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warum bin immer ich die Dumme?

  • Starter*in Starter*in Kleene0815
  • Datum Start Datum Start
Liebe Sissy74,

mit einem Mißverständnis möchte ich hier gern aufräumen...

Egoismus hat nichts, aber auch gar nichts mit Liebe, geschweige denn mit Eigenliebe zu tun! 😕

Wenn ich egoistisch bin, schade ich anderen...
Wenn ich für mich selbst sorge, dann tue ich mir und anderen etwas Gutes...

Selbstliebe bedeutet, für sich liebevoll zu sorgen, sodass keine emotionale Abhängigkeit von anderen Personen entstehen kann bzw. man sich davon lösen kann. Das bedeutet aber auch, Liebe bedingungslos mit anderen teilen zu können ohne etwas zurück zu erwarten. Das ist m.E. der Knackpunkt...

Egoistisch ist auch der, der von anderen Zuwendung erwartet. Es gibt die verschiedensten Strategien, um an Zuwendung zu kommen und dazu gehört auch das sogenannte "Aufopfern".
Das ist Manipulation durch Verführung!
Frei nach dem Motto: "Schau her, was ich doch alles für euch/Dich tue. Wann bekomme ich was von Dir zurück? Das kommt doch einem Fordern gleich..., sorry, liebe TE, ob der klaren Worte.
😉

MfG
Willow


@ Sonnenlicht

sorry, klingt blöde,aber finde gerade nicht die richtigen worte.
aufopfernde menschen...sind wie menschen ohne rückgrat,[B
mit denen kann man nichts machen ausser sie ausnutzen ....[/B]


Liebes Sonnenlicht, Dein Zitat finde ich gar nicht blöde, sondern gut auf den Punkt gebracht! Denn wer ohne Rückgrat ist, verbiegt sich in alle Richtungen, um von anderen etwas zu bekommen...
🙂

MfG Willow


Hallo Willow,

ich denke,
Dein Einwand hat lediglich was mit der Definition von "Egoismus" zu tun.
Wörtlich genommen-heisst "Ego"- "ICH"...
Selbstliebe könnte man dann wohl als "Narzistisch" bezeichnen...
-gut-
auch wenn ich mich vielleicht definitionsmässig nicht richtig ausgedrückt habe-
hoffe ich-
ist rübergekommen, wie ich es gemeint habe 😉

Bin leider nicht so -
dass ich jedes Wort direkt auf die "Goldwaage" lege-
mir ist einfach wichtig, dass das rüberkommt-
was mir wichtig ist!

"Aufopferung"-
da sind wir uns alle einig-
muss nicht sein...
Nur der Anerkennung wegen...

Entweder man tut was von Herzen für einen anderen-
oder man lässt es bleiben...
Ehrlich sollte man sich und anderen gegenüber sein...
DAS ist wichtig.
Vor allen Dingen-
sich selbst nichts vormachen-
und sich nur verbiegen-
um Applaus zu kassieren...

So gesehen ist für mich Selbstaufopferung-
rein von der Definition her gesehen-
eher eine Form -
des nicht zu sich selber stehens...
...denn man tut Dinge-
zu denen man eigentlich keine Lust hat-
um ein eigenes Ziel-
in diesem Fall- "Anerkennung" zu erreichen.
DAS ist fragwürdig und macht für mich keinen Sinn.
Wäre wohl dann auch tatsächlich als egoistisch zu bezeichnen.
 
du kannst nicht erwarten wie eine Königin behandelt zu werden wenn du ständig die Dienerin spielst.

Schulddenken ist übrigens....ungünstig...das bringt nix. Indem du dich selbst als dumm bezeichnest und damit garstig zu dir selbst bist erwartest du zur Bestätigung dass auch andere dich schlecht behandeln...Das Verhalten der anderen spiegelt ja im Grunde deine Erwartungshaltung und genau das was du selbst von dir hältst.

Ratschlag: lernen besser von dir selbst zu denken, dich abgrenzen, und auch mal was für dich und nicht nur für andere tun!

Was machst du beruflich?
Oder was hast du beruflich vor...ich rate von Helferberufen ab, denn es ist anderen keine Hilfe wenn jemand ankommt der Hilfe gibt um das zur Selbstbestätigung zu nutzen.

