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Freundin mit Beinprothese

Hallo Gerard,

Ich denke nicht, dass eine körperliche oder seelische Behinderung ein Hindernis für eine wirklich große Liebe sein kann.

Ich spreche da mal aus meiner Erfahrung:
Ich selbst habe durch Falschbehandlung etc eine chronische psychische Erkrankung, mit der es sich nicht immer einfach leben lässt. Vor allem auch, weil einige Leute meinen, weil man psychisch angeschlagen ist, könnte man so jemanden beliebig einschüchtern und unter Druck setzen (Vermieter z.B.).
Trotzdem lebe ich in einer Beziehung.
Sicher hat mein Partner eine Weile gebraucht, um sich an meine Erkrankung und die damit verbundenen Umstände zu gewöhnen, aber er sieht jeden Tag, wie ich selbst damit umgehe und letztlich ist er auch selbst daran gewachsen und hat von mir gelernt.
Und seitdem gehen wir völlig normal miteinander um.
Ich denke, dass der Mensch an Herausforderungen wächst.
 
Hallo Gerard,

(erst mal muss ich schreiben, dass ich es feige und charakterschwach finde, fremdzugehen.

Aber darum geht es hier nicht.)

Hast du dich schon gefragt, ob deine Gefühle (Liebe) aufgrund der Zweifel wirklich echt sind oder ob du nur ein anderes Gefühl genießt, welches dir in deiner Ehe fehlt:
Das Gefühl, gebraucht zu werden.
Helfender zu sein.
Jemanden zu haben, der Hilfe dankend annimmt und du dich dadurch wertvoller als Mensch fühlen kannst.

Macht deine Frau dir ab und an Komplimente?
Hast du das Gefühl, deine Frau braucht dich als Mann?

Wäre die Frau mit der Beinprothese kerngesund, wäre sie dann auch so interessant für dich?

Du machst dir viele Gedanken um Hilfestellung bieten, Pfleger sein usw. Das kommt mir etwas seltsam vor. Menschen mit nur einem Bein sind eigentllich nicht wirklich hilflos.

Daher frage ich mich, ob deine Gefühle nicht eher aus mangelndem Selbstwertgefühl resultieren, welches durch die gehandicapte Frau einen deutlichen Aufschwung erfährt (mit augenscheinlicher Langzeitgarantie) und sich deine Beziehung zu dieser Frau nur deshalb so gut anfühlt. Denn deine Zweifel sprechen auch deutlich für sich.

LG,
vanDark
 
Entschuldigung, Landkaffee,

aber so weit war ich noch gar nicht, ich wollte über Deine Worte nachdenken, denn Du hast einige gute Aspekte genannt. Ich merke wirklich schon, dass ich nicht nur sie sondern auch die Umwelt anders, intensiver und differentierter wahrnehme als vorher.

An Behindertensport habe ich auch schon gedacht, vielleicht mit dem Schwimmbad beginnen. Aber da müßte ich meiner Freundin Mut zusprechen, denn sie war in den 3 Jahren noch nicht da.

Und da wäre meine Aufgabe auch zu sehen, dass ich ihr eine Hilfe bin, wieder mehr Selbstvertrauen zu finden, und das wäre eine große Aufgabe für mich. Denn sie hat die Amputation im Kopf noch nicht verarbeitet, das spüre ich manchmal und sie sagte es auch. Nach der langen Zeit sind andere Patienten mit der Handhabung der Prothese und dem Gangbild auch schon weiter.

Ja, ich setze mich ständig mit diesem Thema auseinander und ich werde fair sein. Meine Befürchtung ist nur, und das ist vielleicht nicht deutlich geworden, dass ich der Aufgabe nicht gewachsen sein werde.
Es geht dabei ja nicht nicht nur um Sex; das ist schön mit ihr.

Auch intellektuell passen wir gut zusammen und das ist in unserer Situation ganz wichtig einzustufen.

Danke für deine Zeilen.

