Ja, das bilden sich Gläubige immer ein. Hier geht es aber um einen Austausch über pro und contra.
Ich zitiere dazu gerne noch etwas aus Dittmars Webseite, der ausdrücklich erlaubt, daß seine Zitate verwendet werden dürfen:
Zitat:
Der Glauben tut mir gut und deswegen ist es richtig, zu glauben
Die Wirkung Ihres Glaubens hat nichts, aber auch überhaupt nichts, mit der Wahrheit des Glaubens zu tun. Man kann an die Wirkung von Amuletten glauben, daraus Selbstvertrauen gewinnen und deswegen Probleme leichter lösen. Aber das "Amulett" lässt sich durch etwas Beliebiges ersetzen, solange wir nur glauben.
Als Argument ist das Wohlfühl-Argument deswegen ungültig, weil es auch für alle anderen, widersprechenden Glaubensrichtungen angeführt wird. Z. B. für den Islam. Menschen fühlen sich meist wohl in ihrem Glauben, wenn dies auf die Wahrheit des Glaubens deuten sollte, dann deutet das Argument im Islam darauf, dass es nur einen Gott gibt, im Hindusismus darauf, dass es mehrere Götter gibt, im Christentum darauf, dass es einen trinitarischen Gott gibt, im Buddhismus darauf, dass wir Gott nicht erkennen können, im Jainismus darauf, dass es keine Götter gibt. Wenn ein Argument für die "Wahrheit" von zwei oder mehr sich widersprechenden Dingen spricht, dann ist es ungültig.
Das wird meist übersehen - der Glaube tut mir gut, daher ist er auch richtig. Das ist das, was den Menschen eingeredet wird, und weswegen sie anfangen, zu glauben. Sie glauben zunächst, der Glaube sei wahr. Dann, wenn sie genügend Verstand beisammen haben, um sich ernsthaft mit der Wahrheit zu beschäftigen, wird diese Brücke hinter ihrem Rücken abgebrannt: Jetzt braucht man keine Beweise mehr, keine Gründe, keine Rationalität, jetzt ist es die Wirkung, die als Krücke dienen soll, den Glauben aufrecht zu erhalten.
Aber können Sie an etwas glauben, von dessen Wahrheit Sie nicht überzeugt sind? Nein. Sie können nicht an den Osterhasen glauben, denn Sie sind überzeugt, dass es den nicht gibt. Sie glauben nicht an Zeus, weil Sie überzeugt sind, dass es den nicht gibt. Sie glauben nicht an den Weihnachtsmann, weil Sie überzeugt sind, dass es den nicht gibt.
Nur beim Glauben an Gott machen Sie eine Ausnahme - warum nicht beim Weihnachtsmann?