Selbstliebe muss nicht narzisstisch sein...in Extremform ist es ggf narzissmus aber zwischen fehlender Selbstliebe und narzisstischer Selbstliebe liegt ein breites Spektrum und die Mitte ist gut...denn ganz ohne Selbstliebe und Selbstachtung geht es nicht und zu viel davon ist ungünstig.

An sich ist ein Helfersyndrom auch ne Art narzissmus...da man ja im Grunde sich selbst damit helfen will anderen zu helfen...sein Selbstbild damit aufbaut und andere benutzt oft auch abhängig von sich macht durch ungünstige Hilfe.
An sich braucht niemand Hilfe..jeder kann sich gut selbst helfen..einige Menschen brauchen allenfalls ne zeitlang Begleitung und ein wenig Anleitung dazu zu lernen sich selbst zu helfen.

Gute Hilfe in Form von Hilfe zur Selbsthilfe kommt natürlich nicht nur aus dem Herzen sondern auch aus dem Kopf und auch Bauch heraus...mit gesunder Intuition sich hie und da eher zurück zu halten und Vertrauen darin zu zeigen dass die meisten Menschen es auch allein ganz gut hinkriegen...mit nem kleinen dezenten Fingerzeit hie und da....mit Hinweisen auf das innere Potenzial das in jedem Menschen steckt etc.

Oft ist Hilfe aus dem Herzen gut gemeint aber schlecht ausgeführt...das bringt dann weder dem Helfer was noch dem Hilfesuchenden.

Selbstaufopferung geht an sich zu weit...allerdings würde ein würdiger Mensch natürlich in Extremsituationen wenn es um Leben und Tod geht natürlich ggf auch sich selbst opfern wenn er mit seinem Leben das anderer Menschen retten kann....allerdings sind diese Situationen eher selten und im Normalalltag reicht Hilfe zur Selbsthilfe geben ohne sich dabei auf zu opfern. Mit Selbstaufopferung macht man Hilfesuchenden ggf auch eher ein schlechtes Gewissen und übt damit passivaggressive Gewalt od.ä (willow hatte es ja ähnlich gesehen und beschrieben) aus.....daran sollte man achten und dran denken. Es ist keinem geholfen wenn man sich total aufopfert und dann selbst zu jemandem wird der ständig wegen Burnout, Depressionen Hilfe braucht. Die beste Hilfe ist hier sich selbst zu helfen und zu lernen im Rahmen seiner Möglichkeiten (engergietechnisch, zeitmäßig, finanziell etc.) anderen zu helfen.

Hilf dir selbst und wenn du das gut kannst dann erst bist du in der Lage anderen gut zu helfen!

Tyra

Gutmenschen werden natürlich oft ausgenutzt..ein guter Selbschutz ist ne tit for tat-Haltung, Grundhaltung freundlich aber auch mal abgrenzen können, nein sagen können...wie du mir so ich dir etc.

wieso tust du eigentlich was du tust? Zu geringes Selbstbewusstsein und Schulddenken, Schuldgefühle die dich dazu verleiten Dienerin zu spielen?

solange du Anerkennung erwartest für Hilfe die du gibst, ist diese Hilfe ja im Grunde eher egoistisch...
Es reicht an sich einfach mit gutem Beispiel voran zu gehen und anderen im Umfeld zu zeigen wie man sich selbst hilft und im Leben gut klar kommt, also Vorbildfunktion und dort wo man ist, lebt, wirkt, Präsenz zeigen ohne sich hilfemäßig auf zu drängen oder was zu erwarten wenn man mal hilft etc...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin ein sehr ehrlicher Mensch.
Ein Teil von mir ist ein sehr ehrlicher Mensch.
Tue alles für Menschen die mir wichtig sind.
Ein Teil von mir tut alles für Menschen, die ihm wichtig sind.
Opfere mich auf,
Ein Teil von mir ofpert sich auf
bin da,
Ein Teil von mir ist da
habe Verständniss für alles und jeden.
Ein Teil von mir hat Verständnis für alles und jeden
Und im Endeffekt bin ich hinterher immer die Dumme.
Ein Teil von mir ist immer die Dumme.


WARUM???

Wenn du deine Feststellungen umformulierst und sie einem Teil deiner Persönlichkeit zusprichst und nicht der ganzen Person, dann würdest du der ganzen Person nicht den Namen geben Kleene0815😉

Dann würdest du feststellen, dass es ausschließlich ein Teil deiner Persönlichkeit ist, der so handelt. Und genau dieser Teil wird dann auch enttäuscht.