Entschuldige bitte, Gerard,
ich war zu drängelnd.
Behindertensport... . Schaut Euch doch ´mal ein Turnier an.
Durch den Vater meines Jugendfreundes (ich war 14 und er schleppte mich und seinen Sohn stolz mit) lernte ich einige Sportarten kennen.
Vielleicht nicht sofort selber Schwimmen, wenn Deine Freundin noch nicht so weit ist. Aber evtl. zufällig die Schwimmsachen dabei haben, falls die Lust kommt?
Für den konkret richtigen Behindertensport ist ein Sportgesundheitspass (oder wie das heisst) erforderlich.
Aber vielleicht macht es erst eben auch nur einfach Spass z.B. beim Turmspringen zu zusehen, oder beim Weitsprung oder.... .
Immer eine gute Gelegenheit, um auch mit Menschen in Kontakt zu kommen, die selber ein Handicap haben und auch mit deren Partnern, Familien.
So, und aus den positiven Erfahrungen heraus gestärkt, ... .
- Ich bleibe jetzt einmal nur als Beispiel beim Thema Schwimmen-
Da setzt Ihr so Ihr könnt Euch eines Tages einfach ´mal in einen Flieger zum Badeurlaub. Es geht mir jetzt nicht darum, dass Euch dann keiner kennt, z.B. Blicke dann nicht so stören. Es geht mir um den klaren "Tapetenwechsel", den "Schnitt" und leider auch ein wenig darum, dass es Länder gibt, in denen offenbar mit einigem eben lockerer umgegangen wird. Ist der Schritt geschafft, ist auch der Weg ins normale öffentliche Schwimmbad hier innerlich nicht mehr weit.
Kreativ sein.... . Verbündete suchen und dann Thema abhaken, normal leben.
Du schriebst:
"Nach der langen Zeit sind andere Patienten mit der Handhabung der Prothese und dem Gangbild auch schon weiter."
Davon würde ich mich zunächst nicht beirren lassen. Ärztliche Kontrolle ja, und dann weiter sehen... .
Manchmal blockiert ja auch "einfach" die Zukunftsangst... .
Schritt für Schritt auch da.
Redet offen über Eure Gefühle.
Und vergiss Dich selbst nicht. Wenn Du z.B. zum Schwimmen gehen möchtest, Deine Freundin nicht.... . Lasse sie nicht einfach sitzen (vielleicht liest sie derweil ein tolles Buch oder macht Fotos oder oder...), aber gehe Schwimmen. Später tauscht Ihr gemütlich sitzend, Eure Erfahrungen aus. Es ist wichtig, dass beide noch eigene Wege gehen!
Andernfalls wird sie sich irgendwann wie eine Belastung fühlen und Du wirst ihr innerlich Dein ungelebtes Leben vorwerfen.
Mögt Ihr Gedichte?
Schau ´mal im Internet nach Erich Fried:"Was es ist."

So, ich denke, das war jetzt eine Menge so zum Einstieg. 😉

Alles Gute!
Und kläre die Beziehung auch mit Deiner Frau. Das ist für Euch alle wichtig!

Liebe Grüsse!
Landkaffee

Habe gerade gelesen: Du fährst gerne mit dem Rad. Dann tue das bitte auch weiter!
Ich habe zwei Beine, aber selbst mit denen käme ich bei der Geschwindigkeit meines Mannes nicht mit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jetzt nochmal Gerard,

DU BIST VERHEIRATET UND GEHST FREMD!

Wieso ignorierst du diesen Aspekt? Du setzt dich in keinem deiner Beiträge damit auseinander!
 
lese nun in deinem zweiten beitrag das die amputation bereits vorgenommen wurde.
das `gehen lernen´ mit einer prothese ist eine sehr individuelle geschichte. nicht zu messen im vergleich zu mitpatienten ! außerdem bleibt sicherlich auch zu beachten das das die haut die recht verwendungsfremd über dem stumpf zusammengezogen wurde viele wochen zeit braucht um solide zu heilen.
nun mit forsch gehen lernen zu wollen mit der prothese kann zu wunden führen die sich infizieren.
also eine mit weile...

und ja es wird seine zeit brauchen nachdem sich die erste neuerfahrung gesetzt hat im innern damit umzugehen das da ein bein weg ist.
selbstbewusstsein stärkt sich am besten im ausprobieren und neue wege finden zu was man weiterhin körperlich in der lage ist. physiotherapeuten können da nur grundlegendes und ein paar kniffe beibringen.

auch hier macht übung den meister.

die psychische hilflosigkeit und vermeintliche minderwertigkeit auszugleichen schaffen viele menschen dann nach dem motto "nun erst recht"

es gibt immer nur zwei möglichkeiten. entweder zerbricht man am leid oder geht stärker daraus hervor. in diesem falle würde ein innerlicher zerbruch recht schnell folgen. eine starke persönlichkeit hat gute chancen, ihr zukünftiges leben gut auf die reihe zu bekommenn.
wie schon gelesen gibt es in der tat menschen für die eine behinderung nicht automatisch ein makel ist der den anderen minderwertiger machen könne.

dir lieber gerhard sei noch auf den weg gegeben das es NICHT deine aufgabe ist die psychischen probleme deiner freundin ihr möglichst weich und stoßgeschützt einzupacken. den lernprozess den sie durchläuft in bezug auf ihre behinderung und ggf. bewältigung ihrer minderwertigkeitskomplexe, denn muss sie schon selbst durchlaufen.
helfen kannst du ihr in so fern, das du immer ein offenes ohr für sie hast und zeigst das sie für dich ein vollwertiger liebenswerter mensch ist.
nicht aber ihre probleme in watte packen in dem du nun meinst jede handbewegung ihr abnehmen zu müssen und sie wie ein pflegefall behandelst. DAS würde ggf. die psychischen probleme eher verstärken als das sie verarbeitet würden.
hilf ihr wenn sie dich bittet oder wenn sie es wirklich gar nicht allein schafft. lieber sie erst mal ein moment selbst knobeln lassen ehe du zugreifst. so allein lernt sie mit sich umzugehen und wird anhand kleiner erfolgserlebnisse erkennen das sie durchaus ein weiterhin vollwertiger mensch ist. ja es wird auch tränchen geben.
 
