Das Problem ist, dass jeder irgendwie Schuld ist. Der Veranstalter, die Genehmigungsbehörde, die Polizei, die Ordnungshelfer ... und die Fans bis zu einem gewissen Grad auch. Dafür, dass eine Panik entsteht kann niemand etwas, das ist schlicht Gruppendynamik. Aber man kann sein Verhalten im Vorfeld steuern. Druck, der von Fans aufgebaut wird, weil die feiern wollen und Veranstalter, die dem Druck nicht standhalten, sondern an die Entscheider weiterleiten. Wie gern werden da doch strenge Sicherheitsbestimmungen als lästig empfunden, vor allem dann, wenn sie den eigenen Spaß stark einschränken. "Ist doch nie was passiert, was soll die Spießigkeit denn? Die haben doch nur was dagegen, dass sich andere amüsieren..." usw.
Fassungslos daran macht mich, dass immer erst Menschen sterben müssen, bevor der Sinn und Zweck von strengen Sicherheitsmaßnahmen wieder akzeptiert werden. Und das macht mich betroffen und traurig. Diese Menschen sind gestorben, weil im Vorfeld keiner wahrhaben wollte, dass Bestimmungen ihre Daseinsberechtigung haben.
Und diese Vorfälle ereignen sich immer wieder - weil man sie vergisst und keiner draus lernen will.
Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen, den Verstorbenen und den Verletzten. Hoffnung, dass sich langfristig etwas ändert habe ich aber leider nicht.