Was heißt das? Du hast andere Teile, die sehr gut funktionieren - deshalb beschreibt dich deine Freundin auch mit Eigenschaften, die du so an dir nicht wirklich siehst.

Aber.... was heißt das auch im Rückschluss? Dass du eben nicht immer die bist, die in roter Schrift dargestellt wird. Es ist ein Teil. Ein anderer Teil von dir kann bestimmt auch anders. Ich kann z.B. von mir auch sagen, dass ich ein ehrlicher Mensch bin, aber es gibt Situationen, wo ich - und sei es nur mir selber gegenüber - eben nicht so ehrlich bin. Es kommt immer darauf an, was in dir selber vorherrscht.

du kennst das doch sicher aus dem alltag. Bist du immer gleich drauf? Oder wieviele Situationen gibt es, wo dich von jetzt auf nachher aus der Fassung bringen können? Warum ist das so? Da herrscht ein Teil deiner Persönlichkeit vor, mit dem du noch nicht so richtig in Kontakt bist. In der Psychologie redet man von Teilen, die nicht integriert sind. Die bekämpfst du, anstatt sie liebevoll und geduldig zu betrachten.

Anschuldigungen, die sich nach außen richten, richten sich eigentlich - wenn wir es ganz genau betrachten - nach Innen - an das eigen Selbst. Der eigene innere Groll richtet sich nach außen und sucht dort die Schuld.......

Das ist jetzt viel Gelaber... ich weiß....... Aber vielleicht findest du in irgendeinem Satz etwas, was Klick in dir macht - mit dem du was anfangen kannst...... Darauf kommt es letztendlich an.......

Gruß
Truth
 
Ich bin ein sehr ehrlicher Mensch. Tue alles für Menschen die mir wichtig sind. Opfere mich auf, bin da, habe Verständniss für alles und jeden. Und im Endeffekt bin ich hinterher immer die Dumme.

Die, die alleine ist, wenn es ihr schlecht geht. Die keinen hat, der mal da ist, der zuhört, mich in den Arm nimmt.

Alle erwarten, fordern. Tuen so, als seien sie meine Freunde. Machen einen auf nett, solange sie mich für irgendwas benutzen können. Dann, sieht man keinen Nutzen mehr in mir, werde ich fallen gelassen. Bekomme ein Messer in den Rücken gerammt und bin plötzlich in allem die Schuldige.

Seit 25. Jahren tue ich nichts anderes als um Anerkennung zu kämpfen. Nie bin ich gut genug. Es geht immer irgendwie besser als ich es mache!

WARUM???

draus lernen! Nicht mehr auf diese Weise um Anerkennung kämpfen, was Neues probieren!
Die Diener werden eh nie anerkannt, die Anerkennung heimsen an sich eher die Bedienten ein...😉

Wer genau war deine Freunde? wo hast du sie kennengelernt? Wer genau hat dir wie ein Messer in den Rücken gerammt?

Bei der Wahl der Freunde sollte man realistisch und achtsam sein...also Internet meiden und sich auf reale Kontakte konzentrieren, Menschen vor Ort von denen man mehr weiss wählen etc...

Es gibt nen Unterschied zwischen Pflegebeziehungen und Freundschaften...freundschaften funktionieren an sich eher zwischen zwei Leuten, die sich auf Augenhöhe befinden..einander nicht unbedingt brauchen sondern einfach so mögen und achten und gerne zusammen sind.....Klar hilft man sich dann auch gegenseitig hie und da...allerdings ist der Hilfeaspekt zweitrangig oder eher unwichtig.

Arbeite an deinem Selbstwertgefühl + Selbstbewusstsein...hilf dir erstmal selbst und lerne los zu kommen von der Egokiste Anerkennung durch Hilfsjobs zu kriegen.

Suche dir echte und gute Freunde die per se auch mal für dich da sind...vermeide dabei wieder in die Dienerinrolle zu verfallen die Freundschaft eher untergräbt/unterbindet.
Verhaltenstherapie wäre ggf ne zeitlang sinnvoll.
 
du kannst nicht erwarten wie eine Königin behandelt zu werden wenn du ständig die Dienerin spielst....