Jetzt nochmal Gerard,

DU BIST VERHEIRATET UND GEHST FREMD!

Wieso ignorierst du diesen Aspekt? Du setzt dich in keinem deiner Beiträge damit auseinander!

ganz einfach: weil DAS nicht seine frage war !
warum sollte er sich zu dem aspekt äußern ?
weil es einige leser so möchten ? weil es einigen gut ins konzept passt und juckt darauf plakativ beurteilend und verurteilend antworten zu können ?
das forum ist sicherlich nicht dazu gedacht um hier einigen lesern rechenschaft ablegen zu müssen, auf das diese ein bekanntes beurteilungsgewohntes thema führen können.

um wen gehts hier ? um den ver und beurteilenden leser oder um gerhard seine frage ?

ob er sich mit seinem eheproblem und seiner liebschaft auseinandersetzt oder nicht vermag der leser kaum zu beurteilen.
 
Zuletzt bearbeitet:
wer hat erfahrung damit fragt gerhard.....

leuts ehe das hier wieder abgleitet in pöööser gerhard und aaarme behinderte mal ein blickwinkel hier hingetipselt auch aus dem blickwinkel dieser frau. warum; weil ich diesen blickwinkel täglich LEBE und erfahre.

mal ganz allgemein:
es besteht eine gewisse scheu und auch inkompetenz nichtbehinderter menschen gegenüber gegenüber behinderten. dies ist völlig normal (wird doch so oft als oberflächlicher egoismus gebrandmarkt). wer die straßenseite wechselt zb. beim anblick eines gerade hilfebedürftigen rollifahrers hat eher angst beim helfen was falsch zu machen, als das er keine lust zum helfen hätte !!!

gerhard fragt hier mit sicherheit (etwas ungelenk) nicht weil er meint das eine liebe auf grund der behinderrung dieser frau kein bestand haben könne; sondern weil er einfach schlichtweg keine ahnung hat was auf ihn in der zukunft zukommen könne.

@ wuschel: hast vollkommen recht, das muss ich zugeben - habe erst spontan böse reagiert, das lag aber auch an seiner wortwahl...
@gerard - mit deinem weiteren beitrag, eben über IHRE UNSICHERHEIT, hört sich das wirklich schon ganz anders an 😱.
 
ganz einfach: weil DAS nicht seine frage war !
warum sollte er sich zu dem aspekt äußern ?
weil es einige leser so möchten ? weil es einigen gut ins konzept passt und juckt darauf plakativ beurteilend und verurteilend antworten zu können ?
das forum ist sicherlich nicht dazu gedacht um hier einigen lesern rechenschaft ablegen zu müssen, auf das diese ein bekanntes beurteilungsgewohntes thema führen können.

um wen gehts hier ? um den ver und beurteilenden leser oder um gerhard seine frage ?

ob er sich mit seinem eheproblem und seiner liebschaft auseinandersetzt oder nicht vermag der leser kaum zu beurteilen.

Einen Eheversprechen trifft man nicht mal eben so genauso wie man nicht mal eben so seine Frau betrügt.

Wenn er schon nicht in der Lage ist, diese Konfliktsituation für sich zu klären, wie will der TE, dann längerfristig mit seiner Freundin leben, wo er sich doch jetzt schon über die "Problematik" Handicap solche Gedanken macht?

Wie und wie schnell bricht er dann aus dieser Beziehung aus, weil er sich mit Problemen (entweder auf gleicher oder anderer Ebene) nur oberflächlich auseinander setzt und ganze Faktoren ausblendet?

Ich habe weder verurteilt noch bewertet.
 
Hallo Gerard,

(erst mal muss ich schreiben, dass ich es feige und charakterschwach finde, fremdzugehen.

Aber darum geht es hier nicht.)

Hast du dich schon gefragt, ob deine Gefühle (Liebe) aufgrund der Zweifel wirklich echt sind oder ob du nur ein anderes Gefühl genießt, welches dir in deiner Ehe fehlt:
Das Gefühl, gebraucht zu werden.
Helfender zu sein.
Jemanden zu haben, der Hilfe dankend annimmt und du dich dadurch wertvoller als Mensch fühlen kannst.

Macht deine Frau dir ab und an Komplimente?
Hast du das Gefühl, deine Frau braucht dich als Mann?

Wäre die Frau mit der Beinprothese kerngesund, wäre sie dann auch so interessant für dich?

Du machst dir viele Gedanken um Hilfestellung bieten, Pfleger sein usw. Das kommt mir etwas seltsam vor. Menschen mit nur einem Bein sind eigentllich nicht wirklich hilflos.

Daher frage ich mich, ob deine Gefühle nicht eher aus mangelndem Selbstwertgefühl resultieren, welches durch die gehandicapte Frau einen deutlichen Aufschwung erfährt (mit augenscheinlicher Langzeitgarantie) und sich deine Beziehung zu dieser Frau nur deshalb so gut anfühlt. Denn deine Zweifel sprechen auch deutlich für sich.

LG,
vanDark

Gern bringe ich auch nocheinmal diesen Beitrag.
 

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