Tyra
Sehr aktives Mitglied
Eine etwas kürzere Antwort: Natürlich ist die Wirklichkeit nicht so wie in den Pornos, aber doch so ähnlich. Das ist genauso wie in jedem anderen Film. Da wird auch meist übertrieben oder überhöht und das wirkliche Leben ist nicht so extrem wie im Film dargestellt, aber doch so ähnlich.
ich bin da nach wie vor anderer Auffassung. Es kommt auf das Filmgenre an. 'Dokumentarfilme dürften wirklichkeitsnäher sein. Action oder Fantasy-Filme ala Terminator oder Judge Dredd oder Harry Potter haben wenig mit der Wirklichkeit zu tun. 'Was dargestellt wird ist eine Wunsch-und Fantasiewelt und keine überhöhte Wirklichkeit.
Man kann jedoch manchmal beobachten dass einige Menschen Fiktion und Wirklichkeit manchmal zu eng verknüpft sehen, was einem gewissen Wunschdenken entsprechen dürfte.
TP: Wie scharf sollen Porno-Bilder sein?
Es ist ein Spiel mit der Welt des Scheins. Filmische und Alltagsrealität unterscheiden sich generell oft. Natürlich gibt es einen gemeinsamen Nenner: das Menschen Sex haben aber die Art und Weise der sexuellen Aktivitäten in Filmen und auch z.B Männerhardcores unterscheidet sich oft wesentlich von den realen Grundbedingungen und auch Ausführungsmöglichkeiten im Alltag. Einiges scheitert ganz simpel an der Physik und Antatomie der jeweiligen Akteure. Die wenigsten sind so biegsam und schmerzresistent wie Pornodarstellerinnen, es gibt den allzeit potenten Mann nicht, er ist reine Illusion, denn von der Physik des Mannes her liegen die Fakten anders. Ich schrieb ja bereits dass für die Herstellung von Pornos viele chemische Stimulanzien eine Rolle spielen. Und natürlich das was gezeigt wird nicht in Echtzeit gedrehtes ist sondern Zusammenschnitte. Die meiste Zeit geht an sich für Vorbereitung drauf, Maske, Setkonstellation etc...sehr vieles muss wiederholt werden da entweder die männlichen Darsteller zwischendurch "einknicken" und sich wieder warmlaufen müssen oder die weiblichen Darstellerinnen nachgeschminkt werden müssen weil Pickel oder die häufig vorkommenden Ausschläge (Ursache: wechselnde Geschlechtspartner etc.) am Hintern sichtbar werden od.ä. Wer das mal wie ich am Set beobachtet hat wird recht ernüchtert sein. Wenn man sieht dass die eine oder andere Darstellerin Schmerzpillen schluckt weil sie wund gescheuert ist oder weggeschickt wird weil der Vaginalpilzbefall zu sichtbar geworden ist...Die Realität hinter den Kulissen wird in den Filmen verschwiegen (würde ja auch lusttötend sein) gehört aber auch dazu.
Wie auch immer, für die einen mag die in Männerhardcores gezeigte Sexualität nah an der Realität liegen für andere weniger.
Für die einen mag Prostitution also der Verkauf von Körpern normal erscheinen für andere eher nicht.
Die in Männerhardcores ausgedrückten männlichen Wünsche und Fantasien betonen aus meiner Sicht ein wenig zu stark und überzogen den Tiercharakter des Mannes und damit kommt das Männerbild dabei nicht sehr vorteilhaft weg...aber ggf liegt ja grad darin auch ein gewisser Anreiz für manche, ein Stück Ehrlichkeit und Wahrheit, die darauf verweist wie stark die Triebhaftigkeit des Menschen unsere Realität mit bestimmt.....mal mehr und mal weniger.
Ich persönlich mag rein mechanischen Pornosex nicht besonders und die oft primitiven filmischen Darstellungen sprechen mich auch wenig an. Lust und Begehren hat für mich etwas zu tun mit dem Spiel zwischen GEist und Körper, eher mit Verhüllung, Andeutung (um der Fantasie noch Freiräume zu lassen) anstatt klinisch kühler Enthüllung wie in den klassischen Pornos dargestellt, die keinen Platz mehr für eigene Fantasien läßt. In Pornografie drückt sich meiner Meinung nach eine Art kalter Zynismus über die biologische Natur des Menschen aus, der keinen Raum läßt für die Kunst der Verführung und des Liebens z.B. also für die geistigen Räume der Liebe.
Unter gutem Sex verstehe ich etwas vollkommen anderes, etwas bei dem alle Sinne betört werden und nicht nur die Hüften schwingen und Vaginalmuskeln zucken sondern auch die Seele mit tanzt. Erfüllender Paarsex ist dass zwei Menschen es hinkriegen ihre Lustkurven zu synchronisieren...
Bei dieser kühlen klinischen Männerhardcorepornografie überkommen mich anstatt wohliger Lustschauer oft eher Abscheu und kalte Schauder angesichts der Kühle im Umgang zwischen den Geschlechtern, der Herabwürdigung solcher Wunderwerke wie Körpern.
Es ist ggf ein Unterschied zu einigen Männern die generell oder oder phasenweise auf Mechanik und Technik stehen und die die technisierte Darstellung von Sex unter Auslassung von bindenden und sozialen Elementen wie Liebe anspricht.
In Pornografie setzt sich an sich ein uraltes christliches Element fort: dass der Opferung und Hingabe, gepfählte Frauenleiber vollkommen hingegeben um der Lust der Männer zu dienen. Klingt jetzt überspitzt aber genau dieser Gedanke schoss mir oft beim gucken der Pornos durch den Kopf. Ich stehe halt auch nicht so auf solche Märtyrerkisten.
Dieses Märtyrertum ergibt sich übrigens aus dem Schwindel der Pornofilme = die vorgespielte weibliche Lust. Welcher Frau geht schon wirklich in verrenkter Pose beim Thekensex und krumm genudeltem Eindringen des Penis oder beim facial cumshot einer ab? Einige tun ggf so um den Mann zu bestätigen.
Und einige people der Genderforschung oder auch Pornoregisseure sprachen davon dass für viele Männer der Kick grad darin liegt, dass eine Frau sich ausliefert und auch lügt, alsó ihr Bedürfnis nach sexueller Befriedigung nach hinten stellt, damit der Mann sich toller finden kann in seiner Männlichkeit. Pornografie enthält bezogen auf die weibliche Lust im Kern oft recht unsoziale Züge.
Das ist halt meine persönliche Meinung, damit will ich keineswegs den Geschmack anderer Menschen herabsetzen, über Geschmack läßt sich ja auch bekanntlich nicht streiten.
Tyra
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