Hallo Tyra,

das Wort "ständig" ist hier eine große Falle. Kein Mensch ist STÄNDIG in einer bestimmten Rolle anzutreffen. Sie ist nicht ständig in der gleichen Stimmung - also auch nicht ständig in der Dienerrolle anzutreffen. Das wäre eine Verschiebung der Tatsachen. Die Dienerrolle wird "stimuliert" - aus welchen Gründen auch immer - und dann rutscht sie in die Rolle - oder Teilpersönlichkeit - nenn es wie du willst - aus einem Automatismus heraus hinein. So würde ich es objektiv und aus großer Distanz heraus betrachten.

Sie kann erwarten, wie eine Königen behandelt zu werden, in den Situationen, wo sie wie eine Königin handelt. Zu unterscheiden, wann sie in welcher Rolle steckt ist das Auschlaggebende in meinen Augen.🙂 Ich bin mir sicher, dass sie auch wie eine Königin handelt - aber eben nicht von der Rolle unterschieden ist.

Sorry, dass ich in der dritten Person über dich Schreibe, Kleene. (ich nenn dich ungern so - ich glaub, dass du eigentlich eine GROSSE bist😉)

Gruß
Truth
 
Dein Einwand hat lediglich was mit der Definition von "Egoismus" zu tun.

Bin leider nicht so -
dass ich jedes Wort direkt auf die "Goldwaage" lege-
mir ist einfach wichtig, dass das rüberkommt-was mir wichtig ist!

Liebe Sissy,

ich verstehe Dich besser, als Du denkst... Ich lege auch nicht gern Worte auf die Goldwaage, aber hier möchte ich trotz allem differenzieren. Hoffentlich nicht OT?!

Für mich handelt jemand egoistisch, wenn ich Energien von anderen anzapfen möchte, um meinen eigenen Speicher zu füllen. Das hat benutzenden Charakter und schadet anderen, überfordert sie, schwächt sie..., sofern sie es denn erlauben und nicht NEIN sagen! Der Täter macht sich gleichzeitig zum Opfer, denn er ist immer auf fremde Energie/Zuwendung angewiesen.

Für-mich-Selbst-Sorgen beinhaltet, dass ich meinen Energiespeicher selbst fülle und mich nicht anderer Energien bemächtige. Das erhält mir meine Unabhängigkeit und gleichzeitig den anderen auch, denn sie behalten genug Energie, für sich ebenfalls selbst zu sorgen. Hier handele ich höchst eigenverantwortlich und sorge gleichzeitig für das Wohlbefinden anderer. Damit wirke ich u.a. der Co-Abhängigkeit entgegen. Cool, nicht wahr...🙂
Also, wenn jeder zuerst an sich denkt, ist an jeden gedacht!

Wir können das Für-Sich-Selbst-Sorgen auch mit "gesundem Egoismus" beschreiben, okay...?!😉

Dieses beziehe ich auf Erwachsene, nicht auf Kinder, wohlgemerkt...

LG Willow
 
hallo sonnenlicht, willow, sissy, tyra, truth

ich habe ein paar fragen zu dem hier besprochenen themenkreis, in dem es um hilfe, anerkennung, egoismus usw geht.

ich frage mich, warum ein mensch der anderen menschen helfen will, nicht von diesen menschen auch anerkennung verlangen kann ?

ich frage mich, warum kann ich als mensch, der ich den menschen helfe nicht auch von den menschen hilfe erwarten, wenn ich mal ein problem habe ?

warum soll es egoistisch sein, wenn ich einem menschen helfe, und dann von ihm anerkennung erwarte ?

ich habe mir die von euch heute geschriebenen beiträge genau durchgelesen. darin ist immer wieder die rede davon, das ein mensch erst einmal sich selbst lieben muss, um andere menschen lieben zu können, und nicht zugleich auch von anderen menschen liebe zu erwarten.

das verstehe ich einfach nicht. denn wenn ich von einem anderen menschen, den ich liebe, nicht erwarte, das er mich auch liebt, wozu soll ich diesen menschen dann noch lieben.

für mich beruht liebe zwischen menschen immer auf gegenseitiger liebe. dazu gehört ein bisschen auch die erwartung, das mich ein mensch so liebt wie ich bin. denn dieser mensch kann doch auch von mir erwarten, das ich ihn so liebe, wie er ist.

momentan schwirrt mir der kopf. wenn mir noch mehr dazu einfällt, dann schreibe ich das wieder in einem neuen beitrag.

