nicht daran, dass ich zu wenig putze, sondern auch wie ihr sagt ich sollte mehr auf meine Beduerfnisse achten und die klar stellen. Das Problem ist halt, dass ich zu lange geschluckt habe und dadurch Eindruck entstanden ist, dass ich alles super finde und sie die einzigen sind die staendig Kompromisse machen.

Wie ne Ehefrau, die fuer ihren Mann Jahrzehnte jeden Kruemmel wegputzt und dann anfaengt sich ueber seine Faulheit zu beschweren. 🙂

Stimmt wohl schon, ich muss an meiner Einstellung noch etwas feilen. Ich moechte ein hilfsbereiter, toleranter Mensch sein. Aber Grenzen sind nunmal auch wichtig, damit man nicht komplett ausgebeutet wird. Hoffentlich habe ich bald ein gesundes Mittelmass gefunden.
 

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