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Das "Leben" nach dem Tod - Was ich nicht verstehe!

  • Starter*in Starter*in Matschgesicht
  • Datum Start Datum Start
Mmmh, das war Martin Luther, der gesagt hat: Die Vernunft ist das größte Hindernis in Bezug auf den Glauben, weil alles Göttliche zu ungereimt scheint, daß ich nicht sage dummes Zeug. ( Tischreden ) Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß man in Bielefeld weiß wer M.Luther ist....

Ehrlich wie ich bin gebe ich ja offen zu, noch kein Werk dieses Herrn gelesen zu haben, mir war nur dieses Zitat sinngemäß bekannt. Und da ich eben nichts von ihm gelesen habe, kann ich auch nicht wirklich beurteilen, in welchem Zusammenhang der gute Mann das so formuliert hat. Hab mal gegurgelt:

Aber dies ist ganz und gar die Formel für "den Verstand verlieren": glauben heißt eben den Verstand zu verlieren, um Gott zu gewinnen.
Sören Kierkegaard, Die Krankheit zum Tode

Das hier ist zwar OT, aber gefällt mir sehr gut:

Aber jede Lebensanschauung, die den Sinn des Lebens von einer äußeren Bedingung abhängig macht, ist Verzweiflung. Dem Leid zu leben ist also im gleichen Sinne Verzweiflung, wie dem Genuß zu leben; denn das ist eben Verzweiflung, sein Leben in etwas zu haben, dessen Wesen es ist, zu vergehen.
Sören Kierkegaard, Kierkegaard - Philosophische Schriften

Sorry für´s kurze OT. 😉
 
Zur Zeit lebe ich vor dem Tod. Ich habe mich auch noch nie mit jemandem ausgetauscht, der bereits gestorben ist. Insofern denke ich, ich warte zuerst einmal meinen Tod ab, und tausche mich danach mit den Menschen aus, die das Leben hinter sich haben. Die werden damit Erfahrung haben.

Vielleicht gibt es da ja sogar so etwas, wie ein Hilferufforum.

Günter
 
@Lena7, nicht wegen mir weinen, das lohnt sich nicht, die Tränen trocknen alle bis ich bei Dir bin und dann bin ich auf Glauben angewiesen, da bin ich aber doch schon belegt. ;-)[/QUOTE]


Das hab ich doch auch nicht Fidelity,war nur Spaß.Wie könnte ich mir die Augen aus dem Kopf heulen,wenn ich Dich noch nicht mal kenne? 🙂 Vielleicht kennen wir uns ja doch schon länger, und ich weiß es nicht nicht....jedenfalls ist mir schon klar das es ein Scherz war von Dir...den ich aber positiv aufgefasst habe,also keine Gedanken machen🙂



LG
Lena
 
Siehst Du, deshalb ist es wichtig auch mal richtig im INet zu recherchieren, sich nicht nur das genehme rauszupicken
Die Infos die von dem Verinnerlichten abweichen sind die wichtigen. Die bringen einen weiter.
Nicht die, die man bis zum Ende aller Tage runterbetet ohne sie zu hinterfragen - oder sie hinterfragen zu lassen.
Schön zu sehen, das es auch christlich angehauchte gibt, die Ablassen von falschen Vorstellungen😉.
Und nur so kann sich Religion (und auch die Wissenschaft) weiterentwickeln.
Der Eine sagt oder behauptet etwas, der Andere macht sich daran das zu bestätigen oder zu widerlegen.
Geistige Evolution halt.

"Ein Abend, an dem alle der gleichen Meinung sind,
ist ein verlorener Abend."
A. Einstein
Ich wusste es auch, ist aber nicht so wichtig, es geht ja nicht um Rechthaberei. Ich wusste jetzt nur nicht, ob diese als eigenständige Elemente anerkannt sind, so ließ er ja auch den Rest zu meinem Aussage-Satz weg. Macht man normal nicht.

Doch ich konnte diese Aussage auch nach logischen Gesichtspunkten blind behaupten, ohne expliziten Beweis zu bringen.
Gibt es ein Element mit der Eigenschaft, dann gibt es mehrere!

Also wieder ein Lehrsatz der eher gegen gegen einen Gott sprechen würde, denn dann müssten es mehrere geben.
 
Ein vernunftbegabter Mensch verlässt sich auf dass, was die Erkenntnisse ihm aussagen und stopft nicht vermeintliche Wissenslücken mit einem unsichtbaren Freund oder dergleichen zu. Das kann man machen, wenn man zumindest mal wenigstens so etwas wie einen Hinweis darauf hat - Wunschdenken füllt aber keine Wissenslücke. 🙄

Wer sich nur nach der Vernunft ausrichtet, lebt meiner Meinung nach ein halbes Leben.

Es geht bei Glauben auch nicht um Zustopfen von Wissenslücken sondern eben um Glauben. Möglich, dass das für Menschen, die sich rein nach der Vernunft ausrichten, nicht fassbar ist. Den Eindruck habe ich manchmal, dass manche gar nicht verstehen, was Glauben eigentlich umfasst.

Aber selbst wenn man nur an der Vernunft ausgerichtet ist, so sagt uns gerade diese, dass es die Träume sind, die uns Menschen den Fortschritt bringen.

Und bezüglich des Hinweises: Aus Hinweisen ergibt sich Glauben. Aus Beweisen ergibt sich Wissen. Aber Beweise können falsch sein.