LG LieKum2011
 
Hallo LieKum,

Deine Fragen sind berechtigt und ich freue mich, dass Du nachhakst; stelle ich doch fest, dass auch ich eine gewisse Erwartung an die Leserschaft stelle...😉

Ich versuche, meine Sicht der Dinge zu erklären:

Selbstverständlich gibt es eine "natürliche Erwartungshaltung", nicht nur in erwachsenen zwischenmenschlichen Beziehungen! 🙂

Ein Kind z.B., das in diese Welt geboren wird, stellt eine natürliche Erwartung an die Eltern, dass es bedingungslos geliebt und versorgt wird! Das ist die Grundvoraussetzung, um zu leben und zu überleben.

Leider wird dass nicht immer oder nur unzureichend erfüllt (die Eltern sind überfordert, krank, haben wenig Zeit, viele Geschwister, etc.) und so werden bereits in frühem Kindesalter vom Ego Strategien entwickelt, um genügend Aufmerksamkeit/Zuwendung zu bekommen.

Manipulation durch Verführung (Kind ist besonders lieb)
" durch Aggression (Kind ist immer aufsässig)
" durch Leiden (Kind ist häufig kränklich, schwächlich)

Diese Strategien retten uns in der Kindheit das Leben!
Ein Kind, das nicht geliebt und versorgt wird, stirbt! Dazu hat es in der Vergangenheit Studien mit Heimkindern gegeben...:mad:

Das Ego übernimmt also hier eine lebenswichtige Funktion und sollte daher in jedem Fall wertgeschätzt werden!

Wenn wir also im Kindesalter nicht die bedingungslose Elternliebe kennenlernen, sondern nur die, die an Bedingungen geknüpft ist (Wie z.B...Wenn Du ganz besonders lieb bist, dann bekommst Du...), dann nehmen wir dieses als oft unbewußtes Verhaltensmuster mit in das Erwachsenen-Leben und hat dort entsprechende Auswirkungen!

Das zu erkennen und sich dahingehend weiter zu entwickeln ist m.E. unsere größte Herausforderung im Leben. Denn nichts ist sicher, auch nicht die Zuneigung eines geliebten und liebenden Partners.

Unsere größte Angst ist die, nicht mehr geliebt zu werden, und kommt der Angst vor dem Tod gleich. Dementsprechend fallen wir in ein großes Loch, wenn uns Liebe entzogen wird... und spätestens dann treten die guten alten Strategien wieder auf den Plan. Wir konnten nicht lernen, mit "Liebesentzug" anders umzugehen und "fordern" Liebe ein. Das wiederum führt zu Leid...

Verlangen, lieber LieKum, können wir niemals die Liebe! Sie kann uns nur freiwillig gegeben werden, so wie wir sie auch nur freiwillig geben können.
Und wenn wir etwas zurück erwarten, dass über eine natürliche Erwartung hinaus geht, werden wir immer enttäuscht sein!

Meiner Ansicht nach ist es tatsächlich unsere allererste Pflicht im Erwachsenen-Dasein, zu lernen, uns selbst zu lieben, verantwortungsvoll für uns zu sorgen und für unsere Bedürfnisse erwachsen da zu sein.

Wenn wir uns da vernachlässigen, dann kann jemand anderes mehr schlecht als recht sich nur ansatzweise und ersatzweise um uns kümmern... Dann sind wir ein Fass ohne Boden, welches niemals gefüllt werden kann und wir bleiben immer davon abhängig, dass uns jemand ein Quentchen Liebe zukommen läßt. Das hat so einen Geschmack von Gnadenbrot...😎 Im schlimmsten Fall stehen zwei Bettler voreinander und halten die Hände auf!

Selbstliebe ist für mich die Königsdisziplin und die Nächstenliebe baut darauf auf. So heißt es doch: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!"
😉

Also ist sie für mich die Basis einer erfüllenden Partnerschaft, in der wir Liebe mit Freude empfangen und teilen können und die nicht mehr von der Form des gegenseitigen Ge-Brauchens geprägt ist, die nicht mehr von Angst vor Liebesverlust geprägt ist. Zudem macht sie uns wirklich unabhängig und frei! Haben wir sie erst entdeckt und entwickelt, kann nichts und niemand sie uns nehmen!

Alles, was wir tun, ob nun anderen helfen wollen, uns selbst genügen, andere zu lieben, sollte immer von elementarer Freude geprägt sein, dann befinden wir uns auf dem richtigen Weg...

