G
Gast
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Also:
1. Es stimmt nicht, dass es keine Sozialpädagogik als Studium mehr gibt. Sozialpädagogik kann an Universitäten studiert werden. Es gibt hier auch Synonyme: Sozialwesen und Erziehungswissenschaften. Zumindest teilen sich diese Berufsgruppen den gleichen Arbeitsmarkt. Statt Diplom taucht dann eben BA (Bachelor) und MA (Master) auf.
2. Soziale Arbeit wird an Fachhochschulen studiert.
3. lohnt sich eine Zielsetzung in der Tat, damit man überhaupt eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat. Viel mehr sollte man sich darüber informieren, ob es überhaupt Stellen im gesuchten Bereich gibt und bedenken, dass zwischen 150 und 300 Bewerbungen auf halbwegs attraktive - auch stark befristete Auschreibungen kommen.
4. Von einem Universitätsstudium in Sozialpädagogik / Erziehungswissenschaften / Sozialwesen kann ich wegen der - m. E. wirtschaftlichen Wertlosigkeit eines solchen Abschlusses nur abraten. Wer hat schon Lust, ständig den eigenen PKW auf eigene Gefahr einzusetzen, oft gerademal 2200 Euro brutto zu verdienen (ca TVöD 9) oder weniger auf Teilzeitbasis und das noch befristet? Da kommen bei Lohnsteuerklasse I gerademal 1300 Euro netto raus!
Und für Behörden ist man oft zu teuer, da Uni-Absolventen für TVöD 13 angestellt werden müssten - FH-Absolventen beziehen TVöD 9.
5. Übrigens: zwei meiner Kollegen bewerben sich inzwischen auf Erzieherstellen (TVöD 8), um überhaupt noch eine Stelle zu finden. Die Regierung steckt ihr Geld derzeit in alles mögliche andere, spart aber an Verwaltung und Sozialem ein, sodass es trotz einer Pensionierungswelle wahrscheinlich in den nächsten zehn Jahren kaum bezahlte Arbeit in diesem Bereich geben wird.
6. Sozialpädagogen und Sozialarbeiter werden dringend gebraucht? Auch das ist richtig, nur ehrenamtlich eben, weil sie keiner bezahlen will oder kann.
7. Interessenten für den Studiengang, macht die Augen auf und hört euch bei praktizierenden Sozialpädagogen und Sozialarbeitern um und lest aufmerksam verschiedene Zeitungen. Und glaubt bitte die - m. E. "Lüge" vom Fachkräftemangel nicht. In unserem Metier gibt es einen exorbitanten Überschuss und extrem überhöhte Anforderungen an die Stellen. Darum eben oben auch der Hinweis, dass man sich spezialiseren soll. Mehr Informationen hierzu werden voraussichtlich die Tage im Forum des DIAA - Deutschlandweite Initiative Akademiker und Arbeitswelt erscheinen.
1. Es stimmt nicht, dass es keine Sozialpädagogik als Studium mehr gibt. Sozialpädagogik kann an Universitäten studiert werden. Es gibt hier auch Synonyme: Sozialwesen und Erziehungswissenschaften. Zumindest teilen sich diese Berufsgruppen den gleichen Arbeitsmarkt. Statt Diplom taucht dann eben BA (Bachelor) und MA (Master) auf.
2. Soziale Arbeit wird an Fachhochschulen studiert.
3. lohnt sich eine Zielsetzung in der Tat, damit man überhaupt eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat. Viel mehr sollte man sich darüber informieren, ob es überhaupt Stellen im gesuchten Bereich gibt und bedenken, dass zwischen 150 und 300 Bewerbungen auf halbwegs attraktive - auch stark befristete Auschreibungen kommen.
4. Von einem Universitätsstudium in Sozialpädagogik / Erziehungswissenschaften / Sozialwesen kann ich wegen der - m. E. wirtschaftlichen Wertlosigkeit eines solchen Abschlusses nur abraten. Wer hat schon Lust, ständig den eigenen PKW auf eigene Gefahr einzusetzen, oft gerademal 2200 Euro brutto zu verdienen (ca TVöD 9) oder weniger auf Teilzeitbasis und das noch befristet? Da kommen bei Lohnsteuerklasse I gerademal 1300 Euro netto raus!
Und für Behörden ist man oft zu teuer, da Uni-Absolventen für TVöD 13 angestellt werden müssten - FH-Absolventen beziehen TVöD 9.
5. Übrigens: zwei meiner Kollegen bewerben sich inzwischen auf Erzieherstellen (TVöD 8), um überhaupt noch eine Stelle zu finden. Die Regierung steckt ihr Geld derzeit in alles mögliche andere, spart aber an Verwaltung und Sozialem ein, sodass es trotz einer Pensionierungswelle wahrscheinlich in den nächsten zehn Jahren kaum bezahlte Arbeit in diesem Bereich geben wird.
6. Sozialpädagogen und Sozialarbeiter werden dringend gebraucht? Auch das ist richtig, nur ehrenamtlich eben, weil sie keiner bezahlen will oder kann.
7. Interessenten für den Studiengang, macht die Augen auf und hört euch bei praktizierenden Sozialpädagogen und Sozialarbeitern um und lest aufmerksam verschiedene Zeitungen. Und glaubt bitte die - m. E. "Lüge" vom Fachkräftemangel nicht. In unserem Metier gibt es einen exorbitanten Überschuss und extrem überhöhte Anforderungen an die Stellen. Darum eben oben auch der Hinweis, dass man sich spezialiseren soll. Mehr Informationen hierzu werden voraussichtlich die Tage im Forum des DIAA - Deutschlandweite Initiative Akademiker und Arbeitswelt erscheinen.