Also ich habe die ersten 12 Seiten gelesen und bin ehrlich gesagt schon etwas geschockt über die Reaktionen hier. Zunächst sollte jeder, der meint, dass es eine Kürzung der Regelsätze für Alleinstehende geben sollte, damit diese ihren Hintern in Richtung Arbeit bewegen, mal den §31 SGBII lesen, da steht die Kürzung nämlich drin, für alle, die ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachkommen. Zum Beispiel auch den Hintern Richtung Arbeit bewegen. Gibts also schon.
Dann möchte ich fragen, wer schon alles einmal eine Demonstration selbst organisiert hat. Gequatscht wird viel, gemacht hat es wahrscheinlich kaum einer. Ich auch nicht, aber ich reisse hier auch nicht das Maul auf: "Die sind doch den ganzen Tag daheim, die können den ganzen Tag demonstrieren".
Desweiteren möchte ich fragen, was es bringt, Leute ihr Leben lang in Bildungsmaßnahmen zu stecken. Damit sie sich Arbeit suchen? Nimmt die einer? Wohl eher nicht.
Ich arbeite derzeit für eine minimale Aufwandsentschädigung gefördert von einem Verein. Man bräuchte mich dort in Vollzeit. Wenn es nach meinem direkten Vorgesetzten ginge, sofort. Aber die Bezahlung wird wohl das Problem sein. Warum bezahlt man nicht einfach die Arbeit, die ich tue? Sozialversicherungspflichtig. Nein, man bezahlt lieber Arbeitslosigkeit und lässt mich kostenlos arbeiten. Macht das Sinn? Für mich macht das keinen.