Lieben Gruß
Willow🙂




 
Zuletzt bearbeitet:
hallo willow,

zum teil kann ich dich verstehen. mit dem 'zu wenig liebe im kindesalter bekommen' hast du bei mir wahrscheinlich recht.

mit der selbstliebe meinst du wahrscheinlich, das selbstbewusstsein und das selbstwertgefühl. das ist bei vielen menschen, die durch liebeskummer sehr traurig und unglücklich sind, zum teil sehr angekratzt oder kaum noch vorhanden.

ich bin der überzeugung, das sich zwei menschen, die sich sehr lieben, sich durch die gegenseitige tiefe liebe selbstvertrauen und stärkung des selbstwertgefühls geben können. so nach dem motto: ich bin ich für den anderen da und er auch für mich.

was mir allerdings nicht ganz einleuchtet ist deine meinung zu liebesbeziehungen. meines erachtens, kann ein mensch, der sich zu einem anderen menschen hingezogen fühlt, nicht einfach lieben ohne gegenliebe zu erwarten.

die menschen, die so uneigennützig sind, haben meines erachtens zu wenig gefühle für den anderen menschen. denn auch die sehnsucht nach dem anderen menschen, wenn er mal nicht da ist, ist für mich eine ganz normale sache. wenn ich mich als mann tagsüber bei der arbeit schon auf den abend mit meiner frau freue, dann meinen manche menschen gleich, das ich klammere.

was soll denn eine frau von mir denken, wenn ich keine gegenliebe von ihr erwarte. das sie dann versucht, die situation auszunützen, kann ich sogar noch verstehen. sie braucht ja nichts dafür zu tun. sie wird geliebt und kann es sich gut gehen lassen.

du schreibst auch, das der liebeskummer stärker ist, wenn ein mensch die liebe einfordert und sie nicht bekommt. da hast du natürlich recht.

aber wenn ich bei einer frau kein glück habe, was soll ich dann machen ? es einfach bei einer anderen frau versuchen ? das führt genau dazu, das viele menschen so verunsichert sind, was die liebesbeziehung zu einem anderen menschen angeht.

die eine seite versucht zum teil verzweifelt einen/eine partner/in zu finden. und die andere seite erlebt immer wieder, das die eine seite keine geduld hat, die sache doch nicht so ernst nimmt oder eben die andere seite nur ausnutzen will. und dann hat die andere seite irgendwann jegliches vertrauen verloren.

viele liebe grüße aus köln

LieKum2011

P.S. ich habe für diesen beitrag fast zwei stunden gebraucht. das thema ist emotional für mich momentan sehr schwierig. und auch die formulierungen wollen wir manchmal nicht so recht gelingen.
 
hey..^^

darf ich mal ganz ehrlich sein? so, wie ich die welt kennengelernt habe, ist es so: die, die "gut" sind, dürfen ihr leben lang einstecken, "A*********" kriegen alles hintergeworfen..

so.. und jz zu deiner frage.. warum?
tja.. da kann man jz wsl tausende gründe anführen.. wie wärs mit der? du bist immer diejenige, die zuhört und für andre da is.. also die starke.. meine frage jz: zeigst du auch deine schwäche? oder bist du.. (ich weiß, das is jz ein bissl sehr direkt, aber trotzdem) zu feig auch mal deine schwächen zu zeigen? ... eine möglichkeit wäre nämlich, dass die andren einfach nicht sehen (können), das auch du mal unterstützung brauchst.. verstehst du, was ich damit sagen will??

eine andere theorie zb wäre: du schreibst, du tust das alles für anerkennung.. vlt ist genau das dein fehler.. du tust es für anerkennung, und niocht dafür, für was es eig sein sollte.. um anderen zu helfen (obwohl du das wsl auch tust, aber deine gedanken bzw deine gründe sind nicht die, die du vorgibst, oder was auch imemr..) und damit erntest du dann auch nur das, was du eben erntest.. keine echten freunde, verachtung? oder eben nahe dran, wie auch imemr.. etc.

so.. jah, ich weiß, sowas is schwer zu verdauen.. und es muss ja auch gar nicht wirklich auch auf doch zutreffen.. aber mach dir mal ernsthaft darüber gedanken.. könnte ja was wahres dran sein.. und wenn nicht, dann gieb nicht auf, sondern such weiter!

lg, und ich hoffe, ich konnte helfen ;-)

Dark~Angel
 

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