Sogar ein cleverer Gläubiger wie Kierkegaard soll der Ansicht gewesen sein, dass Vernunft und Glaube n-i-c-h-t-s miteinander zu tun haben und a-b-s-o-l-u-t unvereinbar sind. Werde ich bei Gelegenheit mal genauer nachlesen. 😀

Eine Verständnisfrage: Was ist für dich bzw. Kierkegaard Vernunft? Wann verhält sich ein Mensch nicht mehr vernünftig? Ist das nicht eine Sache der Interpretation?


Die beste Gottesbeschreibung, die ich je gelesen habe, lautete, dass Gott ein Würfel ist, von dem jeder nur eine Seite sieht. Die eine ist grün und einige Leute sagen, Gott ist grün. Die andere ist orange, für diese Leute ist Gott orange. Nur diejenigen, die über ihre Seite hinausschauen können, bekommen eine Ahnung davon, wie vielschichtig die Sache tatsächlich ist.

Wenn jemand sagt, dass es Gott gibt, hängt das immer auch von seiner Definition ab, was denn dieser Gott eigentlich ist. Genauso ist es auch nur Definitionssache, wenn jemand sagt, Gott gibt es nicht.

Manche machen es sich da sehr einfach und vergisst, dass die Welt hinter dem Tellerrand weiter geht.

Um zum Thema zu kommen. Wenn man darüber diskutiert, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, müsste man doch erst einmal definieren, was genau man unter Leben versteht. Man kann das immer nur für einen Teilbereich ausschließen, nie für das Ganze.


Tuesday
 
Um zum Thema zu kommen. Wenn man darüber diskutiert, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, müsste man doch erst einmal definieren, was genau man unter Leben versteht. Man kann das immer nur für einen Teilbereich ausschließen, nie für das Ganze.


Tuesday

Das stimmt natürlich. Ich hatte bei der Erstellung des Themas ganz grob die "Weiterexistenz" im Kopf. Egal wie. Also im Endeffekt alles, was nicht einfach "Nichts" ist , sei es nun dass die "Seele" emporsteigt und in andere Welten eintritt (sei es ob man dort völlig alleine ist, oder auf andere Verstorbene trifft), Reinkarnation (dann eben mit völligem Verlust der Gedanken, Persönlichkeit und allem was uns zu "uns" macht"), eine Art Zeitschleife indem unser Leben einfach wieder von neu beginnt. Da gibt es vieles was man sich ausdenken könnte 😀
 
Richtig. Im Prinzip wissen wir das nach dem Tod ein helles Licht ist - und wenn wir frech sind, beziehen wir ( eine reine Glaubenssache! ) noch die anschließende mögliche Gerichtsverhandlung ein. Vielleicht sehen wir auch noch wie die verurteilten Seelen gemeinsam in die Hölle hinabsteigen - aber was ist mit uns Guten? Was ist wenn Richter Hold oder Salesch nichts mehr sagen? Was kommt danach, warum und wielange?
 
Richtig. Im Prinzip wissen wir das nach dem Tod ein helles Licht ist - und wenn wir frech sind, beziehen wir ( eine reine Glaubenssache! ) noch die anschließende mögliche Gerichtsverhandlung ein. Vielleicht sehen wir auch noch wie die verurteilten Seelen gemeinsam in die Hölle hinabsteigen - aber was ist mit uns Guten? Was ist wenn Richter Hold oder Salesch nichts mehr sagen? Was kommt danach, warum und wielange?

Diese (Wunsch)vorstellung von wegen "Gute" Menschen->Himmel, "böse" Menschen-> Hölle, hängt ja stark mit unserem Gerechtigkeitssinn zusammen. Wenn das Leben wieder einmal unfair (was heißt wieder einmal?! Es ist ja ohne Unterlass unfair) ist sucht man einen Ort und Zeitpunkt an dem Gerechtigkeit herrscht. Und schön wäre es natürlich für viele wenn das nach dem Tode so wäre. So schön wär das wahrscheinlich gar nicht...aber das ist wieder was anderes.

Woher kommt eigentlich dieser Gerechtigkeitssinn der Menschen? Den haben ja schon Kleinkinder in ausgeprägtem Maße. Aber warum? Die Welt hat uns niemals gezeigt, dass sie "fair" ist, wie kommen wir eigentlich zu der Annahme dass sie es sein sollte?
 
Das stimmt natürlich. Ich hatte bei der Erstellung des Themas ganz grob die "Weiterexistenz" im Kopf. Egal wie. Also im Endeffekt alles, was nicht einfach "Nichts" ist , sei es nun dass die "Seele" emporsteigt und in andere Welten eintritt (sei es ob man dort völlig alleine ist, oder auf andere Verstorbene trifft), Reinkarnation (dann eben mit völligem Verlust der Gedanken, Persönlichkeit und allem was uns zu "uns" macht"), eine Art Zeitschleife indem unser Leben einfach wieder von neu beginnt. Da gibt es vieles was man sich ausdenken könnte 😀
Wenn das nur deine Frage ist...😉
Alles untersteht dem Wandel der Materie und Energie. Demnach geht nichts verloren!
So wie aus Eisenoxyd ein Auto werden kann und wieder Eisenoxyd.
Keiner wird behaupten, dass die Energie der jeweiligen Umwandlung schließlich zur Seele wird.
Doch wetten, dass dieses einigen wieder zu einfach ist, weil das Mystische fehlt!
 
Der Gedanke gute Menschen kommen in den Himmel, böse in die Hölle stammt aber so nicht aus dem Christentum,sondern von der katholischen Kirche.
 

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